Dienstag, 31. Dezember 2013

Cheesecake mit Baileys

Zum Jahresabschluß gibt es heute noch ein Rezept für Cheesecake mit Baileys. Schuld daran ist eigentlich Walter. Immerhin hat er eine Flasche davon von seiner Weihnachtsfeier mitgebracht. Meine erster Gedanke: einen Cheesecake mit der irischen Köstlichkeit verfeinern. Bis dahin hatte ich aber noch einige Rezepte für meinen Adventskalender auf dem Plan und die Cheesecake-Idee musste warten. Als sich gestern Zeit und Gelegenheit ergaben, war der Schock groß. Bis auf 100ml war die Flasche nämlich bereits leer. Tja, was soll ich sagen. Der Likör schmeckt eben auch ohne Cheesecake :-)

Ich wünsche Euch einen schönen Silvesterabend und einen guten Rutsch in ein glückliches Neues Jahr!


Cheesecake mit Baileys

200 g Mehl
60 g Butter
1 TL Backpulver
40 g Staubzucker
1 Ei

500 g Frischkäse
150 g Staubzucker
Orangenschale
2 Eier
100 ml Baileys

Butter mit Mehl verbröseln. Backpulver, Staubzucker und Ei zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teig rund ausrollen und Backform damit auslegen.
Frischkäse mit Staubzucker, geriebener Orangenschale und Eier cremig rühren. Eine Tasse davon abschöpfen und mit Baileys verrühren. Frischkäsecreme in die Form streichen; mit der Baileyscreme marmorieren oder als eigene Schicht gleichmäßig auf der Frischkäsecreme verteilen.
Bei 180°C etwa 40 Minuten backen, Backrohr öffnen und den Cheesecake im ausgeschalteten Backrohr auskühlen lassen.



Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachtliches Menü nach Maria Eliza Rundell, 1807

"Godey's Lady's Book"
December 1850
Als Abschluß meines diesjährigen Adventkalenders habe ich ein weihnachtliches Menü aus dem Jahr 1807 für Euch!
Vor etwa 200 Jahren war das Weihnachtsfest noch wesentlich ruhiger als heute. Aus Jane Austens Briefen und Romanen wissen wir, dass Weihnachten im Kreis der Familie gefeiert wurde. Die Verwandtschaft traf sich zu feierlichen Mahlzeiten, bei denen wertvolle Köstlichkeiten aufgetischt wurden. Auch Weihnachtssbälle oder Einladungen zum Tanz waren in der Weihnachtszeit sehr beliebt. Anders als heute gab es aber weder große Geschenke noch stressige Großeinkäufe. Klingt das nicht irgendwie verlockend?
Nur eines würde ich bei einem Weihnachtsfest anno 1807 vermissen: den Weihnachtsbaum! Der festlich geschmückter Christbaum hielt nämlich erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts Einzug in die feinen Haushalte nachdem eine Zeichnung von Queen Victoria und Prinz Albert vor einem Weihnachtsbaum veröffentlicht wurde (Bild rechts).

Mein heutiges Menü stammt aus dem britischen Kochbuch "A new system of domestic cookery" von Maria Eliza Rundell und besteht aus sieben Gerichten:
  • Onion Soup
  • Leg of Pork boiled
  • Large Fowl, dressed as Turkey
  • Peas Pudding
  • Turnips and Potatoes
  • Bread Sauce
  • Plum Pudding, baked 
Wie um 1800 üblich werden all diese Gerichte gleichzeitig auf den Tisch gestellt und jeder kann sich von allem nehmen (= Service à la francaise).


aus "A new system of domestic cookery" by a lady (Maria Eliza Rundell),
printed for John Murray, London 1807, digitized by Michigan State University Libraries




Zwiebelsuppe

40 g Butter
4 Zwiebel
1 l Suppe (zB von der gekochten Schweinsstelze)
1 Karotte
1 gelbe Rübe
Salz, Pfeffer

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. In Butter gut durchrösten und mit Suppe aufgießen. Karotte und gelbe Rübe schälen, fein schneiden und ebenfalls zugeben. Weich kochen und abschmecken. Eventuell Weißbrot oder Semmelschnitten als Einlage servieren.




