Montag, 8. Februar 2016

Ofenkrapfen

Ich liebe Faschingskrapfen! Was ich weniger mag, ist wenn das ganze Haus nach Fasching noch tagelang nach Frittieren stinkt... äh... riecht. Also wurden die Faschingskrapfen bei uns heuer nicht in Fett frittiert sondern im Backrohr gebacken. Schmeckt nicht nur gut, ist auch wesentlich fettärmer. Andererseits: wenn man einen Tag vor der Fastenzeit nicht sündigen darf, wann dann?! ;-)

In diesem Sinne wünsche ich Euch morgen einen schönen - und vor allem lustigen - Faschingsdienstag!


Ofenkrapfen

450 g Mehl
20 g Germ
80 g Butter
60 g Kristallzucker
2 TL Vanillezucker
150 ml Milch
Orangenschale
1 Prise Salz
2 Eier

Marillenmarmelade
Butter zum Bestreichen
Staubzucker zum Bestreuen

Germ in Mehl verbröseln. Butter mit Kristallzucker, Vanillezucker, Milch, etwas geriebener Orangenschale und einer Prise Salz erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Kurz abkühlen lassen und in die lauwarme Flüssigkeit die Eier einquirlen. Zum Mehl gießen und zu einem glatten Teig abschlagen. An einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen. Ein weiteres Mal abschlagen und nochmals gehen lassen.

Teig in acht Teile teilen und zu Kugeln schleifen. Diese nicht zu dünn ausrollen, mit einem ordentlichen Klecks Marmelade belegen und - wie bei Buchteln - den Teig über der Marmelade zusammenfassen und ordentlich zusammendrücken. Mit dieser "Naht" nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und die Krapfen nochmals ordentlich gehen lassen.

Backrohr auf 180°C vorheizen. Krapfen mit geschmolzener Butter bestreichen und bei 180°C etwa 15 Minuten goldbraun backen. Mit Staubzucker bestreuen und genüsslich reinbeißen ;-)





Sonntag, 31. Januar 2016

Sonntagssemmeln

Was gibt es Besseres als einen Sonntag mit einem gemütlichen Frühstück und frischen Semmeln zu beginnen? Dafür lohnt es sich auch eine Stunde früher aus dem Bett zu klettern - oder ganz einfach später zu frühstücken ;-)

In unseren Sonntagssemmeln findet man heute ganz viel Dinkel. Schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch viele gute Inhaltsstoffe: hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Zink, Mangan und Kupfer, Vitamine B und E. Sogar eine stimmungsaufhellende Wirkung wird dem Dinkel nachgesagt! Kein Wunder also, dass schon Hildgard von Bingen auf das Getreide schwörte: "Der Dinkel ist das beste Getreide, und er ist warm und fett und kräftig, und er ist milder als andere Getreidearten, und er bereitet dem, der ihn isst, rechtes Fleisch und rechtes Blut, und er macht frohen Sinn und Freude im Gemüt des Menschen.1"

Geformt habe ich die Teigstücke diesmal zu Langsemmeln, natürlich schmecken die Semmeln aber auch als runde Kaisersemmeln :-)


Dinkelsemmeln

180 g Dinkelvollmehl
320 g feines Dinkelmehl
10 g Gerstenmalzmehl (Backprofi)
2 TL Salz
20 g Germ
100 ml Milch
40 g Butter
200 ml Wasser
etwas Mehl

Dinkelvollmehl, Dinkelmehl, Gerstenmalzmehl und Salz vermengen. Germ darin verbröseln. Milch mit Butter erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Wasser zugeben. Lauwarme Flüssigkeit zum Mehl gießen und zu einem glatten Teig abschlagen. An einem warmen Ort gehen lassen.

Teig in acht gleichgroße Stücke teilen und jedes zu einer länglichen Form formen. Rundum mit Mehl bestäuben. Den Stiel eines Kochlöffels in Mehl tauchen und mittig in den Teig drücken (siehe Foto). Geformte Langsemmeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Nochmals gehen lassen.

