Dienstag, 19. Mai 2015

Urkorn-Karotten-Weckerl

Wenn ich heute drüber nachdenke, dass in unserer Küche jahrelang ausschließlich Weizenmehl verwendet wurde, blutet mir das kulinarische Herz. Gut, hin und wieder fand auch Roggen oder Dinkel Verwendung beim Brot- und Kuchenbacken, aber erst mit dem Kauf der Getreidemühle lernte ich viele weitere Getreidesorten kennen und lieben. So wie eines der ältesten Getreidesorten überhaupt: Emmer, auch bekannt als Zweikorn oder Urkorn.
Die ältesten Funde stammen aus der Jungsteinzeit, womit Emmer nach Einkorn als die älteste kultivierte Getreideart gilt. Lange Zeit war Urkorn auch das wichtigste Getreide unserer Vorfahren und wurde im 18. Jahrhundert aufgrund der vergleichsweise schlechteren Erträge von Weizen verdrängt. Wie viele andere... Gut, dass die alten Getreidearten in den letzten Jahren ein Revival erleben und somit wieder vermehrt zu finden sind!
Als Urform unseres Weizens ist Emmer ebenfalls sehr proteinreich, allerdings enthält Urkorn wesentlich mehr essentielle Aminosäuren. Auch der Mineralstoffgehalt ist deutlich höher als bei Weizen; hervorzuheben ist dabei der Gehalt an Magnesium, Zink, Eisen und Kupfer. Außerdem ist Urkorn reich an Carotinoiden, denen eine vorbeugende Wirkung für Krebserkrankungen nachgesagt wird.
Geschmacklich überzeugt Urkorn durch einen herzhaften und leicht nussigen Geschmack. Vor allem in Kombination mit Karotten - wie in meinem heutigen Rezept - sorgt Emmer für einen herrliches Gebäck.

Walters Reaktion: "Mmmmh, guat!"
Ich: "Sind Urkorn-Karotten-Weckerl."
Walter: "Trotzdem guat!" :-D

Wollen wir hoffen, dass meine Tageskinder morgen der gleichen Meinung sind und - vor allem - nicht die darin versteckten Karotten entdecken :-)


Urkorn-Karotten-Weckerl

100 g Karotten
200 g Urkorn (Emmer)
200 g Mehl
10 g Gerstenmalzmehl (Backprofi)
1 TL Salz
20 g Germ
60 g Butter
200 ml Milch

Karotten schälen und raspeln. Urkorn fein mahlen und mit Karotten, Mehl, Gerstenmalzmehl und Salz vermengen. Germ darin verbröseln. Butter schmelzen und die Milch eingießen. Die noch warme Flüssigkeit zum Mehl gießen und zu einem glatten Teig verkneten. An einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Kleine Weckerl formen (siehe Fotos), auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmals gehen lassen.

Weckerl mit Wasser bestreichen und bei 180°C etwa 20 Minuten backen.


Strang formen und diesen "verknoten". Ein Ende von oben nach unten und
das zweite von unten nach oben führen und innen in der Mitte zusammendrücken.





Montag, 18. Mai 2015

Spinatpizza

Auch wenn meine Tageskinder nicht sehr viel von meiner Vorliebe für Spinat halten, kommt er doch hin und wieder in unserem Speiseplan vor. Meist gut versteckt bzw. püriert, zum Beispiel im Spätzleteig. Dafür dürfen die grünen Blätter am Wochenende oder zum Abendessen nur zu gerne auch auf dem Teller zu sehen bzw. auffindbar sein. Zum Beispiel als Belag für knusprige Pizza.
Wenn der Spinat beim Dünsten ordentlich gewürzt wird, kann man auf die Zubereitung einer würzigen Tomatensauce verzichten und stattdessen einfach passierte Tomaten auf den Teig aufstreichen. Das spart nicht nur Zeit sondern auch einen Topf zum Abwaschen ;-)

Im Teig ist neben Weizenmehl auch Buchweizenmehl zu finden. Der kräftige Geschmack von dem "Pseudogetreide" lässt mich in letzter Zeit immer wieder gerne zum Buchweizen greifen. Natürlich kann der Pizzateig aber auch zur Gänze mit normalem Mehl zubereitet oder durch Vollmehl von Dinkel, Kamut, o.ä. ersetzt werden.


Spinatpizza

Mengenangaben für 1 Blech:

160 g Buchweizen
240 g Mehl
20 g Germ
1 Prise Salz
4 EL Olivenöl
160-200 ml Wasser

2 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
250 g junger Blattspinat
Salz, Pfeffer

200-250 g passierte Tomaten
70 g geriebener Käse
etwas Oregano

Buchweizen möglichst fein mahlen und mit Mehl vermengen. Germ darin verbröseln. Mit Salz, Olivenöl und lauwarmen Wasser zu einem glatten Teig verarbeiten. Mit einem Geschirrtuch zudecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl anschwitzen. Blattspinat zugeben und kurz dünsten lassen. Mit Salz und Pfeffer ordentlich abschmecken.

