Mittwoch, 29. Oktober 2014

Gemüsepizza


Ich liebe Tomaten und Paprika! Umso schlimmer, wenn es draußen plötzlich herbstlich wird und man genau weiß: lange wird es die bunten Köstlichkeiten nun wohl nicht mehr geben. Und dann heißt es wieder monatelang darauf warten und warten und warten und warten und... Also wird momentan noch jede Gelegenheit genutzt um das Sommergemüse so richtig zu genießen. Zum Beispiel als Belag für knusprigen Dinkel-Pizzateig :-)

Wie Ihr unschwer auf dem Foto erkennen könnt, landet Pizza bei uns gerne in der Quicheform. Unsere Teller sind für Pizza einfach zu klein - und meine Quicheform wird ohnehin zu selten genutzt ;-)


Gemüsepizza

Mengenangabe für 1 Pizza:

100 g Dinkel-Vollmehl
100 g Mehl
20 g Germ
1 Prise Salz
2 EL Olivenöl
80-100 ml lauwarmes Wasser

1 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2-3 Tomaten 
etwas Zucker
Salz, Pfeffer

1 grüner Paprika
2-3 EL Mais aus der Dose
3-4 EL geriebener Käse
1 kleines Stück Ziegenkäse
etwas Oregano

Mehl mit Germ verbröseln. Mit Salz, Olivenöl und lauwarmen Wasser zu einem glatten Teig verarbeiten. Mit einem Geschirrtuch zudecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

Für die Tomatensauce Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl anschwitzen. Tomaten vom Strunk befreien, vierteln und zugeben. Unter ständigem Rühren etwa 30 Minuten köcheln lassen. Wasserzugabe ist nicht nötig, da die Tomaten genügend Wasser verlieren. Sauce passieren und nochmals aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker gut abschmecken. 

Backblech mit Backpapier belegen und das Backrohr mit 250°C vorheizen. Teig von Hand in runde Form ziehen und auf das vorbereitete Blech legen. Großzügig mit Tomatensauce bestreichen. Pizza mit klein geschnittenem Paprika, Mais, geriebenem Käse, zerbröckeltem Ziegenkäse und Oregano bestreuen und bei 250°C etwa 12-15 Minuten backen.


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Risotto mit Pak Choi und Kürbis

Seit kurzem bietet der Gemüsebaubetrieb meines Bruders wöchentliche Lieferungen von Gemüsekisten an. Jeden Freitag wird eine bunt gefüllte Kiste mit frischem Gemüse vor die Haustür gestellt. Unglaublich praktisch, schön frisch und wahnsinnig lecker :-)





Auch die Experimentierlaune profitiert von der bunten Gemüsekiste. Immerhin gibt es neben "altbekannten" Gemüsesorten auch solche in der Kiste zu finden, die bisher am Bauernmarkt von mir ignoriert wurden und es einfach noch nicht in die Küche bzw. in den Kochtopf geschafft haben. So wie letzte Woche, als ich mich über den Anblick von Pak Choi freuen durfte; ein Kohlgemüse, das dem Chinakohl ähnlich ist und roh als Salat oder auch gekocht gegessen werden kann. Pak Choi schmeckt köstlich als "gewöhnliches" Wokgemüse, z.B. mit viel Knoblauch, Tomatenstückchen und Asia-Nudeln. Aber auch im Risotto macht sich Pak Choi richtig gut - vor allem in Kombination mit Kürbis :-)


Risotto mit Pak Choi und Kürbis

2 EL Sonnenblumenöl
1 Zwiebel
200 g Pak Choi
300 g Kürbisfruchtfleisch (z.B. Butternuß, Crown Prince)
250 ml Weißwein
300 g Rundkornreis
1 - 1,5 l Gemüsebrühe
2 EL Frischkäse
Salz, Pfeffer

Pak Choi in feine Streifen schneiden; dabei die weißen Teile extra von den grünen Teilen vorbereiten. Kürbisfruchtfleisch in kleine Würfelchen schneiden.
Zwiebel fein schneiden und in Sonnenblumenöl anschwitzen. Weiße Pak-Choi-Teile und Kürbisfruchtfleisch zugeben und alles kurz durchrösten. Mit Weißwein ablöschen und einköcheln lassen. Rundkornreis zugeben und mit Gemüsebrühe aufgießen. Aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen, Hitze reduzieren und bei schwacher Temperatur etwa 20 Minuten dünsten lassen; dabei viel und oft umrühren. Grüne Teile von Pak Choi und Frischkäse unterrühren und nochmals etwa 20 Minuten dünsten lassen bis das Risotto schön cremig ist. Abschmecken.




