Samstag, 29. Oktober 2011

Süßes Kürbisgesicht

Seinen 6. Geburtstag feiert mein "großer" Neffe mit einer Halloweenparty. Die passende Geburtstagstorte für diesen Anlaß: ein grusliges Kürbisgesicht aus Schokokuchen umhüllt mit Marzipan :-)




Und hier ist das Kuchenrezept bzw. eine kleine Anleitung:

400 g Mehl
200 g geriebene Haselnüsse
200 g Semmelbrösel
400 g Staubzucker
6 TL Backpulver
6 TL Vanillezucker
60 g Kakao
600 ml Milch
350 g Butter
10 Eier

etwas Himbeermarmelade
Marzipan (ca. 300 g)
Staubzucker
Lebensmittelfarbe in orange und grün

Den Boden von zwei Tortenformen (ca. 20cm Durchmesser) befetten. Butter bei schwacher Hitze zerlassen und kurz abkühlen lassen. Mehl, Nüsse, Semmelbrösel, Staubzucker, Backpulver, Vanillezucker, Kakao, Milch, Butter und die verquirlten Eier gut verrühren. Die Masse auf die beiden Tortenformen aufteilen und bei 180°C etwa 50 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Marzipan mit Staubzucker verkneten. Einen kleinen Teil davon in grün einfärben. Die restliche Masse orange einfärben.

Die ausgekühlten Torten mit Marmelade zusammensetzen und daraus die Kürbisgrundform schnitzen. Rundum dünn mit Marmelade bestreichen. Oranges Marzipan dünn ausrollen (am leichtesten gelingt das Ausrollen zwischen zwei Folien) und den Kürbis damit einhüllen. Aus dem grünen Marzipan den Stengel formen und daraufsetzen. Mit einem nassen Messer Augen und Mund einschnitzen.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Fleischbällchen mit Zimt

Vor kurzem habe ich den griechischen Film "Zimt und Koriander" in der Bibliothek entdeckt und natürlich sofort ausgeliehen. Und obwohl der Film eigentlich traurig ist, bin ich einfach nur begeistert! Die Gewürze im Laden des Großvaters sind so wunderschön anzusehen - man kann sie förmlich riechen ;-)


Zimt und Koriander (2003):

"Der griechische Astrophysiker Fanis erinnert sich an seine Kindheit zurück. Als die griechischstämmigen Bewohner 1964 aus Istanbul vertrieben wurden, verlor er nicht nur seine Heimat sondern musste auch seinen Großvater und seine Freundin in Istanbul zurücklassen..."


Regie und Drehbuch: Tassos Boulmetis
Produktion: Harry Antonopoulos, Lily Papadopoulos

Weitere Filminfos findet Ihr bei einem Klick auf das DVD-Cover!



Aber nun zur Kocherei. Immer wieder wird im Film betont, dass man bei der Zubereitung von Fleischklößchen unbedingt auch Zimt zur Masse hinzufügen soll. Ja, richtig gelesen: ZIMT!!! Denn Zimt sorgt dafür, dass Leute sich nicht verschließen sondern sich in die Augen sehen. Nun denn, hier ist also meine Version dieser besonderen Fleischklößchen :-)


Fleischbällchen mit Zimt

4 Scheiben Toastbrot
1/8 l Milch
500 g Faschiertes vom Rind
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Zimt
Salz, Pfeffer

etwas Olivenöl

Toastbrot zerpflücken und mit Milch einweichen. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Faschiertes, Zwiebel, Knoblauch, Zimt und das fein zerdrückte Toastbrot vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus dieser Masse kleine Bällchen formen und in etwas Olivenöl rundum braten.

Mit Backrohrkartoffeln und Zitronen-Joghurt-Sauce servieren:


Backrohrkartoffeln 

1 kg Kartoffeln
2 EL Zitronensaft
2 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Kartoffeln schälen, der Länge nach vierteln und in eine verschließbare Schüssel geben. Zitronensaft, Olivenöl, die zerdrückte Knoblauchzehe, etwas Salz und Pfeffer zugeben und die Schüssel verschließen. Schütteln bis die Kartoffeln rundherum mariniert sind. Kartoffelspalten gleichmäßig auf einem Backblech verteilen und bei 180°C etwa 1 Stunde backen.