Backblech mit Backpapier belegen und das Backrohr mit 250°C vorheizen.

Teig ausrollen und auf das vorbereitete Blech legen. Großzügig mit passierten Tomaten bestreichen. Blattspinat gleichmäßig darauf verteilen, mit geriebenem Käse und Oregano bestreuen und bei 250°C etwa 12-15 Minuten backen.


Varianten: Besonders köstlich wird Spinatpizza wenn auf den Spinat auch noch Würfelchen von würzigem Schafskäse, geriebener Mozzarella oder gebratene Scheiben von Champignons fallen!







Mittwoch, 29. April 2015

Asia-Salat-Quiche

Passend zum herrlichen Frühlingswetter werden auch die Gemüsestände am Bauernmarkt endlich wieder bunter. Leuchtende Radieschen, frische Kräuter, Bärlauch und bunte Salate sorgen für einen köstlichen Anblick. Wenn in etwa zwei Wochen noch heurige Kartoffeln und Spargel ihren Weg auf den Markt finden, tanze ich wahrscheinlich glückselig durch die Gänge ;-)


Foto: www.feldgemüsebau-tieber.at


Vor allem über die große Auswahl an verschiedenen Salaten bin ich momentan unglaublich glücklich. Statt langweiligem Chinakohl und bitterem Zuckerhut gibt es nun endlich wieder Krauthäuptel, Butterhäuptel, Römersalat, Forellenschluß, Lollo Rosso, Eichblattsalat, Rucola, Vogerlsalat, Schnittsalat und neuerdings auch Asia-Salate. Letztere kennt man auch unter den Namen "Japanese Greens" oder "Mizuna" und gehören wie Kohl oder auch Rucola zur Familie der Kreuzblütler. Durch den hohen Gehalt an Senfölen sorgen die bunten Blätter nicht nur für eine herrlich pikante Würze, die von rucolaähnlich bis scharf variiert; den Senfölen wird auch eine antibiotische und sogar krebshemmende Wirkung nachgesagt. Außerdem sind Asia-Salate reich an Vitamin C und K, Folsäure und Eisen.


Foto: www.feldgemüsebau-tieber.at


Verwenden kann man Asia-Salate als Schnittsalat, aber auch gedünstet oder gebraten als Beilage, in Suppen, Saucen, usw. Eigentlich kann man mit den bunten Blättern alles machen, was man auch mit Spinat oder Rucola anstellen würde. Einige Kunden meines Bruders schwören sogar auf Asia-Salat-Smoothies (vor allem in Kombination mit frisch gepresstem Orangensaft). Diesen Tipp kann ich aber weder bestätigen noch dementieren - für Smoothies kann ich mich nach wie vor nicht wirklich begeistern ;-)


Asia-Salate "Red Giant Mustard" und "Purple Mizuna"


Statt die würzigen Blätter in einen garstigen Smoothie zu verwandeln, durften sie für mein heutiges Rezept auf einem knusprigen Boden in einer Quiche landen. Im Mürbteig ist - mal wieder - Dinkelvollmehl zu finden; wenn stattdessen "normales" Mehl verwendet wird, muss die Flüssigkeitsmenge eventuell reduziert werden.
Auch wenn es auf den Fotos nicht wirklich zu sehen ist, haben die roten Asia-Salat-Blätter herrlich lila auf die übergossene Frischkäsecreme abgefärbt :-)


Asia-Salat-Quiche

150 g Dinkel-Vollmehl
100 g Mehl
100 g Butter
1 Ei
1-2 EL Milch
etwas Salz

2 EL Sonnenblumenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
400 g Asia-Salat

2 Eier
90 g Frischkäse
100 ml Milch

etwas Öl zum Befetten

Dinkelvollmehl, Mehl und Salz vermengen und die Butter darin verbröseln. Mit Ei und Milch zu einem glatten Teig verkneten. Im Kühlschrank etwa 30 Minuten rasten lassen.

Quicheform leicht befetten und mit dem ausgerollten Teig auslegen. Mehrmals mit der Gabel einstechen und bei 180°C etwa 10 Minuten ohne Füllung backen (= blindbacken).

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Sonnenblumenöl anschwitzen. Asia-Salat grob schneiden, zugeben und durchrösten. Vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und auf dem vorgebackenen Quicheboden verteilen.

Eier mit Frischkäse und Milch glattrühren und den Asia-Salat damit gleichmäßig begießen. Quiche bei 180°C etwa 30 Minuten backen.



