Mittwoch, 26. April 2017

Dinkelbaguette

Seit ich mir das feine Mehlsieb von Komo gekauft habe, brauchen wir gar kein Mehl mehr zu kaufen. Säckeweise hole ich mir nach wie vor verschiedenste Getreidesorten in der Haindl-Mühle um sie dann zu Vollkornmehl zu mahlen oder für feinere Gebäcke auch zu feinerem Mehl zu sieben. Natürlich ist das gesiebte Mehl nicht ganz so hell und fein wie "normales" gekauftes Mehl, aber das muss es ja auch gar nicht sein. Und das Ausgesiebte findet natürlich auch Verwendung - der Schrot landet einfach im nächsten Vollkornbrot :-)


Dinkelbaguette

500 g Dinkelmehl
20 g Germ
5 g Gerstenmalzmehl
1 TL Salz
350 ml lauwarmes Wasser
1 TL Honig

Germ in Mehl verbröseln. Gerstenmalzmehl und Salz zugeben. Honig in lauwarmen Wasser auflösen, zum Mehl geben und zu einem glatten Teig abschlagen. An einem warmen Ort gehen lassen.

Teig in drei Teile teilen und jeden davon zu einem länglichen Strang formen. Stränge in ein Baguette-Blech legen und nochmals gehen lassen.

Backrohr auf 220°C vorheizen. Baguettes mehrmals schräg einschneiden und bei 220°C etwa 25 Minuten backen.





Bei uns landete das Dinkelbaguette als Beilage zu gebratenen Hühnerstreifen mit Chia-Samen auf knackigen Blattsalaten :-)



Samstag, 22. April 2017

Nudeln mit Bärlauchrahmsauce

Auch wenn die Temperaturen momentan nicht sehr viel Frühlingshaftes an sich haben, verbringen wir derzeit sehr viel Zeit im Garten. Meine Tageskinder sind ganz begeistert davon, dass es beinahe täglich ein neues Pflänzchen zu entdecken oder ein Krabbeltier zu beobachten gibt. Also kann es schon einmal vorkommen, dass wir länger im Garten sind als geplant und für das Kochen nur wenig Zeit bleibt. Daher sind bei uns momentan vor allem schnelle und einfache Rezepte gefragt. Und schmecken muss es meinen kleinen Gästen natürlich auch :-)

Vom folgenden Rezept waren meine Tageskinder besonders begeistert. Naja, jedenfalls von den Nudeln mit Bärlauchrahmsauce. Die Garnitur von Gänseblümchen sehen sie dann doch lieber auf einem Kuchen in der Sandkiste als auf ihrem Teller ;-)


Nudeln mit Bärlauchrahmsauce

2 EL Rapsöl
1 kleine Zwiebel
2 Bund Bärlauch
1 Becher Schlagobers
Salz, Pfeffer

300 g Spaghetti

Gänseblümchen zum Garnieren (am besten schmecken die kleinen, die noch nicht vollständig aufgeblüht sind)

Zwiebel fein hacken und in Rapsöl anschwitzen. Bärlauch fein schneiden, zugeben und kurz dünsten lassen. Mit Schlagobers aufgießen und aufkochen lassen. Etwa die Hälfte der Sauce mit dem Pürierstab pürieren und nochmals aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen, abseihen und mit der Bärlauchrahmsauce vermengen.
Gänseblümchen vorsichtig waschen und mit Küchenrolle trockentupfen.
Nudeln anrichten und mit den Gänseblümchen garnieren.




Freitag, 14. April 2017

Osterpinze mit Kamut

Den heutigen Tag habe ich fast zur Gänze in der Küche verbracht, gewerkelt, geknetet und Ostergebäcke für die ganze Familie gebacken. 5 kg Kamutmehl, 3,5 kg Dinkelmehl, 1/4 kg Germ, 1 kg Kristallzucker, 3/4 kg Butter, 24 Eier, 3 Liter Milch und natürlich jede Menge Salz, Zitronen- und Orangenschale, Zimt, Kakaopulver, Rosinen und Schwarzkümmel wurden so zu fünf Osterpinzen, vier Osterbroten, zwei Kärntner Reinlingen und vier persischen Fladenbroten verarbeitet.