Falls Ihr aus dem Raum Graz kommt und auch Interesse an der Gemüsekiste von Feldgemüsebau Tieber habt, bitte E-Mail an eva.heidenbauer@gmail.com!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Gefährlicher Porreestrudel ;-)

Für dieses Rezept ist eine Warnung angemessen! Der Strudel mit cremiger Porree-Frischkäse-Füllung hat mir nämlich so gut geschmeckt, dass ich mich damit vollkommen über(fr)essen und meinen Magen ziemlich beleidigt habe. Mittlerweile hat er sich aber wieder beruhigt und so will ich Euch das Rezept nicht vorenthalten. Aber wie gesagt: VORSICHT, ZIEMLICH LECKER ;-)

Aus Zeitnot wurde die Porreefüllung bei mir statt in selbst gemachtem Strudelteig in fertig gekauften Blätterteig eingewickelt. Falls Ihr lieber eine echte Strudelhülle essen haben wollt, findet Ihr hier das Rezept für Strudelteig: Kursrückblick Strudel-Workshop


Porreestrudel

2-3 EL Sonnenblumenöl
1 Knoblauchzehe
800 g Porree
1 Becher Frischkäse
Salz, Pfeffer

1 Pkg. Blätterteig
Milch zum Bestreichen

Porree längs halbieren und in grobe Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken und in Öl kurz anrösten. Porree zugeben und alles dünsten lassen; dabei eventuell einen Schluck Wasser zugeben. Mit Frischkäse, Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen. Blätterteig ausrollen, Porreemasse aufstreichen, einrollen, mit Milch bestreichen und bei 180°C etwa 30-40 Minuten goldgelb backen.



Montag, 13. Oktober 2014

Mohnweckerl

Die Blätter auf den Bäumen färben sich in schönste Rot- und Brauntöne, die Radwege sind teilweise von Laub bedeckt, endlich kann man wieder den Kaminofen beheizen und es sich davor gemütlich machen - den Herbst muss man einfach lieben ♥
Aber nicht nur deswegen ist der Herbstbeginn eine Freude, denn mit den kürzeren Tagen werden in meinem Kalender wieder freie Felder sichtbar. Über den Sommer gibt es einfach immer irgendwas zu tun oder zu nähen. Und wenn es einmal einen freien Nachmittag gibt, werkelt man im Garten. Nicht falsch verstehen - ich liebe es mich durch unseren kleinen Garten zu buddeln, aber meist bleibt dadurch einfach zu wenig Zeit zum Rezeptetüfteln, Kochen und Backen...

Aber nun bleibt wieder mehr Zeit zum Formen und Flechten und Backen; und daher wird das Jausenbrot hin und wieder auch durch besonderes Gebäck ausgetauscht. Mit Mohnweckerln mache ich nicht nur meinen Tageskinder eine große Freude - auch Walter freut sich wie ein kleines Kind, wenn mohnbedeckte Striezerl in unserer Küche auf ihn warten. Geflechtet werden diese bei uns aus einem Strang; alternativ kann man aber auch einfach aus drei dünnen Strängen einen "normalen" Zopf flechten... Schmecken werden die knusprigen Mohnweckerl bestimmt trotzdem ;-)


Mohnweckerl

500 g Mehl
20 g Germ
250 ml Milch
80 g Butter
80 g Kristallzucker
1 Prise Salz
Orangenschale
2 Eier

Mohn zum Bestreuen

Germ in Mehl verbröseln. Milch mit Butter, Zucker, Salz und etwas geriebener Orangenschale erwärmen. In die handwarme Flüssigkeit Eier einquirlen und mit Mehl zu einem glatten Teig abschlagen. Gehen lassen. Aus dem Teig kleine Einstrangzöpfe formen (siehe Fotos) und nochmals gehen lassen. Zöpfe mit Wasser bestreichen und in Mohn tauchen. Im vorgeheizten Backrohr bei 200°C etwa 15 Minuten backen.


1. Mit 2/3 des Stranges eine Schleife formen und das Ende gut festdrücken.
2. Freien Strang durch die Schlaufe legen.
3. Unteren Schlaufenteil einmal von links nach rechts verdrehen.
4. Freies Strangende von oben durch die verbliebene Schlaufe ziehen und von unten festdrücken.



Mittwoch, 1. Oktober 2014

Lagerfeuerabend

Diesen Sommer war es gar nicht so einfach trockene Abende für die Lagerfeuerküche zu finden. Oft haben wir uns auf einen gemütlichen Abend am Feuer vorbereitet um dann doch wieder von drinnen Regentropfen zu beobachten. Umso schöner letzten Samstag - das Wetter zeigte sich tatsächlich von seiner freundlichen Seite und so durften wir einen gemütlichen Lagerfeuerabend mit köstlichem Schweinsbraten mit Kartoffeln aus dem Dutch-Oven, dazu Kürbisgulasch aus dem Kessel und als Nachspeise frisch gebackene Zimtschnecken aus dem Dutch-Oven genießen!






Schweinsbraten mit Kartoffeln aus dem Dutch-Oven

ca. 1 kg Schweinskarree mit Schwarte
3-4 Knoblauchzehen
Kümmel im Ganzen
Salz, Pfeffer

1-2 kg Kartoffeln
2 Zwiebel
Salz, Pfeffer

etwas Sonnenblumenöl
je 1 Zweig Rosmarin und Thymian
Suppe oder Wasser zum Begießen

Schwarte kreuzweise einschneiden. Knoblauch pressen und das Schweinskarree ordentlich damit einreiben; rundum mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen. Etwas Öl in den Dutch-Oven gießen und auf Glut stellen. Schweinsbraten darin rundum scharf anbraten. Aus der Pfanne heben und den Bratrückstand mit Suppe oder Wasser ablöschen, kurz einkochen lassen und den Dutch-Oven von der Hitze nehmen.
Kartoffeln schälen und in Spalten schneiden; Zwiebel ebenfalls in grobe Stücke schneiden und mit Kartoffelspalten, Salz, Pfeffer und etwas Öl vermengen. Schweinsbraten mit der Schwarte nach oben in den Dutch-Oven legen und den Topf mit marinierten Kartoffelspalten auffüllen. Rosmarin und Thymian auf den Braten legen, etwas Wasser zugießen und den Topf verschließen. Dutch-Oven auf Glut stellen und auch den Deckel ordentlich mit Glut bedecken. Hin und wieder kontrollieren ob noch Flüssigkeit im Topf ist und eventuell nachgießen, allerdings niemals kaltes Wasser in den heißen Dutch-Oven gießen!





