Mittwoch, 30. April 2014

Spitzwegerich-Risotto

In unserem Garten wächst Spitzwegerich! Dass dieser Fund ein paar Jahre gedauert hat, liegt nicht daran, dass wir einen riesigen Garten haben (ganz im Gegenteil) sondern einfach daran, dass ich die Pflanze scheinbar regelmäßig mit dem Rasenmäher überfahren habe... Vielleicht sollte ich auch dem restlichen "Unkraut" in unserem Garten einmal eine Chance geben. Wer weiß, welche Küchenschätze sich dort noch verstecken ;-)

Spitzwegerich eignet sich nicht nur als Hustentee sondern ist auch ein köstliches Gewürzkraut. Immerhin bekommt Wegerich beim Dünsten einen pilzähnlichen Geschmack. Noch intensiver ist der Pilzgeschmack angeblich in den Knospen. Perfekt für jemanden, dem das Pilz-Finde-Gen fehlt - so wie mir ;-)


Spitzwegerich-Risotto

2 EL Sonnenblumenöl
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
300 g Rundkornreis
1,5-2 l Gemüsebrühe
1 großer Bund Spitzwegerich
60 g Frischkäse
60 g geriebener Käse (besonders lecker: geräuchter Gouda!)
Salz, Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Öl anschwitzen. Reis zugeben und mit Gemüsebrühe aufgießen. Aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen, Hitze reduzieren und bei schwacher Temperatur etwa 20 Minuten dünsten lassen; dabei viel und oft umrühren. Spitzwegerich fein schneiden, mit Frischkäse und geriebenem Käse unterrühren und nochmals etwa 20 Minuten dünsten lassen bis das Risotto schön cremig ist. Abschmecken.


Dienstag, 29. April 2014

Kräutergnocchi in Käsesauce

Frische Kräuter aus dem Garten sind wirklich herrlich! Einfach rausspazieren und schon werden aus gewöhnlichem Kartoffelteig köstliche Kräutergnocchi. Da darf es gern auch noch ein paar Tage so weiterregnen, damit meine geliebten Kräuter genug Wasser zum Wuchern bekommen ;-)


Kräutergnocchi in Käsesauce

500 g mehlige Kartoffeln
120-150 g Mehl
1 Handvoll gemischte Kräuter (Salbei, Minze, Petersilie, ...)
Salz

30 g Butter
1 kleine Zwiebel
100 g Frischkäse
Salz, Pfeffer

Kartoffeln in der Schale weich kochen. Noch heiß schälen, durch die Kartoffelpresse drücken und kurz ausdampfen lassen. Kräuter fein hacken und mit Kartoffeln, etwas Salz und Mehl zu einem festen glatten Teig verkneten und daraus kleine Knödel formen. Mit einer Gabel zu Gnocchi rollen (siehe Foto). Reichlich Salzwasser erhitzen und die Gnocchi ins kochende Wasser einlegen. Sobald sie an der Oberfläche schwimmen, diese aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

Zwiebel fein hacken und in Butter anschwitzen. Frischkäse und einen Schuß Wasser oder Gemüsebrühe zugeben und zu einer cremigen Sauce verkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Gocchi damit übergießen.





Montag, 28. April 2014

Erdäpfelbuchteln mit Porreefüllung

Buchteln einmal anders! Nicht nur, dass sich im Teig zerdrückte Erdäpfeln verstecken; auch die Fülle unterscheidet sich von gewöhnlichen Buchteln. Statt der üblichen Marmelade findet man darin eine pikante Porree-Frischkäse-Füllung. Dazu eine schnelle Knoblauchsauce - einfach Naturjoghurt, Sauerrahm, zerdrückte Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer verrühren und gut abschmecken!


