Freitag, 24. Dezember 2010

Christstollen

Für die Zubereitung von Christstollen braucht man vor allem viiiiiiel Geduld, da man den Teig immer wieder "stehen und gehen" lässt. Perfekt also für einen stressfreien Tag (und das sollte der 24. doch sein, oder?)
In vielen Kochbüchern findet man den Hinweis, dass ein Christstollen schon einige Wochen vor Weihnachten zubereitet werden soll. Ich mag ihn am liebsten so frisch wie möglich - daher gibt es das Rezept erst heute:


1/2 Würfel (21 g) Germ
1/16 l Milch
3 EL Mehl

250 g Mehl
100 g Butter
50 g Zucker
1 Ei
1/16 - 1/8 l Milch
1 Prise Salz
Zitronenschale, Zimt, Ingwer, Muskat, Kardamom

50 g Rosinen
50 g Nüsse
30 g Schokolade
50 g kandierte Früchte
3 EL Rum

Butter zum Bestreichen
Staubzucker zum Bestreuen


Rosinen in Rum marinieren und stehen lassen.

Dampfl bereiten: Germ in 1/16 l lauwarmer Milch auflösen und mit Mehl verrühren. Mit etwas Mehl bestreuen und an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Dampfl mit Mehl, kleingeschnittener Butter, Zucker, Ei, Salz, den Gewürzen und lauwarmer Milch zu einem glatten Teig abschlagen. Gehen lassen.

Grobgehackte Nüsse, fein würfelig geschnittene Schokolade, Rumrosinen und kleingeschnittene kandierte Früchte darunterkneten. Und wieder mal gehen lassen.

Den Teig länglich ausrollen, einmal zusammenklappen und zur Abwechslung mal wieder gehen lassen :)

Bei 180°C etwa 40-50 Minuten backen und noch heiß mit zerlassener Butter bestreichen.

Sobald der Stollen ausgekühlt ist, dicht mit Staubzucker bestreuen.




Damit ist mein Adventskalender vollständig, meine Keksdosen sind zum Bersten voll und ich hoffe er hat Euch gefallen! Ich wünsche Euch und Euren Familien ein wunderschönes Weihnachtsfest!!!

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Husarenkrapferl

60 g Butter
120 g Mehl
50 g Kristallzucker
1 Dotter
1 Prise Salz
1 EL Milch

1 Eiklar
Kristallzucker
Marmelade

Butter mit Salz schaumig rühren. Mit Dotter, Zucker, Mehl und Milch durchkneten. Kleine Kugeln formen und in Eiklar tauchen. Diese in Kristallzucker drehen und mit einem Kochlöffel eine kleine Vertiefung eindrücken. In dieses Grübchen Marmelade füllen und die Krapferl bei 160°C etwa 20 Minuten backen.


Mittwoch, 22. Dezember 2010

Haferflockenlaibchen

80 g Haferflocken
50 g Zucker
1 EL Butter
1 EL Mehl
1 Msp. Backpulver
1 EL gemahlene Nüsse

Haferflocken eventuell zerkleinern und mit Zucker, Mehl, Backpulver und Nüssen verrühren. Butter einbröseln und mit Ei zu einem glatten Teig verarbeiten. Kleine Kugeln formen und bei 160°C etwa 15 Minuten backen.


Dienstag, 21. Dezember 2010

Schokoladelikör

1/8 l Milch
2 Dotter*
125 g Kristallzucker
3 EL geriebene Schokolade
10 g Puddingpulver Vanille
Orangenschale
1/8 l Kaffee
1/8 l Weinbrand
1 EL Rum

Kalte Milch mit Dotter, Zucker, Schokolade, Orangenschale und Puddingpulver versprudeln und auf kleiner Hitze schlagen bis die Konsistenz cremig ist. Nicht aufkochen, da sonst Dotter ausflockt! Kaffee, Weinbrand und Rum unterrühren.




*Beim Verzehr von rohen Eiern bleibt bei mir immer ein mulmiges Gefühl zurück - vor allem wenn auch Freunde und Verwandte davon essen bzw. trinken. Deshalb weiche ich gern auf pasteurisierte Eier aus. Erhältlich im Tetrapack z.B. bei C&C Pfeiffer.

Montag, 20. Dezember 2010

Schokoladewürfel

100 g Staubzucker
50 g gemahlene Nüsse
3 Eier
40 g geriebene Schokolade
20 g Semmelbrösel
1 EL geschmolzene Butter
20 g Mehl

Schokoladetunkmasse

Staubzucker, Dotter und Nüsse verrühren. Schnee und die restlichen Zutaten unterheben. Die Masse bei 180°C backen, auskühlen lassen und in Würfel schneiden. Diese in Schokoladetunkmasse tauchen.


Sonntag, 19. Dezember 2010

Rumkugeln

Biskuit- oder Kuchenreste zerbröseln und mit Rum und Marmelade zu Kugeln formen. Diese in Schokoladetunkmasse tauchen.

Und wenn man keine Reste hat? Dann erzeugt man sich einfach welche:

2 Eier
60 g Staubzucker
40 g Mehl

Eier etwa eine halbe Stunde schaumig rühren. Staubzucker und Mehl unterheben. Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verteilen. Etwa 10-12 Minuten bei 180°C backen. Auskühlen lassen.