Backrohr auf 220°C vorheizen und Langsemmeln etwa 15 Minuten backen.







1aus "Das große Buch der Hildegard von Bingen - Bewährtes Heilwissen für Gesundheit und Wohlbefinden", Komet Verlag GmbH, Köln 2011, Seite 277

Sonntag, 24. Januar 2016

Torte von Loch Ness

Welche Geburtstagstorte schenkt man, wenn man mit dem Geburtstagskind bald nach Schottland reisen darf? Na klar, Nessie muss her!




Das Monster ist nicht selbst gebastelt sondern ein lustiger Schöpfer von Ototo-Design. Damit hat man auch nach dem Auffuttern noch eine kleine Erinnerung an die "Torte von Loch Ness" :-)


Torte von Loch Ness

250 g Butter
200 g Staubzucker
1 Prise Salz
5 Eier
300 g Dinkel-Vollmehl
2 TL Backpulver
2 EL Weinbrand
75 g Schoko-Tröpfchen (Dr. Oetker)
Butter zum Befetten der Form
Johannisbeermarmelade

250 g grüner Rollfondant
eventuell dunkelgrüne Lebensmittelfarbe
100 g grüne Modellier-Schokolade
3 große Rollen Smarties
und - natürlich - ein Loch Ness Monster :-)

Ringkuchenform mit geschmolzener Butter befetten. Backrohr auf 180°C vorheizen.
Butter mit Staubzucker sehr cremig rühren. Eier einzeln zugeben und ordentlich einrühren. Das mit Backpulver vermengte Dinkelvollmehl, Weinbrand und Schokotröpfchen unterrühren. Teig in die vorbereitete Form füllen und bei 180°C etwa 30-40 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig wenn auf einer eingestochenen Kuchennadel keine Teigreste mehr kleben bleiben. Auskühlen lassen.




Kuchen vorsichtig aus der Form kippen. "Wasserloch" größer schneiden und die ausgeschnittenen Teile als "Hügel" mit Marmelade auf den Kuchen kleben.




Kuchen rundum mit Marmelade bestreichen. Fondant möglichst dünn ausrollen und den Kuchen damit überziehen.




Und dann darf Nessie auch schon in seinem Wasserloch Platz nehmen ;-)




Für eine schönere Landschaft den grünen Fondant eventuell ungleichmäßig mit dunkelgrüner Farbe bemalen und trocknen lassen. Wasserloch mit Smarties auffüllen.




Aus grüner Schoko-Modelliermasse kleine Tannenbäume formen. Dafür die Masse in verschieden große Kugeln formen. Diese zu Kegeln rollen und auf Zahnstocher spießen. Von oben nach unten mit einer Schere ungleichmäßige Zacken einschneiden. Diese Zacken aufrichten und fertig sind die Tannenbäumchen :-)




Tannenbäume auf den mit Fondant überzogenen Kuchen stecken.




Torte noch eventuell mit einem schönen Band verzieren und FERTIG :-)





Nochmals alles Liebe zum Geburtstag, dearest sister-in-law :-)




Montag, 18. Januar 2016

Grünkohl-Eintopf

Gerade einmal zwei Wochen sind seit unserer "erneuerten" Ernährungsumstellung vergangen und irgendwie fühlt sich schon alles "leichter" an. Damit meine ich nicht nur den Blick auf die Waage ;-) Vielleicht ist es Einbildung, aber ich fühle mich seit ein paar Tagen viel vitaler. Wenn der Wecker morgens klingelt möchte ich ihn nicht erschlagen, ich bin auch den ganzen Tag über viel motivierter als sonst und abends liege ich nicht ewig mit Einschlafproblemen im Bett. Herrlich!
Aber wer weiß, vielleicht sind daran ja auch "nur" die vielen vitaminreichen Nahrungsmittel auf dem Teller schuld ;-)
Immerhin hat die Ernährungsumstellung neben all den gesundheitlichen Verbesserungen auch den Vorteil, dass man sich vermehrt bewusst mit Lebensmitteln auseinandersetzt. Plötzlich finden auch eher ungeliebte Gemüsearten Platz in unserem Speiseplan, weil sie mit einem großartigen Nährstoffgehalt überzeugen.