Ihr könnt Euch vorstellen wie köstlich es in unserem Haus nun riecht :-)


Osterpinze mit Kamut

500 g Kamutmehl
20 g Germ
250 ml Milch
60 g Butter
70 g Kristallzucker
5 g Salz
Zitronenschale
2 Eier

2 Dotter zum Bestreichen

Germ in Kamutmehl verbröseln. Milch mit Butter, Zucker, Salz und etwas geriebener Zitronenschale erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. In die lauwarme Flüssigkeit die Eier einquirlen. Zum Mehl gießen und den Teig gut durchkneten bis er schön glatt ist. An einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Teig nochmals durchkneten, einen Laib formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Eidotter verquirlen und den Laib damit bestreichen. Sobald die Streiche trocken ist, wieder bestreichen. Dies wiederholen, bis der Eidotter aufgebraucht ist. Laib einschneiden (Y) und nochmals gehen lassen.

Backrohr auf 160°C vorheizen. Osterpinze etwa 40-50 Minuten goldbraun darin backen.

In der Hasenbäckerei ;-)

Am letzten Tag vor dem Osterwochenende durften sich meine kleinen Gäste über eine besondere Jause freuen. Statt dem beinah schon obligatorischen Vollkornbrot gab es frisch gebackene Osterhasen. Oder Glühbirnen, je nach Fantasie ;-)


Osterhasen aus Germteig

500 g Dinkelmehl
20 g Germ
250 ml Milch
80 g Butter
60 g Kristallzucker
1 Prise Salz
Orangenschale
2 Eier

1 Ei zum Bestreichen

Germ in Dinkelmehl verbröseln. Milch mit Butter, Kristallzucker, Salz und etwas geriebener Orangenschale erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Kurz abkühlen lassen und in die lauwarme Flüssigkeit die Eier einquirlen. Zum Mehl gießen und zu einem glatten Teig abschlagen. An einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Teig in acht Teile teilen und aus jedem Teil einen dünnen Strang und eine Kugel formen. Wie auf den folgenden Fotos den Strang verdrehen und die Kugel in das verbliebene Loch legen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und nochmals gehen lassen.

Backrohr auf 180°C vorheizen. Ei verquirlen und die Osterhasen damit bestreichen. Bei 180°C etwa 25 Minuten goldbraun backen.






Donnerstag, 13. April 2017

Brennnesselspinat

Für viele gilt die Brennnessel nur als sinnloses Unkraut. Dabei gehört die Brennnessel zu den Heilkräutern und strotzt nur so von Vitaminen und Mineralstoffen (hervorzuheben vor allem der Gehalt an Eisen). Gerade jetzt im Frühling sind die Blätter noch schön jung und zart und warten eigentlich nur auf eine Verwendung in der Küche! Damit einem dabei die schmerzhafte Begegnung mit den Brennhaaren erspart bleibt, bei der Ernte am besten Handschuhe tragen und die geernteten Brennnesseln vor der Weiterverarbeitung einfach mit kochendem Wasser übergießen.





Am heutigen Gründonnerstag landen die jungen Brennnesselblätter gemeinsam mit jungem Spinat im Cremespinat. Dazu gibt es - wie könnte es anders sein - Röstkartoffeln und Spiegelei. Kann man am Gründonnerstag eigentlich irgendetwas anderes essen??? ;-)


Brennnesselspinat

300 g Brennnessel
500 g Blattspinat
2 EL Rapsöl
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Mehl
250 ml Milch
Salz, Pfeffer

Brennnesselblätter und Blattspinat kurz in kochendem Salzwasser blanchieren. Aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und in Rapsöl anschwitzen. Mehl zugeben und kurz anrösten. Mit Milch aufgießen, gut versprudeln und aufkochen lassen. Spinat zugeben, alles pürieren und ordentlich abschmecken. Falls der Spinat noch zu dickflüssig ist, eventuell noch etwas Milch oder Suppe zugießen.