Erdäpfelbuchteln mit Porreefüllung

300 g mehlige Erdäpfel
200 g Dinkelmehl
200 g Mehl
20 g Germ
2 Eier
1/2 EL Honig
Salz

2 EL Öl
250 g Porree
1 EL Frischkäse
Salz, Pfeffer

Öl zum Wälzen

Erdäpfeln in der Schale weichkochen, noch heiß schälen, durch die Erdäpfelpresse drücken und auskühlen lassen. Dinkelmehl mit Mehl vermengen und das Germ darin verbröseln. Erdäpfel hinzufügen und mit Eiern, Honig und etwas Salz zu einem glatten Teig verkneten. Gehen lassen.
Porree fein schneiden und in Öl anschwitzen. Frischkäse zufügen und kurz dünsten lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auskühlen lassen. Germteig ausrollen, in gleichmäßige Quadrate schneiden und mittig mit Porreefüllung belegen. Teig über der Fülle zusammenfassen, zusammendrücken und die Buchteln in Öl drehen. Nicht zu eng in eine Auflaufform schlichten. Nochmals gehen lassen. Bei 180°C etwa 40 Minuten backen.





Sonntag, 27. April 2014

Apfelmet

Nachdem mein erstes Met-Experiment ein süffiger Erfolg war, habe ich mich gleich am nächsten versucht. Diesmal wurde ein Teil des Wassers durch naturtrüben Apfelsaft ersetzt und ein geriebener Apfel hinzugefügt. Spannend, dass aus dieser trüben "Suppe" ein schön klarer Met mit einer intensiven Färbung entstanden ist. Geschmacklich finde ich den Apfelmet fruchtiger als den "normalen" Met. Außerdem kommt er mir stärker vor - jedenfalls reicht ein kleines Gläschen für wunderbar rote Wangen und gute Laune ;-)


Apfelmet

3 kg Honig
3 l warmes Wasser
4 l Apfelsaft (naturtrüber Direktsaft)
2 g Hefenährsalz
20 g Zitronensäure
2 kleine Äpfel

30 g Trockenreinzuchthefe für Wein (Lalvin EC 1118)
120 ml warmes Wasser

eventuell weitere 300-500 g Honig

Honig auf 40° erwärmen und mit Wasser und Apfelsaft vermischen. Diese Mischung in das Gärfass füllen und auf etwa 20°C abkühlen lassen. Apfel fein reiben und mit Zitronensäure und Hefenährsalz in die Honigmischung einrühren. Trockenreinzuchthefe in warmem Wasser (ca. 35-38°C) etwa 20 Minuten aufquellen lassen und ebenfalls in das Gärfass geben. Mit Gärglocke verschließen und bei einer Raumtemperatur von ca. 15-18°C gären lassen. Sobald der Met nach etwa 3-4 Wochen aufhört zu gären, sinkt der geriebene Apfel auf den Boden; auch die Hefe hat sich dann am Boden abgesetzt. Den Met davon trennen indem man diesen vorsichtig abgießt. Damit auch wirklich alle Apfelreste weg sind, den Met dabei am besten durch ein feines Tuch gießen. Hefe und geriebenen Apfel aus dem Fass entfernen, Gärfass reinigen, Met wieder eingießen und eventuell mit weiterem Honig süßen.


Donnerstag, 24. April 2014

Kornspitz

Mittlerweile sind alle Osterbrotreste aufgegessen und es wird wieder Zeit um das Brotkörberl mit neuem Gebäck zu füllen; zum Beispiel mit knusprigem Kornspitz! Statt den Germteig zum Kornspitz zu drehen, kann man auch einfach Weckerl formen oder auch Teigstränge "verknoten" und als Kornknoten backen.
Das Einweichen der Körner sorgt nicht nur dafür, dass diese nach dem Backen weicher und leichter verdaulich sind. Vor allem sorgt das gespeicherte Wasser für saftigeres Gebäck!