Sonntag, 26. April 2015

Süßer Sonntag

Die letzten Wochenenden waren wir viel und oft unterwegs. Entweder haben wir Vorbereitungen für unsere Hochzeit erledigt oder die frühlingshaften Temperaturen für Radausflüge genützt. Dieses Wochenende standen zur Abwechslung jedoch keine Termine und Radtouren auf dem Programm und wir konnten einfach nur einen gemütlichen Sonntag zuhause verbringen. Lange ausschlafen, sich mit Kaffeeduft wecken lassen (braver Walter), gemütlich frühstücken, mit einem guten Buch auf der Couch rumfaulen und einfach nur einen ruhigen Tag genießen ♥




Passend für einen gemütlichen Sonntag gibt es heute ein Rezept für feines Milchbrot. Neben "normalem" Mehl ist im Germteig auch gemahlener Hafer zu finden. Das Getreide sorgt nicht nur für einen leicht nussigen Geschmack, sondern hat auch einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und liefert außerdem wertvolles Eiweiß und hochwertige Pflanzenfette. Allerdings ist Hafer alleine nicht backfähig und muss zum Backen mit anderem Getreide vermischt werden. Auch beim Mahlen gibt es zu bedenken, dass die Haferkörner aufgrund des Fettgehalts weicher als andere sind und mit einer gröberen Mahleinstellung gemahlen werden müssen, damit die Getreidemühle nicht beleidigt reagiert bzw. verstopft. Trotzdem hat das nährstoffreiche Getreide es wirklich verdient, auch außerhalb der Müslischüssel öfter zum Einsatz zu kommen :-)


Hafer-Milchbrot

200 g Hafer
440 g Mehl
25 g Germ
ca. 300 ml Milch
40 g Kristallzucker
1 Prise Salz
Orangenschale
40 g Butter
1 Ei

etwas Milch zum Bestreichen
1-2 EL Kristallzucker zum Bestreuen

Hafer nicht zu grob mahlen und mit Mehl vermengen. Germ fein darin verbröseln.

Milch mit Kristallzucker, Salz und etwas geriebener Orangenschale erwärmen und die Butter darin schmelzen. In die lauwarme Flüssigkeit Ei einquirlen und mit dem Mehl zu einem glatten weichen Teig verkneten. Mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen.

Kastenform mit Backpapier auslegen. Teig zu drei gleichen Strängen und diese zu einem gleichmäßigen Zopf formen. Zopf in die vorbereitete Kastenform legen, mit Geschirrtuch abdecken und nochmals an einem warmen Ort gehen lassen.

Zopf mit Milch bestreichen, mit Kristallzucker bestreuen und bei 180°C etwa 50 Minuten goldbraun backen. Milchbrot aus der Form nehmen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.





Freitag, 3. April 2015

Süßes Osterlamm

Seit einigen Stunden laufen in unserer Küche keine Geräte mehr still. Das Geselchte kocht in der Gemüsebrühe, die Eier sind auch schon gekocht (Färben ist aufgrund von lustigen Hühnerrassen wie Grünlegern und Marans nicht nötig), Osterbrote und Osterpinzen sind goldbraun gebacken und auch der Kärntner Reinling befindet sich schon im Backrohr. Und als ob die Arbeitsflächen nicht schon vollgeräumt genug wären, haben auch meine beiden Osterformen für Lamm und Hase wieder ihren Weg vom Keller in die Küche gefunden. Immerhin gibt es ja nur einmal im Jahr die Gelegenheit diese auch zu benutzen :-)

Diesmal versteckt sich in der Lammform ein Karotten-Nuss-Kuchen. Falls die passende Form nicht bei Euch rumliegt - oder ihr mit dem Backen nicht auf das nächste Osterfest warten möchtet - schmeckt der Kuchen aber auch in gewöhnlicher Kastenform. Dafür einfach die Mengen verdoppeln ;-)

Ich wünsche Euch ein schönes Osterfest und einen braven Osterhasen :-)


Osterlamm (Füllmenge ca. 1l)

50 g Butter
100 g Karotten
50 g geriebene Nüsse
150 g Kamut-Vollmehl
1 TL Backpulver
60 g Staubzucker
etwas Zitronenschale
2 Eier
100 ml Milch

1 Eiklar
150 g Staubzucker

Butter bei schwacher Hitze schmelzen und kurz abkühlen lassen. Kuchenform mit etwa 1 EL der zerlassenen Butter bestreichen. Osterlammform zusammensetzen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen (falls doch ein Teig aus der Form tropft kann man sich so ein Reinigen sparen...). Backrohr auf 180°C vorheizen.

Karotten fein reiben und mit Nüssen, Mehl, Backpulver, Staubzucker und etwas geriebener Zitronenschale vermengen. Zerlassene Butter, Eier und Milch zugeben und alles gut verrühren. Teig in die vorbereitete Form füllen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn auf einer eingestochenen Kuchennadel keine Teigreste mehr kleben bleiben.

Eiklar mit Staubzucker cremig rühren und über das Osterlamm fließen lassen. Falls die Glasur zu dickflüssig ist, eventuell 1 TL Milch unterrühren.




