Mittwoch, 29. April 2015

Asia-Salat-Quiche

Passend zum herrlichen Frühlingswetter werden auch die Gemüsestände am Bauernmarkt endlich wieder bunter. Leuchtende Radieschen, frische Kräuter, Bärlauch und bunte Salate sorgen für einen köstlichen Anblick. Wenn in etwa zwei Wochen noch heurige Kartoffeln und Spargel ihren Weg auf den Markt finden, tanze ich wahrscheinlich glückselig durch die Gänge ;-)


Foto: www.feldgemüsebau-tieber.at


Vor allem über die große Auswahl an verschiedenen Salaten bin ich momentan unglaublich glücklich. Statt langweiligem Chinakohl und bitterem Zuckerhut gibt es nun endlich wieder Krauthäuptel, Butterhäuptel, Römersalat, Forellenschluß, Lollo Rosso, Eichblattsalat, Rucola, Vogerlsalat, Schnittsalat und neuerdings auch Asia-Salate. Letztere kennt man auch unter den Namen "Japanese Greens" oder "Mizuna" und gehören wie Kohl oder auch Rucola zur Familie der Kreuzblütler. Durch den hohen Gehalt an Senfölen sorgen die bunten Blätter nicht nur für eine herrlich pikante Würze, die von rucolaähnlich bis scharf variiert; den Senfölen wird auch eine antibiotische und sogar krebshemmende Wirkung nachgesagt. Außerdem sind Asia-Salate reich an Vitamin C und K, Folsäure und Eisen.


Foto: www.feldgemüsebau-tieber.at


Verwenden kann man Asia-Salate als Schnittsalat, aber auch gedünstet oder gebraten als Beilage, in Suppen, Saucen, usw. Eigentlich kann man mit den bunten Blättern alles machen, was man auch mit Spinat oder Rucola anstellen würde. Einige Kunden meines Bruders schwören sogar auf Asia-Salat-Smoothies (vor allem in Kombination mit frisch gepresstem Orangensaft). Diesen Tipp kann ich aber weder bestätigen noch dementieren - für Smoothies kann ich mich nach wie vor nicht wirklich begeistern ;-)


Asia-Salate "Red Giant Mustard" und "Purple Mizuna"


Statt die würzigen Blätter in einen garstigen Smoothie zu verwandeln, durften sie für mein heutiges Rezept auf einem knusprigen Boden in einer Quiche landen. Im Mürbteig ist - mal wieder - Dinkelvollmehl zu finden; wenn stattdessen "normales" Mehl verwendet wird, muss die Flüssigkeitsmenge eventuell reduziert werden.
Auch wenn es auf den Fotos nicht wirklich zu sehen ist, haben die roten Asia-Salat-Blätter herrlich lila auf die übergossene Frischkäsecreme abgefärbt :-)


Asia-Salat-Quiche

150 g Dinkel-Vollmehl
100 g Mehl
100 g Butter
1 Ei
1-2 EL Milch
etwas Salz

2 EL Sonnenblumenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
400 g Asia-Salat

2 Eier
90 g Frischkäse
100 ml Milch

etwas Öl zum Befetten

Dinkelvollmehl, Mehl und Salz vermengen und die Butter darin verbröseln. Mit Ei und Milch zu einem glatten Teig verkneten. Im Kühlschrank etwa 30 Minuten rasten lassen.

Quicheform leicht befetten und mit dem ausgerollten Teig auslegen. Mehrmals mit der Gabel einstechen und bei 180°C etwa 10 Minuten ohne Füllung backen (= blindbacken).

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Sonnenblumenöl anschwitzen. Asia-Salat grob schneiden, zugeben und durchrösten. Vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und auf dem vorgebackenen Quicheboden verteilen.

Eier mit Frischkäse und Milch glattrühren und den Asia-Salat damit gleichmäßig begießen. Quiche bei 180°C etwa 30 Minuten backen.