Kornspitz

2 EL Haferflocken
1 EL Kürbiskerne
1 EL Sonnenblumenkerne
1 EL Sesam
1 EL Leinsamen
200 g Dinkel-Vollmehl
200 g Mehl
20 g Germ
150 g Naturjoghurt
ca. 150 ml Wasser
2 TL Salz
1/2 TL Kümmel

Wasser zum Bestreichen
Sesam zum Bestreuen

Haferflocken, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne möglichst fein mahlen und mit Sesam und Leinsamen für einige Stunden in Wasser einweichen. Abgießen und das Wasser am besten gleich für den Teig weiterverwenden. Mehl und Dinkelmehl vermengen und Germ darin fein verbröseln. Körner mit Mehl, Naturjoghurt, Wasser, Salz und Kümmel zu einem glatten Teig verarbeiten. Ordentlich durchkneten und an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen. Germteig ausrollen, nicht zu lange Rauten schneiden und diese von der breiten Seite her einrollen. Nochmals gehen lassen. Backrohr auf 200°C vorheizen. Mit Wasser bestreichen, mit Sesam bestreuen und bei 200°C etwa 20 Minuten backen.


Butterfly-Cupcakes mit Rucola und Schafskäsecreme

Cupcakes müssen nicht unbedingt süß sein. Statt zuckersüßem Teig findet man in meinem heutigen Rezept eine pikante Masse mit Rucola; statt süßer Creme eine einfache Schafskäsecreme. Das Ergebnis ist vielleicht ein ungewöhnlicher aber köstlicher Snack. Den Beinamen "Butterfly" verdanken die Cupcakes ihrer Dekoration. Dadurch dass kleine Kuchenstücke wie Flügel in die Creme gesteckt werden, sehen die Cupcakes aus als würden darauf Schmetterlinge sitzen. Naja, mit ein wenig Fantasie jedenfalls ;-)


Butterfly-Cupcakes mit Rucola und Schafskäsecreme

1 Handvoll Rucola
100 g Dinkel-Vollmehl
150 g Mehl
2 TL Backpulver
2 Eier
200 ml Milch
50 ml Öl
Salz, Pfeffer

50 g Schafskäse
2 EL Frischkäse

Muffinblech mit Papierbackförmchen auslegen. Die Hälfte des Rucola mit der Milch pürieren. Den restlichen Rucola fein schneiden und mit Vollmehl, Mehl, Backpuvler, Eiern, der Rucola-Milch, Öl, Salz und Pfeffer verrühren. Teig in die vorbereiteten Förmchen füllen und bei 200°C etwa 20 Minuten backen. Auskühlen lassen. Schafskäse fein zerbröseln und mit Frischkäse verrühren.
Von den Muffins vorsichtig einen kleinen Deckel abschneiden und diesen halbieren. Mit einem Spritzsack auf den Muffins gleichmäßig die Schafskäsecreme verteilen. Die halbierten Deckel wie Flügel in die Creme stecken und eventuell mit weiteren Kräutern verzieren.



Mittwoch, 23. April 2014

Indische Orangensuppe mit Naan-Brot

Vegetarische Weltreise - Indien


Tomateninsel.de hat zu einer vegetarischen Reise nach Indien eingeladen. Auch wenn ich noch nie in Indien war - und aufgrund meiner kleinen Flugmacke einen Flug dorthin auch noch nicht in Betracht ziehe - bin ich ganz begeistert von indischem Essen. Jedenfalls wenn es nicht zu scharf gewürzt ist ;-)
 

Indische Orangensuppe

2 EL Öl
1 Zwiebel
200 g Karotten
150 g mehlige Kartoffeln
700 ml Gemüsebrühe
300 ml Orangensaft
Kreuzkümmel
Ingwer
Salz, Pfeffer

3 EL Sauerrahm
1 EL Naturjoghurt

Zwiebel fein hacken und in Öl anschwitzen. Karotten grob schneiden, zugeben, kurz anrösten und mit Gemüsebrühe aufgießen. Kartoffeln schälen, würfelig schneiden, zur Suppe geben und weichdünsten. Orangensaft zugeben und pürieren. Suppe mit Kreuzkümmel, Ingwer, Salz und Pfeffer gut abschmecken. Sauerrahm mit Naturjoghurt glattrühren und die Suppe damit garnieren. Eventuell mit gebräunten Mandelblättchen, Kräutern, Frühlingszwiebeln, usw. bestreuen.




