Abenteuer Met :-)

Bei unserem Besuch beim ersten österreichischen Mittelerdefest haben wir es uns bekanntlich kulinarisch richtig gut gehen lassen. Zünftiges British Breakfast zum Frühstück, frisch gebackene Brote aus dem Dutch-Oven, Hühnchen und Rindfleisch und Töften und Karotten und Rüben und und und... Nur eines haben wir nicht selbst nach Mittelerde mitgebracht sondern dort in beherzten Mengen gekauft: Met!

Bis zum nächsten Mittelerdefest soll sich das ändern. Und so habe ich meinen letzten Urlaub zum Teil dafür verwendet die nötigen Utensilien und Zutaten zu sammeln um mich am ersten "Abenteuer Met" zu versuchen. Vier Wochen später haben wir uns die erste Verkostung gegönnt und ich bin wirklich positiv überrascht vom Ergebnis. Vielleicht nicht so alkoholhältig wie gekaufte Exemplare - aber süß und süffig ;-)

Und hier das Rezept zu meinem erster Versuch:


Met

3 kg Honig
7 l warmes Wasser
2 g Hefenährsalz
20 g Zitronensäure

30 g Trockenreinzuchthefe für Wein (Lalvin EC 1118)
120 ml warmes Wasser

eventuell weitere 300-500 g Honig

Honig auf 40° erwärmen und mit Wasser vermischen. Diese Mischung in das Gärfass füllen und auf etwa 20°C abkühlen lassen. Zitronensäure und Hefenährsalz einrühren.
Trockenreinzuchthefe in warmen Wasser (ca. 35-38°C) etwa 20 Minuten aufquellen lassen und ebenfalls in das Gärfass geben. Mit Gärglocke verschließen und bei einer Raumtemperatur von ca. 15-18°C gären lassen. Nach zwei Wochen hat sich am Boden Hefe abgesetzt. Den Met davon trennen indem man diesen vorsichtig abgießt. Hefe aus dem Fass entfernen, Gärfass mit heißem Wasser reinigen, Met wieder eingießen und wieder stehen lassen. Nach weiteren zwei bis drei Wochen hört der Met auf zu gären. Dann nochmals von der abgesetzten Hefe trennen und den Met eventuell mit weiterem Honig süßen.





Bei meinem nächsten Versuch möchte ich einen Teil des Wassers durch Apfelsaft ersetzen - angeblich verändert/verbessert sich der Geschmack dadurch. Und sollte auch dieses "Experiment" gelingen, kommt beim nächsten Versuch auch noch Himbeersaft ins Spiel - für köstliches "Wikingerblut" :-)

Kommentare

  1. klingt ja spannend :)
    wo bekommt und was zahlt frau denn für hefenährsalz und trockenreinzuchthefe für wein ?

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    1. Liebe Anonym ;)

      Ist wirklich spannend! Bin beinahe täglich in den Keller zum Fass geschlichen um daran zu "lauschen". Vor allem in den ersten Tagen hat es drinnen ganz leise gezischt und geschäumt :)

      Nun zu den Kosten... 2 g Hefenährsalz kosten etwa €0,5; 20g Zitronensäure (auch eine eigene zur Weinherstellung) etwa €0,22 und 30g Trockenreinzuchthefe €4,60. All diese Zutaten bekommt man bei Kellereibedarf Holzeis.com!
      Das teuerste an der Metzubereitung sind Gärfass mit Gärglocke (bei Faie.at ca. €50.-) und ein gutes Küchenthermometer. Aber diese Anschaffungen braucht man glücklicherweise nur einmal ;)

      Liebe Grüße, Julia

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  2. Wiedermal ein sehr gelungenes Experiment von dir das ich mitverkosten durfte! :-)
    Sehr lecker - ich freu mich schon auf die weiteren Varianten - vor allem auf das Wikingerblut!!!! :-) Schmeckt sicher noch besser als beim Mittelerdefest!!!
    lg, eva

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    1. Ich sag danke fürs bereitwillige Verkosten von meinen Experimenten :) :) :)

      Bis zum Mittelerdefest haben wir glücklicherweise noch ein wenig Geduld zum Üben! Bin auch schon voll gespannt auf das erste "Wikingerblut" :)

      Liebe Grüße, Julia

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