Samstag, 18. Dezember 2010

Bauernkrapferln

1 Ei
2 Dotter
140 g Zucker
70 g gemahlene Nüsse
100 g Mehl
Zitronenschale

Oblaten

Kristallzucker und gemahlene Nüsse zum Bestreuen

Eier, Dotter und Zucker eine halbe Stunde lang rühren. Zitronenschale, Nüsse und Mehl unterheben. Mit zwei Löffeln Krapferln formen und auf Oblaten legen. Eventuell mit geriebenen Nüssen und Kristallzucker bestreuen und bei 150°C etwa 12-15 Minuten backen.


Freitag, 17. Dezember 2010

Zimtsterne

2 Eiklar
120 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1/2 TL Zimt
180 g Nüsse

Schnee schlagen (zum Bestreichen etwa 4 EL Eiklar zurücklassen). Nach und nach Zucker und Vanillezucker dazugeben. Zimt und Nüsse zugeben und rasch zu einem weichen Teig verkneten. Teig ausrollen, Sterne ausstechen und mit dem zurückgelassenen Eiklar bestreichen. Bei 150°C etwa 20 Minuten backen.


Donnerstag, 16. Dezember 2010

Eierlikör

3 Dotter*
3 TL Vanillezucker
1 EL Rum
1/8 l Schlagobers
1/16 l Milch
125 g Staubzucker
1/16 l Weinbrand

Dotter mit Vanillezucker eine halbe Stunde rühren**. Die restlichen Zutaten langsam einfließen lassen und gut durchrühren.



Wer auf pasteurisierten Dotter aus dem Packerl verzichtet und stattdessen "normale" Eier verwendet hat, dürfte jetzt irgendwo 3 Eiklar zuviel rumstehen haben. Wegschütten wär viel zu schade, deswegen hier ein paar Rezeptideen:


*Beim Verzehr von rohen Eiern bleibt bei mir immer ein mulmiges Gefühl zurück - vor allem wenn auch Freunde und Verwandte davon essen bzw. trinken. Deshalb weiche ich gern auf pasteurisierte Eier aus. Erhältlich im Tetrapack z.B. bei C&C Pfeiffer.

**An Nicole: Ja, eine Küchenmaschine wär bei manchen Rezepten wirklich nicht schlecht. Aber Du musst es Dir einfach so denken: dieses Rezept stammt aus einer Zeit, in der elektrische Rührgeräte noch lange nicht erfunden waren. Also denk an die armen Damen, die Stunden mit dem Schneebesen bewaffnet in der Küche gestanden haben ;)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Nußstangerln

70 g Butter
100 g Mehl
20 g Staubzucker
1 Dotter
1 EL Milch
Salz

150 g Nüsse
80 g Kristallzucker
2 EL Wasser
1 EL Rum

1 Eiklar
120 g Staubzucker
etwas Zitronensaft

Butter mit Mehl abbröseln. Mit Dotter, Salz, Zucker und Milch rasch und kühl zu einem Teig verarbeiten. Im Kühlschrank rasten lassen.
Für die Fülle Zucker in Wasser kochen lassen. Geriebene Nüsse und Rum einrühren.
Für die Glasur Eiklar mit Staubzucker und etwas Zitronensaft rühren, bis eine schöne Glasur entsteht. Den Teig dünn ausrollen, mit Fülle bestreichen und mit Eiweißglasur überziehen. Dünne Streifen schneiden und diese bei 160°C etwa 15-20 Minuten backen.


Nicht die schönsten Kekse - aber lecker ;)

Dienstag, 14. Dezember 2010

Apfelschmarren

3 Eier
3/8 l Milch
100 g Mehl
100 g Grieß
2 EL Staubzucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Messerspitze Zimt
Orangenschale
2 Äpfel

Butter zum Herausbacken
Staubzucker zum Bestreuen

Schnee schlagen. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und fein reiben. Mit den restlichen Zutaten verrühren und den Schnee unterheben. Butter erhitzen, etwas Masse einlaufen lassen, anbacken, wenden und fertigbacken. Mit zwei Gabeln in kleine Stücke reißen und mit Staubzucker bestreut servieren.


Londoner Schnitte

2 Dotter
80 g Butter
140 g Mehl

Marmelade

2 Eiklar
60 g Rosinen
60 g grob gehackte Nüsse
2 EL Zucker
Zitronenschale

Butter mit Dotter abtreiben, Mehl unterrühren und daraus einen Teig bereiten. Teig fingerdick ausrollen und bei 180°C etwa 10 Minuten lichtgelb backen. Den Teig mit Marmelade bestreichen. Schnee schlagen. Rosinen, grob gehackte Nüsse, Zucker und Zitronenschale unterrühren und aufstreichen. Kuchen nochmals etwa 10-15 Minuten backen und erkaltet in kleine Schnitten schneiden.


Montag, 13. Dezember 2010

Haferflockenkugerl (roh)

Haferflocken in Butter rösten und mit Marmelade, etwas Zucker und eventuelle Rum vermengen. Kleine Kugerl formen und diese eventuell in Kakao oder Kristallzucker wälzen.




Und wieder ein ungewöhnliches Rezept aus Omas Kochbuch ;)

Sonntag, 12. Dezember 2010

Almkaffee

Ein leckeres warmes Getränk für die Weihnachtszeit, das seeehr mit Vorsicht zu genießen ist ;)

1/2 l Milch
50 g Kristallzucker
etwas Orangenschale
2 Gewürznelken
1 kleine Zimtrinde
100 ml Rum
100 ml Weinbrand
1 Dotter*

Milch mit Zucker und den Gewürzen erhitzen. Rum und Weinbrand zugeben und zum Schluß die Dotter einquirlen. Die Milch darf nicht mehr aufkochen!