Naan-Brot

300 g Mehl
20 g Germ
1/2 TL Salz
1 Ei
15 g Butter
80 g Naturjoghurt
100 ml Milch

etwas zerlassene Butter

Germ in Mehl verbröseln. Mit Salz, Ei, Butter, Naturjoghurt und Milch zu einem glatten Teig verarbeiten und gut durchkneten. An einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen. Backrohr auf 200°C vorheizen. Backbleche großzügig mit zerlassener Butter bestreichen. Teig in vier Teile teilen, oval ausrollen und auf die vorbereiteten Bleche legen. Mit zerlassener Butter bestreichen und bei 200°C etwa 20 Minuten backen.



Dienstag, 22. April 2014

Bärlauchknödel mit Käsesauce

Kommt Euch die Bärlauchzeit auch immer so unglaublich kurz vor? In einer Woche freut man sich über den ersten Bärlauchbund und im nächsten Augenblick bekommt man diesen mit den Worten "Ist der letzte!" überreicht. Vielleicht ist Bärlauch aber auch gerade deswegen so begehrt; die seltensten Speisen sind immerhin die köstlichsten ;-)

Apropos seltene Köstlichkeit: in meinem Kühlschrank wartet bereits der erste Spargel des Jahres auf seine Verarbeitung *freuuuuuu*


Bärlauchknödel mit Käsesauce

500 g mehlige Kartoffeln
4 Scheiben Mehrkorn-Toastbrot
etwas Milch
150 g Mehl
2 Eier
Salz
1 Bund Bärlauch

20 g Butter
100 g Weißes vom Porree
1 EL Mehl
150 ml Wasser
150 ml Milch
3 Ecken Schmelzkäse
Salz, Pfeffer

Kartoffeln in der Schale weichkochen, noch heiß schälen, durch die Kartoffelpresse drücken und kurz abkühlen lassen. Toastbrot zerreißen und in etwas Milch einweichen. Bärlauch fein hacken und mit Kartoffeln, gut ausgedrücktem Toastbrot, Mehl, Eiern und etwas Salz vermengen. Mit nassen Händen kleine Knödel formen und diese in heißem Salzwasser etwa 10 Minuten ziehen lassen. Das Wasser darf dabei nicht sprudeln!

Für die Käsesauce den Porree fein schneiden und in Butter anschwitzen. Mehl zugeben und kurz durchrösten. Mit Wasser und Milch aufgießen, gut versprudeln und unter Rühren aufkochen lassen. Schmelzkäse zugeben und köcheln lassen. Sauce pürieren und gut abschmecken.


Variante: Statt mit Bärlauch lassen sich die Knödel natürlich mit anderen Kräutern oder auch mit Blattspinat zubereiten :-)







Montag, 21. April 2014

Was von Ostern übrig blieb...

Ostern ist vorbei und trotzdem liegt noch ein großes Stück Osterschinken im Kühlschrank. Natürlich könnte man täglich zur Jausenzeit dran rumknabbern bis das Stück ganz verschwunden ist. Aber irgendwann hat man doch einfach genug von der täglichen Schinkenjause, oder? Also braucht es ein paar Gerichte, in denen man Geselchtes oder Osterschinken einfach "verschwinden" lassen kann. So wie mein heutiges Rezept für einen knusprigen Flammkuchen mit einem Belag aus Frischkäse, Schinken und Frühlingszwiebeln :-)


