Kirschkuchen aus Omas Kochbuch, Graz 1947
Bevor die diesjährige Kirschensaison endgültig vorbei ist, habe ich wieder einmal ein Rezept aus Omas Kochbuch für euch. Gleich drei verschiedene Varianten findet man in ihrem handgeschriebenen Buch: weißer Kirschkuchen, „sehr feine Masse“ und brauner Kirschkuchen mit Schokolade im Teig.
Für meinen heutigen Beitrag habe ich mich für die „sehr feine Masse“ entschieden. Geriebene Mandeln oder Nüsse machen den Kirschkuchen besonders saftig und verleihen ihm eine feine, nussige Note.
Entkernt hat meine Oma die Kirschen vorab übrigens nie. Was zur Folge hatte, dass ich den Kuchen erst gar nicht gegessen oder die Kirschen als ganze aus dem Kuchen herausgekletzelt habe. Mit Kirschkernen - oder besser gesagt mit dem Ausspucken dieser - konnte ich mich einfach nie anfreunden. Und vielleicht erinnern mich Kirschrezepte gerade deswegen immer ganz besonders an meine Kindheit und an die unbeschwerten Sommer, die ich oft in meiner Hängematte in irgendwelchen Obstbäumen verbracht habe ❤
Kirschkuchen
120 g Butter
Kirschen waschen, abtropfen lassen und entkernen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Eiklar steif schlagen. Butter mit Staubzucker und Dotter flaumig rühren. Zitronensaft, abgeriebene Zitronenschale, Mandeln oder Nüsse, Semmelbrösel und das mit Backpulver vermengte Mehl unterrühren. Eischnee vorsichtig unterheben.
Die Masse auf das vorbereitete Blech streichen, gleichmäßig mit Kirschen belegen und bei 180 °C etwa 20–25 Minuten goldbraun backen.
Auskühlen lassen, in gleichmäßige Rechtecke schneiden und mit Staubzucker bestreut servieren.




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