Mittwoch, 12. April 2017

Bärlauchtopfen

Wisst Ihr eigentlich, wie komisch es ist Bärlauch zu verarbeiten, wenn einen der Geruchssinn wegen einer hartnäckigen Erkältung verlassen hat? Immer wieder landen die frisch gehackten Wildkräuter an meiner Nase um sie dann wieder unsicher auf das Brett zu legen. Darum habe ich das Sammeln heuer auch anderen überlassen. Ich gehe zwar davon aus, dass ich die Blätter auch ganz gut am Aussehen von ihren giftigen Doppelgängern unterscheiden kann, aber sicher ist sicher :-)

Heute landet der "wilde Knoblauch" in einer Topfencreme als Beilage zu einfachen Backrohrkartoffeln. Der Bärlauchtopfen schmeckt aber auch gut als Aufstrich, dann aber eventuell etwas weniger Milch zugeben.

Das Rezept für die Backrohrkartoffeln ist eine sehr einfache Variante ohne viele Gewürze, die ich ganz gerne für meine kleinen Gäste mache. Immerhin sind die Kids nicht ganz so große Fans von Rosmarinzweigen, Knoblauch, Schwarzkümmel, o. dgl. wie ich. Für ein bisschen mehr Würze gibt es hier ein anderes Rezept :-)


Bärlauchtopfen

250 g Topfen
2 EL Milch
2 EL Olivenöl
1 Bund Bärlauch
eventuell etwas Scharfmacher (Sonnentor)
Salz, Pfeffer

Topfen mit Milch und Olivenöl cremig rühren. Bärlauch fein hacken und unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und eventuell Scharfmacher abschmecken.


Backrohrkartoffeln 

1 kg Kartoffeln
1-2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Kartoffeln schälen, der Länge nach vierteln und mit Olivenöl, Salz und Pfeffer vermengen. Kartoffelspalten gleichmäßig auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und bei 180°C etwa 40-50 Minuten goldbraun backen.




Donnerstag, 19. Januar 2017

Apfel-Hirse-Auflauf

Wenn der Vormittag mit meinen Tageskindern wieder einmal wirbelig und die Zeit knapp ist, greife ich gerne auf einfache Auflaufrezepte für unser gemeinsames Mittagessen zurück. Eine Masse ist schnell zusammengerührt und während der Auflauf im Backrohr vor sich hin bäckt, habe ich beide Hände frei zum Spielen und Musizieren und Vorlesen und Basteln und WasAuchImmer ;-)




Dieser Apfel-Hirse-Auflauf gelingt leicht und schmeckt meinen kleinen Gästen richtig gut. Noch besser schmeckt der Auflauf natürlich, wenn sie vorher beim Rühren der Masse mithelfen durften :-)


Apfel-Hirse-Auflauf

150 g Hirse
350 ml Milch
2 EL Kristallzucker
1 TL Vanillezucker
Orangenschale

125 ml Milch
1 Ei
250 g Topfen
1 Msp. Zimt
2 Äpfel

Sonnenblumenöl zum Befetten
Staubzucker zum Bestreuen

Hirse mit heißem Wasser durchwaschen und abtropfen lassen. Milch mit Kristallzucker, Vanillezucker und etwas geriebener Orangenschale erhitzen, Hirse einrieseln lassen und unter Rühren eindicken lassen. Vom Herd nehmen und auskühlen lassen.
Auflaufform mit etwas Öl ausstreichen. Die ausgekühlte Hirse mit Milch, Ei, Topfen und Zimt verrühren. Äpfel entkernen und mit der Schale fein reiben. Geriebenen Apfel unter die Masse rühren. Masse in die befettete Auflaufform füllen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen. Mit Staubzucker bestreuen.



Mittwoch, 18. Januar 2017

Apfel-Nuss-Knuspermüsli

Nachdem zu unserem Grundvorrat einige Säcke von verschiedensten Getreidearten gehören, war das Selbermachen von Müsli eigentlich schon längst überfällig. Vom Getreidekorn zum fertigen Müsli wird zwar ein wenig Zeit benötigt, aber der Aufwand wird reich - oder besser gesagt köstlich - belohnt. Immerhin kann man aus der vollen Vielfalt an Zutaten schöpfen und das perfekte Müsli selbst mischen. Und ganz nebenbei auf Unmengen an Zucker oder Süßstoff, künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und unnötige Zutaten wie z.B. Palmöl verzichten.