Gekochte Schweinsstelze

1 Schweinsstelze (ca. 1 kg)
ca. 3 l Wasser
1 Zwiebel
2 Karotten
140 g Sellerie
100 g Porree
1 Schuß Essig
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfefferkörner
Majoran, Thymian

Karotte, Sellerie und Porree putzen und mit Wasser erhitzen. Ungeschälte Zwiebel, Essig, Lorbeerblatt, Salz, Pfefferkörner, Majoran und Thymian zugeben und aufkochen lassen. Schweinsstelze vorsichtig einlegen und etwa 1 1/2 Stunden köcheln lassen. Karotte und Sellerie schälen, fein schneiden, auf einer Platte verteilen und die Schweinsstelze darauf anrichten.




Brathuhn mit Kartoffeln

Statt einem großen Truthahn findet man in dem Menü "großes Geflügel", das wie Truthahn zubereitet und serviert wird. Eine sparsame Variante für ein köstliches Weihnachtsessen :-)

1 bratfertiges Huhn (ca. 1,2 kg)
Salz, Pfeffer
Butter für die Form

1 kg festkochende Erdäpfel
Salz, Pfeffer
etwas Petersilie

100 ml Weißwein
Suppe oder Wasser zum Begießen

60 g Butter
1 TL Honig

Huhn mit Salz und Pfeffer würzen und in eine bebutterte Form setzen. Mit Weißwein begießen und bei 180°C etwa 30 Minuten braten. Dabei gelegentlich mit Suppe oder Wasser begießen.
Kartoffeln schälen, vierteln, mit Salz und Pfeffer vermengen.Kartoffeln rund um das Brathuhn verteilen und etwa weitere 45 Minuten garen. Dabei immer wieder mit Flüssigkeit begießen.
Honig in geschmolzener Butter auflösen und das Huhn damit bestreichen. Weitere 10 Minuten goldbraun braten. Kartoffeln mit gehackter Petersilie verfeinern.




Erbsenpudding

300 g Erbsen
3 Eier
50 g Butter
40 g Mehl
50 ml Milch
Salz, Pfeffer
eventuell Speck

Puddingform mit flüssiger Butter bestreichen (Deckelinnenseite nicht vergessen!). Noch leichter kommt der fertige Pudding aus der Form, wenn man den Boden der Form mit einem runden Stück Backpapier auslegt.
Erbsen in Salzwasser etwa 10 Minuten überkochen, abgießen und auskühlen lassen.
Eiklar mit einer Prise Salz zu festem Schnee schlagen. Butter mit Dotter flaumig rühren. Milch, Mehl, Salz und Pfeffer unterrühren und zum Schluß den festen Schnee und die Erbsen unterheben.
Die Masse in die vorbereitete Puddingform füllen und mit dem Deckel gut verschließen. In einem großen Topf Wasser erhitzen. Die Puddingform etwa 1/3 aus dem Wasser ragen lassen. Das Wasser sollte immer leicht köcheln; dabei darauf achten, dass genügend Wasser im Topf ist und eventuell noch nachgießen. Den Pudding etwa 1 Stunde in diesem Wasserbad garen lassen.
Puddingform vorsichtig aus dem Wasser heben, etwa 10 Minuten rasten lassen, öffnen und vorsichtig herausstürzen. Eventuell mit gebratenem Speck garnieren.




Brotsauce

1 Zwiebel
400 ml Milch
Salz, Pfefferkörner
30 g Butter
100 g altbackene Semmeln, Weißbrot, o.ä.

Zwiebel, Salz und Pfefferkörner in Milch etwa 10 Minuten köcheln lassen. Abseihen. Weißbrot oder Semmeln fein schneiden und mit Butter in die warme Milch einquirlen. Abschmecken.