So wie zum Beispiel Grünkohl, der als eines der vitaminreichsten Gemüse überhaupt gilt und als Lieferant von wertvollem Protein, Vitaminen A, C und K sowie von Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium, Kalium und Magnesium dient.
Während Grünkohl in Gebieten nördlich der Alpen ;-) nicht aus dem Speiseplan wegzudenken ist, findet die Kohlart bei uns in der Steiermark nur eher selten Verwendung. Mein Bruder hat vor einigen Jahren damit begonnen Grünkohl zu kultivieren, weil Kunden aus Norddeutschland ihn immer wieder darum gebeten haben. Mittlerweile sind aber auch viele andere auf den Geschmack gekommen und so ist er nicht mehr aus dem Sortiment wegzudenken.
Anders als beim "normalen" Kohl (für meine deutschen Leser: Kohl = Wirsing) sind die Blätter des Grünkohls zarter und auch geschmacklich überzeugt er mit einem sehr intensiven Aroma. Gerade dieser intensive Geschmack bringt viele aber auch dazu das grüne Gemüse ganz und gar nicht zu mögen - zum Beispiel mag Walter Grünkohl nicht einmal riechen, geschweige denn essen. Also sind Grünkohlgerichte bei uns eher eine traditionelle "Strohwitwen-Speise" ;-)


Grünkohl-Eintopf

1 EL Rapsöl
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
250 g Grünkohl
2 EL Mehl
ca. 1 l Gemüsebrühe
800 g Kartoffeln
250 g Karotten und gelbe Rüben
1 Prise gemahlener Kümmel
Salz, Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Öl anschwitzen. Grünkohl fein hacken, zugeben und anrösten. Mehl kurz mitrösten, mit kalter Gemüsebrühe aufgießen, ordentlich versprudeln und aufkochen lassen. Kartoffeln, Karotten und gelbe Rüben schälen, in gleichmäßige Stücke schneiden und ebenfalls zugeben. Kümmel, Salz und Pfeffer zugeben und weichdünsten lassen. Abschmecken.





Sonntag, 10. Januar 2016

Karottenrisotto

Wie versprochen gibt es heute ein Rezept nach unseren Vorsätzen. Fettarm zubereitet zum Sattessen und trotzdem einfach nur gut. Auch ohne Zugabe von Käse wird das Risotto wunderbar cremig; an nicht so strengen Tagen können geriebener Parmesan oder ein zwei Löffel Frischkäse aber nicht schaden ;-)

Das beste daran ist, dass wir für dieses Rezept nicht extra einkaufen gehen müssen. Karotten gibt es - sehr zum Leidwesen meiner Tageskinder - immer in unserem Kühlschrank zu finden und auch verschiedene Reissorten haben wir immer auf Vorrat in unserer Speis :-)

Als knusprige Deko haben wir das Risotto noch mit selbstgemachten Karottenchips bestreut. Dafür einfach eine große Karotte mit einer Gitterhobel aufschneiden, mit einigen Tropfen Olivenöl vermischen und die Scheiben auf einem mit Backpapier belegten Backblech auflegen. Etwa 10 Minuten bei 200°C backen und auskühlen lassen. Diese Chips schmecken aber nicht nur als Deko sondern auch herrlich zum Knabbern!


Karottenrisotto

1 große Zwiebel
400 g Karotten
1 EL getrocknete Steinpilze (Sonnentor)
1 EL Olivenöl
250 g Rundkornreis
1,5 l heiße Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Petersilie

Zwiebel fein hacken, Karotten schälen und fein raspeln, getrocknete Steinpilze einweichen. Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Karotten zugeben und durchrösten. Rundkornreis zugeben und mit heißer Gemüsebrühe aufgießen. Aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen und Hitze reduzieren. Steinpilze abgießen und zugeben. Bei schwacher Temperatur etwa 30-40 Minuten dünsten lassen bis das Risotto schön cremig ist; dabei viel und oft umrühren. Feingehackte Petersilie unterrühren abschmecken.