Die Basis für meinen ersten Müsliversuch besteht aus Getreideflocken von Hafer und Gerste. Für den köstlichen Geschmack sorgen Nüsse, Apfelstückchen, Zimt, geriebene Orangenschale und ein wenig Honig. Das Ergebnis finde ich wirklich sehr gelungen und auch Walter ist von unserem ersten Müsli ganz begeistert. So sehr, dass er sich für weitere Experimente bereits nach gefriergetrockneten Früchten umgesehen hat. Das heutige Müsli-Rezept bleibt also bestimmt nicht das letzte :-)


Apfel-Nuss-Knuspermüsli

2 große Äpfel

100 g Gerste
100 g Hafer
100 g Walnüsse
1 Msp. Zimt
Orangenschale
60 g Honig
2 EL Sonnenblumenöl

Äpfel entkernen und mit der Schale in kleine Würfelchen schneiden. Blech mit Backpapier auslegen, Apfelstücke locker auflegen und bei 80°C (Ober- und Unterhitze) etwa 3 Stunden trocknen. Dabei einen Kochlöffelstiel in der Backrohrtür einklemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Gerste befeuchten und ebenfalls ca. 3 Stunden stehen lassen.

Gerste und Hafer mit der Flockenquetsche in Getreideflocken verwandeln. Walnüsse möglichst fein hacken. Getreideflocken mit Nüssen, Zimt und geriebener Orangenschale vermengen. Falls der Honig nicht flüssig ist, diesen erwärmen. Honig und Sonnenblumenöl verrühren, über das Getreide gießen und alles gut vermengen. Backpapier mit Backblech auslegen und die Masse darauf verteilen. Bei 160°C etwa 25-30 Minuten nicht zu dunkel backen.

Getreide mit den getrockneten Äpfeln vermengen und auskühlen lassen.




Mittwoch, 4. Januar 2017

Gemüsegulasch

Gemüsegulasch gibt es bei uns über das Jahr ziemlich oft. Immerhin lassen sich damit verschiedenste Gemüsevorräte reduzieren bevor das nächste Gemüsekisterl oder der nächste Einkauf vor der Tür steht. Je nach Saison und Kühlschrankinhalt lässt sich das Rezept auch sehr gut variieren. Meine Tageskinder finden das bunte Gulasch besonders köstlich, wenn auch noch klein geschnittene Frankfurter in den Topf bzw. Teller fallen ;-)




Gemüsegulasch

1 kg Kartoffeln
3 Karotten
5 Zwiebel
2 EL Paprikapulver edelsüß
1 Schuß Apfelessig
ca. 700 ml Gemüsebrühe
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
etwas Thymian, Majoran und Petersilie
2 Essiggurken
1 Knoblauchzehe
100 g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer

etwas Sonnenblumenöl
eventuell Sauerrahm und gehackte Petersilie zum Verfeinern

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel, Karotten in kleine Ringe schneiden. Zwiebel fein hacken und in Sonnenblumenöl anschwitzen. Paprikapulver zugeben und kurz anrösten. Mit Apfelessig ablöschen und die Gemüsebrühe zugießen. Kartoffeln, Karotten, Tomatenmark und Lorbeerblatt zugeben. Thymian, Majoran, Petersilie, Essiggurken und Knoblauch fein hacken und ebenfalls zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dünsten lassen bis Gemüse gar ist, TK-Erbsen zugeben und noch kurz weiterdünsten lassen. Gemüsegulasch ordentlich abschmecken. Gemüsegulasch in Teller füllen, eventuell mit einem Klecks Sauerrahm und gehackter Petersilie garnieren und mit Semmel oder Weißbrot servieren.



Montag, 2. Januar 2017

Buchweizen-Champignon-Laibchen

Alle Jahre wieder beginnt das Neue Jahr mit einer Liste an guten Vorsätzen. Allerdings sind die Vorsätze heuer nicht wirklich neu. Schon etwa zwei Jahre versuchen wir uns an einer Verbesserung unserer Lebensweise und sind dabei eigentlich auch ganz erfolgreich. Naja, abgesehen von einigen Auszeiten - wie während dem Urlaub oder der Adventzeit oder einfach nur aus einer Laune heraus ;-) Mit dem Ende der Feiertage und dem Beginn des Neuen Jahres werden wir nun aber wieder mehr auf unsere alten/neuen guten Vorsätze achten:

Ausreichend Bewegung 
Das Fahrrad bleibt auch weiterhin unser Hauptbewegungsmittel; damit auch die Wintermonate sicher durchfahren werden können, bekommt mein Fahrrad nun sogar Winterreifen mit Spikes verpasst. Zusätzlich auch weiterhin Zumba und Yoga für mich und Lauftraining für Walter.