Gebackener Plum Pudding

Anders als die üblichen Rezepte für Plum Pudding wird dieser nicht gekocht sondern gebacken. Original gibt es im Rezept natürlich kein Backpulver; für eine moderne und "fluffigere" Variante einfach 1 TL Backpulver mit dem Mehl vermengen.

300 g Mehl
120 g brauner Zucker
250 g Butter
150 ml Weißwein
150 ml Milch
1 Ei
100 g Rosinen
80 g Zitronat
80 g Orangat
Zitronenschale

Butter zum Befetten

Puddingform großzügig mit Butter befetten. Butter mit Ei, Mehl, Weißwein und Milch cremig rühren und die restlichen Zutaten unterrühren. In die vorbereitete Form füllen und bei 180°C etwa 1 Stunde backen.




Damit ist mein diesjähriger Adventskalender komplett! Ich wünsche Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest mit einem traumhaft geschmückten Weihnachtsbaum und vielen kulinarischen Köstlichkeiten.

Weihnachtliche Grüße aus Graz, Julia



Montag, 23. Dezember 2013

Christtagsgebäck nach Lotti Richter, 1917

Adventskalender - Tag 23

Das letzte Rezept für weihnachtliche Bäckereien in diesem Jahr stammt wieder aus dem Kochbuch von Lotti Richter aus dem Jahr 1917. Der morgige Abschluß meines diesjährigen Adventskalenders ist nicht der weihnachtlichen Keksdose gewidmet - aber die sollte mittlerweile ohnehin RANDVOLL sein ;-)


Christtagsgebäck

250 g Mehl
100 g Butter
70 g geriebene Mandeln
130 g Staubzucker
1/2 TL Zimt
Zitronenschale
1 Ei

1 Eiklar zum Bestreichen

Mehl mit Butter verbröseln. Mandeln, Staubzucker, Zimt, etwas geriebene Zitronenschale und Ei zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teig ausrollen, beliebige Formen ausstechen, mit Eiklar bestreichen und bei 180°C etwa 10 Minuten backen.


aus "Mein Kochbuch" von Lotti Richter,
Verlag von Ulrich Mosers Buchhandlung, 4. Auflage, Graz 1917;
Seite 517: Christtagsgebäck

Sonntag, 22. Dezember 2013

Aroniaschnitten

Adventskalender - Tag 22

Der fünfte Adventskalender geht langsam dem Ende zu und ich darf Euch gestehen, dass es langsam schwieriger wird, neue Rezepte für die Advent- und Weihnachtszeit auszutüfteln. Da kommen mir neue Zutaten für neue "Backexperimente" gerade recht. So wie Aroniabeeren :-)

Aroniaschnitten

40 g getrocknete Aroniabeeren
3 EL Rum

250 g Mehl
1 TL Backpulver
60 g Butter
60 g Staubzucker
2 Eier
Orangenschale

Aronia-Konfitüre
Schokoladeglasur

Aronia-Beeren über Nacht in Rum einweichen. Backblech mit Backpapier auslegen.
Mehl mit Backpulver vermengen und die Butter darin verbröseln. Eingelegte Aronia-Beeren, Staubzucker, etwas geriebene Orangenschale und Eier zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.
Die Hälfte des Teiges dünn ausrollen und auf das vorbereitete Blech legen. Mit Marmelade bestreichen, restlichen Teig ausrollen und darüber legen und bei 180°C etwa 20 Minuten backen. Noch heiß mit Schokoglasur überziehen. Auskühlen lassen und in kleine Schnitten schneiden.




Dieser Blogeintrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Aronia-Original. Danke!!!