Freitag, 8. Januar 2016

Alte und neue Vorsätze

Mit dem Ende unseres Weihnachtsurlaubes wird es Zeit für unsere neuen Vorsätze. Oder jedenfalls wird es Zeit Euch die guten Vorsätze des letzten Jahres vorzustellen. Immerhin haben Walter und ich uns bereits Anfang des vergangenen Jahres entschieden unsere Ernährung zu verbessern. Dabei stand nicht unbedingt die Gewichtsreduktion im Vordergrund sondern der Wunsch gemeinsam gesünder zu leben, aber natürlich sind kleinere Kleidergrößen und weniger Kilos, die man beim Radfahren den Berg raufschleppen muss, kein Nachteil ;-)

Und so schaut unsere Verbesserung aus:

  • Ausreichend Bewegung
    Das Fahrrad ist ohnehin schon unser Hauptbewegungsmittel; zusätzlich einmal pro Woche gemeinsam joggen, Krafttraining für Walter und Zumbaaaaaaa für mich!
     
  • Gemeinsam genießen
    Nicht schnell nur nebenbei essen sondern bewusst genießen. Noch besser schmeckt es natürlich, wenn zuvor alles gemeinsam zubereitet wurde ♥
     
  • Viel Gemüse, Kartoffeln und Obst
    Saisonales und regionales Gemüse ist der Hauptbestandteil unseres Speiseplans.
     
  • Fettarme Zubereitung
    Zum Kochen werden pflanzliche Fette wie Rapsöl und Olivenöl bevorzugt. Butter bleibt öfter im Kühlschrank - gar nicht so leicht für jemanden, der Butter für das Geheimnis eines glücklichen Lebens hält ;-)
     
  • Weniger Fleisch und Wurstprodukte
    Nicht nur gut für unsere Gesundheit sondern auch aus ökologischer Sicht... Lieber seltener ein besseres Stück von guter und frischer Qualität als irgendein Billigfleisch aus dem Kühlregal.
     
  • Vollkorn statt Weißmehl
    Wenn man den Geschmack von frisch gemahlenem Dinkel, Kamut, Emmer oder Buchweizen kennengelernt hat, ist die Weißmehlvariante aber ohnehin nicht mehr allzu interessant ;-)
    Wovon wir leider noch immer nicht recht überzeugt sind, ist Vollreis. Vielleicht hat einer von Euch einen Tipp für nicht so "strohige" Vollreismarken?
     
  • Wenig Zucker und Süßkram
    Selbsterklärend ;-) Falls doch der große Hunger auf Süßes kommt, lieber zu einem selbstgemachten Joghurt mit Früchten, Nüssen, Haferflocken, usw. greifen.
     
  • Einmal pro Woche „sündigen“ 
    Einmal pro Woche gönnen wir uns eine „Ausnahmemahlzeit“, bei der wir ausgiebig frühstücken, uns auch mal einen Burger mit Pommes gönnen oder uns einen riesigen Eisbecher schmecken lassen. Diese Regel beugt dem großen Rückfall vor, der durch strenge Verbote ausgelöst wird. Außerdem schmeckt eine Pizza gleich noch einmal so gut, wenn man sich zuvor eine ganze Woche darauf freuen durfte :-) 

Bis zum Herbst haben wir so gemeinsam tatsächlich 29kg verloren
 *räusper* allerdings muss ich zugeben, dass wir viele davon über die Advent- und Weihnachtszeit wieder gefunden haben ;-)
Nun ist der Weihnachtsurlaub vorbei und es wird wieder Zeit unseren Ernährungsplan wieder etwas gesünder zu gestalten. Und mein persönlicher Vorsatz für das neue Jahr ist es über unsere Fortschritte und Rezepte, die zu diesen geführt haben, zu bloggen - auch wenn die meisten Rezepte doch sehr eher einfach gestrickt ... äh ... gekocht sind.
So wie mein heutiges Kartoffelrezept - allerdings kamen dafür nicht nur "normale" gelbe sondern auch blau-violette Kartoffeln zum Einsatz :-)




