Samstag, 31. März 2012

Überbackene Hirselaibchen

Vorsatz-Rezept 14/52

Zurzeit ist es sehr ruhig auf meinem Blog. Schuld daran ist eigentlich nur die Frühlingssonne! Immerhin lockt sie mich Tag für Tag nach draußen in unseren kleinen Garten, wo ich dann genüsslich meine Freizeit verbringe anstatt fleißig in der Küche zu werkeln. Ich liebe den Frühling einfach :-)


Überbackene Hirselaibchen

1 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
300 g Goldhirse
300 ml Milch
400 ml Gemüsebrühe oder Wasser
1 gelbe Rübe
1 Ei
4-6 EL Mehl
Salz, Pfeffer

ca. 200 g Mozzarella

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl anschwitzen. Goldhirse zugeben und kurz durchrösten. Milch und Gemüsebrühe zugießen und etwa 20 Minuten köcheln bzw. eindicken lassen. Dabei gelegentlich durchrühren! Vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Die gelbe Rübe schälen, fein reiben und mit dem verquirlten Ei, Mehl, Salz und Pfeffer vermengen. Masse kurz durchziehen lassen, daraus Laibchen formen und diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und bei 180°C etwa 20-30 Minuten goldbraun überbacken. Mit grünem Salat oder mit Joghurtsauce (z.B. Schnittlauchsauce, statt Schnittlauch schmeckt auch feingehackte Kresse) servieren.

Noch schneller bzw. auch knuspriger werden die Laibchen, wenn sie statt im Backrohr in heißem Fett in der Pfanne gebraten werden. Das Backen im Backrohr ist aber fettärmer und genauso lecker :-)



Donnerstag, 29. März 2012

Mein "neuestes" Kochbuch...

... ist doppelt so alt wie ich :-)


Grabnerhof-Kochbuch für Land und Stadt
von Betty Hinterer, ehemalige Leiterin der Hausfrauenschule Grabnerhof bei Admont
13. Auflage, Leopold Stocker Verlag, Graz / Göttingen, 1950


Im Vergleich zu meinen anderen alten Kochbüchern ist mein "neuestes" mit 62 Jahren eigentlich sehr jung, aber immerhin fehlte mir noch ein Grabnerhof-Kochbuch in meiner Sammlung. Nach dem ersten Durchblättern bin ich nicht nur um einige Anregungen und Ideen für meine nächste Retro-Woche reicher sondern verspüre auch den Drang nach einem neuen Experiment: DAS EXPERIMENT KOCHKISTE ;-)

Falls über Euren Köpfen nun große Fragezeichen aufleuchten, hier der Versuch einer Erklärung:
Eine Kochkiste ist eine mit Dämmmaterial ausgestopfte Kiste, in die man die erhitzten bzw. fest verschlossenen Töpfe stellt. Die Speisen müssen also nur einmal am Herd erhitzt werden und werden dann stundenlang durch die Eigenwärme in besagter Kiste gegart. Somit ist die Zubereitung unglaublich energiesparend. Etwas, das auch in Zeiten von Klimawandel und Energiekrise wieder "modern" werden könnte - wie der Blick in die Suchmaschine meines Vertrauens zeigt. Immerhin gibt es tatsächlich einige Bauanleitungen und Rezepte für Kochkisten zu finden. Trotzdem möchte ich mich an die alte Anleitung aus meinem neuesten alten Kochbuch halten und hoffe, dass ich Euch schon bald mein erstes Kochkisten-Experiment inkl. Rezept präsentieren kann.

FORTSETZUNG FOLGT :-)

Samstag, 24. März 2012

Bunte Käsesauce für Nudeln

Vorsatz-Rezept 13/52

Eine einfache und schnelle Nudelsauce - perfekt für einen faulen Samstagvormittag. Oder für den ganz gewöhlichen Alltagsstress mit meinen kleinen Gästen :-)


Bunte Käsesauce für Nudeln

30 g Butter
1 kleine Zwiebel
80 g Sellerieknolle
80 g gelbe Rüben
80 g Karotten
1 EL Mehl
ca. 300 ml Milch
3 Ecken (=75 g) Schmelzkäse
Salz, Pfeffer

ca. 2 EL frische Gartenkresse

Zwiebel fein hacken und in Butter anschwitzen. Sellerie, gelbe Rüben und Karotten schälen, feinwürfelig schneiden und alles gut durchrösten. Mehl zugeben und kurz mitrösten. Milch zugießen, gut versprudeln und aufkochen lassen. Schmelzkäse darin schmelzen und gut verkochen lassen. Die frische Gartenkresse unterrühren und abschmecken.