Zitronen-Joghurt-Sauce (kalt)

250 g Naturjoghurt
100 g Frischkäse (natur)
2-3 EL Zitronensaft
1 EL gehackte Zitronenmelisse
Honig oder Kristallzucker nach Geschmack
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten gut miteinander verrühren und abschmecken.


Dienstag, 25. Oktober 2011

Apfel-Streusel-Schüttelkuchen

Es darf wieder geschüttelt werden :-)


Apfel-Streusel-Schüttelkuchen

80 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
80 g Staubzucker
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
etwas Zitronenschale
50 g Butter
100 ml Milch
1 Ei

Streusel:
80 g Mehl
80 g Kristallzucker
80 g weiche Butter
3 EL Zitronensaft

3 große Äpfel
etwas Zitronensaft

Backblech mit Backpapier belegen. Für die Streusel weiche Butter mit Mehl, Kristallzucker und Zitronensaft verkneten. Beiseite stellen.
Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Mit etwas Zitronensaft beträufeln und ebenfalls beiseite stellen.
Butter bei schwacher Hitze zerlassen und kurz abkühlen lassen. Mehl, Mandeln, Staubzucker, Backpulver, Zimt und etwas Zitronenschale in eine verschließbare Schüssel geben. Butter, Milch und das verquirlte Ei zugeben. Die Schüssel gut verschließen und schütteln bis alle Zutaten gut vermengt sind.
Teig auf das vorbereitete Backblech streichen und gleichmäßig mit den Apfelspalten belegen. Aus der Streuselmasse gleichmäßige Streusel formen und diese auf den Apfelspalten verteilen. Bei 180°C etwa 40 Minuten backen.


Montag, 24. Oktober 2011

Blognews :-)

Während mein Blog in den letzten Monaten immer wieder mit neuen Texten und Fotos versorgt wurde, fristete meine Website ein eher unaktuelles Dasein. Nach längerem hin und her habe ich mich also dazu entschieden meine alte Homepage aufzugeben und stattdessen meinen Blog auf meine Domain www.backebackekuchen.com zu übersiedeln. Seit heute ist die Übersiedelung endlich geschafft und somit die Zeit der Fehlermeldungen hoffentlich vorbei! (der Blog ist natürlich aber auch weiterhin unter der gewohnten Adresse backebackekuchencom.blogspot.com zu finden...)

Auch sonst gibt es seit einigen Tagen ein paar Neuerungen auf meinem Blog:

Ich hoffe, dass Euch die Neuerungen auf meinem Blog gefallen und wünsche Euch einen schönen Start in die neue Woche :-)

Liebe Grüße, Julia



Freitag, 21. Oktober 2011

Reinling (nach Katharina Prato)

Einen frischgebackenen Reinling gibt es bei uns eigentlich viel zu selten. Immerhin kann ich meinem "hauseigenen Kärntner" mit diesem Gebäck eine riesige Freude machen ;-)


aus "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato
26. Auflage, Graz 1897


Statt dem Reinling eine Füllung mit Korinthen, Pignoli und Citronat zu verpassen, bin ich allerdings lieber bei den "traditionellen" Füllzutaten Butter, Zucker, Rosinen und Zimt geblieben.


Reinling

450 g Mehl
20 g Germ
300 ml Milch
60 g Butter
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Dotter

140 g Rosinen
2 EL Rum
etwas Zitronenschale
etwas geriebene Gewürznelken
80 g Butter
80 g Kristallzucker
2 TL Zimt

Für die Fülle die Rosinen über Nacht mit Rum, Zitronenschale und geriebenen Gewürznelken marinieren.

Milch mit Butter, Vanillezucker und Salz erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Vom Herd nehmen. Sobald die Flüssigkeit lauwarm ist, die Dotter einquirlen und mit Mehl und Germ zu einem weichen glatten Teig abschlagen. Teig zudecken und an einem warmen Platz gehen lassen.

Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Butter bei schwacher Hitze schmelzen lassen und den Teig damit gleichmäßig bestreichen. Zucker, Rosinen und Zimt gleichmäßig darauf verteilen. Teig einrollen und in eine bebutterte Form geben. Traditionell wird der Reinling nicht in einer Gugelhupfform sondern in einer Rein (= niederer Topf) eingerollt und gebacken. Nochmals zugedeckt an einem warmen Ort gut gehen lassen.

