Mittwoch, 26. April 2017

Dinkelbaguette

Seit ich mir das feine Mehlsieb von Komo gekauft habe, brauchen wir gar kein Mehl mehr zu kaufen. Säckeweise hole ich mir nach wie vor verschiedenste Getreidesorten in der Haindl-Mühle um sie dann zu Vollkornmehl zu mahlen oder für feinere Gebäcke auch zu feinerem Mehl zu sieben. Natürlich ist das gesiebte Mehl nicht ganz so hell und fein wie "normales" gekauftes Mehl, aber das muss es ja auch gar nicht sein. Und das Ausgesiebte findet natürlich auch Verwendung - der Schrot landet einfach im nächsten Vollkornbrot :-)


Dinkelbaguette

500 g Dinkelmehl
20 g Germ
5 g Gerstenmalzmehl
1 TL Salz
350 ml lauwarmes Wasser
1 TL Honig

Germ in Mehl verbröseln. Gerstenmalzmehl und Salz zugeben. Honig in lauwarmen Wasser auflösen, zum Mehl geben und zu einem glatten Teig abschlagen. An einem warmen Ort gehen lassen.

Teig in drei Teile teilen und jeden davon zu einem länglichen Strang formen. Stränge in ein Baguette-Blech legen und nochmals gehen lassen.

Backrohr auf 220°C vorheizen. Baguettes mehrmals schräg einschneiden und bei 220°C etwa 25 Minuten backen.





Bei uns landete das Dinkelbaguette als Beilage zu gebratenen Hühnerstreifen mit Chia-Samen auf knackigen Blattsalaten :-)



Samstag, 22. April 2017

Nudeln mit Bärlauchrahmsauce

Auch wenn die Temperaturen momentan nicht sehr viel Frühlingshaftes an sich haben, verbringen wir derzeit sehr viel Zeit im Garten. Meine Tageskinder sind ganz begeistert davon, dass es beinahe täglich ein neues Pflänzchen zu entdecken oder ein Krabbeltier zu beobachten gibt. Also kann es schon einmal vorkommen, dass wir länger im Garten sind als geplant und für das Kochen nur wenig Zeit bleibt. Daher sind bei uns momentan vor allem schnelle und einfache Rezepte gefragt. Und schmecken muss es meinen kleinen Gästen natürlich auch :-)

Vom folgenden Rezept waren meine Tageskinder besonders begeistert. Naja, jedenfalls von den Nudeln mit Bärlauchrahmsauce. Die Garnitur von Gänseblümchen sehen sie dann doch lieber auf einem Kuchen in der Sandkiste als auf ihrem Teller ;-)


Nudeln mit Bärlauchrahmsauce

2 EL Rapsöl
1 kleine Zwiebel
2 Bund Bärlauch
1 Becher Schlagobers
Salz, Pfeffer

300 g Spaghetti

Gänseblümchen zum Garnieren (am besten schmecken die kleinen, die noch nicht vollständig aufgeblüht sind)

Zwiebel fein hacken und in Rapsöl anschwitzen. Bärlauch fein schneiden, zugeben und kurz dünsten lassen. Mit Schlagobers aufgießen und aufkochen lassen. Etwa die Hälfte der Sauce mit dem Pürierstab pürieren und nochmals aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen, abseihen und mit der Bärlauchrahmsauce vermengen.
Gänseblümchen vorsichtig waschen und mit Küchenrolle trockentupfen.
Nudeln anrichten und mit den Gänseblümchen garnieren.




Freitag, 14. April 2017

Osterpinze mit Kamut

Den heutigen Tag habe ich fast zur Gänze in der Küche verbracht, gewerkelt, geknetet und Ostergebäcke für die ganze Familie gebacken. 5 kg Kamutmehl, 3,5 kg Dinkelmehl, 1/4 kg Germ, 1 kg Kristallzucker, 3/4 kg Butter, 24 Eier, 3 Liter Milch und natürlich jede Menge Salz, Zitronen- und Orangenschale, Zimt, Kakaopulver, Rosinen und Schwarzkümmel wurden so zu fünf Osterpinzen, vier Osterbroten, zwei Kärntner Reinlingen und vier persischen Fladenbroten verarbeitet.




Ihr könnt Euch vorstellen wie köstlich es in unserem Haus nun riecht :-)


Osterpinze mit Kamut

500 g Kamutmehl
20 g Germ
250 ml Milch
60 g Butter
70 g Kristallzucker
5 g Salz
Zitronenschale
2 Eier

2 Dotter zum Bestreichen

Germ in Kamutmehl verbröseln. Milch mit Butter, Zucker, Salz und etwas geriebener Zitronenschale erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. In die lauwarme Flüssigkeit die Eier einquirlen. Zum Mehl gießen und den Teig gut durchkneten bis er schön glatt ist. An einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Teig nochmals durchkneten, einen Laib formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Eidotter verquirlen und den Laib damit bestreichen. Sobald die Streiche trocken ist, wieder bestreichen. Dies wiederholen, bis der Eidotter aufgebraucht ist. Laib einschneiden (Y) und nochmals gehen lassen.