Freitag, 23. März 2012

Gugelhupf (nach Katharina Prato)

Der Gugelhupf ist aus der österreichischen Küche nicht wegzudenken. In meinem alten Kochlexikon* wird das Gebäck sogar als "bekanntester Kuchen der österreichischen Küche" bezeichnet. Über die Herkunft des Namens gibt es genauso viele Geschichten und Anekdoten wie über berühmte Liebhaber der süßen Köstlichkeit. So soll zum Beispiel Kaiser Franz Joseph ein großer Fan des Gugelhupfs gewesen sein, vor allem wenn ihm dieser von Katharina Schratt gereicht wurde ;-)

Die Möglichkeiten bei der Zubereitung des leckeren Gebäcks sind beinahe unbegrenzt. So findet man nicht nur "klassische" Rezepte mit Germteig, sondern auch mit Biskuitteig, Backpulverteig oder Rührteig. Auch im Kochbuch "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato findet man gleich mehrere Rezepte für das Gebäck, allerdings nur eines ohne Germ:
  • Abgeschlagener (und auch hier gleich wieder zwei verschiedene Varianten...)
  • Biscuit-Gugelhupf
  • Abgetriebener Gugelhupf
  • Wiener Gugelhupf
  • Rum-Gugelhupf
  • Gugelhupf mit Chocolate-Eis
  • Kaiser-Gugelhupf
  • Mandelgugelhupf
  • Gugelhupf ohne Hefe
  • Erdäpfel-Gugelhupf
Nach längerem Hin und Her und Hin und Her habe ich mich für den ersten Gugelhupf in Katharina Pratos Liste entschieden. Jedenfalls für heute - der nächste Gugelhupf kommt bestimmt ;-)


aus "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato, 26. Auflage, Graz 1897;
Seite 495: Gugelhupf. Abgeschlagener.


Der Gugelhupf aus diesem Rezept wird nicht sehr süß. Falls Ihr ein süßeres Exemplar wünscht, würde ich noch weitere 40 g Kristallzucker zur Flüssigkeit zugeben :-)


Gugelhupf

20 g Germ
50 ml warme Milch
2 EL Kristallzucker
3 EL Mehl

480 g Mehl
70 g Butter
200 ml Milch
3 Dotter
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale
150 g Rosinen

20 g Butter
40 g gestiftelte Mandeln oder Mandelblättchen

Staubzucker zum Bestreuen

Germ durch Rühren in der warmen Milch auflösen. Mit Mehl und Kristallzucker versprudeln, mit etwas Mehl bestreuen und an einem warmen Ort gehen lassen (=Dampfl).

Milch mit Butter erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Sobald die Flüssigkeit lauwarm ist, Dotter einquirlen. Mehl mit Salz und Zitronenschale vermengen. Dampfl und die lauwarme Milch zugeben und zu einem glatten Teig abschlagen. Rosinen unterkneten. Teig zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen.

Gugelhupfform mit Butter reichlich befetten und mit gestiftelten Mandeln oder Mandelblättchen ausstreuen. Teig in die Form legen und nochmals gehen lassen. Mit der restlichen geschmolzenen Butter bestreichen und bei 160°C etwa eine Stunden backen. Auskühlen lassen, aus der Form stürzen und mit Staubzucker bestreuen.


Bilder rechts: Dampfl vor und nach dem Gehenlassen :-)


*Menü - das große moderne Kochlexikon
Band 4: Gef-Ing
Verlag Bertelsmann GmbH & Co. KG
Hamburg, ohne Jahresangabe

Donnerstag, 22. März 2012

Ein schokoladiger Geburtstagsgruß :-)

Bei uns gibt es eigentlich sehr oft Kuchen, allerdings findet man darin wegen meiner kleinen "Tagesgäste" meist nur sehr wenig Zucker und noch viel weniger Schokolade. Böse Zungen behaupten sogar, dass so mancher Kuchen bei mir auch als Brot durchgehen würde ;-)
Heute mache ich eine große Ausnahme, immerhin hat Walter heute Geburtstag und somit darf der Kuchen so richtig bösartig schokoladig sein. Auf diesem Weg nochmals alles Gute zum Geburtstag, Walter :-)