Sonntag, 29. März 2015

Bridesmaid Cupcakes ♥

Unglaublich wie die Zeit vergeht. Noch vor einem Jahr haben wir begonnen unsere Hochzeit zu planen und immer lag dabei ein "aber das hat noch Zeit" in der Luft. Nun sind es gerade noch drei Monate und langsam wird "aber das hat noch Zeit" seltsam. Trotzdem sind wir nach wie vor entspannt. Die Einladungen sind verteilt, bis auf Kleinigkeiten ist alles organisiert und die Arbeiten für mein Brautkleid werden demnächst auch starten. Trotzdem erwarte ich irgendwie täglich, dass die Entspanntheit einem plötzlichen Anfall von Vorbereitungsstreß weicht und ich langsam aber sicher doch zu "Brautzilla" mutiere. Aber immerhin habe ich für diesen Fall zwei Damen an meiner Seite, die mir ihren Beistand zugesichert haben: Meine Schwester und Trauzeugin Marlies (rechts am Foto) und meine Schwägerin und "Bridesmaid" Eva (links). Wollen wir für die beiden hoffen, dass große Krisen ausbleiben und die Vorbereitungen weiterhin entspannt bleiben ;-)





Schon vorab haben meine beiden Damen ein kleines Dankeschön in Form von kitschig-süßen Cupcakes erhalten. Die Cupcake-Piker mit der Aufschrift "Will you be my Maid of Honor/Bridesmaid" sind selbst gebastelt. Dafür einfach gewünschte Motive ausdrucken, ausschneiden und je zwei mit einem Zahnstocher in der Mitte zusammenkleben. Fertig :-)


Bridesmaid Cupcakes

Mengenangaben für 10-12 Muffins
140 g Kamutmehl
100 g geriebene Mandeln
120 g Staubzucker
1 TL Natron
3 Eier
50 ml Sonnenblumenöl
100 ml Milch
100 g Schokotröpfchen

1 Eiklar
150 g Staubzucker
1 EL Milch
Lebensmittelfarbe

Papierbackförmchen
Deko wie Cupcake-Piker, Zuckerstreusel, o.dgl.

Muffinform mit Papierförmchen auslegen. Backrohr auf 220°C vorheizen. Kamutmehl, Mandeln, Staubzucker und Natron vermengen. Verquirlte Eier, Sonnenblumenöl und Milch zugeben und zu einem glatten Teig verrrühren. Schokotröpfchen unterrühren. Teig in die vorbereiteten Papierförmchen füllen und Muffins bei 220° etwa 25 Minuten backen. Die Muffins sind fertig gebacken, wenn auf einer eingestochenen Kuchennadel kein Teig mehr kleben bleiben.

Eiklar mit Staubzucker cremig rühen. Milch und Lebensmittelfarbe unterrühren und je 1-2 Eßlöffel über die ausgekühlten Muffins fließen lassen. Cupcakes nach Lust und Laune dekorieren und verschenken. Oder genießen :-)



Samstag, 10. Januar 2015

Weg mit den Keks :-)

Das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt und trotzdem liegen bei uns noch Weihnachtskekse herum. So lange nach den Feiertagen ist der Gusto nach weihnachtlichem Gebäck aber irgendwie erloschen. Also wohin damit? Verschenken? Einfach warten bis die Bäckereien ungenießbar werden und dann entsorgen? Nein! Einfach in etwas Neues verwandeln! Zum Beispiel in ein einfaches Tiramisu :-)

Für mein Restl-Tiramisu fand auch gleich die restliche Schokotunkmasse Verwendung; natürlich kann man stattdessen aber auch einfach Kochschokolade schmelzen und mit Kaffee und Rum zu einer köstlichen Schokosauce verzaubern!


Restl-Tiramisu

500 g Mascarino
250 ml Schlagobers
Saft und Schale von 1 Orange
2 EL Staubzucker
1 TL Vanillezucker

100 ml schwarzer Kaffee
200 g Schokotunkmasse o.dgl.
2 EL Rum

300 g Mürbteigkekse ohne Glasur, Lebkuchen, usw.

Kakaopulver zum Bestreuen

Für die Creme Mascarino mit Schlagobers sehr cremig rühren. Mit Orangensaft, etwas geriebener Orangenschale, Staubzucker und Vanillezucker abschmecken.

Für die Schokosauce Schokotunkmasse o.dgl. schmelzen und mit Kaffee und Rum verrühren. Abkühlen lassen.

Einige schöne Kekse für Dekoration beiseite legen; restliche Kekse grob zerbröckeln.

Keksstücke abwechselnd mit Mascarinocreme und ausgekühlter Schokosauce in eine Auflaufform oder in kleine Gläser schichten. Für einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestreuen und mit schönen Keksen belegen. Genießen ♥




Donnerstag, 1. Januar 2015

Das neue Jahr beginnt...

