Äpfel-Strudel (nach Katharina Prato)

Vor drei Jahren haben wir in unserem kleinen Garten einen Apfelbaum der Sorte "Kronprinz Rudolf" gepflanzt. Das kleine Bäumchen ist mittlerweile brav gewachsen und hat uns heuer auch erstmals Äpfel geschenkt. Zugegeben, drei Kilogramm sind noch nicht die große Ernte, aber immerhin genügend Äpfel für einen leckeren Apfelstrudel :-)


Apfelstrudel

250 g glattes Mehl
1 Prise Salz
4 EL Öl
120-140 ml lauwarmes Wasser
Öl zum Bestreichen

ca. 1 kg Äpfel 
120 g Butter
120 g Semmelbrösel
80 g Rosinen
60 g gestiftelte Mandeln
100 g Kristallzucker
Zitronenschale
Zimt

geschmolzene Butter zum Bestreichen
Staubzucker zum Bestreuen

Mehl mit Salz vermengen. Öl und soviel lauwarmes Wasser zugeben, dass ein glatter und weicher Teig entsteht. Gut durchkneten, großzügig mit Öl bestreichen und etwa eine halbe Stunde ruhen lassen.

Äpfel schälen, entkernen und feinblättrig schneiden. Butter schmelzen und die Semmelbrösel darin rösten. Die Hälfte der Butterbrösel mit Rosinen, gestiftelten Mandeln, Kristallzucker, etwas geriebener Zitronenschale und Zimt zu den Äpfeln geben. Gut vermengen.

Strudeltuch mit Mehl bestreuen. Strudelteig darauf dünn ausziehen indem man den Rand vorsichtig rundum leicht nach außen zieht. Diese Prozedur kann einige Runden und damit einige Zeit in Anspruch nehmen, aber dafür hat man dann einen schönen und - hoffentlich - "lochfreien" Strudelteig.

Etwa 2/3 des Teiges mit der Apfelfülle belegen. Den restlichen Teig mit den restlichen Butterbröseln bestreichen. Von der Apfelfülle aus den Teig einrollen und auf ein befettetes Blech geben. Laut Katharina Prato soll man den Strudel wie eine Schnecke eingerollt in eine befettete Form legen. Strudel mit geschmolzener Butter bestreichen und bei 180°C etwa 40-50 Minuten backen.

Apfelstrudel warm oder kalt, mit Staubzucker bestreut, mit Vanillesauce, Vanilleeis, geschlagenem Obers oder einfach nur "pur" genießen :-)


Unsere diesjährige Apfelernte: drei Kilogramm :-)


aus "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato, 26. Auflage, Graz 1897;
Seite 404: Äpfel-Strudel

Bei uns in der Steiermark zählt ein schön ausgezogener Strudelteig zu den Voraussetzungen
um heiraten zu dürfen. Dafür darf der Strudelteig keine Löcher aufweisen und muss dabei
so dünn ausgezogen sein, dass man eine darunterliegende Zeitung lesen kann. Na wenigstens
hätten wir diese Hürde schon einmal geschafft! Nur blöd, dass Walter Kärntner ist
und das Strudelargument somit nicht zählt ;-)



Kommentare

  1. Ich kann schlecht strudelteigziehen, aber jetzt, wo es wieder Äpfel gibt, werd ich wieder fleißig üben :) Schaut super aus, dein Strudel!

    Liebe Grüße
    Nadja

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  2. njam! klingt hervorragend!
    (nb: hast du schon mal diesen blog gesehen? da gibts ein scones-rezept! - eintrag 22. august! http://alexandranea.wordpress.com/ )

    danke!
    caterina

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  3. Un strudel perfecto luce espectacular,así lo preparaba mamá intentaré hacerlo parecido,abrazos y saludos desde el sur de Chile,

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