Lebkuchen

150 g Roggenmehl
150 g Weizenmehl
1 Ei
1/8 l Zuckersirup*
1 TL Honig*
Zimt
gestoßene Gewürznelken
Zitronenschale
1/2 TL Hirschhornsalz**
Ei zum Bestreichen
Mandeln oder Nüsse zum Belegen

Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Ausrollen, beliebige Formen ausstechen, mit Ei bestreichen, mit halbierten Mandeln belegen und bei 180°C backen.

Damit der Lebkuchen zu Weihnachten schön weich ist, einfach einen halbierten Apfel mit in die Keksdose legen (allerdings nicht in direktem Kontakt mit den Lebkuchen sondern getrennt durch ein Stück Backpapier). Täglich kontrollieren und eventuell durch einen neuen Apfel ersetzen!!!


*Viele der Rezepte aus Omas Kochbuch sind eine interessante Quelle für das Kochen in der Nachkriegszeit. Vergleicht man dieses Lebkuchenrezept mit einem Rezept von heute, fällt vor allem eines auf: In modernen Rezepten findet man relativ große Mengen an Honig. In diesem Rezept wird lediglich ein Teelöffel davon verwendet. Der Rest wird durch Zuckersirup ersetzt. So wie viele andere Lebensmittel, die für uns heute selbstverständlich sind, war auch Honig in der Nachkriegszeit selten und teuer und wurde daher auch nur sehr kostbar eingesetzt. Zuckersirup lässt sich ganz einfach selbst herstellen: Dafür einfach 125 g Kristallzucker in 1/8 l Wasser etwa 2-3 Minuten kochen.

**Hirschhornsalz ist in den letzten Jahren stark in Verruf geraten. Tatsächlich ist Hirschhornsalz im "rohem" Zustand gesundheitsschädlich. Beim Backen von niedrigen Gebäcken entweicht das schädliche Ammoniak (was beim Öffnen der Backrohrtür kaum zu überriechen ist). Auch wenn ich gegen Panikmache bei Lebensmitteln bin, muss ich doch an meine kleine Naschenkatzen denken. Also wird in meinem Lebkuchen das Hirschhornsalz durch Natron (Speisesoda) ersetzt.

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