... Very British, indeed! Jedenfalls auf dem Frühstücksteller :-)

Nachdem wir die Silvesternacht tatsächlich nicht verschlafen und um Mitternacht sogar einen schönen Spaziergang unternommen haben, startet der heutige Tag erst sehr spät und dafür richtig herzhaft: Cooked British Breakfast mit pochierten Eiern, gebratenen Würstchen und Speck, Erdäpfelrösti, gebratene Champignons und Toast mit Butter ☆






Nun wird es höchste Zeit kulinarisch wieder ein wenig kürzer zu treten. Nach den Schlemmereien der letzten Woche ist mein Kopf voll von guten Vorsätzen für das Neue Jahr. Wie immer ;-)

Ich hoffe Ihr hattet auch eine schöne Silvesternacht und einen ebenso guten Start in das Neue Jahr! Und falls in Euch auch Vorsätze rumschwirren, wünsche ich Euch ganz viel Motivation und Durchhaltevermögen ;-)

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Unser Silvester-Burger

Silvester verbringen Walter und ich heuer wieder sehr gemütlich und absolut stressfrei. Statt Party und Gedränge werden gemeinsam Burger und Backrohrpommes zubereitet und gegessen; anschließend wird feierlich die Couch bewacht bis wir mit einer Flasche Sekt das neue Jahr begrüßen können. Jedenfalls wenn wir nicht ein- und das ganze Spektakel verschlafen ;-)

Wünsche auch Euch einen gemütlichen Silvesterabend und einen guten Rutsch in ein wundervolles Jahr mit zahlreichen schönen Momenten und Erlebnissen ♥


Home-Made Burger
Mengenangaben für 4 riesige oder 8 kleine Burger

Burgerbrötchen:
160 g Dinkel-Vollmehl
100 g Kamut-Vollmehl
100 g Mehl
8 g Gerstenmalzmehl (zB von Backprofi)
1 TL Zucker
1 TL Salz
20 g Germ
100 g Butter
ca. 200 ml Wasser
Wasser zum Bestreichen
Sesam zum Bestreuen

Dinkelvollmehl, Kamutvollmehl, Mehl, Gerstenmalzmehl mit Zucker und Salz vermengen. Germ darin verbröseln. Butter bei schwacher Hitze schmelzen, mit Wasser zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. An einem warmen Ort gehen lassen.

Teig in vier bis sechs Teile teilen (je nach gewünschter Burger-Größe), diese zu schönen Laibchen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Nochmals gehen lassen.

Backrohr auf 220°C vorheizen. Laibchen mit Wasser bestreichen, reichlich mit Sesam bestreuen und bei 220° etwa 20 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Burgerbrötchen auseinanderschneiden, Schnittflächen antoasten, mit Fleischlaibchen, Sauce, Salatblättern, usw. füllen, zuklappen und genießen!


Fleischlaibchen:

1 altbackene Semmel oder Weckerl
etwas Milch
1 Zwiebel
750 g Faschiertes
1 Ei
Salz, Pfeffer
etwas Sonnenblumenöl

8 Käsescheiben

Semmel kleinwürfelig schneiden und in Milch einweichen. Zwiebel feinwürfelig schneiden, in Öl anbraten und auskühlen lassen. Faschiertes mit Semmelwürferl, Zwiebel, Ei, Salz und Pfeffer vermengen und aus der Masse acht Fleischlaibchen formen.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Laibchen darin beidseitig braten und die Käsescheiben drauflegen. Sobald der Käse geschmolzen ist, Fleischlaibchen aus der Pfanne heben.


Burgersauce:
1 kleine Zwiebel
2 Essiggurken
125 g Mayonaise
1 EL Tomatenmark
2 EL Tomatenketchup
1/2 TL Paprikapulver, scharf
etwas Chilipulver
2 TL Zucker
3 TL Wasser aus dem Essiggurkenglas
2 TL Weinbrand
Salz, Pfeffer

Zwiebel und Essiggurken möglichst fein hacken und mit den restlichen Zutaten verrühren und gut abschmecken.


Außerdem nach Geschmack: Kopfsalatblätter, Tomatenscheiben, Zwiebelringe, usw. usw. usw.





Dazu für Walter ein selbstgebrautes Bier von meinem Bruder und für mich: Pimm´s! Der perfekte kulinarische Jahresausklang :-)

Dienstag, 23. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

Obwohl mein heutiges Rezept ein einfaches Mürbteigrezept ist, verleihen Pseudogetreide Amaranth und die Kombination mit der Nougatfüllung den Kekserln einen besonderen Geschmack. Das wirklich Besondere daran sind aber eigentlich nicht die Zutaten, sondern die Form. Zu meinem Geburtstag hat Walter mir einen Keksausstecher in Form meiner Silhouette (die er einfach von unserer Website geklaut hat *tztztz*) geschenkt. 3D-Drucker sei dank kann ich nun Kekse in "Julia-Form" backen und mir selbst genüsslich die Nase abbeißen ;-)

Obwohl ich heuer im Vergleich zu den letzten Jahren eher selten mit Keksebacken beschäftigt war, sind meine Keksdosen wieder randvoll gefüllt. Die Einkäufe sind - abgesehen vom traditionellen Weihnachtsfuttereinkauf morgen früh - erledigt, alle Geschenke verpackt und dekoriert und auch der Christbaum wartet bereits darauf endlich geschmückt zu werden. Also höchste Zeit um Euch allen ein WUNDERSCHÖNES WEIHNACHTSFEST MIT ALL EUREN LIEBEN zu wünschen ♥ 


Amaranth-Kekse mit Nougatfüllung

160 g Dinkelvollmehl
100 g Amaranthmehl
80 g Butter
80 g Staubzucker
1 Prise Salz
1 TL Vanillezucker
1/2 TL Backpulver
1 Ei

150 g Nougat
4 EL Orangensaft

Dinkelvollmehl und Amaranthmehl vermischen und darin die Butter verbröseln. Mit Staubzucker, Salz, Vanillezucker, Backpulver und Ei rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

Teig messerrückendick ausrollen, beliebige Formen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Etwa 8-10 Minuten bei 180°C backen. Abkühlen lassen.