*Beim Verzehr von rohen Eiern bleibt bei mir immer ein mulmiges Gefühl zurück - vor allem wenn auch Freunde und Verwandte davon essen bzw. trinken. Deshalb weiche ich gern auf pasteurisierte Eier aus. Erhältlich im Tetrapack z.B. bei C&C Pfeiffer.

Samstag, 11. Dezember 2010

Magdalenenschnitten (nach Katharina Prato)

Rezept aus "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato (Verlags-Buchhandlung Styria, Graz, 26. Auflage, 1897)


Magdalenenschnitten

2 Eier
60 g Butter
70 g Staubzucker
40 g Arancini
90 g Mehl
etwas Zitronenschale

1 Eiklar
30 g geriebene Nüsse
30 g Kristallzucker

Aus Butter, Dotter und Staubzucker einen Abtrieb bereiten. Zitronenschale, Arancini, Mehl und den festgeschlagenen Schnee unterheben. Auf ein befettetes Blech streichen.
Einklar schaumig rühren, auf den Teig streichen und mit Nüssen sowie Kristallzucker bestreuen. Etwas mit Wasser beträufeln und bei 180°C backen. Nach etwa 15 Minuten in kleine Schnitten schneiden und in weiteren 10 Minuten fertigbacken.


Freitag, 10. Dezember 2010

Schokoladebusserl

2 Eiklar
140 g Staubzucker
100 g Schokolade
1 TL Vanillezucker
8 EL Mehl

Eiklar mit Staubzucker schaumig rühren. Schokolade im Wasserbad erweichen und gemeinsam mit Vanillezucker unterrühren. Mehl unterheben. Mit dem Spritzsack oder mit zwei Löfferln kleine Busserl formen und auf ein befettetes Blech legen. Eine Stunde stehen lassen. Bei 150°C backen.


Donnerstag, 9. Dezember 2010

Zimtrauten

250 g Mehl
120 g Zucker
100 g Butter
1 Ei
100 g gemahlene Nüsse
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
Zitronenschale

Schokoladetunkmasse

Butter mit Mehl abbröseln und mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten. Etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Mit Hilfe einer Gebäckpresse formen oder ausrollen und in kleine Rauten schneiden. Bei 180°C backen, auskühlen lassen und zur Hälfte in Schokoladetunkmasse tauchen.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Punsch (nach Katharina Prato)

Bei diesem Rezept aus dem Kochbuch "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato (Verlags-Buchhandlung Styria, Graz; 26. Auflage, 1897) werden einmal Dankesworte fällig:
DANKE an meine Versuchskaninchen Eva, Gigi, Fritzi & Kati, die den ersten (zugebenermaßen sehr süßen) Punschversuch trotz Zuckerschock sehr genossen haben :D :D :D
 



Punsch

1/2 l Wasser
100 g Zucker
1 Vanilleschote
1 Zimtstange
Zitronenschale
2 Zitronen
4 Orangen
50 ml Rum
50 ml Weinbrand
1/2 l Früchtetee

Wasser mit Zucker aufkochen. Zitronen und Orangen auspressen und zugießen. Zucker, Vanilleschote und etwas geriebener Zitronenschale ebenfalls zugeben und einmal aufkochen lassen. Früchtetee, Rum und Weinbrand zugeben und abschmecken.



Wünsche Euch einen schönen Feiertag!

Dienstag, 7. Dezember 2010

Haustorte

Mein Schwesterchen ist endlich mit der Hausbauerei fertig. Also hat sie von mir eine Torte in Form von einem Häuschen bekommen.




Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Kunsttorten erfordern viel Zeit (Rekordhalter ist nach wie vor unser UEFA-Pokal mit knapp 8 Stunden), eine Prise Geduld und vor allem: GROSSE MENGEN KUCHEN :)

300 g Mehl
300 g Kamut Vollmehl
200 g gemahlene Nüsse
8 TL Backpulver
4 TL Vanillezucker
400 g Butter
400 g Staubzucker
600 ml Milch
8 Eier
10 TL Kakao
Orangenschale

Marmelade
1 kg Marzipanrohmasse
400 g Staubzucker
Lebensmittelfarbe (grün, rot, gelb, braun)

Butter schmelzen und gut abkühlen lassen. Mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Obwohl es sich bei diesem Rezept um eines meiner Schüttelrezepte handelt, ist das Schütteln bei diesen Mengen nicht mehr empfehlenswert. Es sei denn, man möchte gleichzeitig ein Fitnessprogramm absolvieren oder man hat zuviel Geduld über. Ansonsten einfach umrühren bis alle Zutaten gut vermengt sind :D
Blech mit Backpapier auslegen und eine rechteckige Tortenform an das Blech anpassen. Teig einfüllen und etwa 30 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Natürlich eignet sich auch jeder andere Kuchen solang er sich gut "schnitzen" lässt. Biskuit ist nicht geeignet - dieser bröselt beim Schneiden!


Den Kuchen in vier gleiche Teile schneiden und die Kruste entfernen. Die einzelnen Teile mit Marmelade bestreichen und übereinander stapeln. Den Kuchenblock schön zurechtschnitzen. Kleinere Unebenheiten bzw. Löcher lassen sich gut mit Marmelade oder Marzipan "verstecken".