Gemeinsam genießen
Noch besser schmeckt es natürlich, wenn zuvor alles gemeinsam zubereitet wurde ♥

Viel Gemüse, Kartoffeln und Obst 
Saisonales und regionales Gemüse ist nach wie vor der Hauptbestandteil unseres Speiseplans.

Weniger Fleisch und Wurstprodukte 
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie schwer es mir vor einigen Jahren noch vorgekommen ist, öfter mal auf Fleisch und Wurst zu verzichten. Mittlerweile haben wir nur noch maximal zweimal die Woche Fleisch am Teller. Ganz abgesehen von den Vorteilen für die Gesundheit und aus ökologischer Sicht finde ich es wirklich toll, dass man das Stück Fleisch dadurch einfach wieder viel mehr zu schätzen weiß!

Fettarme Zubereitung 
Statt Butter werden pflanzliche Fette wie Rapsöl und Olivenöl zum Kochen bevorzugt.

Vollkorn statt Weißmehl 
Nach den letzten Jahren kann ich mir aber ohnehin nichts anderes mehr vorstellen. Sogar die weihnachtlichen Gebäcke wurden diesmal mit selbst gemahlenem Mehl gebacken. Und wenn der Teig doch einmal eher fein werden soll, wird das Vollkornmehl mit einem feinen Mehlsieb gesiebt - und die ausgesiebten groben Bestandteile landen einfach im nächsten Brotteig :-)

Wenig Zucker und Süßkram
Selbsterklärend ;-)

Weniger Kaffee
Dieser Punkt betrifft nur mich und war letztes Jahr noch nicht auf der Liste. Etwa seit einem halben Jahr versuche ich meinen Kaffeekonsum stark zu reduzieren. Immerhin hatte ich zuletzt ein bis zwei Kannen über den Tag getrunken und - was noch viel schlimmer war - dabei ganz auf das Trinken von Wasser "vergessen". Seit einem halben Jahr ist Kaffee nun eine Besonderheit für das Wochenende. Dafür wird er dann aber richtig genossen!

Einmal pro Woche „sündigen“
Unser "Ausnahmetag" hat sich über die letzten beiden Jahre wirklich bewährt. Einmal pro Woche gönnen wir uns ein ausgiebiges Frühstück, genießen Burger mit Pommes oder lassen uns einen riesigen Eisbecher schmecken. Diese Regel beugt dem großen Rückfall vor, der durch strenge Verbote ausgelöst wird. Außerdem schmeckt eine Pizza gleich noch einmal so gut, wenn man sich zuvor eine ganze Woche darauf freuen durfte :-)

Do More Of What Makes You Happy ♥
Der wohl wichtigste Punkt auf unserer Vorsatzliste. Sobald man unzufrieden oder genervt ist, verfällt man automatisch wieder in alte Lebensweisen - jedenfalls geht es mir so. Umso wichtiger ist es, sich wieder mehr auf die kleinen Dinge des Lebens zu besinnen, die einen glücklich machen und einem vor Augen führen wie gut es uns eigentlich geht!




Im Vergleich zum letzten Jahr wurde unsere kleine Vorsatzliste damit wieder um zwei Punkte länger. Sollte ich diese Liste auch die nächsten Jahre weiterführen, wird wohl irgendwann ein Vorsatz-Roman draus ;-)

Aber nun endlich zu meinem heutigen Rezept. Für mich stehen Laibchen aus Buchweizen derzeit hoch im Kurs. Zu Walters Bedauern, der von dem Pseudogetreide nicht ganz so begeistert ist ;-)
Für mein heutiges Rezept durften in den Laibchen geröstete Champigons landen. Dazu noch ein knackiger Endivien-Erdäpfel-Salat mit Kernöl und/oder ein Joghurtdip mit frischen Kräutern und fertig :-)


Buchweizen-Champignon-Laibchen

200 g Buchweizen
500 ml Gemüsebrühe
1 kleine Zwiebel
300 g Champignons
2 Eier
80 g geriebener Käse
100 g Mehl
Petersilie
Salz, Pfeffer