Sonntag, 26. April 2015

Süßer Sonntag

Die letzten Wochenenden waren wir viel und oft unterwegs. Entweder haben wir Vorbereitungen für unsere Hochzeit erledigt oder die frühlingshaften Temperaturen für Radausflüge genützt. Dieses Wochenende standen zur Abwechslung jedoch keine Termine und Radtouren auf dem Programm und wir konnten einfach nur einen gemütlichen Sonntag zuhause verbringen. Lange ausschlafen, sich mit Kaffeeduft wecken lassen (braver Walter), gemütlich frühstücken, mit einem guten Buch auf der Couch rumfaulen und einfach nur einen ruhigen Tag genießen ♥




Passend für einen gemütlichen Sonntag gibt es heute ein Rezept für feines Milchbrot. Neben "normalem" Mehl ist im Germteig auch gemahlener Hafer zu finden. Das Getreide sorgt nicht nur für einen leicht nussigen Geschmack, sondern hat auch einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und liefert außerdem wertvolles Eiweiß und hochwertige Pflanzenfette. Allerdings ist Hafer alleine nicht backfähig und muss zum Backen mit anderem Getreide vermischt werden. Auch beim Mahlen gibt es zu bedenken, dass die Haferkörner aufgrund des Fettgehalts weicher als andere sind und mit einer gröberen Mahleinstellung gemahlen werden müssen, damit die Getreidemühle nicht beleidigt reagiert bzw. verstopft. Trotzdem hat das nährstoffreiche Getreide es wirklich verdient, auch außerhalb der Müslischüssel öfter zum Einsatz zu kommen :-)


Hafer-Milchbrot

200 g Hafer
440 g Mehl
25 g Germ
ca. 300 ml Milch
40 g Kristallzucker
1 Prise Salz
Orangenschale
40 g Butter
1 Ei

etwas Milch zum Bestreichen
1-2 EL Kristallzucker zum Bestreuen

Hafer nicht zu grob mahlen und mit Mehl vermengen. Germ fein darin verbröseln.

Milch mit Kristallzucker, Salz und etwas geriebener Orangenschale erwärmen und die Butter darin schmelzen. In die lauwarme Flüssigkeit Ei einquirlen und mit dem Mehl zu einem glatten weichen Teig verkneten. Mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen.

Kastenform mit Backpapier auslegen. Teig zu drei gleichen Strängen und diese zu einem gleichmäßigen Zopf formen. Zopf in die vorbereitete Kastenform legen, mit Geschirrtuch abdecken und nochmals an einem warmen Ort gehen lassen.

Zopf mit Milch bestreichen, mit Kristallzucker bestreuen und bei 180°C etwa 50 Minuten goldbraun backen. Milchbrot aus der Form nehmen, Backpapier abziehen und auskühlen lassen.





Freitag, 3. April 2015

Süßes Osterlamm

Seit einigen Stunden laufen in unserer Küche keine Geräte mehr still. Das Geselchte kocht in der Gemüsebrühe, die Eier sind auch schon gekocht (Färben ist aufgrund von lustigen Hühnerrassen wie Grünlegern und Marans nicht nötig), Osterbrote und Osterpinzen sind goldbraun gebacken und auch der Kärntner Reinling befindet sich schon im Backrohr. Und als ob die Arbeitsflächen nicht schon vollgeräumt genug wären, haben auch meine beiden Osterformen für Lamm und Hase wieder ihren Weg vom Keller in die Küche gefunden. Immerhin gibt es ja nur einmal im Jahr die Gelegenheit diese auch zu benutzen :-)

Diesmal versteckt sich in der Lammform ein Karotten-Nuss-Kuchen. Falls die passende Form nicht bei Euch rumliegt - oder ihr mit dem Backen nicht auf das nächste Osterfest warten möchtet - schmeckt der Kuchen aber auch in gewöhnlicher Kastenform. Dafür einfach die Mengen verdoppeln ;-)

Ich wünsche Euch ein schönes Osterfest und einen braven Osterhasen :-)


Osterlamm (Füllmenge ca. 1l)

50 g Butter
100 g Karotten
50 g geriebene Nüsse
150 g Kamut-Vollmehl
1 TL Backpulver
60 g Staubzucker
etwas Zitronenschale
2 Eier
100 ml Milch

1 Eiklar
150 g Staubzucker

Butter bei schwacher Hitze schmelzen und kurz abkühlen lassen. Kuchenform mit etwa 1 EL der zerlassenen Butter bestreichen. Osterlammform zusammensetzen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen (falls doch ein Teig aus der Form tropft kann man sich so ein Reinigen sparen...). Backrohr auf 180°C vorheizen.

Karotten fein reiben und mit Nüssen, Mehl, Backpulver, Staubzucker und etwas geriebener Zitronenschale vermengen. Zerlassene Butter, Eier und Milch zugeben und alles gut verrühren. Teig in die vorbereitete Form füllen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn auf einer eingestochenen Kuchennadel keine Teigreste mehr kleben bleiben.

Eiklar mit Staubzucker cremig rühren und über das Osterlamm fließen lassen. Falls die Glasur zu dickflüssig ist, eventuell 1 TL Milch unterrühren.




Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...