Samstag, 21. Dezember 2013

Backmischung

Adventskalender - Tag 21

Mein heutiges Rezept ergibt kein fein duftendes Gebäck - jedenfalls nicht in Eurer eigenen Küche! Die Zutaten für einen köstlichen Schokoladekuchen werden in ein hübsches Glas gefüllt und so zu einem kulinarischen Weihnachtsgeschenk :-)


Backmischung für Schokoladekuchen

Glas mit Füllinhalt von ca. 1 Liter schichtweise mit Zutaten in folgender Reihenfolge befüllen:
  • 80 g Semmelbrösel
  • 20 g Kakaopulver
  • 100 g geriebene Nüsse
  • 120 g Mehl mit 2 TL Backpulver vermengt
  • 2 TL Vanillezucker: echten Vanillezucker verwenden und diesen schön am Rand entland hineinstreuen, damit man ihn von außen auch sehen kann
  • 150 g Staubzucker
  • und als Abschluß geriebene Orangenschale damit beim Öffnen des Glases ein herrlicher Orangenduft herausströmt :-)
Glas verschließen und mit einem schönen Stück Stoff und einer Schleife verzieren. Dazu folgende Anleitung ausdrucken und mit dem gefüllten Glas verschenken: Backmischung.pdf



Freitag, 20. Dezember 2013

Vanilleplätzchen nach Dr. Oetker, ~1930

Adventskalender - Tag 20


"... wer immer dieses Büchlein in die Hand bekommt, wird gebeten es aufzubewahren und nach seinen Anweisungen wohlschmeckende, gesunde, billige Kuchen und Speisen zu bereiten." 
Wer auch immer das Rezeptheft "Ein heller Kopf verwendet nur Dr. Oetker´s Rezepte für Küche und Haus" um 25 Pfennig erstanden hat, hat sich an diesen Satz gehalten. Und so hat das kleine Heft aus den 1930ern all die Jahre überdauert, bis es heuer bei mir gelandet ist. Obwohl das Rezeptheft sehr klein ist, gibt es darin sehr viele Rezepte für Torten, Kuchen, Biskuit, Konfekt, Pudding, süße Aufläufe, usw. zu finden. Unter anderem auch das Rezept für diese einfachen Vanilleplätzchen :-)


Vanilleplätzchen

3 Eier
250 g Staubzucker
4 TL Vanillezucker
300 g Mehl
1 TL Backpulver

Marmelade (z.B. Apfel-Zimt-Marmelade)

Backblech mit Backpapier auslegen; Backrohr auf 180°C vorheizen. Eier mit Staubzucker und Vanillezucker schaumig rühren. Das mit Backpulver vermischte Mehl unterheben. Masse in einem Spritzsack füllen und kleine Häufchen auf das vorbereitete Backblech spritzen. Bei 180°C backen und auskühlen lassen. Je zwei mit Marmelade zusammensetzen.


aus "Ein heller Kopf verwendet nur Dr. Oetker´s Rezepte für Küche und Haus", ~1930

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Weihnachtskipfel nach König, ~1960

Adventskalender - Tag 19

Letzte Woche habe ich ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk erhalten. Zum Dank für die zahlreichen Bäckereien, die Walter in letzter Zeit in die Arbeit mitnehmen musste, hat mir einer seiner Arbeitskollegen ein paar alte Rezeptbücher der Firma "König" mitgebracht. Mitte des 20. Jahrhunderts produzierte dieses Unternehmen mit Hauptsitz in Villach Backzutaten wie Backpulver, Vanillinzucker, usw. und veröffentlichte eine Reihe von Rezeptbüchern mit "Bilderrezepten":

"Wieder ist es eine Reihe von guten und erprobten Rezepten, die der Hausfrau die Verwendung von KÖNIG-Backpulver, KÖNIG-Vanillinzucker und KÖNIG-Puddingpulver zeigen und für diese Artikel werben soll, feinstes Backwerk, aber auch erlesene Nachspeisen zu Hause selbst zuzubereiten."