Mit Dachschräge lässt sich unser Häuschen schon erahnen:




Als nächstes das Häuschen dünn mit Marmelade bestreichen.




Marzipanrohmasse mit Staubzucker verkneten und in vier Teile teilen. Je einen Teil einfärben mit:
  • Gelb für die Hauswände
  • Grün für Wiese und Pflanzen
  • Dunkelrot / Braun für Dach und eventuell Blumen
  • und einen weiteren Teil halbieren und eine Hälfte braun einfärben für Türen und Fenster. Den Rest farblos lassen für den Hintergrund der Fenster.
Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit Lebensmittelfarbe der Firma Anton Schimek KG gemacht (erhältlich in der Apotheke). 1 Messerspitze vom Farbpulver mit 1/2 TL lauwarmen Wasser verrühren und gemeinsam mit Staubzucker in das Marzipan einkneten. Das Ergebnis: Marzipan in allen Farben und herrlich bunte Hände :D




Grünes Marzipan für die Wiesenfläche ausrollen. Am schönsten wird es wenn man es zwischen zwei Folien (z.B. große Gefriersäcke) ausrollt. Mit Hilfe der Folie kann man das Marzipan auch gut übersiedeln.





Häuschen übersiedeln.




Gelbes Marzipan ausrollen und die "Wände" damit bedecken.





Für das Dach rotes Marzipan in Streifen schneiden und die Dachschindeln einritzen. Streifen von unten nach oben auf das Dach legen und mit einem schmalen Streifen abschließen.





Fenster und Türen auf das Häuschen kleben. Eventuell Blumen und Pflanzen ausschneiden und auf die Wiese legen.


Nußkugeln (roh)

Marmelade mit geriebenen Nüsse, Semmelbrösel und etwas Zimt zu einem festeren Teig verrühren. Daraus kleine Kugeln formen, in Kristallzucker drehen und in Papierschüsserl legen.




Ein eher ungewöhnliches Rezept aus Omas Kochbuch, das je nach verwendeter Marmelade aber sehr lecker sein kann ;)

Montag, 6. Dezember 2010

Bratapfel

3 EL Marmelade (z.B. Brombeermarmelade)
2 EL Rum
1/2 TL Zimt
30 g Nüsse
40 g Schokolade
60 g Marzipan
1 EL Honig
Zitronenschale
Orangenschale

6 Äpfel
2 EL Butter
2 EL Zucker
1/4 - 1/2 l Wasser

Nüsse und Schokolade grob hacken und mit den restlichen Zutaten verrühren.
Von den Äpfeln einen Deckel abschneiden und das Kerngehäuse großzügig ausstechen. Fülle einfüllen, Deckel wieder aufsetzen und in eine bebutterte Auflaufform setzen.
Butter zerlassen und den Kristallzucker darin bräunen. Wasser zugießen und kurz verkochen lassen. Äpfel mit dem Zuckerwasser übergießen und bei 180° weich dünsten. Dabei immer wieder mit dem Zuckerwasser begießen.




Wünsche Euch einen schönen Nikolotag!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Krampus aus Germteig

Mengenangaben für 4 Stück:

250 g Mehl
25 g Germ
150 ml Milch
40 g Butter
40 g Zucker
2 EL Rum
1/2 Ei
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale

1/2 Ei zum Bestreichen
8 Rosinen für Augen
4 Arancini für Mund

Germ ins Mehl einbröseln. Milch mit Butter, Kristallzucker, Rum, Zitronenschale und Salz erwärmen und mit verquirltem Ei verrühren. Den Teig abschlagen. Zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen. Teig in vier längliche Teile teilen und diese länglich ausrollen. Krampus formen und nochmals gehen lassen. Krampus mit Ei bestreichen. Rosinen für die Augen und Arancini für den Mund anbringen. Bei 180°C etwa 30 Minuten backen.
Man könnte auch aus rotem Marzipan eine Zunge modellieren und nach dem Backen auf den Krampus kleben.


Samstag, 4. Dezember 2010

Lebkuchen

150 g Roggenmehl
150 g Weizenmehl
1 Ei
1/8 l Zuckersirup*
1 TL Honig*
Zimt
gestoßene Gewürznelken
Zitronenschale
1/2 TL Hirschhornsalz**
Ei zum Bestreichen
Mandeln oder Nüsse zum Belegen

Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Ausrollen, beliebige Formen ausstechen, mit Ei bestreichen, mit halbierten Mandeln belegen und bei 180°C backen.

Damit der Lebkuchen zu Weihnachten schön weich ist, einfach einen halbierten Apfel mit in die Keksdose legen (allerdings nicht in direktem Kontakt mit den Lebkuchen sondern getrennt durch ein Stück Backpapier). Täglich kontrollieren und eventuell durch einen neuen Apfel ersetzen!!!


*Viele der Rezepte aus Omas Kochbuch sind eine interessante Quelle für das Kochen in der Nachkriegszeit. Vergleicht man dieses Lebkuchenrezept mit einem Rezept von heute, fällt vor allem eines auf: In modernen Rezepten findet man relativ große Mengen an Honig. In diesem Rezept wird lediglich ein Teelöffel davon verwendet. Der Rest wird durch Zuckersirup ersetzt. So wie viele andere Lebensmittel, die für uns heute selbstverständlich sind, war auch Honig in der Nachkriegszeit selten und teuer und wurde daher auch nur sehr kostbar eingesetzt. Zuckersirup lässt sich ganz einfach selbst herstellen: Dafür einfach 125 g Kristallzucker in 1/8 l Wasser etwa 2-3 Minuten kochen.