Rapsöl zum Braten
etwas Mehl

Buchweizen in der Gemüsebrühe weich dünsten. Sobald die Flüssigkeit verschwunden ist, vom Herd nehmen und auskühlen lassen.
Zwiebel fein schneiden und in etwas Öl anschwitzen. Champignons feinblättrig schneiden, zugeben und alles gut durchrösten. Ebenfalls auskühlen lassen.
Buchweizen und Champignons vermengen und mit Eiern, geriebenem Käse, Mehl, etwas gehackter Petersilie, Salz und Pfeffer verrühren. Mit bemehlten Händen aus der Masse Laibchen formen und diese in heißem Rapsö beidseitig goldbraun braten.




Sonntag, 1. Januar 2017

Karotten-Ingwer-Suppe

Nach den Feiertagen wird es Zeit kulinarisch wieder ein wenig kürzerzutreten. Da kommt mir ein kleines Testpaket von "The Ginger People" mit verschiedensten Ingwerprodukten gerade recht. Ingwer ist nicht nur bekannt für seinen würzigen und scharfen Geschmack, sondern auch für seine magenstärkende Wirkung. Also perfekt nach den reichhaltigen Festtagsspeisen der letzten Tage :-)




Kandierter Ingwer zum Naschen, Ingwer-Sirup, Ingwer-Rescue-Kauzuckerl (pur und - welche Walter ziemlich taugen - mit Mangogeschmack) und ein Gläschen von gehacktem Ingwer zum Kochen. Letzteres durfte nun gemeinsam mit Karotten in einer cremigen Suppe landen. Der gehackte Ingwer aus dem Glas kommt mir wesentlich milder als frischer Ingwer vor. Perfekt, immerhin ist mir frisch gehackter Ingwer meist viel zu scharf :-)


Karotten-Ingwer-Suppe

2 EL Sonnenblumenöl
2 Zwiebel
700 g Karotten
1 EL Mehl
1 l Gemüsebrühe
1/4 l Orangensaft
2-3 EL gehackter Ingwer aus dem Glas
ca. 125 ml Schlagobers
Salz, Pfeffer

1 altbackene Semmel
2 EL Sonnenblumenöl
20 g Butter
Schwarzkümmel

eventuell Sauerrahm und Petersilie zum Verfeinern

Zwiebel fein hacken und in Sonnenblumenöl anschwitzen. Karotten schälen, in gleichmäßige Stücke schneiden und kurz anrösten. Mehl zugeben, kurz mitrösten und mit Gemüsebrühe und Orangensaft aufgießen. Minced Ingwer nach Geschmack zugeben und alles weichdünsten.

Alte Semmel in dünne Streifen schneiden. In einer Pfanne Sonnenblumenöl und Butter erhitzen, Semmelstreifen darin goldbraun braten und mit etwas Schwarzkümmel bestreuen. Aus der Pfanne nehmen und auskühlen lassen.

Suppe pürieren, mit Schlagobers verfeinern und abschmecken. Suppe in Teller füllen, eventuell mit einem Tupfer Sauerrahm und frisch gehackter Petersilie verfeinern und mit Semmelstreifen servieren.





Vielen lieben Dank an Ginger People für die tollen Produkte!

Samstag, 31. Dezember 2016

Happy New Year

Kulinarisch geht das alte Jahr heuer bei uns sehr traditionell zu Ende. Das alte Fondue-Set meiner Familie kommt nach einigen Jahren endlich wieder zum Einsatz und wird mit Käsefondue gefüllt. Dazu gibt es kleine Würfel von frisch gebackenem Gersten-Zwiebel-Baguette. Der intensive Geschmack passt einfach hervorragend zu Käsefondue.

Als Nachspeise gibt es Mozart-Kuchen-Kugeln aus der aktuellen Ausgabe von "Kochen & Küche". Schon vorab durfte ich das Rezept für das Magazin probekochen und war von dem Rezept so begeistert, dass es die großen Mozartkugeln bei uns in letzter Zeit schon öfter gegeben hat!




Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch 
und viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit 
im Neuen Jahr ♥


Gersten-Zwiebel-Baguette

2 Zwiebeln
2 EL Rapsöl

200 g Gerstenvollmehl
400 g Mehl
15 g Gerstenmalzmehl (Backprofi)
10 g Salz
20 g Germ
ca. 400 ml lauwarmes Wasser

Zwiebel fein hacken, in Rapsöl anschwitzen und auskühlen lassen. Gerstenvollmehl, Mehl, Gerstenmalzmehl und Salz vermengen und die gerösteten Zwiebel unterrühren. Germ darin verbröseln und mit lauwarmen Wasser zu einem glatten Teig verkneten. An einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.
Baguettes formen und die Form legen. Nochmals gehen lassen. Backrohr auf 200°C vorheizen. Baguettes mit Wasser bestreichen, mehrmals einschneiden und bei 200°C etwa 30 Minuten backen.




Käsefondue

400 g Greyerzer
400 g Emmentaler
1 Knoblauchzehe
50 ml Schlagobers
4 gestrichene TL Maizena
Pfeffer

Greyerzer und Emmentaler fein reiben. Knoblauchzehe halbieren und mit der Schnittfläche den Fonduetopf ausreiben. Weißwein erhitzen und bei sehr schwacher Hitze und ständigem Rühren den geriebenen Käse nach und nach darin schmelzen. Schlagobers mit Maizena verrühren und das Käsefondue damit binden. Mit Pfeffer würzen.




Dienstag, 6. Dezember 2016

Polenta-Pizza

Dass meine Tageskinder Pizza lieben, ist wahrscheinlich nicht sehr überraschend. Überraschend schon eher, dass sie bei der Art des Pizzabodens absolut nicht wählerisch sind. Egal ob im Germteig Getreide wie Dinkel, Buchweizen oder Emmer zu finden sind, die Kids sind begeistert :-)

Für mein heutiges Pizzarezept kann man ganz auf die Zubereitung von Germteig verzichten. Wie der Name schon sagt, besteht der Pizzaboden aus Polenta. Nicht nur eine interessante Alternative zur "normalen" Pizza, sondern auch eine wesentlich schnellere Variante. Vor allem, weil man nicht darauf warten muss, dass der Teig aufgegangen ist. Also perfekt, falls die Kinder und ich wieder einmal die Zeit übersehen haben ;-)
Als Belag kommt alles in Frage, was auf einer normalen Pizza auch landen würde. Das Rezept unten zeigt den (bisherigen) Favorit meiner Tageskinder: Tomatensauce, Schinken, Paprika, Mais und Käse :-)


Polenta-Pizza

1/2 l Gemüsebrühe
1 EL Olivenöl
Salz
120 g Polenta

2 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200 g passierte Tomaten
etwas Petersilie
Salz, Pfeffer

100 g Schinken
1 grüne Paprika
1 kleine Dose Mais
80 g geriebener Käse
etwas Oregano

Öl zum Befetten


Auflaufform mit Öl ausstreichen.

Gemüsebrühe mit Öl und Salz aufkochen lassen. Polenta einrieseln und unter ständigem Rühren eindicken lassen. In die befettete Auflaufform streichen und auskühlen lassen.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl anschwitzen. Passierte Tomaten zugeben und kurz köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas gehackter Petersilie abschmecken und auf die Polenta streichen.

Schinken feinwürfelig schneiden. Paprika in kleine Würfelchen schneiden. Mais abgießen. Schinken, Paprika und Mais gleichmäßig auf der Tomatensauce verteilen. Geriebenen Käse und etwas Oregano drüberstreuen und bei 180°C etwa 40 Minuten goldbraun backen.






Freitag, 2. Dezember 2016

Weihnachtlicher Dinkelkranz

Die Adventzeit ist für mich wirklich die gemütlichste Zeit des Jahres. Wie jedes Jahr bin ich sehr darauf bedacht, dass im Dezember kaum Termine im Kalender stehen und wir nirgends hin müssen. Einfach zu hause vor dem Kaminofen sitzen, eine Tee aus meinem Tee-Adventskalender genießen, einen schönen Film schauen oder lesen oder sticken oder einfach nur plaudern. Einfach gemütlich eben ;-)