Kürbisgulasch aus dem Kessel

1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
ca. 1 kg Kürbisfruchtfleisch (z.B. Crown Prince, Butternuß)
250 ml Schlagobers
1-2 EL Tomatenmark
Paprikapulver nach Geschmack
Salz, Pfeffer
etwas Öl und Butter

Zwiebel und Knoblauch fein hacken; Kürbisfruchtfleisch großwürfelig schneiden. Kessel über Feuer hängen und etwas Öl eingießen. Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen; falls die Zwiebel zu schnell bräunen den Kessel höher hängen und eventuell ein Stückchen Butter zufügen! Kürbiswürfel zugeben, kurz anrösten und mit soviel Wasser aufgießen, dass der Kürbis knapp bedeckt ist. Schlagobers, Tomatenmark und Paprikapulver zugeben und weichdünsten lassen. Abschmecken.





Zimtschnecken aus dem Dutch-Oven

500 g Mehl
20 g Germ
250 ml Milch
80 g Butter
80 g Kristallzucker
1 Prise Salz
Orangenschale
2 Eier

geschmolzene Butter, Kristallzucker und Zimt zum Bestreuen

Germ in Mehl verbröseln. Milch mit Butter, Kristallzucker, Salz und etwas geriebener Orangenschale erwärmen. In die handwarme Flüssigkeit Eier einquirlen und mit Mehl zu einem glatten Germteig abschlagen. Gehen lassen.
Dutch-Oven gut befetten oder mit Backpapier auslegen. Durch letzteres erspart man sich nicht nur die Reinigung; mit Hilfe von Backpapier lassen sich die Zimtschnecken auch einfach aus dem Dutch-Oven heben!
Germteig ausrollen, mit geschmolzener Butter bestreichen und mit Kristallzucker und Zimt bestreuen. Rechtecke ausschneiden, zu Schnecken einrollen und nebeneinander in den Dutch-Oven schlichten. Nochmals gehen lassen.
Topf verschließen und auf wenig Glut stellen; auch auf den Deckel nur wenig Glut legen. Wenn man zuviel Glut unter oder auf den Dutch-Oven legt, werden die Zimtschnecken zu schnell dunkel und nicht durch! Die Zimtschnecken sind fertig, wenn sie sich beim Draufklopfen hohl anhören.



Dienstag, 10. Juni 2014

Strawberry Sponge Cake

Nur noch 5 Wochen und 3 Tage bis ich endlich wieder meine geliebte Insel sehe! Bereits zum fünften (!) Mal reisen meine Schwägerin und ich auf den Spuren von Jane Austen. Acht Tage im Empirekleidchen von Ort zu Ort fahren und dabei Schauplätze aus ihrem Leben und Drehorte von den Verfilmungen ihrer Werke besuchen. UND acht Tage lang die britische Küche genießen! Entgegen dem fürchterlichen Ruf bin ich den britischen Spezialitäten nämlich sehr zugetan. Vor allem begeistert mich der Afternoon Tea mit herrlich gefüllten Sandwiches, frisch gebackenen Scones mit Clotted Cream und Marmelade und verschiedenste Törtchen und Gebäcke *träum*

Um mir die Wartezeit ein wenig zu vertrösten, wurden in letzter Zeit gehäuft britische Köstlichkeiten bei uns gekocht oder gebacken - so wie dieser herrliche Strawberry Sponge Cake. Statt gewöhnlichem Schlagobers erhielt meine Torte eine Creme mit Frischkäse. Das macht die Creme nicht wirklich "leichter", aber es schmeckt einfach zu köstlich ;-)


Strawberry Sponge Cake

150 g Butter
400 g Mehl
2 TL Backpulver
2 TL Vanillezucker
150 g Staubzucker
250 ml Milch
3 Eier
etwas Orangenschale

100 g weiche Butter
200 g Staubzucker
120 g Frischkäse

500 g Erdbeeren

Staubzucker zum Bestreuen

Den Boden der Form befetten oder mit Backpapier auslegen; den Rand der Form nicht befetten, da der Teig sonst nicht "klettern" kann.
Butter schmelzen und kurz abkühlen lassen. Mehl, Backpulver, Vanillezucker, Staubzucker und etwas Orangenschale vermengen. Die zerlassene Butter, Milch und verquirlte Eier zugeben und alles gut verrühren. Teig in die vorbereitete Form füllen und bei 180°C (Heißluft) etwa 40 Minuten backen. Die Torte ist fertig, wenn auf einer eingestochenen Nadel keine Teigreste kleben bleiben. Torte auskühlen lassen.
Für die Creme weiche Butter cremig rühren. Staubzucker und zuletzt den Frischkäse unter ständigem Rühren zugeben und kräftig rühren.
Torte an der Oberseite eventuell geradeschneiden und mit der Oberseite nach unten auf eine Tortenplatte und/oder Tortenspitze setzen. Torte mit einem Sägemesser in zwei gleichmäßige Scheiben schneiden. Creme mit einem Spritzsack oder einer Teigspachtel auf der unteren Tortenhälfte verteilen. Große Erdbeeren vierteln, kleine Erdbeeren im Ganzen auf der Creme verteilen. Das Tortenoberteil locker aufsetzen und die Torte mit Staubzucker bestreuen.