Mud Cake

80 g Butter
120 g Kochschokolade
200 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Vanillezucker
70 g Staubzucker
150 ml Milch
2 Eier
etwas Orangenschale
100 g Naturjoghurt

Für die Glasur:
80 g Kochschokolade
60 g Butter

Den Boden einer Tortenform (ca. 20 cm Durchmesser) befetten oder mit Backpapier auslegen.
Butter bei schwacher Hitze erhitzen und Kochschokolade darin schmelzen. Kurz abkühlen lassen. Mehl mit Backpulver, Vanillezucker, etwas Orangenschale, Staubzucker, Milch und den verquirlten Eiern in eine Schüssel geben. Butter und Kochschokolade zugießen und gut durchrühren bis alle Zutaten vermengt sind. Naturjoghurt unterrühren. Teig in die vorbereitete Form gießen und glattstreichen. Bei 200°C etwa 30 Minuten backen. Aus der Tortenform nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für die Glasur Butter schmelzen und die Kochschokolade darin auflösen. Mit dem Löffelrücken glattstreichen bis die Glasur schön glatt und glänzend ist (= tablieren). Glasur über den Kuchen gießen. Kuchengitter hochheben und kippen bzw. drehen bis der Kuchen gleichmäßig bedeckt ist. Tipp: Wenn man unter das Kuchengitter ein Blatt Backpapier legt, erspart man sich ein nachträgliches Reinigen der Arbeitsfläche.



 
Dekoherzen aus Schokolade

Weiße Kuvertüre schmelzen, auf Backpapier streichen und abkühlen lassen. Mit Ausstechformen Figuren ausstechen. Für eine Marmorierung vor der weißen Kuvertüre normale Kochschokolade auf dem Backpapier unregelmäßig verstreichen.


Sonntag, 18. März 2012

My Kitsch-Kitchen ;-)

Im kleinen Kuriositätenladen wurde zum Tag der offenen Küche aufgerufen. Also öffne ich Euch heute auch meine Küchentüre. Einen Großputz habe ich dafür nicht extra gemacht. Falls Ihr Staub oder Krümel findet, dürft Ihr sie gern behalten ;-)

Unsere kleine Küche haben wir von unseren Vorbesitzern übernommen und sie hat auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel bzw. auf der Arbeitsfläche. Grundsätzlich ist sie gut aufgeteilt und auch die Oberflächen gefallen mir eigentlich ganz gut. Verbesserungspotential ist aber vorhanden (man beachte z.B. den Boden...) und wahrscheinlich wird die Küche in den kommenden Jahren auch irgendwann rausfliegen :-)






Grüne Wände, Rosenvorhänge, Etageren ohne Ende, Retro-Bilderchen, eine violette Pinnwand mit Kinderfotos und Postkarten, pastelliges Lilienporzellan und manchmal auch seltsame Dekoartikel (Stichwort: genähte Birnen) - jaaaaaaaaa, ich mag es kitschig :-)




Einige "Accessoires" in meiner Küche sind auch berufsbedingt: Herdschutzgitter, Löschdecke an der Wand, Feuerlöscher im Eck und Kinderhochstühle.




Weil mir meine Arbeitsfläche viel zu klein ist, wandern Küchengeräte wie z.B. Küchenmaschine, Toaster, Waffeleisen, Joghurtbereiter, usw. gleich nach Gebrauch wieder ins "Küchenkastl" bzw. in den Keller zurück. Statt einer Kaffeemaschine verwende ich eine French Press, statt einem Wasserkocher ein pfeifendes violettes Ding :-)




Mein Blick aus dem Fenster ist hoffentlich bald wieder schöner, wenn endlich wieder Blüten auf meinen Orchideen zu finden sind. Die Figuren zwischen den einzelnen Orchideen sind übrigens nicht nur Deko, sondern lustige Salz- und Pfefferstreuer, die ich mal geschenkt bekommen habe.