Passend für einen gemütlichen Abend gibt es heute auf meinem Blog ein Rezept für einen weihnachtlichen Dinkelkranz. Statt den gefüllten Germteig in eine Form zu legen wurde die Teigrolle dafür in Scheiben geschnitten, zu einem Kranz aufgelegt und so gebacken. Noch ein wenig Zuckerguss und ein paar Zuckerperlen drüber und fertig ist das Weihnachtsgebäck :-)

Ich wünsche Euch eine schöne und gemütliche Adventzeit ♥


Weihnachtlicher Dinkelkranz

250 g Dinkel-Vollkornmehl
300 g Dinkelmehl
20 g Germ
250 ml Milch
80 g Butter
80 g Kristallzucker
1 TL Salz
Orangenschale
1 Ei

50 g Butter
60 g brauner Zucker
2 TL Zimt
1 TL Kakaopulver
100 g fein gehackte Nüsse oder Mandeln

150 g Staubzucker
2-3 EL Milch

Zuckerperlen

Dinkelvollkornmehl mit Dinkelmehl vermengen und das Germ darin verbröseln.

Milch mit Butter, Zucker, Salz und etwas geriebener Orangenschale erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Vom Herd nehmen. In die nur noch lauwarme Flüssigkeit Ei einrühren und mit Mehl und Germ zu einem weichen glatten Teig abschlagen. Teig zudecken und an einem warmen Platz gehen lassen.

Butter bei schwacher Hitze schmelzen. Braunen Zucker mit Zimt und Kakao vermischen.

Germteig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Zucker-Zimt-Kakao-Gemisch darauf verteilen und mit den Nüssen oder Mandeln bestreuen. Teig einrollen und gleichmäßige Scheiben schneiden.

Backblech mit Backpapier auslegen. Teigscheiben darauf überlappend zu einem Kranz auflegen. Nochmals zugedeckt an einem warmen Ort gut gehen lassen.

Backrohr auf 180°C vorheizen. Dinkelkranz bei 180°C etwa 30 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen.

Staubzucker mit Milch cremig rühren, die Glasur sollte nicht zu flüssig sein. Glasur ungleichmäßig über den Dinkelkranz gießen und mit Zuckerperlen bestreuen.







Mittwoch, 30. November 2016

Topfenkartoffellaibchen

Obwohl meine Oma sehr oft Kartoffellaibchen für uns gemacht hat, kann ich mich nicht daran erinnern, dass im Teig für die Laibchen jemals Topfen zu finden gewesen wäre. Ihr waren "puristische" Kartoffelgerichte einfach lieber, immerhin gab es (und gibt es immer noch) jederzeit Kartoffeln am Hof zu finden und sie ersparte sich damit das Einkaufen von irgendwelchen zusätzlichen Zutaten. Trotzdem gibt es in ihrem handgeschriebenen Kochbuch ein Rezept für herrliche Kartoffellaibchen mit Topfen zu finden.




Für mein heutiges Rezept landen diese Laibchen auf eingebranntem Kohl. Dieser lässt sich zwar nicht unbedingt schön fotografieren, schmeckt aber trotzdem großartig und passt perfekt als Beilage zu den Topfenkartoffellaibchen. Natürlich schmecken diese aber gut mit Kräuterdip und Salat :-)


Topfenkartoffellaibchen

350 g mehlige Kartoffeln
120 g Topfen
60 g Mehl
1 Ei
Salz, Pfeffer

Öl zum Braten

Erdäpfel in der Schale weichkochen. Erdäpfel abgießen, noch heiß schälen, durch die Erdäpfelpresse drücken und kurz ausdampfen lassen. Sobald die Erdäpfel nicht mehr zu heiß sind mit Topfen, Mehl, Ei, Salz und Pfeffer zu einem glatten Teig verabeiten.

In einer Pfanne Öl erhitzen. Mit bemehlten Händen aus der Erdäpfelmasse Laibchen formen und in heißem Öl beidseitig goldbraun braten.











Eingebrannter Kohl

1 Kohlkopf (ca. 600 g)
ca. 1/2 l Gemüsebrühe
etwas Kümmel
Salz, Pfeffer

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
40 g Butter
20 g Mehl

Kohl fein schneiden und mit Gemüsebrühe, etwas Kümmel, Salz und Pfeffer weichdünsten. Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und in Butter anschwitzen. Mehl zugeben und kurz durchrösten. Diese Einbrenn rasch im Kohl einrühren. Abschmecken.



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