Reinling mit Milch bestreichen und bei 180°C (Heißluft) etwa 50 Minuten backen. Der Reinling ist fertig, wenn er sich beim Draufklopfen hohl anhört.


rechts oben: aus "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato, 26. Auflage, Graz 1897


Donnerstag, 20. Oktober 2011

Eiernockerlauflauf

Wie die meisten Rezepte aus Omas Kochbuch zeigt auch dieses Rezept für einen Eiernockerlauflauf keinerlei Mengenangaben. Die Zutaten und Mengen braucht man nicht auf Gramm genau zu wiegen sondern einfach nur "nach Gefühl" zu arbeiten. Falls Ihr aber doch keine Lust auf Kochen nach Gefühl habt, habe ich heute doch noch ein Rezept mit Mengenangaben für Euch ;-)


Eiernockerlauflauf

400 g Mehl
1 Ei
250 ml Milch
1 EL Öl
Salz

100 ml Milch
2 EL Sauerrahm
1 Ei
Salz, Pfeffer

50 g geriebenen Käse (Emmentaler)

Butter und Brösel für die Form

Mehl mit Ei, Milch, Öl und etwas Salz zu einem glatten Teig abschlagen. Reichlich Salzwasser erhitzen. Mit einem Löffel Nockerl vom Teig abstechen. Damit sich diese auch vom Löffel lösen, den Löffel immer wieder in das kochende Wasser tauchen. Die Nockerl etwa 5 Minuten köcheln lassen, abschwemmen und abschrecken. Auflaufform mit Butter ausstreichen und mit Brösel ausstreuen. Die Nockerl gleichmäßig darin verteilen.
Sauerrahm mit Milch und Ei verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und eventuell auch frischen Kräutern gut abschmecken. Über die Nockerl gießen, mit geriebenem Käse bestreuen und bei 180°C (Heißluft) etwa 40 Minuten backen. Mit Salat servieren.




Zugegeben, einen Schönheitswettbewerb würden meine Nockerl nicht gewinnen. Wenn es mal gleichmäßiger oder schneller gelingen soll, kann man den Teig aber auch einfach durch das Spätzlesieb jagen. In dem Fall sollte man dem Teig noch etwas Milch zugeben!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Apfelschnitten

Obwohl unser Apfelbäumchen uns heuer nur einen (!) Apfel geschenkt hat, haben wir derzeit Äpfel ohne Ende. Das liegt vor allem an der schönen Apfelernte meiner Schwiegermutter. Daher gibt es heute ein Rezept für köstliche Apfelschnitten aus Omas Kochbuch:




Apfelschnitten

300 g Mehl
1/2 TL Backpulver
70 g Butter
60 g Staubzucker
1 Ei
1/8 l Milch
etwas Zitronenschale

80 g Äpfel
30 g Kristallzucker
1 TL Zimt

Milch zum Bestreichen

Mehl mit Backpulver, Staubzucker und etwas geriebener Zitronenschale vermischen. Kalte Butter darin abbröseln. Ei und Milch zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig im Kühlschrank etwa 30 Minuten rasten lassen.
Die Hälfte des Teigs dünn ausrollen und etwa 5 Minuten bei 180°C blindbacken*. Äpfel schälen, entkernen, blättrig schneiden und mit Kristallzucker und Zimt vermengen. Apfelmasse gleichmäßig auf dem vorgebackenen Teig verteilen. Die zweite Teighälfte gleichgroß ausrollen, auf die Apfelmasse legen, mit Milch bestreichen und etwa 30 Minuten bei 180°C (Heißluft) fertigbacken. Nach dem Auskühlen in gleichmäßige Schnitten schneiden.




*Blindbacken nennt man das Vorbacken von Teig ohne Füllung. Besonders bei saftigen Füllungen empfehlenswert, damit der Boden nach dem Backen nicht matschig ist :-)

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Kürbis-Couscous

Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb meines Brüderchens bin ich über diesen Anblick gestolpert:




Die verschiedenen Sorten sind eigentlich viel zu schön um sie einfach aufzuessen. Andererseits auch viel zu lecker um es nicht zu tun! Daher hier das nächste Kürbisrezept :-)