Bis vor kurzem wurde das Fenster eingerahmt von zwei hohen Bücherregalen mit meiner Kochbuchsammlung. Dadurch wirkte der Raum allerdings noch kleiner und ohne Regale wirkt unsere Küche einfach gemütlicher. Außerdem sind die Bücher so auch nicht mehr in der dunstigen Küche untergebracht - was mir vor allem bei meinen historischen Kochbüchern aus dem 19. Jahrhundert oft Bauchweh verursacht hat...

Und das war es auch schon, viel größer ist unsere Küche einfach nicht ;-)

Liebe Grüße, Julia

Samstag, 17. März 2012

Überbackene Spinatspätzle

Vorsatz-Rezept 12/52

Nachdem ich heute vormittag wieder am Gemüsestand meiner Familie aushelfen durfte, war ich mehrere Stunden von leckerem Gemüse umzingelt. Unter anderem auch von knackigem Blattspinat. Natürlich konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und nun liegt ein großer Sack voll Spinat in meinem Kühlschrank. Also wird es Zeit für ein neues vegetarisches Rezept :-)


Überbackene Spinatspätzle

250 g Mehl
150 g Dinkel-Vollmehl
100 g Blattspinat
300 ml Gemüsebrühe
50 ml Öl
2 Eier
Salz

30 g Butter
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 g Blattspinat
150 g Naturjoghurt
200-250 g Mozzarella
Salz, Pfeffer

Öl zum Befetten

Blattspinat in Gemüsebrühe oder Wasser kurz überkochen und den Spinat mitsamt der Flüssigkeit pürieren. Überkühlen lassen. Mehl, Dinkelmehl, Spinat, Öl, Eier und Salz glatt rühren. Reichlich Salzwasser erhitzen und mit einer Spätzlehobel portionsweise den Teig ins kochende Wasser reiben. Kurz aufkochen lassen, Spätzle aus dem Wasser heben und abschrecken.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Butter anschwitzen. Spinat grob schneiden und kurz dünsten lassen; dabei eventuell etwas Wasser zugeben. Spätzle und Naturjoghurt unterrühren und abschmecken. Mozzarella fein würfelig schneiden und die Hälfte davon unterheben.

Auflaufform mit Öl bestreichen. Spinatspätzle einfüllen und mit den restlichen Mozzarellawürfelchen bestreuen. Bei 180°C etwa 30-40 Minuten goldbraun überbacken.



Marzipanreinling

Reinling einmal anders - mit einer Fülle aus Marzipan, Kristallzucker und gehackten Mandeln. Wem die "Originalfülle" lieber ist, findet das Rezept hier :-)


Marzipanreinling

450 g Mehl
1 Packerl Trockengerm
300 ml Milch
60 g Butter
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei

50 g Butter
200 g Marzipan
2 EL Kristallzucker
30 g gehackte Mandeln

Butter zum Befetten der Form
Milch zum Bestreichen

Milch mit Butter, Vanillezucker und Salz erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Vom Herd nehmen. Sobald die Flüssigkeit lauwarm ist, das Ei einquirlen und mit Mehl und Germ zu einem weichen glatten Teig abschlagen. Teig zudecken und an einem warmen Platz gehen lassen.

Form mit geschmolzener Butter bestreichen. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Marzipan möglichst gleichgroß ausrollen und auf den Teig legen. Butter bei schwacher Hitze schmelzen und das Marzipan damit bestreichen. Mit Kristallzucker und gehackten Mandeln bestreuen.Teig einrollen und in die befettete Form legen. Nochmals zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Mit Milch bestreichen und bei 180°C etwa 50 Minuten backen. Der Reinling ist fertig, wenn er sich beim Draufklopfen "hohl" anhört.


Freitag, 16. März 2012

Topfentorte

Nach längerer Pause gibt es heute endlich wieder einmal ein Schüttelrezept auf meinem Blog!

Wie meinen Victoria Sponge Cake kann man auch diese Topfentorte mit Hilfe einer Schablone aus Papier noch schöner oder persönlicher gestalten. Dafür einfach das gewünschte Motiv aus Papier ausschneiden und vor dem Bezuckern auf die Torte legen. Meine heutige Verzierung hat sich ganz und gar dem frühlingshaften Wetter angepasst :-)


Topfentorte

150 g Butter
1 EL Honig
300 g Mehl
100 g Dinkel-Vollmehl
2 TL Backpulver
2 TL Vanillezucker
120 g Staubzucker
400 ml Milch
2 Eier
etwas Orangenschale

6 Blatt Gelatine
100 ml Milch
500 g Topfen
250 g Naturjoghurt
150 g Staubzucker

Tortenform (ca. 20 cm Durchmesser) am Boden befetten oder mit einem passenden Stück Backpapier auslegen. Den Rand nicht befetten, da der Teig sonst nicht "klettern" kann.