**Hirschhornsalz ist in den letzten Jahren stark in Verruf geraten. Tatsächlich ist Hirschhornsalz im "rohem" Zustand gesundheitsschädlich. Beim Backen von niedrigen Gebäcken entweicht das schädliche Ammoniak (was beim Öffnen der Backrohrtür kaum zu überriechen ist). Auch wenn ich gegen Panikmache bei Lebensmitteln bin, muss ich doch an meine kleine Naschenkatzen denken. Also wird in meinem Lebkuchen das Hirschhornsalz durch Natron (Speisesoda) ersetzt.

Freitag, 3. Dezember 2010

Vanillekipferl

Das beste am Kekseteller sind und bleiben Vanillekipferl. So weit, so gut - aber was wenn einem das Kipferl-Roll-Gen einfach nicht vererbt wurde? Was wenn die Kipferl zwar superlecker, aber einfach nur hässlich sind? Jedes Jahr ärgere ich mich über meine monströsen Horror-Kipferl und da ich mehrere Haushalte mit Keksen versorge, werde ich zu Weihnachten von DEN DINGERN geradezu verfolgt. Egal ob bei der Herbergsuche, beim Weihnachtsessen meiner Mama, beim Besuch bei meiner Schwester oder meiner Schwägerin - überall lauern die Kipferl der Hässlichkeit!!!
Also habe ich mir für dieses Jahr professionelle Hilfe in Form eines Kipferlblechs geholt. Gut, irgendwie fühl ich mich, als würd ich schummeln, aber die Gleichmäßigkeit meiner Kipferl macht mich glücklich ;)

Allerdings kann man nicht die üblichen Rezepte verwenden, da sonst alles im Blech hängen bleibt. Das Rezept, das auf der Verpackung des Blechs zu finden ist, ist zwar auch sehr lecker, allerdings finde ich den Nussanteil einfach zu gering. Nach ein paar Versuchen habe ich folgendes Rezepte für Euch:
Vanillekipferl

Mengenangaben für 1 Blech = 42 Kipferl

80 g Mehl
40 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
60 g Staubzucker
1 TL Vanillezucker
100 g Butter
1 Ei

etwas Staubzucker und Vanillezucker

Alle Zutaten verrühren und in das unbefettete Blech streichen. Bei 180°C 10-15 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen und aus der Form stürzen. Vanillekipferl in einem Gemisch aus Staubzucker und Vanillezucker wälzen.

Für
Kürbiskernkipferl die gemahlenen Mandeln durch gemahlene Kürbiskerne ersetzen.



FAZID: Das Kipferlblech ist eine tolle Investition falls man sich - so wie ich - vor dem eigenständigen Formen von Vanillekipferln drücken möchte ;)

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Honig-Pogatschen

250 g Mehl
50 g Zucker
1 Prise gemahlene Gewürznelken
1 Prise Zimt
1 Ei
1 TL Natron
1 TL Wasser
1/2 Tasse Honig
50 g geschälte Mandeln oder Nussstücke

Milch zum Bestreichen

Honig in Wasser erwärmen und auflösen. Mehl, Zucker, Gewürze, Eier und Natron zugeben und einen Teig bereiten. Etwa 1/2 cm dick ausrollen, Kekse ausstechen, mit Milch bestreichen und mit einer halbierten Mandel oder Nussstücken belegen. Kekse bei 160°C etwa 20 Minuten backen.


Mittwoch, 1. Dezember 2010

Maschinkeks

250 g Mehl
90 g Butter
100 g Staubzucker
1 Ei
etwas Milch
1 Messerspitze Backpulver
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
Zitronenschale

Schokoladetunkmasse

Butter mit dem Mehl abbröseln. Alle anderen Zutaten hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Diesen durch die Faschiermaschine* drehen, in gleichmäßige Stücke schneiden und bei 180°C backen. Die fertiggebackenen Kekse in Schokotunkmasse tauchen.



*Ja, richtig gelesen! Für den Fleischwolf gibt es tatsächlich einen Einsatz für Kekse. Aber auch wenn meine Oma ihre Kekse durch den Fleischwolf gejagt hat, verwende ich dafür meine neue Gebäckpresse :)

Apropos Gebäckpresse - hier mein Fazid zu meiner neuesten Anschaffung: Mit ein wenig Übung lassen sich damit bestimmt schöne Kekse herstellen. Da mir diese fehlt, sind meine nicht wirklich gleichmäßig und auch nicht unbedingt schön. Hauptsache lecker ;)

Dienstag, 30. November 2010

Adventskalender

Ab morgen gibt es auf meinem Blog wieder einen Adventskalender mit 24 Köstlichkeiten für die Weihnachtszeit. Nachdem ich im vergangenen Jahr nur Ideen für den Keksteller hatte, möchte ich dieses Jahr auch Eierlikör, Punsch, usw. ausprobieren. Die Rezeptideen dafür stammen aus meinen ältesten Kochbüchern (u.a. "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato, 1889) und natürlich wieder aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner Oma.