Flammkuchen mit Schinken und Frühlingszwiebel

400 g Mehl
20 g Germ
1 TL Salz
1 Msp. Zucker
250 ml Wasser

200 g Schinken
3 Frühlingszwiebel
200 g Frischkäse
150 g Naturjoghurt
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Mehl mit Salz und Zucker vermengen und das Germ darin verbröseln. Mit lauwarmen Wasser zu einem glatten Teig verarbeiten und ordentlich durchkneten. Gehen lassen.
Schinken klein würfeln, Frühlingszwiebel fein schneiden und beides mit Frischkäse, Naturjoghurt, zerpresster Knoblauchzehe gut durchrühren; mit Salz und Pfeffer abschmecken. Backrohr auf 220°C vorheizen; Backblech mit Backpapier auslegen. Germteig in mehrere Teile teilen, dünn ausrollen und auf das vorbereitete Blech legen. Mit Frischkäsecreme bestreichen und bei 220°C etwa 20 Minuten goldbraun backen.




Und wenn auch nach diesem Rezept noch etwas übrig ist, habe ich hier eine kleine Liste mit weiteren Restl-Rezepten für Euch :-)

Jägerwecken
Schinken-Porree-Aufstrich
Schinken-Omletten
Gebackene Schinkenfleckerl
Tiroler Knödel
Grenadiermarsch 
Pizza
Schüttelpizza
Toast Hawaii
Kartoffelstrudel 
Porree-Schinken-Quiche
Englischer Spargel-Pudding
Restlpie (mit Geselchtem statt mit Schweinsbraten)

Sonntag, 20. April 2014

Mehrkorn-Osterbrot

Gestern durfte ich Euch bereits voller Stolz mein Ostergeselchtes präsentieren. Heute folgt ein weiteres Rezept für Osterbrot. Diesmal eine Vollkorn-Variante mit Weizen, Dinkel, Kamut und Haferflocken. Mit letzteren hat meine Getreidemühle leichte Probleme, daher vermische ich die verschiedenen Körner schon vor dem Mahlen - auf diese Weise rutschen die Haferflocken einfacher mit ;-)

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Ostersonntag und schönstes Frühlingswetter (was bei uns seit gestern leider nicht mehr der Fall ist *seufz*)!

FROHE OSTERN und liebe Grüße, Julia


Mehrkorn-Osterbrot

90 g Dinkel
90 g Kamut
90 g Weizen
50 g Haferflocken
180 g Mehl
20 g Germ
250 ml Milch
50 g Butter
80 g Kristallzucker
1/2 TL Salz
Zitronenschale

Milch zum Bestreichen

Dinkel, Kamut, Weizen und Haferflocken möglichst fein mahlen. Mit Mehl vermengen und das Germ darin verbröseln. Milch mit Butter, Kristallzucker, Salz und etwas geriebener Zitronenschale erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Handwarm zum Mehl geben und ordentlich durchkneten bis ein glatter Teig entsteht. Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Laib formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Nochmals gehen lassen.
Backrohr auf 180°C vorheizen. Laib mit Milch bestreichen, Kreuz einschneiden und bei 180°C etwa 40 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es sich beim Draufklopfen auf die Unterseite hohl anhört.


Links gewöhnliche Osterbrote, rechts die Vollkorn-Varianten. Vielleicht nicht ganz
so glatt und schön wie die "normalen", aber geschmacklich richtig gut :-)



Und weil man einem Kärntner mit Osterbrot - egal ob "normal" oder in Vollkorn-Variante - nicht die größte Freude machen kann, gibts für meinen Walter zur Osterjausn natürlich einen Kärntner Reinling ;-)



Samstag, 19. April 2014

Abenteuer Geselchtes - Teil 3 - Der letzte und köstlichste Teil :-)

Endlich hat das Warten ein Ende und unser Ostergeselchtes ist fertig! Auch wenn die Zubereitung sich zwischendurch als sehr zeitintensiv herausgestellt hat (oder jedenfalls die tägliche Fahrt von unserem Häuschen zur Räucherkammer in meinem Elternhaus), war es die viele Zeit zweifellos wert. So gut hat mir Geselchtes selten geschmeckt - selbstgemacht schmeckt eben einfach am besten :-)