Butter schmelzen und den Honig darin auflösen. Mehl, Dinkelmehl, Backpulver, Vanillzucker, Staubzucker und geriebener Orangenschale in eine gut verschließbare Schüssel geben. Butter, Milch und die verquirlten Eier zugeben. Die Schüssel verschließen und gut durchschütteln bis alle Zutaten gut vermengt sind.

Teig in die vorbereitete Tortenform füllen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn an einer eingestochenen Kuchennadel kein Teig hängen bleibt. Torte auskühlen lassen und mit einem Kuchenmesser in zwei gleichmäßige Scheiben schneiden. Tortenboden wieder zurück in die Tortenform legen.

Für die Topfencreme die Gelatine in 6 EL kaltem Wasser einweichen und aufquellen lassen. Topfen mit Naturjoghurt und Staubzucker cremig rühren. Gelatine gut ausdrücken und unter ständigem Rühren mit Milch erhitzen bis sich die Gelatine vollkommen aufgelöst hat. Einige Esslöffel der Topfencreme unter die Gelatine rühren und die Mischung rasch unter die restliche Creme rühren. Topfencreme auf den ausgekühlten Tortenboden in der Tortenform streichen. Tortendeckel vorsichtig daraufsetzen und die Form für mehrere Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank stellen.

Mit einem Messer die Creme am Rand von der Tortenform lösen und die Form vorsichtig öffnen. Torte mit Staubzucker bestreuen.


Dienstag, 13. März 2012

Erdäpfelnudeln

Früh morgens hat meine Oma sehr oft einen großen Topf mit Kartoffeln gekocht - ohne eigentlich zu wissen, was sie zum Mittagessen kochen wird. Falls sie dann wenig Zeit hatte, hat sie die gekochten Kartoffeln einfach geschält, blättrig geschnitten und in Schmalz angeröstet - mit grünem Salat ein sehr einfaches bzw. schnelles Mittagessen. Oder sie hat die Kartoffeln als Beilage oder Salat verwendet. Oder sie hat die heißen Kartoffeln zu leckeren Erdäpfelnudeln oder Laibchen weiterverarbeitet. Oder erst zum Abendessen in Schmalz angeröstet, mit versprudeltem Ei übergossen und gut durchgeröstet. Und wenn sie gar keine Verwendung für die Kartoffeln hatte, hat sie die gekochten Exemplare an die Schweine verfüttert ;-)

Besonders gefreut habe ich mich jedesmal über "ihre" Erdäpfelnudeln. Umso schöner, dass das Rezept dafür in ihrem Kochbuch zu finden ist:


Omas Kochbuch, Seite 33; 2. Kochtag am 17.10.1947:
Erbsensuppe (getrocknete Erbsen), Kartoffelnudel, Endiviensalat


Erdäpfelnudeln

500 g mehlige Kartoffeln
120-150 g Mehl
Salz

40 g Butter
80 g Semmelbrösel

Kartoffeln in der Schale weich kochen. Noch heiß schälen, durch die Kartoffelpresse drücken und kurz ausdampfen lassen. Mit Salz und Mehl zu einem festen glatten Teig verkneten und daraus fingerdicke Nudeln formen. Reichlich Salzwasser erhitzen und die Erdäpfelnudeln ins kochende Wasser einlegen. Sobald die Nudeln an der Oberfläche schwimmen, diese aus dem Wasser heben und abtropfen lassen. Butter schmelzen und darin die Semmelbrösel rösten. Erdäpfelnudeln in den Butterbröseln wälzen.

