Zu diesen Stehparties konnte man selbst in kleinen Wohnungen oder Häusern geladen werden. Im bereits oben genannten "Handbuch des guten Tons" findet man zahlreiche Tipps, wie man auch in einer kleinen Junggesellenwohnung eine schöne Cocktailparty veranstalten kann; z.B. Bücher aus einem Regalfach entfernen und diesen freien Platz als "Bar" benutzen!
Gereicht wurden bei diesen gesellschaftlichen Ereignissen aufwändig dekorierte Buffets mit farbenfrohen Köstlichkeiten und kleinen Häppchen. Allerdings galt auch dabei Einfachheit und Sparsamkeit bei den verwendeten Lebensmitteln. Immerhin "darf man seine Gäste nicht durch das Servieren von unerschwinglichen Leckerbissen in Verlegenheit bringen."
Auch bei der täglichen Zubereitung von Mittag- und Abendessen wurde sehr auf eine sparsame Verwendung von Lebensmitteln geachtet. Die Hausfrau von damals konnte aus verhältnismäßig geringen und einfachen Zutaten phantasievolle Köstlichkeiten zaubern. Speisereste landeten nicht achtlos im Müll sondern wurden weiterverarbeitet; in vielen Kochbüchern aus den 1950ern findet man daher auch zahlreiche Rezepte mit bereits gekochten oder gebratenen Zutaten oder sogar eigene Kapitel zum Thema "Resteverwertung".
Erstmals sorgte auch der "Fernsehempfänger" für Anregungen für die täglichen Mahlzeiten. Mit Spannung erwartete man die beliebten Kochsendungen, um sich dann sofort die passenden Zutaten zu besorgen und die Gerichte nachzukochen. Angeblich kam es dadurch in den Supermärkten sogar zu Engpässen von verwendeten Zutaten!
Fasziniert von der Lebensart und Mode der 50er und 60er Jahre koche ich gerne Rezepte aus dieser Zeit nach. Dass ich dabei manchmal einen weitschwingenden Rock und ein weißes Schürzchen trage, ist übrigens reiner Zufall ;-)
Beefsteak auf Gemüseplatte
Eier im Nestchen
Exotischer Hühnersalat
Falscher Hase
Fliegenpilze
Französischer Salat in Aspik
Gefüllte Eier
Himbeermilchshake
Käseigel
Pariser Spiegelei
Punschtorte
Spinatpudding
Süße Spiegeleier
Toast Hawaii
Tutti Frutti
Verlorene Eier in Käsesauce
Zitronensorbet

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