Nougat mit Orangensaft unter ständigem Rühren erwärmen und glatt rühren. Je zwei Kekse mit dem geschmolzenen Nougat zusammensetzen.




Scheinbar bin ich nicht die einzige, die noch mit Weihnachtsbäckereien beschäftigt ist. Der gestrige Abendhimmel über Graz hat gezeigt, dass auch das Christkind noch ganz fleißig am Kekserlbacken ist ;-)



Samstag, 20. Dezember 2014

Amazing Grains

Seit dem Kauf der neuen Getreidemühle duftet es bei uns ständig nach frisch gebackenen Broten und Bäckereien. Um nicht für jede Handvoll in den Keller zu meinem Getreidelager sausen zu müssen, haben die verschiedensten Getreide- und Pseudogetreidesorten nun auch in unserer Küche einen schönen Platz gefunden. In meinem Tellerregal, wo vor kurzem noch aktuelle Kochbücher standen, findet man nun randvoll gefüllte Flaschen: alte Saftflaschen, die Platz für je 400g Getreide bieten - gerade genug für spontane Kochabenteuer und neue Backexperimente :-)




Dinkelweckerl

600 g Dinkelvollmehl
20 g Germ
12 g Gerstenmalzmehl (von Backprofi)
40 g Butter
100 ml Milch
ca. 300 ml Wasser
2 TL Salz

Wasser zum Bestreichen
Mehl zum Bestreuen

Germ in Mehl verbröseln; Gerstenmalzmehl unterrühren. Butter in warmer Milch schmelzen und mit Wasser und Salz verrühren. Mehl mit lauwarmer Flüssigkeit zu einem glatten Teig verkneten. Gehen lassen. Germteig zu einer dünnen Rolle formen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Enden zu einem Spitz zusammenfassen und nochmals gehen lassen. Weckerl auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Wasser bestreichen und ordentlich mit Mehl bestreuen. Mittig längs einschneiden und im vorgeheizten Backrohr bei 200°C etwa 20 Minuten backen.


Karotten-Kren-Aufstrich

250 g Topfen
2-3 EL Frischkäse
1 große Karotte
1 EL frisch geriebener Kren
Salz, Pfeffer

Topfen mit Frischkäse glattrühren. Karotte schälen, fein raspeln und unterrühren. Mit Kren, Salz und Pfeffer abschmecken.



Dienstag, 16. Dezember 2014

Happy Birthday, Jane Austen ♥

Zum 239. Geburtstag von Jane Austen gibt es heute ein Rezept für Kekse in Form ihrer Silhouette! 
Natürlich schmecken die Dinkelkekse aber auch in Form von Herzen oder Sternen ;-)


Dinkelkekse

280 g Dinkelvollmehl
200 g Butter
50 g geriebene Nüsse
70 g Staubzucker
1 Prise Salz
etwas Orangenschale
1 Dotter
2-3 EL Milch

Marmelade

1 Eiklar
150 g Staubzucker
1 EL Milch
Lebensmittelfarbe

Mehl mit Butter verbröseln. Nüsse, Staubzucker, Salz, geriebene Orangenschale, Dotter und nach Bedarf Milch zugeben, zu einem glatten Teig verkneten und für etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teig messerrückendick ausrollen, beliebige Formen ausstechen und auf ein Backblech legen. Bei 180°C etwa 8-10 Minuten backen und auskühlen lassen.

Je zwei Kekse mit Marmelade zusammensetzen. Eiklar mit Staubzucker cremig rühen. Milch und Lebensmittelfarbe unterrühren und die Kekse darin tauchen. Trocknen lassen.



Montag, 15. Dezember 2014

Versteckte Pastinaken

Gemüse steht bei meinen Tageskindern derzeit nicht sehr hoch im Kurs. Egal ob Karotten in der Suppe, Erbsen im Reis oder Stückchen von gelben Rüben in der Tomatensauce - wenn einer meiner kleinen Gäste mit dem Aussortieren beginnt, wollen auch alle anderen das "bunte Zeug" schnellstmöglichst aus ihrem Essen verschwinden sehen. Kein Wunder also, dass ich momentan öfter als sonst zum Verstecken ... ähm ... Pürieren neige. Püriert und undefinierbar lassen sich auch die unbeliebtesten Gemüsesorten im täglichen Speiseplan verstecken. Vor allem wenn das Gemüsepürree in köstlichen Muffins mit bunten Papierbackförmchen wiederzufinden ist - oder eben NICHT wiederzufinden ist. Es lebe der Pürierstab! :-)