Heute kümmere ich mich schon mal um die Schokotunkmasse. Wenn man mehrere Bäckereien in der Weihnachtszeit machen möchte, zahlt es sich aus gleich zu Beginn eine größere Menge herzustellen:

Rezept für Schokoladetunkmasse / Schokoladeglasur

400 g Kochschokolade

200 g Butter
 
Kochschokolade mit Butter schmelzen und tablieren. Tablieren bedeutet mit einem Löffel die Glasur glatt zu streichen bis dieses glatt und glänzend ist.Die Tunkmasse im Topf auskühlen lassen, zudecken und in den Kühlschrank stellen. Vorsicht beim Aufwärmen - unbedingt rühren und eventuell ein kleines Stückchen Butter hinzufügen, damit die Schokoladetunkmasse nicht anbrennt!

Ich wünsche Euch allen eine köstliche Adventszeit!!!

Samstag, 20. November 2010

Aufstriche

Anlässlich unseres Bastelabends ein kleines Aufstrichbuffet :)


Kräuteraufstrich
80 g Butter
125 g Topfen
2 EL Sauerrahm
3 EL gehackte Kräuter (z.B. Schnittlauch, Petersilie, ...)
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Butter schaumig rühren. Mit Topfen und Sauerrahm gut verrühren. Gehackte Kräuter und feingehackte Knoblauchzehe unterheben und abschmecken.



Kürbiskernaufstrich


80 g Butter
125 g Topfen
2 EL Sauerrahm
1 Knoblauchzehen
2 EL Kürbiskernöl
3 EL gehackte Kürbiskerne
Salz, Pfeffer

Butter schaumig rühren. Mit Topfen und Sauerrahm gut verrühren. Gehackte Kürbiskerne, Kernöl und fein gehackte Knoblauchzehe unterheben und abschmecken.



Thunfischaufstrich

1 Dose Thunfisch
50 g geriebenen Käse
2 EL Sauerrahm
1 Schuß Orangensaft
1 kleine Knoblauchzehe
etwas Chilipulver
Salz, Pfeffer

Thunfisch abgießen. Geriebenen Käse, fein gehackte Knoblauchzehe und die restlichen Zutaten unterrühren. Abschmecken.



Wurstsalat

4 EL Mayonaise*
100 g Wurst (z.B. Schinken, Extrawurst)
3 Essiggurkerl
Salz, Pfeffer

Wurst und Essiggurkerl feinnudelig schneiden. Mit Mayonaise verrühren. Abschmecken.



Eiaufstrich

5 hartgekochte Eier
2 EL Mayonaise*
1 EL Sauerrahm
1/2 TL Senf
1 EL Schnittlauch
Salz, Pfeffer

Dotter passieren und mit Mayonaise und Sauerrahm verrühren. Fein geschnittenes Eiklar und Schnittlauch unterrühren und abschmecken.




*Für die Mayonaise:

Die Zutaten für Mayonaise sollten Zimmertemperatur haben - also bereits einige Stunden vor der Zubereitung Zutaten aus dem Kühlschrank holen!!!

1 Dotter
ca. 1/8 l Öl
1 TL Senf
1 Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Mayonaise kann man klarerweise auch kaufen, aber gerade bei Wurstsalat schmeckt man den Unterschied. Ganz wichtiger Hinweis: nachdem für Mayonaise die Eier roh verzehrt werden, unbedingt auf Frische achten oder auf pasteurisierte Eier ausweichen.

Dotter mit Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Nach und nach tropfenweise (!) Öl zugeben.

Dienstag, 16. November 2010

Gemüselasagne

250 g Gemüse (Erbsen, Karotten, Sellerieknolle, ...)
1 EL Butter
500 g passierte Tomaten
Salz, Pfeffer

2 EL Butter
2 EL Mehl
1/2 l Milch

1 Glas Pesto Genovese
9-12 Lasagneblätter
120 g geriebener Käse

Gemüse fein schneiden und in heißer Butter kurz durchrösten. Mit passierten Tomaten ablöschen, würzen und dünsten lassen. Abschmecken.

Für die Bechamelsauce Butter erhitzen und das Mehl kurz anrösten. Mit Milch ablöschen und unter Rühren aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine bebutterte Form etwas von der Gemüsesauce und Bechamelsauce gießen und mit ein paar Teelöffel Pesto Genovese verfeinern. Mit Lasagneblätter belegen und wieder von vorne beginnen. Für die letzte Schicht nur Bechamelsauce mit Pesto Genovese verwenden.

Geriebenen Käse drüberstreuen und bei 180°C etwa 30-40 Minuten backen.


Montag, 1. November 2010

Du und Dei Striezel

Mit der Zubereitung von diesem Germteiggebäck verbinde ich eine der schönsten Kindheitserinnerungen. Jeden (!) Samstagvormittag war meine Oma mit der Zubereitung dieser Köstlichkeit beschäftigt. Für uns Kinder gab es nichts schöneres als von dem leckeren Geruch von frischgebackenem Striezel aufgeweckt zu werden und diesen dann auch noch heiß verkosten zu dürfen - obwohl uns mit der Verspeisung von warmem Germteiggebäck die schlimmsten Krankheiten angedroht wurden ;)

An Zutaten verwendete sie Mehl, Germ, sehr fetthaltige Milch bzw. sogar Rahm und Zucker. Auf Eier und Butter verzichtete sie meines Wissens gänzlich. Meistens verfeinerte sie den Teig auch noch mit Rosinen. Genaue Mengenangaben gibt es für "ihren" Striezel leider nicht, da sie den Teig immer "nach Gefühl" zubereitete. Und auch ihr handgeschriebenes Kochbuch ist bei der Zubereitung keine große Hilfe:

"Man macht einen feinen Germteig ziemlich fest. Nach dem Aufgehen formt man daraus sechs gleichmäßige Rollen, die man zu einem sechsfachen Zopf verfertigt, auf ein Blech legt, aufgehen lassen und mit Ei (oder Milch) bestreichen, mit Kristallzucker bestreuen und gleichmäßig backen."