Freitag, 6. Juni 2014

Mandel-Grießschmarren mit Erdbeerkompott

Wie jeden Freitag ist auch heute wieder Süßspeisentag! Besonders Grießschmarren mache ich freitags total gerne, weil ich dafür nicht ständig neben dem Herd stehen muss und so für alle kleinen und größeren Späße meiner Tageskinder Zeit habe. Allerdings konnte ich mir heute eine kleine Abwandlung nicht verkneifen und so wurde aus dem "gewöhnlichen" Grießschmarren einer mit Mandelkruste. Dazu noch ein schnelles Erdbeerkompott und fertig war das süße Mittagessen. Den Kids hats geschmeckt; und mir natürlich auch :-)


Mandel-Grießschmarren

1/2 l Milch
180 g Grieß
90 g Butter
30 g Kristallzucker
2 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
Orangenschale

etwas Butter
1 Handvoll Mandelblättchen
Staubzucker zum Bestreuen

Auflaufform mit Butter ausstreichen und die Mandelblättchen darin gleichmäßig verstreuen. Milch mit Butter, Kristallzucker, Vanillezucker, Salz und etwas geriebener Orangenschale erhitzen. Grieß einrieseln lassen und unter ständigem Rühren eindicken lassen. Grießmasse auf den Mandelblättchen verstreichen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen; nach der halben Backzeit die Grießmasse umdrehen und mit den Mandeln nach oben fertigbacken. Grießschmarren mit zwei Gabeln in kleine Stücke reißen und mit Staubzucker bestreuen.


Erdbeerkompott

500 g Erdbeeren
1 EL brauner Zucker
1 TL Vanillezucker
eventuell etwas Apfel-Minze und 1 EL Rum (falls keine Kinder anwesend sind)

Etwa 100 g von den Erdbeeren mit Zucker pürieren. Die restlichen Erdbeeren vierteln und mit dem Erdbeermus vermengen. Eventuell mit fein gehackter Apfel-Minze und Rum verfeinern.


Jane Austen Picknick

"To sit in the shade on a fine day
 and look upon verdure is the 
most perfect refreshment."
Jane Austen


Die letzten Jahre genossen wir unser Empirepicknick immer im Schloßpark Eggenberg; jedoch wollte heuer das Wetter einfach nicht mitspielen. Die verregnete Nacht zuvor sorgte für nasse Wiesen und die dicke Wolkendecke versprach auch tagsüber weiteres Wasser von oben. Also wurde kurzfristig ein neuer Picknickplatz gesucht und - dank Eva - auch gefunden. Kurzerhand okupierten wird den Pavillion im Park von Raaba und füllten die Tische mit zahlreichen Köstlichkeiten: verschiedene Käsesorten, Erdbeeren, Weintrauben, Birnen, eine Ananas als dekadentes Dekoobjekt, frisch gebackenes Brot, mariniertes Kräuterfilet mit Spargel, Lachs-Spargel-Quiche, Sandwiches, Erdbeertörtchen, Jane Austen Cookies, Eierlikör-Kuchen und - weil es mir einen Tag zuvor in einem Süßwarenladen in die Hände fiel - herrliches Butter-Fudge aus London. Dazu natürlich Tee: "Jane Austen Blend" aus Bath :-)

Dank dieser Fülle an Köstlichkeiten und netten Gesprächen wurde es ein richtig gemütlicher Nachmittag. Und sogar das Wetter zeigte sich dann doch noch gnädig genug für Spaziergänge durch den wunderschönen Park ♥








Weitere Fotos von unserem Picknick gibt es in den nächsten Tagen auf unserer Website www.kleidertruhe.at!

Aber nun zu den Rezepten... Abgesehen von gekauften Köstlichkeiten wie Käse und Früchte brachte ich heuer zwei Speisen zu unserem Picknick mit: Jane Austen Cookies und mariniertes Kräuterfilet mit grünem Spargel. Erstere verdanke ich dem Geburtstagsgeschenk von Eva - ein Keksausstecher in Form der Silhouette von Jane Austen (auch aus meinem geliebten Bath *freuuuu*). Für die ovale Grundform musste ein ursprünglich kreisrunder Krapfenausstecher herhalten - durch behutsames Verbiegen wurde daraus der gewünscht ovale Keksausstecher :-)


Jane Austen Cookies

120 g Mehl
40 g Butter
50 g Staubzucker
1 Dotter
1 EL Milch
Orangenschale

120 g Mehl
40 g Butter
50 g Staubzucker
2 TL Kakaopulver
1 Dotter
1 EL Milch

Mehl mit Butter verbröseln. Staubzucker und etwas geriebener Orangenschale zugeben und mit Dotter und Milch zu einem glatten Teig verkneten. Den anderen Teig gleich zubereiten - dafür das Kakaopulver mit dem Staubzucker zugeben. Beide für etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teige ausrollen, ovale Formen ausstechen und diese auf die Backbleche legen. Aus diesen runden Formen Jane Austen ausstechen und die dadurch entstehenden "Lücken" mit den andersfärbigen ausgestochenen Formen auffüllen. Bei 200°C etwa 12 Minuten backen.