In meiner heutigen Variante für pikante Muffins sind Pastinaken zu finden. Die weißen Knollen, die häufig mit der Petersilwurzel verwechselt werden, galten bei uns bereits in der Jungsteinzeit als Nahrungsmittel; wurden aber - wie soviele Köstlichkeiten unserer Vorfahren - von der Kartoffel verdrängt und gerieten in Vergessenheit. In den letzten Jahren sind die weißen Knollen aber wieder öfter auf den Bauernmärkten und glücklicherweise auch in den Kochtöpfen zu finden. Immerhin macht sich der intensive würzige Geschmack der Pastinake richtig gut als Cremesuppe, Pürree, oder sogar roh als Salat, usw.  Noch dazu sind die Knollen leicht verdaulich und weisen viele wertvolle Inhaltsstoffe auf. Angeblich enthalten Pastinaken sogar mehr Vitamine und Mineralstoffe als Karotten! Viele gute Gründe um das Wurzelgemüse nicht nochmals in Vergessenheit geraten zu lassen...


Pastinak-Hafer-Muffins

Mengenangaben für 6 Muffins:
160 g Pastinake
150 ml Gemüsebrühe
1 EL Sonnenblumenöl
60 g Dinkelvollmehl
40 g Hafervollmehl
1 TL Backpulver
1 Ei
50 geriebener Käse
eventuell frisch gehackte Kräuter
Salz, Pfeffer
Haferflocken zum Bestreuen

Muffinblech mit Muffinförmchen auslegen. Backrohr auf 200°C vorheizen.

Pastinake schälen, kleinwürfelig schneiden, mit Sonnenblumenöl in der Gemüsebrühe weichdünsten, alles gut pürieren und abkühlen lassen.

Dinkel- und Hafermehl mit Backpulver, etwas Salz und Pfeffer vermischen. Pastinakpüree, geriebener Käse, gehackte Kräutern und verquirlte Eier zugeben und zu einem glatten Teig verrühren.

Teig in die vorbereiteten Förmchen füllen, mit Haferflocken bestreuen und im vorgeheizten Backrohr bei 200°C etwa 30 Minuten backen.



Sonntag, 14. Dezember 2014

Vorweihnachtliches Küchengeschenk

Noch vor Weihnachten habe ich mir selbst bzw. unserer Küche ein ganz besonderes Geschenk gemacht! Nachdem der Getreidemühlen-Aufsatz für meine Küchenmaschine beim täglichen Gebrauch schön langsam an seine Grenzen gestoßen war, schlich ich immer häufiger im Reformhaus in der Getreidemühlen-Ecke herum. Irgendwann war Anschauen und Träumen nicht mehr genug - und die schöne Getreidemühle mit Handflocker von KoMo durfte mit mir nach Hause fahren.





Das gute Stück ist bei mir seitdem im Dauereinsatz. Und sieht dabei auch noch richtig dekorativ aus! Nur der Handflocker wurde noch nicht getestet - erst müssen meine Vorräte an Hafer- und Dinkelflocken vernichtet ... ähm ... vernascht werden :-)


Dinkel-Nussecken

250 g Dinkelvollmehl
1 TL Backpulver
180 g Butter
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
100 g Honig
1 Ei

3 EL Marmelade
120 g Butter
100 g Honig
200 g geriebene Walnüsse
150 g Dinkelflocken
1 Msp. Zimt

200 g dunkle Kuvertüre
60 g Butter

Dinkelvollmehl mit Backpulver vermischen und darin die Butter verbröseln. Mit Vanillezucker, Salz, Honig und Ei zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

Marmelade mit Butter und Honig aukochen lassen. Nüsse, Dinkelflocken und Zimt einrühren und kurz abkühlen lassen.

Teig messerrückendick ausrollen und mit der Nussmasse bestreichen. Bei 200°C etwa 15 Minuten backen und noch heiß in Dreiecke schneiden.

Kuvertüre über Wasserdampf schmelzen, Butter stückchenweise einrühren und in dieser Glasur die Spitzen der Nussecken eintauchen.


Sonntag, 30. November 2014

Gemütliche Adventzeit

Die letzten fünf Jahre gab es hier auf meinem Blog einen kulinarischen Adventskalender zu finden. Schon Monate vorher beschäftigte ich mich mit zahlreichen weihnachtlichen Rezepten, schrieb Listen von Ideen und verwendete sehr viel der sonst so gemütlichen Adventzeit in der Küche und war am Backen und Backen und Backen und Backen und Backen.
Auch für heuer war wieder ein adventliches Backspektakel geplant. Bereits seit dem Sommer machte ich mir Gedanken über neue Keks-Kreationen und plante einen weiteren Adventskalender. Allerdings machten mir die Planungen dafür heuer nicht so viel Freude wie sonst; je weiter der Herbst auf dem Kalender voranschritt umso schwerer fühlten sich die Vorbereitungen an. Immer wieder bereitete ich mich auf einen Backnachmittag vor um dann in der Küche rumzusitzen, in Kochbüchern zu blättern, Zeitschriften zu lesen oder auf die Decke zu starren. Und dabei war es doch gerade die Adventzeit, deren Gemütlichkeit ich bisher so genossen und geliebt habe. Schluss. Nach stundenlangem Hin und Her fiel die Entscheidung - gegen den diesjährigen Adventskalender!