Die Kartoffelsorte "Violetta" ist außen dunkelviolett, fast schon schwarz, und zeigt auch innen eine schöne blau-violette Farbe. Für diese ist der natürliche Farbstoff Anthocayn verantwortlich, dem eine antioxidative Wirkung nachgesagt wird. Wie andere Kartoffeln sind auch blaue Kartoffeln reich an hochwertigem Eiweiß, Mineralstoffen wie Eisen und Kalium, Vitaminen C und B und anderen essentiellen Nährstoffen. Fettarm zubereitet sind Kartoffeln kalorienarm und noch dazu sättigend, da die enthaltenen längeren Kohlenhydratketten nur langsam verdaut werden. Perfekt zum Sattessen und Sattbleiben ;-)


Bunte Backrohrkartoffeln 

500 g speckige Kartoffeln
500 g blaue Kartoffeln (Sorte Violetta)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 Rosmarinzweige

Kartoffeln schälen und in Spalten schneiden. Zwiebel ebenfalls in kleine Spalten schneiden und die einzelnen Schichten auseinanderzupfen. Knoblauch fein hacken. Kartoffelspalten, Zwiebel, Knoblauch mit Olivenöl, Salz und Pfeffer ordentlich durchmischen. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen, Rosmarinzweige darauflegen und bei 180°C etwa 1 Stunde backen. Nach der halben Backzeit vorsichtig wenden.

Dazu ein Dip aus Naturjoghurt und frisch gehackten Kräutern oder einen grünen Salat und fertig :-)





Mittwoch, 6. Januar 2016

Do More Of What Makes You Happy ♥

Könnte man einem Jahr ein Motto verpassen, so wäre dieser Spruch genau der richtige für das neue Jahr. Heuer möchte ich mir selbst und meinen Lieben ganz viel Zeit schenken. Gemütlich vor dem Kaminofen liegen und ein schönes Buch lesen, strickend auf der Couch sitzen und sich über den 10. Loop aus rechten Maschen freuen, mit dem Fahrrad durch die Gegend kurven und die ganzen Naturschönheiten abseits der Hauptstraßen genießen, öfter durch Parks und Wälder spazieren und dem Vogelgezwitscher zuhören, beim Nähkränzchen sitzen und über Gott und die Welt plaudern, zum hundertsten Mal die gleiche Jane Austen Verfilmung ansehen und Mr. Darcy anschmachten, wieder mehr Zeit mit Schreiben und Bloggen verbringen und dabei genüsslich eine Tasse Tee schlürfen, in der Küche stehen und aus einfachsten Zutaten die köstlichsten Überraschungen zaubern - eben all die wertvollen Dinge, die mich einfach nur glücklich machen ♥




Gleich am ersten Tag des Jahres wurde dieses Vorhaben auch schon in die kulinarische Tat umgesetzt. Gemeinsam verwüsteten Walter und ich die Küche und bereiteten die einzelnen Komponenten für köstliche Wraps zu: Walter kümmerte sich um die herzhafte Chilifülle und ich mich um die passende Teighülle in Form von selbstgemachten Weizentortillas. Und nur zwei Stunden später konnten wir die zubereiteten Köstlichkeiten gemeinsam genießen. Der perfekte Start in ein glückliches neues Jahr!


Weizentortillas

(Mengenangaben für ca. 12 Tortillas)

420 g Mehl
1 1/2 TL Salz
150 ml Sonnenblumenöl
150 ml Wasser

Öl zum Backen

Mehl mit Salz vermengen. Mit Sonnenblumenöl und Wasser zu einem glatten geschmeidigen Teig verkneten. Etwa eine halbe Stunde rasten lassen. Teig in 12 Teile teilen und möglichst dünn ausrollen. Bemehlen braucht man dafür die Arbeitsfläche nicht, immerhin ist der Teig fettig genug ;-)
Beschichtete Pfanne erhitzen und ein paar Tropfen Öl einfließen lassen. Tortillas darin für kurze(!) Zeit beidseitig backen. Wenn die Tortillas zu lange in der Pfanne liegt, werden sie trocken und können nicht mehr gut eingerollt werden!