Mariniertes Kräuterfilet mit Spargel

800 g Schweinsfilet
150 g grünen Spargel
100 ml Balsam-Apfelessig (Gölles)
1 EL Dijon-Senf
1 EL Pfefferbeeren
1 EL gehackte Dille
1 EL gehackte Petersilie
1 EL gehackter Schnittlauch
etwas gehackte Minze und Salbei
Salz, Pfeffer
etwas Öl

Spargel im unteren Drittel schälen und in Salzwasser etwa 15 Minuten garen. Beides auskühlen lassen. Schweinsfilet salzen und pfeffern. Öl erhitzen, Fleisch darin von allen Seiten scharf anbraten, ins vorgeheizte Backrohr legen und bei 180°C etwa 15 Minuten braten. Bratensatz mit etwas Wasser ablöschen und von der Hitze nehmen. Essig, Senf, Salz, Pfeffer und gehackte Kräuter mit dem Bratensatz verrühren und abkühlen lassen. Fleisch in dünne Scheiben schneiden und mit dem Spargel in der Marinade wälzen. Für mehrere Stunden oder über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.


Mittwoch, 4. Juni 2014

Erdbeercupcakes

Gibt es etwas Köstlicheres als Erdbeeren? Zur Zeit könnte ich wirklich überall Erdbeeren drauflegen oder untermischen oder diese einfach pur naschen. Daher musste ich auch für diese "Geburtstagscupcakes" nicht wirklich lange überlegen: es mussten einfach Erdbeeren in der Creme landen! Zusätzlich zum beerigen Geschmack kann man dadurch auf Lebensmittelfarbe verzichten - die Erdbeeren sorgen ganz allein für die entzückende rosa Färbung :-)


Erdbeercupcakes

80 g Butter
100 g weiße Kuvertüre
240 g Mehl
2 TL Backpulver
2 TL Vanillezucker
80 g Staubzucker
200 ml Milch
2 Eier
Orangenschale

60 g weiche Butter
120 g Staubzucker
50 g Frischkäse
1 Handvoll Erdbeeren

Schokoröllchen zum Verzieren

Muffinform mit Papierförmchen auslegen; Backrohr auf 200°C vorheizen. Butter mit weißer Kuvertüre schmelzen und kurz abkühlen lassen. Mehl mit Backpulver, Vanillezucker, Staubzucker und etwas geriebener Orangenschale vermengen. Butter, Milch und Eier zugeben und ordentlich durchrühren. Teig in die vorbereiteten Förmchen füllen und bei 200°C etwa 20 Minuten backen. Die Muffins sind fertig wenn auf einer eingestochenen Kuchennadel keine Teigreste mehr kleben bleiben. Aus dem Muffinblech heben und komplett auskühlen lassen.

Für die Creme Butter mit Staubzucker schön cremig rühren. Frischkäse unterrühren. Falls von den Erdbeeren keine Stückchen in der Creme auffindbar sein sollen, diese pürieren und ebenfalls unterrühren; ansonsten die Erdbeeren einfach nur leicht zerquetschen und mit dem Mixer unterrühren. Erdbeercreme mit einem Spritzsack gleichmäßig auf den ausgekühlten Muffins verteilen und mit Schokoröllchen verzieren.

Statt der kleinen Schokoröllchen kann man natürlich auch ganz einfach kleine Erdbeeren als Deko auf die Cupcakes legen. Oder kleine Zuckerperlen. Oder kleine Rosen aus Marzipan. Oder. Oder. Oder ;-)



Dienstag, 3. Juni 2014

Kursrückblick: Strudel-Workshop

Bei meinem gestrigen Backabend beschäftigten wir uns ausführlich mit dem Kneten, Ziehen und Füllen von Strudelteig. Zu Beginn waren meine Kochkursdamen noch sehr skeptisch wie aus einem einfachen Mehl-Wasser-Teig eine hauchdünne Teighülle werden soll, aber spätestens beim Verkosten der knusprigen Exemplare wurde bereits über die Anschaffung von einem Strudeltuch nachgedacht und über zukünftige Strudel-Experimente geplaudert :-)

Zubereitet wurden zwei Klassiker der österreichischen Strudelküche: Apfelstrudel und Topfenstrudel. Nebenbei konnte ich meinen Damen auch noch die Zubereitung für die perfekte "Beilage" zeigen: selbstgemachtes Vanilleeis frisch aus der Eismaschine ♥


Topfenstrudel

250 g glattes Mehl
3 EL Öl
1 Prise Salz
1/8 l lauwarmes Wasser
Öl zum Bestreichen