Die Erdäpfelnudeln kann man mit Kräutern oder Knoblauch abändern: die Kräuter fein hacken und unter den Teig mengen oder Knoblauch vor der Zugabe der Semmelbrösel in der Butter kurz rösten.
Besonders lecker schmecken Erdäpfelnudeln mit einer großen Schüssel Salat mit viel Kürbiskernöl. Am Bauernmarkt findet man übrigens vereinzelt bereits den ersten steirischen Schnittsalat! Dieser stammt zwar noch aus dem Glashaus, aber für das erste Salatglück des Jahres kann ich da gut drüber hinwegsehen ;-)

 

Sonntag, 11. März 2012

Geschmorter Schweinsbraten mit buntem Gemüse

Wenn man den Fleisch- und Wurstkonsum die ganze Woche bewusst reduziert, schmeckt der Sonntagsbraten gleich noch einmal so gut :-)

Wünsche Euch einen schönen und ruhigen Sonntagnachmittag!


Geschmorter Schweinsbraten mit buntem Gemüse

800 g Schweinskarree
2 Knoblauchzehen
Kümmel im Ganzen
Salz, Pfeffer
2 EL Öl

200 g möglichst kleine Zwiebel
150 ml Gemüsebrühe

800 g speckige Kartoffeln
300 g Karotten
300 g gelbe Rüben
150 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer

2 EL gehackte Petersilie

Knoblauch pressen und das Schweinskarree damit einreiben. Fleisch rundum mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen und in Öl rundum scharf anbraten. Aus der Pfanne heben und in einen Schmortopf legen.
Zwiebel schälen und im Ganzen im Bratrückstand anbraten; größere Zwiebel vor dem Anbraten vierteln oder achteln. Zwiebel aus der Pfanne heben und zum Fleisch geben. Den Bratrückstand mit Gemüsebrühe ablöschen, kurz köcheln lassen und das Fleisch damit übergießen. Deckel auf den Schmortopf setzen und bei 160°C etwa 1 Stunde schmoren lassen.

Kartoffeln, Karotten und gelbe Rüben schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Mit der restlichen Gemüsebrühe, etwas Salz und Pfeffer zum Fleisch geben und zugedeckt etwa eine weitere Stunde schmoren bis das Gemüse durch ist.
Fleisch aus dem Schmortopf heben und das Gemüse mit gehackter Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken. Schweinsbraten in dünne Scheiben schneiden und mit dem Gemüse servieren.



Freitag, 9. März 2012

Glückliche Hühner :-)

Noch vor einigen Jahren gab es auf dem landwirtschaftlichen Betrieb meiner Familie einige Nutztiere. Nach und nach verschwanden alle Tiere vom Hof und der Betrieb wurde zu einem reinen Gemüsebaubetrieb. Der Kuhstall wurde zum Lagerraum umgebaut, der Schweinestall zum Waschraum renoviert und der Hühnerhof neben dem Glashaus wurde einfach sich selbst überlassen bzw. von Pflanzen zugewuchert. Letzteres hat sich nun wieder geändert - der Hühnerhof wurde entwildert, teilweise neu bepflanzt und gestern endlich wieder von Tierchen besiedelt - endlich wieder Hühner!!!

Scheinbar gefällt den Hühnern ihr neues Zuhause auch sehr gut - immerhin haben sie bereits am ersten Tag 14 Eier gelegt! Somit hat sich für mich auch endlich die Suche nach Eiern von glücklichen Hühnern erübrigt. Ich freue mich wahnsinnig über familieneigene Hühnchen und daraus resultierende leckere Eier für zukünftige Blogrezepte :-)


Die Hühner sammeln erste Eindrücke von ihrem neuen Zuhause :-)

Die Hühner sorgen nicht nur für frische Eier sondern auch für Unterhaltung :-)





Bevor ich nun aber Anfragen von GrazerInnen bekomme - Hühner und Eier sind nur für den Privatgebrauch der Familie gedacht. Der Betrieb bleibt auch weiterhin ein Gemüsebaubetrieb :-)

Apfel-Zimt-Käsekuchen

Nach längerer Kuchenpause habe ich heute endlich wieder einmal ein süßes Rezept für Euch. Naja, "süß" ist eigentlich übertrieben. Mit viel Dinkelmehl und - verhältnismäßig - wenig Zucker eigentlich nicht gerade das süßeste Backwerk der Welt. Lecker ist der Kuchen aber trotzdem :-)


Apfel-Zimt-Käsekuchen

100 g Mehl
100 g Dinkel-Vollkornmehl
1 gestrichener TL Backpulver
30 g kalte Butter
60 g Staubzucker
1 Ei
2 EL Milch

250 g Topfen
30 g Staubzucker
1 EL Honig
2 EL Vanillepudding-Pulver
50 ml Öl
2 Eier
1 TL Zimt
etwas Orangenschale

2-3 Äpfel
etwas Milch zum Bestreichen

etwas Öl zum Bestreichen der Form

Mehl, Dinkelmehl und Backpulver vermengen und die Butter darin abbröseln. Staubzucker zugeben und mit Ei und Milch rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

Topfen, Staubzucker, Honig, Vanillepuddingpulver, Öl, Eier, Zimt und etwas Orangenschale glattrühren.