Obwohl ich bereits das eine oder andere schmackhafte Gebäck fabrizieren konnte, so ist mir bis heute keine "Kopie" ihrer Spezialität gelungen. Und hier ist der nächste Versuch:


Striezel

600 g Mehl
1 Packerl Trockengerm
300 ml Milch
80 g Zucker
2 EL Sauerrahm
1 Ei
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale

Milch zum Bestreichen

Mehl mit Trockengerm vermischen. Milch mit Zucker, Salz und Zitronenschale erwärmen. Noch warm zum Mehl gießen. Sauerrahm und das verquirlte Ei ebenfalls zugeben und den Germteig schlagen bis er schön glatt ist. Falls der Teig noch zu weich ist, einfach etwas Mehl zugeben. Gehen lassen. Striezel formen* und nochmals gehen lassen. Mit Milch bestreichen und bei 180°C backen.



*Sechsstrangzopf flechten:

Einen Sechsstrangzopf zu flechten ist gar nicht so schwer, trotzdem würde ich ein "Trockentraining" mit Geschirrhandtüchern empfehlen ;)

Sechs Stränge formen und an den oberen Enden zusammendrücken:


1. Flechtung: Den linken Mittelstrang (rot) unter dem rechten Außenstrang (grau) durchlegen. Rot wird zum neuen Außenstrang. Grau wird zum neuen linken Innenstrang:


2. Flechtung: Der rechten Mittelstrang (braun) wird zum linken Außenstrang. Der linke Außenstrang (gelb) wird zum rechten Innenstrang:


Linken Mittelstrang unter dem rechten Außenstrang durchlegen (siehe 1. Flechtung). Rechten Mittelstrang unter dem linken Außenstrang durchlegen (siehe 2. Flechtung). Usw. usw. usw... Wichtig dabei ist, dass der Mittelstrang immer unter dem Außenstrang hindurchgeführt wird! Die Enden zusammendrücken und unter den Striezel legen...
Falls einem diese Flechterei zu kompliziert ist, gibt es auch eine "Schummelvariante": Einen großen und einen kleinen Dreierzopf flechten. Den kleinen mittig auf den großen setzen. Das Ergebnis ist täuschend echt ;)





Omas Striezel hat ihr übrigens eines der schönsten Komplimente von meinem Opa eingebracht. Nach der Verkostung eines wohl besonders guten Exemplares seufzte er: "Du und Dei Striezel - Ihr seids mir die Liabsten!"



Zur Erinnerung an
Juliana Tieber (geb. Pillner)
1926-2007

Sonntag, 31. Oktober 2010

All Hallows´ Even

Ich bin kein großer Fan von "typischen Halloweenmenüs" mit Fingern aus Blätterteig und glibbrigem Kuchen mit Würmerfüllung. Daher kommt bei mir heute etwas aus dem Ursprungsland von Halloween auf den Tisch:


Irish Stew


Auf der Suche nach Rezepten habe ich eine unglaubliche Vielzahl von Varianten gefunden.
Meistens findet man in Irish Stew Lammfleisch. Aber auch Rezepte mit Rindfleisch, Schweinefleisch und sogar Geflügel sind nichts ungewöhnliches...
Auch beim Gemüse gibt es große Unterschiede: Kartoffeln, Karotten, gelbe Rüben, Pastinaken, Sellerie, Kohl, Kraut, ... Scheinbar kommt wirklich alles in den Topf was gerade zu finden ist.
Prinzipiell gilt: je einfacher desto originaler - immerhin ist Stew als "Arme-Leute-Essen" bekannt. Auf Weißwein konnte ich bei meinem Rezept dann aber doch nicht ganz verzichten ;)

Und hier ist meine Variante:

1 EL Butter
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
600 g Schweinefleisch
2 EL Mehl
1/8 l Weißwein
1/2 l Wasser
Salz, Pfeffer
1 Lorbeerblatt
1 Karotte
2 gelbe Rüben
800 g Kartoffeln
etwas Petersilie und Thymian

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Butter glasig dünsten. Fleisch würfelig schneiden und zugeben. Mit Mehl stauben und alles gut durchrösten. Mit Weißwein und Wasser aufgießen. Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt zugeben und etwa 1 Stunde dünsten lassen. Lorbeerblatt entfernen (kann man natürlich auch später noch machen, allerdings ist es nach Zugabe von Gemüse und Kräutern schwieriger zu finden *ggg*). Gemüse grob würfelig schneiden und zugeben. Weich dünsten lassen. Petersilie und Thymian fein hacken und unterrühren. Abschmecken.


Ich wünsche Euch einen schönen Allerheiligenabend!