100 g Butter
150 g Staubzucker
3 Eier
1 Prise Salz
500 g Topfen
2 EL Sauerrahm
40 g Grieß
Zitronen- oder Orangenschale
80 g Rosinen

geschmolzene Butter zum Bestreichen
Semmelbrösel und Staubzucker zum Bestreuen

Mehl, Öl, Salz und Wasser zu einem weichen geschmeidigen Teig verkneten. Teig rundum mit Öl bestreichen und an einem warmen Ort etwa 30 Minuten rasten lassen. 
Butter, Staubzucker und Eier cremig rühren. Topfen, Salz, Sauerrahm, Grieß und geriebene Zitronen- oder Orangenschale zugeben. Rosinen unterrühren. Backrohr auf 180°C vorheizen; Backblech mit Backpapier auslegen. Strudeltuch mit Mehl bestreuen und den Teig darauf ausziehen. Etwa 2/3 mit der Topfenfülle bestreichen; restliches Drittel mit geschmolzener Butter bestreichen und mit Semmelbrösel bestreuen. Dicke Teigenden wegschneiden, überstehenden Teig über die Fülle klappen und den Strudel vorsichtig einrollen. Dabei so einrollen, dass das mit Butter bestrichene Drittel zuletzt eingerollt wird. Mit Hilfe des Strudeltuchs auf das vorbereitete Blech übersiedeln, mit geschmolzener Butter bestreuen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen. Mit Staubzucker bestreuen.





Mittwoch, 21. Mai 2014

Kursrückblick: Cupcake-Party

Mein letzter Backabend stand ganz unter dem kitschig-süßen Motto "Cupcake-Party"! Gemeinsam wurden verschiedene Muffins und herrlich süße Cremen zubereitet und anschließend schön kitschig dekoriert. Neben fertigen Zuckerstreusel & Co haben wir dafür auch Dekoobjekte selbst hergestellt: aus Marzipan und Fondant wurden Rosen, Blümchen, Blätter und Bordüren; aus heller und dunkler Kuvertüre wurden "normale" und gestreifte Schokoröllchen, usw. Auf die fertig dekorierten Cupcakes waren meine Kochkursdamen wahnsinnig stolz. Zu recht - immerhin konnten wir uns bei  anschließenden gemeinsamen Jause auch davon überzeugen, dass sie nicht nur schön anzusehen waren :-)






Um den Zuckerschock in Grenzen zu halten gab es neben den süßen Exemplaren auch pikante Cupcakes. Im nachhinein betrachtet ein eher sinnloses Unterfangen; die süßen Cupcakes waren einfach zu verführerisch ;-)

Trotzdem gibt es hier das Rezept für pikante Butterfly-Cupcakes:


Pikante Butterfly-Cupcakes

150 g Karotten
50 g geriebener Käse
180 g Mehl
2 TL Backpulver
2 Eier
50 ml Öl
120 ml Milch
Salz, Pfeffer

200 g Topfen
2 EL Frischkäse
3 EL gehackte Kräuter
Salz, Pfeffer

Schnittlauch

Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Karotten klein schneiden, kurz überkochen, abtropfen lassen und mit Milch pürieren. Mehl mit Backpulver vermengen und mit den verquirlten Eiern, Öl, Karotten-Milch, geriebenem Käse, etwas Salz und Pfeffer gut verrühren. In die vorbereiteten Förmchen füllen und bei 200°C etwa 20 Minuten backen. Aus der Muffinform heben und auskühlen lassen.
Topfen mit Frischkäse, Kräutern, Salz und Pfeffer verrühren und abschmecken. Von den Muffins einen kleinen Deckel abschneiden und mit einem Spritzsack die Creme gleichmäßig auf den Muffins verteilen. Deckel halbieren und wie "Schmetterlingsflügel" und je zwei kurze Schnittlauchhalme als "Fühler" in die Creme stecken.




An dieser Stelle ein ganz großes DANKE an Cakemart.at, die mich für die Party mit wunderschönen Papierförmchen, Modellierwerkzeug, Fondant und Marzipan ausgestattet haben!


Samstag, 17. Mai 2014

Spargelsauce

Ich kann es gar nicht oft genug betonen, wie sehr ich es im Frühling liebe, wenn die Bauernmärkte von Woche zu Woche wieder bunter werden! Jeden Samstag bekomme ich ein gefülltes Sackerl vom Gemüsedealer meines Vertrauens ;-) und jedes Mal freue ich mich über den Anblick der verschiedensten "neuen" Gemüsesorten, als wäre die Einkaufstasche mit Diamanten gefüllt!
Sobald Köstlichkeiten wie Spargel, kleine Karotten, Kohlrabi, verschiedenste Kopfsalate, Frühlingszwiebel und heurige Kartoffeln ihren Weg in unsere Küche gefunden haben, ist der Frühling endgültig da und das grausliche Wetter da draußen so gut wie vergessen ;-)



 
Für mein heutiges Rezept landet grüner Spargel in einer Nudelsauce. Geht schnell und schmeckt richtig gut :-)


Spargelsauce für Nudeln

20 g Butter
1 Frühlingszwiebel
500 g grüner Spargel
1 EL Mehl
200 ml Schlagobers
300 ml Milch
Salz, Pfeffer

Grünen Spargel im unteren Drittel schälen und eventuell Endstücke wegschneiden. Spargelspitzen abschneiden und beiseite legen; restlichen Spargel in kleine Stückchen schneiden.
Frühlingszwiebel fein schneiden und in Butter leicht anschwitzen. Kleine Spargelstückchen zugeben und kurz durchrösten. Mit Mehl stauben, Schlagobers und Milch zugießen, verquirlen und köcheln lassen. Spargelspitzen zugeben und weich dünsten. Abschmecken.