Backrohr auf 160°C vorheizen. Osterpinze etwa 40-50 Minuten goldbraun darin backen.

In der Hasenbäckerei ;-)

Am letzten Tag vor dem Osterwochenende durften sich meine kleinen Gäste über eine besondere Jause freuen. Statt dem beinah schon obligatorischen Vollkornbrot gab es frisch gebackene Osterhasen. Oder Glühbirnen, je nach Fantasie ;-)


Osterhasen aus Germteig

500 g Dinkelmehl
20 g Germ
250 ml Milch
80 g Butter
60 g Kristallzucker
1 Prise Salz
Orangenschale
2 Eier

1 Ei zum Bestreichen

Germ in Dinkelmehl verbröseln. Milch mit Butter, Kristallzucker, Salz und etwas geriebener Orangenschale erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Kurz abkühlen lassen und in die lauwarme Flüssigkeit die Eier einquirlen. Zum Mehl gießen und zu einem glatten Teig abschlagen. An einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Teig in acht Teile teilen und aus jedem Teil einen dünnen Strang und eine Kugel formen. Wie auf den folgenden Fotos den Strang verdrehen und die Kugel in das verbliebene Loch legen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und nochmals gehen lassen.

Backrohr auf 180°C vorheizen. Ei verquirlen und die Osterhasen damit bestreichen. Bei 180°C etwa 25 Minuten goldbraun backen.






Donnerstag, 13. April 2017

Brennnesselspinat

Für viele gilt die Brennnessel nur als sinnloses Unkraut. Dabei gehört die Brennnessel zu den Heilkräutern und strotzt nur so von Vitaminen und Mineralstoffen (hervorzuheben vor allem der Gehalt an Eisen). Gerade jetzt im Frühling sind die Blätter noch schön jung und zart und warten eigentlich nur auf eine Verwendung in der Küche! Damit einem dabei die schmerzhafte Begegnung mit den Brennhaaren erspart bleibt, bei der Ernte am besten Handschuhe tragen und die geernteten Brennnesseln vor der Weiterverarbeitung einfach mit kochendem Wasser übergießen.





Am heutigen Gründonnerstag landen die jungen Brennnesselblätter gemeinsam mit jungem Spinat im Cremespinat. Dazu gibt es - wie könnte es anders sein - Röstkartoffeln und Spiegelei. Kann man am Gründonnerstag eigentlich irgendetwas anderes essen??? ;-)


Brennnesselspinat

300 g Brennnessel
500 g Blattspinat
2 EL Rapsöl
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Mehl
250 ml Milch
Salz, Pfeffer

Brennnesselblätter und Blattspinat kurz in kochendem Salzwasser blanchieren. Aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und in Rapsöl anschwitzen. Mehl zugeben und kurz anrösten. Mit Milch aufgießen, gut versprudeln und aufkochen lassen. Spinat zugeben, alles pürieren und ordentlich abschmecken. Falls der Spinat noch zu dickflüssig ist, eventuell noch etwas Milch oder Suppe zugießen.


Mittwoch, 12. April 2017

Bärlauchtopfen

Wisst Ihr eigentlich, wie komisch es ist Bärlauch zu verarbeiten, wenn einen der Geruchssinn wegen einer hartnäckigen Erkältung verlassen hat? Immer wieder landen die frisch gehackten Wildkräuter an meiner Nase um sie dann wieder unsicher auf das Brett zu legen. Darum habe ich das Sammeln heuer auch anderen überlassen. Ich gehe zwar davon aus, dass ich die Blätter auch ganz gut am Aussehen von ihren giftigen Doppelgängern unterscheiden kann, aber sicher ist sicher :-)

Heute landet der "wilde Knoblauch" in einer Topfencreme als Beilage zu einfachen Backrohrkartoffeln. Der Bärlauchtopfen schmeckt aber auch gut als Aufstrich, dann aber eventuell etwas weniger Milch zugeben.

Das Rezept für die Backrohrkartoffeln ist eine sehr einfache Variante ohne viele Gewürze, die ich ganz gerne für meine kleinen Gäste mache. Immerhin sind die Kids nicht ganz so große Fans von Rosmarinzweigen, Knoblauch, Schwarzkümmel, o. dgl. wie ich. Für ein bisschen mehr Würze gibt es hier ein anderes Rezept :-)


Bärlauchtopfen

250 g Topfen
2 EL Milch
2 EL Olivenöl
1 Bund Bärlauch
eventuell etwas Scharfmacher (Sonnentor)
Salz, Pfeffer

Topfen mit Milch und Olivenöl cremig rühren. Bärlauch fein hacken und unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und eventuell Scharfmacher abschmecken.


Backrohrkartoffeln 

1 kg Kartoffeln
1-2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Kartoffeln schälen, der Länge nach vierteln und mit Olivenöl, Salz und Pfeffer vermengen. Kartoffelspalten gleichmäßig auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und bei 180°C etwa 40-50 Minuten goldbraun backen.




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