Freitag, 29. Oktober 2010

Gebackene Mäuse

Sobald ich mich vormittags in die Küche schleiche, dauert es meistens nicht lange, bis mich meine Tageskinder besuchen kommen und die scheinbar wichtigste Frage des Tages stellen: "Was gibts denn heute???"
Auch heute wieder acht große Kinderaugen die auf eine zufriedenstellende Antwort warten.
Ich: "Gebackene Mäuse!" Schweigen.
Also haben wir gemeinsam den Teig gerührt und ich habe ihnen gezeigt wie aus einem kleinen Stück Teig eine gebackene Maus wird. Trotzdem waren meine kleinen Gourmets dann beim Mittagessen doch irgendwie enttäuscht, dass in der knusprigen Hülle nicht doch noch irgendwo eine Maus zu finden war. Dafür haben sie bereits eifrig Ideen gesammelt, was als nächstes gebacken werden soll:

Matthias (3 Jahre): Gebackene Bären könnten wir auch einmal essen.
Otis (2 Jahre): Oder Nilpferd!


Und hier ist das Rezept für gebackene Mäuse:

500 g Mehl
1 Packerl Trockengerm
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale
1/4 l Milch
70 g Butter
70 g Kristallzucker
2 Dotter
eventuell 2 EL Rum (wenn man keine kleinen Gäste hat...)
eventuell Rosinen

Öl zum Backen

Staubzucker und eventuell Zimt zum Bestreuen

Mehl mit Germ und Salz vermengen. Milch, Butter, Kristallzucker und etwas Zitronenschale erwärmen und mit Dotter verquirlen. Den Teig abschlagen. Zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen. Mit einem Löffel längliche Stücke vom Teig abstechen und im heißen Öl schwimmend backen. Den Löffel dabei immer wieder in Öl eintauchen, damit sich der Teig gut vom Löffel löst. Die gebackenen Mäuse gut abtropfen lassen und mit Staubzucker und eventuell Zimt bestreuen.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Schüttelkuchen

Der Kauf einer Mini-Kuchenform hat mich wieder zum Schütteln gebracht :D


Grundrezept für Schüttelkuchen

Mengenangaben für eine Mini-Kuchenform (bei "normaler" Kuchengröße die Angaben verdoppeln!)

200 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Vanillezucker
100 g Butter
100 g Staubzucker
150 ml Milch
2 Eier
eventuell Zitronenschale, Weinbrand, Rum, Kakao, ...
Butter zerlassen und kurz abkühlen lassen. Alle Zutaten in eine verschließbare Plastikschüssel geben. Schüssel verschließen und schütteln bis alle Zutaten gut vermengt sind. Umrühren ist natürlich auch möglich, aber lang nicht so lustig ;)
Mini-Kuchenform befetten und den Teig einfüllen. Kuchen bei 180°C etwa 30 Minuten backen.

Dieses Grundrezept kann man nach Belieben verändern:

Für Marmorkuchen die Teigmenge halbieren und eine Hälfte mit 50 g geschmolzener Schokolade verfeinern. Abwechselnd in die Form einfüllen.

Für Apfelkuchen die Milch durch Apfelsaft ersetzen und einen geriebenen Apfel sowie 1 TL Zimt unterrühren.

Für Kuchen mit Nüssen, Mandeln, Kürbiskernen, usw. einfach das Mehl auf 150 g reduzieren und die restlichen 50 g an gemahlenen Nüssen zufügen.



Sonntag, 3. Oktober 2010

Kürbis-Apfel-Marmelade

Endlich Kürbiszeit und somit Zeit für meine Lieblingsmarmelade:


Kürbis-Apfel-Marmelade mit Zimt


600 g Kürbis (Butternuss oder Hokkaido)
400 g Äpfel
1 Zitrone
1 kg Gelierzucker
1 TL Zimt

Kürbis aushöhlen, schälen und grob zerkleinern. Äpfel schälen, entkernen und ebenfalls zerkleinern. Beides mit dem Saft der Zitrone etwa 10 Minuten dünsten. Gut pürieren, mit Gelierzucker mischen und etwa 5 Minuten sprudeln kochen lassen. Gelierprobe machen: dafür einige Tropfen der Marmelade auf einen Teller geben und kurz erkalten lassen. Wenn der Tropfen geliert, ist die Marmelade fertig. Zimt gut unterrühren. Marmelade noch heiß in Gläser füllen und mit Schraubdeckel verschließen.


Freitag, 1. Oktober 2010

Cafetière

Nachdem mein Nespresso-Maschinchen auf Dauer zu teuer wurde und meine alte Filtermaschine langsam aber sicher dem Ende zugurgelt, hab ich mich dazu entschieden, mich nach einer neuen Kaffeemaschine umzusehen. Nur hatte ich vor meinem Englandurlaub weder die Zeit noch die Lust. Und das war auch gut so! Denn ich hab mir aus England eine Cafetière - auch bekannt als Kaffeepresse oder French Press - mitgebracht. Und so funktioniert es:
  1. Wasser aufkochen: Ja, ich weiß, dafür gibt es eigentlich eigene Geräte, aber aus undefinierten Gründen wird Wasser bei mir noch immer auf die gute alte Art im Topf erhitzt :)
  2. Kaffee in die Cafetière: Ich bin der typische Blümchenkaffee-Trinker, daher reichen mir 2-3 EL grob gemahlener Kaffee für meine 8 Cups
  3. Mit dem heißen - aber nicht mehr kochenden - Wasser aufgießen
  4. Kurz warten
  5. Presse nach unten drücken
  6. Genießen :)
Schönen Tag des Kaffees wünsch ich Euch!!!




Übrigens hab ich mir aus England auch noch ein Toast-Rack mitgebracht. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ;)
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