Tarteform oder eine flache Auflaufform mit etwas Öl ausstreichen. Teig passend ausrollen und die Form damit auslegen. Topfencreme einfüllen und glatt streichen. Äpfel schälen, in dünne Spalten schneiden und die Topfenmasse gleichmäßig damit belegen. Den überstehenden Teigrand kann man entweder einklappen oder einfach wegschneiden.

Äpfel und Teigrand mit Milch bestreichen und bei 180°C etwa 60 Minuten backen. Den Käsekuchen anschließend im ausgeschalteten und geöffneten Backrohr auskühlen lassen.



Donnerstag, 8. März 2012

Kürbiskernspätzle

Vorsatz-Rezept 11/52

Kürbiskernspätzle schmecken nicht nur als Beilage zu Fleischgerichten sondern auch als vegetarische Hauptspeise: wie im Rezept unten in Butter geröstet oder auch mit Käse überbacken, in Rahmsauce, ...
Dazu gibt es - natürlich - einen Salat mit Himbeeressig und viiiiiiel Kürbiskernöl. Denn ZUVIEL Kürbiskernöl kann es gar nicht geben ;-)


Kürbiskernspätzle

300 g Mehl
100 g geriebene Kürbiskerne
2 Eier
250 ml Milch
3 EL Kürbiskernöl
Salz

20 g Butter
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
etwas Petersilie
Salz, Pfeffer

Mehl, geriebene Kürbiskerne, Eier, Milch, Kürbiskernöl und Salz gut verrühren. Reichlich Salzwasser erhitzen und mit einer Spätzlehobel portionsweise den Teig ins kochende Wasser reiben. Kurz aufkochen lassen, Spätzle aus dem Wasser heben und abschrecken.

In einer großen Pfanne Butter schmelzen und darin fein gehackte Zwiebel und Knoblauch anschwitzen. Spätzle zugeben und gut durchrösten. Etwas Petersilie fein hacken und unterheben. Abschmecken. Mit grünem Salat servieren.



Dienstag, 6. März 2012

Gedünsteter Chinakohl

Vorsatz-Rezept 10/52

Mit der Frage "Wann gibt es endlich wieder Kopfsalat?" kann man meinen Bruder herrlich nerven. Immerhin vergehen doch noch einige Wochen bis aus diesen kleinen Salatpflänzchen endlich ein ausgewachsenes Exemplar für die Salatschüssel entstanden ist:


Salatpflanzen kurz vor ihrer "Entlassung" ins Freiland :-)
(Feldgemüsebau Tieber, am 2. März 2012)


Bis dahin müssen wir uns auch weiterhin mit den Alternativen, wie z.B. Chinakohl, begnügen. In meinem heutigen Rezept landet der Chinakohl allerdings ausnahmsweise nicht in der Salatschüssel sondern im Kochtopf: als Beilage zur Erdäpfelwurst. Falls Ihr in Eurer Umgebung keine Erdäpfelwurst ergattern könnt, schmeckt der Chinakohl auch sehr gut zu Erdäpfellaibchen oder einfach mit Salzerdäpfeln :-)


Gedünsteter Chinakohl

20 g Butter
2 Zwiebel
160 g Sellerieknolle
800 g Chinakohl
300 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
etwas Petersilie

50 ml Wasser
1-2 EL Mehl

Zwiebeln fein hacken und in Butter anschwitzen. Sellerieknolle feinwürfelig schneiden und mitrösten lassen. Chinakohl feinnudelig schneiden, zugeben und kurz anrösten. Gemüsebrühe zugießen, salzen, pfeffern und bei schwacher Hitze zugedeckt etwa 20 Minuten weich dünsten lassen. Wasser mit Mehl verquirlen, rasch zugießen und aufkochen lassen. Petersilie fein hacken und unterrühren. Abschmecken.



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