Chilifülle

2 EL Sonnenblumenöl
1 Zwiebel
2 Karotten
400 g Rindsfaschiertes
ca. 300 g passierte Tomaten
1 Dose Kidney-Bohnen
1 kleine Dose Mais
1 Paprika
2 EL Tomatenmark
Kreuzkümmel
Koriander
Paprikapulver, scharf
Chilipulver
Salz, Pfeffer

Zwiebel fein hacken, Karotten fein raspeln. Öl erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Karottenraspel zugeben und kurz anrösten. Rindsfaschiertes zugeben und ordentlich durchrösten. Passierte Tomaten eingießen und aufkochen lassen. Bohnen und Mais aus der Dose gießen und abschwemmen, Paprika in kleine Würfel schneiden. Bohnen, Mais, Paprikawürfelchen, Tomatenmark und die Gewürze zum Faschierten geben und köcheln lassen. Die Fülle sollte nicht zu flüssig sondern eher streichfähig sein. Abschmecken.




Sauerrahmsauce

1 Becher Sauerrahm
3-4 gepresste Knoblauchzehen
fein gehackte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, ...)
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten miteinander verrühren und ordentlich abschmecken.


Außerdem zum Belegen/Befüllen fein geschnittenen grünen Salat, klein geschnittene hartgekochte Eier, geraspelte Karotten, Mais, Paprikastreifen, usw.

Und dann darf auch schon nach Lust und Laune belegt, eingerollt und gefuttert werden :-)







Spät aber doch wünsche ich Euch allen 
ein wunderschönes NEUES JAHR
mit vielen glücklichen Momenten ♥

Sonntag, 3. Januar 2016

Mit neuem Spielzeug zum Kärntner Reinling ;-)

Das tägliche Brotbacken fordert seinen Tribut. Schon vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass meine "kleine" Küchenmaschine beim Kneten von Germteig vermehrt jammert und sich mehr und mehr plagt. Also begann ich damit, mich nach einer stärkeren Maschine umzusehen; außerdem sollte die neue Maschine unbedingt Schüsseln, Knethaken und Schneebesen aus Edelstahl haben und das Kaufen von weiterem Zubehör möglich sein. Nach einigem Schauen, Informieren, Ausprobieren und Sparen fiel meine Entscheidung auf die Kenwood Chef Titanium - eine schöne Küchenmaschine mit starken 1.400 Watt, Schüsseln aus Glas und Edelstahl, verschiedene Knet- und Rührwerkzeuge aus Edelstahl, einem Mixaufsatz und einem Multizerkleinerer mit verschiedenen Edelstahlscheiben zum Reiben und Raspeln. Perfekt!






Und was soll man als erstes mit einer neuen Küchenmaschine zubereiten? Natürlich den Germteig für einen Kärntner Reinling :-)

Wie bei allen traditionellen Gerichten und Gebäcken gibt es auch für den Kärntner Reinling viele verschiedene Rezepte und Varianten. In meinem Reinling findet man nicht nur "normales" Mehl sondern auch Kamutvollmehl und der Teig kommt auch ohne Ei aus. Die Fülle besteht aus reichlich Butter (eh klar), Vollrohrzucker, Zimt, Kakao und vielen vielen Rosinen. Mir schmeckt diese Version unglaublich gut und auch mein hauseigener Kärntner hat den Reinling kommentiert mit: "Mmmmmh, jetzt kommen wir der Sache näher!" ;-)

Traditionell wird der Kärntner Reinling nicht in einer Gugelhupfform sondern in einer Rein (= niederer Topf) eingerollt und gebacken, daher sollte der Reinling in der Mitte auch kein Loch aufweisen. Auf dieser Seite der Pack darf man über dieses Gesetz aber bestimmt hinwegsehen ;-)


Kärntner Reinling

300 g Kamut
200 g Mehl
20 g Germ
300 ml Milch
100 g Butter
100 g Kristallzucker
1 Prise Salz
Zitronenschale

80 g Butter
60 g Vollrohrzucker
2 TL Zimt
1 TL Kakao
120 g Rosinen

Kamut möglichst fein mahlen, mit Mehl vermengen und das Germ darin verbröseln.