Die Bücher sind voll von sparsamen Rezepten für Bäckereien, Kuchen, Torten, usw. für jeden Anlass. So wie mein heutiges Rezept - ein "Weihnachtskipfel" aus Topfenteig mit einer Fülle von Kokos, Marmelade und einigen Löffeln Rum. Das Rezept ist also nichts für kleine Schleckermäulchen - es sei denn, man tauscht den Rum gegen Apfelsaft :-)

Lieber Patrick, unbekannterweise ein großes DANKE für dieses tolle Mitbringsel! Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut und werde mich mit vielen weiteren Gebäcken revanchieren :-)


Weihnachtskipfel

150 g Topfen
100 ml Milch
100 g zerlassene Butter
80 g Staubzucker
2 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
300 g Mehl
2 TL Backpulver

50 g zerlassene Butter
150 g Kokosette
250 g Marillenmarmelade
3 EL Rum

Staubzucker zum Bestreuen

Backrohr auf 180°C vorheizen; Backblech mit Backpapier auslegen. Topfen mit Milch und zerlassener Butter gut verrühren. Staubzucker, Vanillezucker und Salz unterrühren. Das mit Backpulver vermengte Mehl zugeben und zu einem glatten Teig verkneten.

Teig zu einem Quadrat von ca. 40x40cm ausrollen und mit zerlassener Butter bestreichen. Kokosette, Marillenmarmelade und Rum gut verrühren und gleichmäßig auf den Teig streichen. Von einer Ecke aus aufrollen, zu einem Kipfel formen und auf das vorbereitete Backblech legen. Bei 180°C etwa 40 Minuten backen. Auskühlen lassen und dicht mit Staubzucker bestreuen.



aus "Wir backen mit König - Neue Bildrezepte", ~1960

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Bauernbrötchen

Adventskalender - Tag 18

Meine heutige Bäckerei ist mein absoluter Favorit am weihnachtlichen Kekseteller. Warum das Rezept es trotzdem erst jetzt auf meinen Blog geschafft hat? Jahrelang wollten mir die kleinen Brötchen einfach nicht gelingen! Jedenfalls wurden sie nie so, wie ich sie auf "fremden" Keksetellern vorgefunden habe. Also habe ich irgendwann das Backen dieser Bauernbrötchen verweigert...
Bis mich heuer doch wieder der Ehrgeiz gepackt hat. Und siehe da: nach jahrelanger Pause wurden die Bauernbrötchen nun doch vorzeigbar und - vor allem - genießbar. Vielleicht ist eine Rezeptpause für gutes Gelingen manchmal einfach notwendig :-)


Bauernbrötchen

2 Eiklar
100 g Staubzucker

50 g Mehl
1 Msp. Backpulver
1 TL Vanillezucker
60 g geriebene Schokolade
100 g geriebene Nüsse

Staubzucker zum Wälzen

Backrohr auf 200°C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.

Eiklar steifschlagen. Staubzucker unter ständigem Rühren langsam einrieseln lassen. Mehl, Backpulver, Vanillezucker, Schokolade und Nüsse unterheben. Aus der Masse kleine Kugeln formen (ca. 1/2 TL Masse pro Brötchen), diese in Staubzucker wälzen und auf das vorbereitete Backblech legen. Bei 200°C etwa 15 Minuten backen.



Dienstag, 17. Dezember 2013

Süße Heimat ♡

Adventskalender - Tag 17

Vergangene Weihnachten war eines meiner Geschenke mit einem besonderen "Dekoobjekt" verziert: ein Keksausstecher in Form der Steiermark! Nun durfte dieser endlich zum Einsatz kommen - für meinen heutigen Adventskalender-Beitrag! Dass der Teig dieser Kekse mit Kürbiskernen zubereitet wird, dürfte hoffentlich keine große Überraschung sein. Steirische Kekse ohne Kürbiskerne sind irgendwie undenkbar ;-)


Steiermark-Kekse

140 g Mehl
1/2 TL Backpulver
80 g Butter
40 g Staubzucker
60 g geriebene Kürbiskerne
1 EL Milch

100 ml Schlagobers
100 g weiße Kuvertüre
Orangenschale

eventuell Zuckerschrift

Mehl mit Backpulver vermengen und die Butter darin verbröseln. Staubzucker, geriebene Kürbiskerne und Milch zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teig ausrollen, ausstechen und bei 180°C etwa 8-10 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Schlagobers mit geriebener Orangenschale erwärmen und die Kuvertüre darin schmelzen. Auskühlen lassen. Masse in der Küchenmaschine oder mit dem Mixer aufschlagen. Je zwei Kekse damit zusammenkleben und eventuell mit Zuckerschrift verzieren.