Kürbis-Couscous

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
300 g Kürbisfruchtfleisch (Hokkaido)
1 gelbe Rübe oder Karotte
1 EL Olivenöl
100 ml Orangensaft
200 ml Suppe oder Wasser
2 EL gehackte Petersilie
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL mildes Curry
1 TL Garam Masala
etwas Ingwer
Salz, Pfeffer

250 g Couscous
250 ml Wasser

4 EL Naturjoghurt

Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Gelbe Rübe und Kürbisfruchtfleisch kleinwürfelig schneiden. Olivenöl erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauch anschwitzen. Gelbe Rübe zugeben und unter ständigem Rühren kernig braten. Kürbis zugeben, kurz mitrösten lassen und mit Orangensaft und Suppe aufgießen. Gewürze zugeben und das Gemüse weich dünsten lassen.
Wasser aufkochen und den Couscous mit dem kochenden Wasser übergießen. Aufquellen lassen und mit dem Kürbisragout vermengen. Naturjoghurt unterrühren und abschmecken.


Montag, 10. Oktober 2011

Topfennudelauflauf


Unser Vorratsschrank und unser Kühlschrank sind sich einig - es wird DRINGEND Zeit für einen Eichhörnchenkauf bzw. Großeinkauf! An diesen "mageren Tagen" hole ich mir besonders gern Kochideen aus Omas Kochbuch. Immerhin werden viele ihrer Rezepte mit Zutaten zubereitet, die man eigentlich immer zuhause hat. So wie die Zutaten für diesen Topfennudelauflauf:




Trotzdem muss ich mich heute nachmittag zum Großeinkauf aufraffen, denn mittlerweile wird auch der Vorrat an Grundzutaten ziemlich knapp ;-)


Topfennudelauflauf

300 g Nudeln
30 g Butter
1 Ei
250 g Topfen
100 ml Milch
Salz, Pfeffer

Butter und Semmelbrösel für die Form

Auflaufform gleichmäßig mit Butter bestreichen und mit den Semmelbröseln ausstreuen. Nudeln in reichlich Salzwasser weichkochen. Eiklar mit einer Prise Salz zu festem Schnee schlagen. Butter und Dotter flaumig rühren (Abtrieb). Mit Topfen, Milch, etwas Salz und Pfeffer gut verrühren. Die ausgekühlten Nudeln und den Schnee vorsichtig unterheben. Die Masse in die vorbereitete Form füllen und bei 180°C (Heißluft) etwa 30 Minuten backen. Den Auflauf mit Salat servieren.




Den Topfennudelauflauf kann man auch als warme Süßspeise zubereiten. Dafür auf Salz und Pfeffer verzichten und stattdessen 70-80 g Staubzucker unter den Abtrieb rühren. Etwas Zitronenschale und 1 Prise Salz unter die Topfenmasse rühren. Die süße Variante mit Kompott servieren:


Apfelkompott

1/2 kg Äpfel
300 ml Wasser
60 g Kristallzucker
3 Gewürznelken
1 Zimtrinde

Äpfel schälen, entkernen und in gleichmäßige Spalten schneiden. Wasser mit Kristallzucker, Gewürznelken und einer Zimtrinde aufkochen. Apfelspalten zugeben und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Gewürznelken und Zimtrinde entfernen und das Kompott auskühlen lassen.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Marmorkuchen

Nach einer kurzen Kuchenpause habe ich heute wieder ein Rezept für Euch. Dieses Rezept wird allerdings zur Abwechslung nicht geschüttelt sondern einfach nur gerührt - es sei denn man hat kräftige Oberarme :-)


Marmorkuchen

400 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Vanillezucker
150 g Butter
200 g Staubzucker
300 ml Milch
3 Eier
etwas Orangenschale

20 g Kakaopulver

Staubzucker zum Bestreuen

Butter bei schwacher Hitze schmelzen und kurz abkühlen lassen. Etwa 2 EL davon abnehmen und damit die Kuchenform befetten. Die restliche Butter mit Mehl, Backpulver, Vanillezucker, Staubzucker, Milch, den Eiern und etwas geriebener Orangenschale gut verrühren. Den Teig halbieren und einen Teil mit dem Kakaopulver verrühren. Die beiden Teighälften abwechselnd in die vorbereitete Form füllen und bei 180°C etwa 50 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn auf einer eingestochenen Nadel keine Teigreste zurückbleiben (Nadelprobe).
Den Kuchen in der Backform abkühlen lassen und vorsichtig herausstürzen. Mit Staubzucker bestreuen.