Freitag, 16. Mai 2014

Spargel im Backteig

Zu Beginn der Spargelzeit gibt es die köstlichen Stangen bei uns eigentlich recht puristisch. Als Suppe, einfach in Butter, im Risotto oder - wie ich ihn am liebsten mag - mit Sauce Hollondaise! Ist der erste Spargelgusto gestillt, dürfen die Spargelvarianten dann aber doch etwas ausgefallener werden. So wie dieses Rezept für Spargel im Backteig. Dazu noch ein Kräuter-Joghurt-Dip und eine große Schüssel Salat und fertig ist der Spargelschmaus :-)


Spargel im Backteig

700 g weißer Spargel

1 Ei
120 g Mehl
125 ml Weißwein
20 g Sonnenblumenöl
Salz

Öl zum Ausbacken

Spargel gut schälen und in Salzwasser etwa 10 Minuten kochen, abgießen und auskühlen lassen. Eiklar mit etwas Salz zu Schnee schlagen. Dotter mit Weißwein, Sonnenblumenöl und Mehl verrühren und den Eischnee unterheben.
In einer Pfanne reichlich Öl erhitzen. Spargelstangen vorsichtig durch den Backteig ziehen und in heißem Öl goldbraun backen. Gut abtropfen lassen und sofort servieren.


Donnerstag, 15. Mai 2014

Bananen-Schoko-Eis

Wenn es draußen noch nicht sehr sommerlich wirkt, muss man sich den Sommer eben eben selbst in der Küche "basteln". Zum Beispiel mit selbstgemachtem cremigem Eis aus Bananen und Schokoraspeln :-)


Bananen-Schoko-Eis

500 g Bananen
150 g Staubzucker
150 ml Schlagobers
100 ml Milch
2 TL Vanillezucker

50 g Schokoraspel

Staubzucker mit Schlagobers, Milch und Vanillezucker verrühren. Bananen zufügen und alles gut pürieren. Kalte Masse und die Schokoraspel in die eingeschaltene Eismaschine gießen und etwa 20-30 Minuten zu Eis rühren lassen.


Montag, 12. Mai 2014

Spareribs mit Kartoffeln aus dem Dutch-Oven

Heuer ist es gar nicht so einfach die Grillsaison zu eröffnen. Kaum ein Tag an dem es nicht regnet oder nieselt oder sogar hagelt! Trotzdem haben wir - optimistisch wie wir sind - am Samstag den leichten Nieselregen ignoriert und unsere kleine Feuerstelle in Betrieb genommen. Immerhin hatten wir uns eine kulinarische Belohnung verdient nachdem wir den ganzen Nachmittag mit Gartenumsortieren bzw. Buddeln beschäftigt waren. Und siehe da, plötzlich war der Nieselregen verschwunden und wir konnten sogar ein paar Stunden um unsere Feuerstelle sitzen und Köstlichkeiten vom Feuer genießen: Steckerlbrot (für die schnelle Belohnung bzw. den schnellen Hunger) und Spareribs mit Kartoffeln aus dem Dutch-Oven :-)


Spareribs mit Kartoffeln aus dem Dutch-Oven

1 kg marinierte Spareribs
1 kg Kartoffeln
2-4 Karotten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
1 Rosmarinzweig
300 ml Weißwein
ca. 1/2 l Wasser
etwas Sonnenblumenöl

Geschälte Kartoffeln in Achteln, Karotten in Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und grob schneiden. Kartoffeln, Karotten, Zwiebel und Knoblauch mit Salz und Pfeffer vermengen.
Dutch-Oven auf Glut stellen und etwas Öl hineingießen. Spareribs darin beidseitig anbraten und aus dem Dutch-Oven heben. Gemüse zugeben und kurz durchbraten. Weißwein zugießen und mit soviel Wasser aufgießen, dass das Gemüse gerade nicht bedeckt ist. Spareribs und Rosmarinzweig auf das Gemüse legen, den Dutch-Oven verschließen und auch auf dem Deckel einige Stücke Glut verteilen. Zwischendurch kontrollieren ob noch Wasser im Topf ist bzw. lauwarmes Wasser nachfüllen, damit nichts anbrennt! Sobald die Kartoffeln durch sind, darf gegessen werden :-)



Perfektes Getränk für die Lagerfeuerküche: Selbstgebrautes Bier von meinem Bruder!


Nach dem großen Essen blieb noch etwas Germteig vom Steckerlbrot übrig. Also rein damit in
meinen kleinen Dutch-Oven und schon entsteht frisch gebackenes Brot für den nächsten Tag :-)

Sonntag, 11. Mai 2014

Strawberry Cheesecake

Am heutigen Tag hatten wir nicht nur den Muttertag sondern auch die Erstkommunion unseres Neffen zu feiern. Gleich zwei feierliche Anlässe erfordern eine besonders köstliche Torte. Aber welche??? Nach einigem hin und her und dem Anblick von herrlichen Erdbeeren entschied ich mich für einen Strawberry Cheesecake *YAMMI*

Hoffentlich hattet Ihr - trotz dem grauslichen Dauerregen - einen schönen und gemütlichen Muttertag ♥