Was von meinem "Abenteuer" bleibt sind viele viele köstliche Fleischstücke, die darauf warten verspeist zu werden. Und der Wunsch nach einem neuen Selbstversorger-Projekt! Irgendwie hätte ich ja große Lust mich als nächstes an Käse zu versuchen (sämtliche Zutaten warten im Keller ja schon auf ihren Einsatz). Oder an eigenen Bratwürstln. Oder oder oder ;-)

Nachdem aus dem Fleisch nun tatsächlich Geselchtes entstanden ist, habe ich nun auch endlich ein Rezept / eine kleine Anleitung für Euch! Um unsere Großfamilie und einige Freunde mit genügend Fleisch zu versorgen haben wir eine größere Menge - insgesamt etwa 30 kg - eingesalzen und geräuchert. Außerdem haben wir auch gleich einen großen Bauchspeck mitgeräuchert (einerseits aus Experimentierlaune; andererseits um den Platz in der Räuchkammer gut auszunützen...). Natürlich kann man auch kleinere Mengen einsalzen, allerdings sollte beim Einsalzen wenigstens der Boden der Fleischwanne bedeckt sein!


Geselchtes / Speck

ca. 30 kg Fleisch 
2,5 kg Salz
200 g Pökelsalz
2 EL Pfefferkörner
3-4 EL gemahlener Pfeffer
3 Knollen Knoblauch
15 g Wacholderbeeren
Lorbeerblätter
1 Eimer Wasser
4 EL Salz 

Salz mit Pökelsalz vermengen. Knoblauch zerdrücken und im Salz möglichst fein verreiben. Pfefferkörnern, Pfeffer und Wacholderbeeren vermengen. Fleisch fest überall damit einreiben und mit der Schwarte nach unten eng in die Fleischwanne schlichten. Lorbeerblätter dazwischen legen und zwei Tage bei etwa 8-10°C stehen lassen. Wasser mit Salz aufkochen, komplett auskühlen lassen und über das Fleisch gießen, so dass dieses etwa eine Handbreit bedeckt ist. Fleisch beschweren und 3 Wochen bei 8-10°C stehen lassen. Die Fleischstücke gut mit klarem Wasser waschen, an einem trockenen Ort aufhängen und 2 Tage abtrocknen lassen. Die gut abgetrockneten Stücke nicht zu eng in die Räucherkammer hängen und etwa 5-7 Tage für mehrere Stunden räuchern. Dabei ausschließlich Buchenholz bzw. Buchenräucherspäne verwenden. Dazwischen immer wieder gut durchlüften.


Osterschinken

ca. 2 kg Geselchtes
3 l Wasser
2 Zwiebeln mit Schale
300 g Karotten
1 Stange Porree
150 g Petersilienwurzel
200 g Sellerie
Petersilie
Liebstöckl
Thymian

Geselchtes mit kaltem Wasser und dem geputzten Gemüse zustellen. Weitere Gewürze braucht man  nicht hinzufügen - das geselchte Fleisch ist schon würzig genug!!! Leicht wallend etwa 2 Stunden köcheln lassen und in der Brühe auskühlen lassen.

Die Brühe wird bei uns übrigens am Karsamstag zum Mittagessen mit Rollgerste oder Nudeln als Suppeneinlage verspeist. Sollte die Selchsuppe zu salzig sein, einfach mit Wasser verdünnen!