Und siehe da - seit ich mich dagegen entschieden habe, macht mir das weihnachtliche Backen plötzlich wieder richtig Spaß. Daher wird es bestimmt das eine oder andere weihnachtliche Rezept auf meinen Blog schaffen. Aber eben nicht täglich...

In diesem Sinne wünsche ich auch Euch einen stressfreien Advent mit vielen gemütlichen Stunden und viel Zeit für Eure Lieben ♥




Passend für einen entspannten Abend vor dem Kaminofen gibt es heute das Rezept für einen köstlichen Glüwein mit Früchten. Für mich wird dieser vor dem Trinken durch ein Sieb gegossen. Natürlich schmeckt der Glühwein aber auch, wenn einige der Früchte oder deren "Flankerl" in der Tasse zu finden sind - es soll sogar Menschen geben, die sich über diese Einlage freuen *ZwinkerAnWalterUndEva*


Weißer Glühwein

2 Orangen
2 Äpfel
1 l Weißwein
Saft von 1 Zitrone
3 Gewürznelken
1 Zimtstange
ca. 100 ml Rum
ca. 50 g Vollrohrzucker

Orangen schälen und in gleichmäßige Spalten schneiden. Äpfel schälen, Kerngehäuse ausstechen und ebenfalls in Spalten schneiden. Weißwein mit Zitronensaft, Gewürznelken, Zimtstange und den Früchten erhitzen. Etwa 30 Minuten ziehen lassen; aber nicht aufkochen! Nach Geschmack mit Rum und Zucker abschmecken und genießen :-)



Mittwoch, 19. November 2014

Mehrkorn-Kastenbrot

Seit der Anschaffung einer Getreidemühle bin ich richtig besessen von Vollkorn! "Normales" Mehl findet kaum noch Verwendung in unserer Küche. Dafür lagern in unserem Keller mittlerweile viele verschiedene Getreidesorten in ganzen Körnern: Roggen, Weizen, Dinkel, mein "Lieblingsgetreide" Kamut, Emmer und Hirse; sowie Pseudogetreide Amaranth und Buchweizen. Letztere heißen "Pseudogetreide", weil sie nicht - wie Getreide - zur Familie der Süßgräser zählen und keine gute Backfähigkeit besitzen; mit anderen Getreidearten kombiniert sorgen sie aber für geschmacklich traumhafte Backergebnisse :-)

Für den Nachschub im Getreidelager sorgen regelmäßige Ausflüge zur Haindl-Mühle in Kalsdorf. Neben den verschiedensten Getreidesorten von normal bis bio-Qualität findet man dort auch Mehl in verschiedensten Mahlgraden, Schrot, Flocken, Müsli, Nudeln, Kürbiskernöl, usw. usw. usw. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch am Donnerstag, wenn es auch frisch gebackenes Brot zu kaufen gibt (jedenfalls wenn man früh genug dran ist oder eines vorreserviert hat...). Und ganz nebenbei hat man manchmal auch Gelegenheit bei der Herstellung von Kürbiskernöl zuzusehen.

Haindl Mühle - Kunstmühle und Ölpresse
Dorfstraße 75

8401 Kalsdorf bei Graz
Tel.: 03135 52201
E-Mail: info@haindlmuehle.at

Website: www.haindlmuehle.eu





Seit meinem letzten Besuch in der Haindl Mühle ist mein Vorrat an Getreide wieder gut aufgefüllt und es wird Zeit für ein neues Brotrezept! Anders als bei meinen anderen Brotrezepten wird der Teig für dieses Rezept nicht geknetet sondern mit Knethaken gearbeitet und in einer Kastenform gebacken.


Mehrkorn-Kastenbrot

je 100 g Roggen, Dinkel, Buchweizen, Emmer und Kamut
je 40 g Sonnenblumen- und Kürbiskerne
20 g Germ
1 EL Salz
2 TL Brotgewürz (Sonnentor)
500 g Buttermilch
ca. 150 ml lauwarmes Wasser

Haferflocken zum Bestreuen

Kastenform mit Backpapier auslegen und etwa eine Handvoll Haferlocken darin verstreuen.

Roggen, Dinkel, Buchweizen, Emmer und Kamut fein mahlen; Sonnenblumen- und Kürbiskerne möglichst fein hacken und mit Salz und Brotgewürz vermengen. Germ darin verbröseln. Buttermilch und lauwarmes Wasser zugeben und mit dem Knethaken ordentlich durcharbeiten. Teig in die vorbereitete Form füllen, mit weiteren Haferflocken bestreuen und an einem warmen Ort gehen lassen.

Backrohr auf 250°C vorheizen. Teig mit Wasser besprühen und etwa 10 Minuten bei 250°C backen. Temperatur auf 200° reduzieren und weitere 40 Minuten backen lassen.

Noch heiß aus der Form nehmen, Backpapier entfernen und in ein Leinentuch einwickeln.



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