Strawberry Cheesecake

200 g Dinkelkekse (alternativ auch dunkle Butterkekse)
100 g Butter

4 Eier
250 g Staubzucker
800 g Frischkäse
150 ml Schlagobers
40 g Maisstärke
1 Vanilleschote
etwas Zitronenschale

500 g Erdbeeren
1 Päckchen Tortenguss rot

Dinkelkekse zerkleinern und mit geschmolzener Butter vermengen. Als Boden in eine Tortenspringform drücken und gut auskühlen lassen. Eier mit Staubzucker schaumig rühren. Vanilleschote längs aufschneiden, Vanillemark herauskratzen und mit Frischkäse, Schlagobers, Maisstärke und etwas geriebener Zitronenschale verrühren. Frischkäsecreme gleichmäßig auf dem Keksboden verstreichen und bei 150°C etwa 1 1/2 Stunden backen. Backrohr öffnen und den Käsekuchen im ausgeschalteten Backrohr auskühlen lassen.
Den gut ausgekühlten Kuchen mit gewaschenen Erdbeeren belegen (große Erdbeeren eventuell vierteln oder in Scheiben schneiden). Tortenguss nach Packungsanleitung zubereiten und die Erdbeeren damit überziehen.


Dienstag, 6. Mai 2014

Kursrückblick: Nudel-Workshop

Der gestrige Kochabend stand ganz unter dem Motto PASTA. Aus Hartweizengrieß, "normalem" Mehl und Kamut-Vollmehl enstanden verschiedene Nudelteige, die schließlich mit ein wenig Geduld - und viel Gelächter - zu Nudeln weiterverarbeitet wurden: Bandnudeln, Spaghetti, Spiralnudeln, Maccheroni, Penne, Orecchiette, Farfalle, Farfalline, Tortellini mit Kräuter-Topfen-Fülle und Vollkorn-Ravioli mit Spinat-Schafskäse-Fülle!

Beim gemeinsamen Abendessen wurden die geformten Köstlichkeiten anschließend mit  Spargelsauce, Rucolapesto oder einfach nur mit Butter und Parmesan verkostet. Vom langen Nudelformen waren wir zu diesem Zeitpunkt bereits so hungrig, dass wir doch tatsächlich vergessen haben, die fertigen Köstlichkeiten auch zu fotografieren! Spricht aber irgendwie für die zubereiteten Nudeln, wenn diese so schnell vom Teller verschwinden ;-)





Und hier noch das beliebteste Rezept des Abends:

Tortellini mit Kräuter-Topfen-Fülle

300 g Mehl
3 Eier
1 EL Tomatenmark
30 ml Olivenöl
1 Prise Salz

ca. 150 g Topfen
1 Knoblauchzehe
verschiedenste Kräuter (Minze, Salbei, Petersilie, ...)
Salz, Pfeffer

1 Ei zum Bestreichen

Mehl mit Salz, Tomatenmark, Olivenöl und den Eiern zu einem weichen elastischen Teig verkenten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten rasten lassen.
Für die Fülle Topfen mit zerpresster Knoblauchzehe und den frisch gehackten Kräutern verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nudelteig möglichst dünn ausrollen, Kreise ausstechen und diese mittig mit ein wenig Fülle belegen. Den Rand mit verquirltem Ei bestreichen und die Kreise zusammenklappen. Ränder gut zusammendrücken! Endstücke zusammenbiegen und zusammendrücken um die typische Tortelliniform zu erhalten :-)

Eine eigene Sauce brauchen diese Tortellini nicht. Am besten schmecken sie mit zerlassener Butter, einigen gerösteten Sonnenblumenkernen, gebratenen Speckwürferln und - ganz wichtig - Parmesan!


Mittwoch, 30. April 2014

Spitzwegerich-Risotto

In unserem Garten wächst Spitzwegerich! Dass dieser Fund ein paar Jahre gedauert hat, liegt nicht daran, dass wir einen riesigen Garten haben (ganz im Gegenteil) sondern einfach daran, dass ich die Pflanze scheinbar regelmäßig mit dem Rasenmäher überfahren habe... Vielleicht sollte ich auch dem restlichen "Unkraut" in unserem Garten einmal eine Chance geben. Wer weiß, welche Küchenschätze sich dort noch verstecken ;-)

Spitzwegerich eignet sich nicht nur als Hustentee sondern ist auch ein köstliches Gewürzkraut. Immerhin bekommt Wegerich beim Dünsten einen pilzähnlichen Geschmack. Noch intensiver ist der Pilzgeschmack angeblich in den Knospen. Perfekt für jemanden, dem das Pilz-Finde-Gen fehlt - so wie mir ;-)


Spitzwegerich-Risotto

2 EL Sonnenblumenöl
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
300 g Rundkornreis
1,5-2 l Gemüsebrühe
1 großer Bund Spitzwegerich
60 g Frischkäse
60 g geriebener Käse (besonders lecker: geräuchter Gouda!)
Salz, Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Öl anschwitzen. Reis zugeben und mit Gemüsebrühe aufgießen. Aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen, Hitze reduzieren und bei schwacher Temperatur etwa 20 Minuten dünsten lassen; dabei viel und oft umrühren. Spitzwegerich fein schneiden, mit Frischkäse und geriebenem Käse unterrühren und nochmals etwa 20 Minuten dünsten lassen bis das Risotto schön cremig ist. Abschmecken.


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