 



Sonntag, 6. April 2014

Pochierte Eier auf Porreebett

Bei meinem letzten Backabend "Kleines fürs Frühstückskörberl" tauchte die Frage nach der Zubereitung von Pochierten Eiern auf. Nachdem wir ohnehin eine Germteig-Gehzeit bzw. Wartezeit überbrücken mussten, wurde die Ei-Zauberei gleich vorgeführt. Die Augen wurden ziemlich groß als ich das Ei einfach ins sprudelnde Wasser gleiten lies und dann ... einfach NICHTS machte. Kein mit den Löffeln zusammenhalten, keine aufwändige Methoden - einfach nur warten und zusehen :-)
Damit das verlorene Ei anschließend nicht zu verloren auf dem Teller zum Liegen kam, wurde noch schnell ein einfaches Porreebett gezaubert. Meine Kochkursdamen waren von der schnellen Zauberei unglaublich begeistert und von der anschließenden Verkostung natürlich auch :-)

Morgen findet mit dem Backabend "Backen für Ostern" übrigens der letzte Kochkurs aus der aktuellen Runde statt. Neue Kochabende und Termine sind aber bereits in Planung und werden bald veröffentlicht!


Pochierte Eier auf Porreebett

2 EL Sonnenblumenöl
400 g Porree
100 g Frischkäse
Salz, Pfeffer

4 Eier
Apfelessig
Salz

Schnittlauch zum Bestreuen

Porree in gleichmäßige Streifen schneiden und in Sonnenblumenöl kurz durchrösten. Frischkäse und eventuell einen Schuß Wasser zugeben und kurz dünsten lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Reichlich Wasser mit einem großzügigen Schuß Essig und etwas Salz erhitzen. Eier in Häferl schlagen und ins sprudelnde Wasser gleiten lassen. Etwa 4-5 Minuten köcheln lassen und vorsichtig mit einer Schöpfkelle herausheben.

Pochierte Eier auf Porreebett anrichten und mit fein geschnittenem Schnittlauch bestreuen.






Dienstag, 1. April 2014

Abenteuer Geselchtes - Teil 2

Bereits drei Wochen ist es her, dass wir unser Fleisch fürs Osterkörbchen eingesalzen haben. Gestern wurde es endlich Zeit für den nächsten Schritt. Die saftigen Stücke wurden aus der Sur gehoben, gründlich gewaschen und aufgehängt. Sobald sie schön abgetrocknet sind, darf endlich geräuchert werden!!!




Auch wenn das Geselchte noch nicht fertig ist, habe ich heute bereits ein Rezept für Euch. Immerhin konnte ich ein kleines Fleischstückchen abzweigen um einen Surbraten zu machen.
Die Zubereitung ist gleich wie bei einem Schweinsbraten, allerdings wird das Fleisch vor dem Braten nicht noch einmal gewürzt, da es sonst viel zu würzig werden könnte. Lieber bei Bedarf nachträglich am Teller würzen ;-)


Surbraten

1 kg gepökeltes Schweinskarree mit Schwarte
3 EL Öl
200 ml Wasser

Schwarte mit einem scharfen Messer einschneiden. Öl erhitzen und das Fleisch mit der Schwarte nach unten einlegen. Sobald die Schwarte schön goldbraun gebraten ist, auch die anderen Seiten anbraten. Bratrückstand mit Wasser aufgießen. Braten mit der Schwarte nach unten zugedeckt bei 160°C etwa 1 1/2 Stunden braten. Braten mit der Schwarte nach oben drehen, eventuell Grillfunktion dazuschalten und ohne Deckel weitere 30 Minuten braten. Vor dem Schneiden kurz rasten lassen.


Kohl-Kartoffel-Püree

800 g mehlige Kartoffeln
20 g Butter
ca. 200 ml Milch

1 EL Sonnenblumenöl
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
250 g Kohl
gemahlener Kümmel
Salz, Pfeffer

Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser weichkochen.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Öl anschwitzen. Kohl fein schneiden, zugeben und gut durchrösten. Mit Kümmel, Salz und Pfeffer gut abschmecken.
Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen und mit Butter und Milch zu einem cremigen Püree rühren. Kohl unterheben und abschmecken.


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