Dienstag, 4. Oktober 2011

Kartoffelpudding

Beim Kauf von neuen Kochutensilien bzw. bei der Auswahl der Materialien bin ich UNGLAUBLICH wählerisch. Nicht nur Silikonformen müssen meiner Küche fernbleiben; auch Formen und Schüsseln mit Beschichtungen habe ich konsequent verbannt, nachdem sich bei einer Kuchenform die Beschichtung teilweise gelöst hat und dann als "Kunststoffverzierung" am Kuchen geklebt hat. Umso schwieriger gestaltet sich die Suche nach neuen Koch- und Backutensilien. Denn nicht alle Formen und Schüsseln gibt es auch in Edelstahl oder Keramik. Oder es gibt hochwertige Materialien, aber nur in Kombination mit den passenden hochwertigen Preisen...

Und so hat es jetzt auch etwas länger gedauert, bis ich ENDLICH eine passende Puddingform mit Deckel für mich finden konnte. Die meisten Puddingformen bestehen wegen der guten wärmeleitenden Eigenschaften aus Aluminium. Allerdings müssen Töpfe und Formen aus Alu auch beschichtet sein, weil es sonst mit säurehaltigen Lebensmitteln (z.B. Früchten) reagiert. Und - wie schon gesagt - mit Beschichtung werd ich bzw. wird mein Essen nicht mehr warm ;-)
Die Suche nach einer Puddingform aus Keramik war leider nicht sehr erfolgreich. Diese werden meist nur noch als "nostalgische Deko" verkauft und sind nicht wirklich für den Einsatz bei heißen Temperaturen gedacht bzw. geschaffen.
Also habe ich mich dazu entschlossen, mir im Gastronomiebedarf eine Puddingform aus Edelstahl zu leisten. Den Preis der kleinen Errungenschaft muss ich erst noch verdauen - ABER ab sofort gibt es in meiner Küche Pudding :-)

Das Grundrezept für meinen heutigen Pudding stammt aus dem britischen Kochbuch "A New System Of Domestic Cookery" von Maria Eliza Rundell aus dem Jahr 1807. Weitere Infos zu diesem Buch gibt es hier.


Digitized by Michigan State University Libraries


Kartoffelpudding

300 g mehlige Kartoffeln
70 g Butter
3 Eier
150 ml Schlagobers
eventuell 2 EL Weißwein
Salz, Pfeffer

Butter und Backpapier für die Form

Puddingform gut mit Butter ausstreichen (Deckelinnenseite nicht vergessen!). Um den Pudding ohne Probleme bzw. "in einem Stück" aus der Form zu bekommen ein passendes Stück Backpapier auf den Boden der Form legen*.
Kartoffeln in der Schale weichkochen, abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch heiß schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Kurz abkühlen lassen. Butter mit den Eiern, Schlagobers, Weißwein und den Kartoffeln schaumig rühren. Das Originalrezept aus dem Buch wird mit Zitronenschale und Zucker zubereitet; meine Variante wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Dieser pikanten Grundmasse kann man nach Geschmack auch fein geriebenen Käse, würfelig geschnittenen Schinken oder Speck, gehackte Kräuter, Knoblauch, usw. hinzufügen.
Die Masse in die vorbereitete Puddingform füllen und mit dem Deckel gut verschließen. In einem großen Topf Wasser erhitzen. Die Puddingform etwa 1/3 aus dem Wasser ragen lassen. Das Wasser sollte immer leicht köcheln; dabei darauf achten, dass genügend Wasser im Topf ist und eventuell noch nachgießen. Den Kartoffelpudding etwa 1 Stunde in diesem Wasserbad garen lassen.
Puddingform vorsichtig aus dem Wasser heben, etwa 10 Minuten rasten lassen, öffnen und vorsichtig herausstürzen. Den Kartoffelpudding in Spalten schneiden und als Beilage oder auch als Hauptspeise mit Salat servieren.




*Ja, man hätte den Tipp mit dem Backpapier auch schon beim ersten Puddingversuch beherzigen können. Immerhin hätte ich damit auf einige Puddingversuche verzichten können - und Walter hätte die letzten Tage vielleicht einen etwas abwechslungsreicheren Speiseplan vorgefunden ;-)
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...