Dienstag, 3. September 2013

Dutch Oven - der erste Versuch :-)

Nach monatelangem Zögern und einem Gefühl von "MUSS-ICH-HABEN" habe ich mir nun endlich einen Dutch-Oven gegönnt. Dabei handelt es sich um einen schweren Topf aus Gusseisen, den bereits Siedler im 19. Jahrhundert zum Kochen, Braten, Schmoren und Backen am offenen Feuer verwendet haben. Gegart wird dabei nicht mit den Flammen sondern mit der Glut, die man unter den Topf bzw. auf dem Deckel verteilt.

Vergangenes Wochenende hatten wir erstmals Zeit, dem Dutch-Oven dabei zuzusehen, uns ein köstliches Hühnchen zu schmoren. Oder zumindest habe ICH einfach zugesehen. Unsere "Feuerbeauftragte" Eva war damit beschäftigt, den Nachschub an Glut zu gewährleisten und den Dutch-Oven eben mit dieser zu versorgen.

Obwohl der Dutch-Oven schnell damit begann, einen herrlichen Duft zu verströmen, waren meine Erwartungen nicht allzu hoch. Immerhin zeigen erste Experimente mit neuen Anschaffungen manchmal eher abenteuerliche Ergebnisse ;-)
Umso größer die Überraschung beim Öffnen des Deckels: Herrlicher Duft! Zart gegartes Hühnerfleisch, das vom Knochen fällt! Trotzdem - dank der ausreichenden Oberhitze - knusprige Haut! Und unglaublich lecker! Kurz: Ich habe mich in das Garen im bzw. mit dem Dutch-Oven verliebt ♥


Schmorhühnchen mit Gemüse

1 küchenfertiges Huhn
3 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1-1,5 kg Kartoffeln
3 Bund junge Karotten
Petersilie, Rosmarin, Zitronenthymian
Salz, Pfeffer
Olivenöl
ca. 1/2 l lauwarmes Wasser

Huhn außen und innen salzen und pfeffern. Den Boden eines Dutch-Oven mit Olivenöl bedecken und das Huhn mit der Brust nach oben hineinlegen. Zwiebeln schälen, in grobe Stücke schneiden oder achteln und um das Huhn verteilen. Knoblauchzehen schälen, in kleine Stücke schneiden und ebenfalls zum Huhn geben. Kartoffeln schälen und achteln; Karotten eventuell schälen und beides mit etwas Salz und Pfeffer vermengen. Gemüse rund um das Hühnchen in den Dutch-Oven füllen.

Kräuter drauflegen, mit Wasser begießen, Deckel schließen und den Gusseisentopf auf Glut ans Feuer stellen. Auch auf dem Deckel einige Stücke Glut verteilen.

Zwischendurch unbedingt kontrollieren ob noch Wasser im Topf ist bzw. lauwarmes Wasser nachfüllen, damit nichts anbrennt! Das Wasser darf auf keinen Fall kalt sein, weil der Topf dadurch beschädigt werden könnte! Hin und wieder auch neue Glut unter bzw. auf den Topf geben.

Nach etwa 1 1/2 bis 2 Stunden Lagerfeuerromantik und köstlichem Duft darf man dann endlich auch das fertige Hühnchen genießen :-)










Den Dutch-Oven sollte man nur mit Wasser ohne Spülmittel reinigen und danach mit Öl befetten. Zum Lagern den Deckel nicht ganz schließen und an einem trockenen Ort aufbewahren!

Kommentare:

  1. Sowas unglaublich leckeres hab ich schon lang net mehr gegessen - ich freu mich schon aufs Wochenende! :-)
    lg, eva

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  2. oh es klingt sehr gut! vielen Dank für dieses Rezept!

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