Milch mit Butter, Zucker, Salz und etwas geriebener Zitronenschale erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Vom Herd nehmen. Lauwarme Flüssigkeit mit Mehl und Germ zu einem weichen glatten Teig abschlagen. Falls der Teig noch zu matschig ist, weiteres Mehl zugeben; ist er zu fest, einfach noch Milch reingeben. Teig zudecken und an einem warmen Platz gehen lassen.

Butter bei schwacher Hitze schmelzen, etwa 2 EL davon nehmen und die Form damit befetten. Vollrohrzucker mit Zimt und Kakao vermischen.

Germteig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit der restlichen geschmolzenen Butter bestreichen. Zucker-Zimt-Kakao-Gemisch darauf verteilen und mit den Rosinen bestreuen. Teig einrollen und in die bebutterte Form geben. Nochmals zugedeckt an einem warmen Ort gut gehen lassen.

Reinling bei 180°C (Heißluft) etwa 50 Minuten backen. Der Reinling ist fertig, wenn er sich beim Draufklopfen hohl anhört.







Bisheriges Fazit: Bisher bin ich von der Kenwood Chef Titanium unglaublich begeistert. Zutaten werden rasch und ohne Murren zu Teig verarbeitet und der Multizerkleinerer macht brav alles kurz und klein. Noch dazu sind die mit der Kenwood erzeugten Teige bisher unglaublich fluffig geworden. Zufall? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht ;-)

Freitag, 25. Dezember 2015

Frohe Weihnachten ✷

Nach meinem letzten Blogbeitrag hat mich die Keks-Back-Muse glücklicherweise doch noch geküsst und so sind unsere Keksdosen auch heuer wieder gut gefüllt. Allerdings hat meine Vorliebe für Vollkorngetreide auch vor den süßen Bäckereien nicht Halt gemacht und so haben wir heuer eine lustige Auswahl von Keksen mit Dinkel, Kamut, Buchweizen und erstmals auch Emmer.
Der leicht nussige Geschmack von Emmer macht sich wirklich hervorragend in den weihnachtlichen Gebäcken - besonders in Kombination mit Zimt und einer hellen Glasur von Zotter Kuvertüre "Reis weiß". Natürlich schmecken die Kekse aber auch mit einer anderen Kuvertüre oder einen einfachen Schokoladenglasur :-)


Urkornsternchen

280 g Emmer/Urkorn
200 g Butter
50 g geriebene Nüsse
70 g Staubzucker
½ TL Zimt
1 Ei

Marmelade (besonders lecker: Johannisbeermarmelade)

Zotter Kuvertüre "Reis weiß"
eventuell kleine Zuckerperlen

Emmer möglichst fein mahlen und mit Butter verbröseln. Nüsse, Staubzucker, Zimt und Ei zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig noch zu matschig ist eventuell etwas Mehl unterkneten, falls er zu fest ist einfach etwas Milch zugeben. Teig für etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teig messerrückendick ausrollen, Sterne ausstechen und auf ein Backblech legen. Bei 180°C etwa 10 Minuten backen und auskühlen lassen.

Je zwei Sterne mit Marmelade zusammensetzen.

Kuvertüre über Wasserdampf schmelzen und die zusammengesetzten Kekse auf einer Seite eintauchen. Kurz abkühlen lassen und eventuell mit Zuckerperlen bestreuen.









 ✶ Ich wünsche Euch ein SCHÖNES WEIHNACHTSFEST 
✶ mit ganz vielen kulinarischen Köstlichkeiten ✶
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