Montag, 16. Dezember 2013

Fudge

Adventskalender - Tag 16

Zum 238. Geburtstag meiner liebsten Schriftstellerin Jane Austen gibt es heute eine weitere britische Köstlichkeit in meinem Adventskalender: Fudge! Diese kleinen süßen Stückchen sorgen nicht nur für Abwechslung auf dem weihnachtlichen Kekseteller, sie machen sich auch gut als kulinarisches Weihnachtsgeschenk. In kleine Zellglasbeutel legen, eine hübsche Schleife drum, vielleicht ein schönes Zitat von Jane Austen dazu und fertig ist das perfekte Geschenk für Fans von der Insel ♥

Die meisten Rezepte für Fudge werden mit gesüßter kondensierter Milch zubereitet. Da mir Milch in Tuben nicht wirklich zusagt, findet Ihr in meinem Rezept normale Milch. Dadurch dauert die Zubereitung etwas länger, aber diese braucht ohnehin eine großzügige Prise Geduld! Damit aus Milch, Zucker und Butter köstliches Fudge wird, muss man einige Zeit am Herd verbringen und rühren und rühren und rühren und rühren... Die investierte Zeit wird aber köstlich belohnt - mit kleinen süßen Stückchen mit einem "Hauch von England" :-)


Fudge

500 ml Milch
2 Vanilleschoten
250 g Butter
500 g Kristallzucker

Auflaufform o.dgl. mit Backpapier auslegen. Vanilleschoten längst aufschneiden, Vanillemark herauskratzen und mit Milch aufkochen lassen. Hitze reduzieren, Butter und Zucker zugeben und unter ständigem Rühren sprudelnd köcheln lassen. Sobald die Masse beginnt einzudicken (etwa nach 15 bis 20 Minuten), Hitze stark reduzieren und unter ständigem Rühren, Rühren und nochmals Rühren eindicken lassen, bis die Masse etwa einem eingedickten Pudding gleicht. In die vorbereitete Auflaufform gießen, auskühlen lassen und in kleine Würfelchen schneiden. Fudge völlig erkalten lassen und genießen.

Solltet Ihr die Masse zu früh in die Auflaufform gießen, kann es passieren, dass die Würfelchen saftig bleiben und auch nach dem Auskühlen noch zusammenkleben. In diesem Fall einfach einzeln in kleine Backpapierstücke einwickeln - lecker sind die süßen Würfelchen nämlich trotzdem :-)



Sonntag, 15. Dezember 2013

Weißweinpunsch nach Katharina Prato, 1889

Adventskalender - Tag 15

Das heutige Rezept für Weinpunsch stammt - wieder einmal - von Katharina Prato, allerdings habe ich die Mengenangaben für Zucker STARK reduziert. Die Punschrezepte in "Die Süddeutsche Küche" sind unglaublich süß! Die erste Begegnung mit dieser Tatsache hatten wir vor einigen Jahren bei einem Mädelsabend. Nachdem ich die Zuckerangabe nicht in Frage gestellt habe - immerhin sind Pratos Rezepte ansonsten perfekt - sorgte der zubereitete Punsch nicht für berauschte sondern überzuckerte Gemüter ;-)


Weißweinpunsch

200 ml Wasser
Saft von 1 Zitrone
1 Vanilleschote
200 g Kristallzucker
1 l Weißwein
200 ml Rum

Vanilleschote längs aufschneiden und mit Wasser, Zitronensaft und Kristallzucker etwa 10 Minuten köcheln lassen. Weißwein und Rum zugeben und erhitzen, aber nicht mehr aufkochen.


aus "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato;
Verlags-Buchhandlung Styria, 20. Auflage, Graz 1889;
Seite 563: Wein-Punsch.

Samstag, 14. Dezember 2013

Weihnachtsstriezel nach Anna Strobl, ~1920

Adventskalender - Tag 14

Gleich wie bei Lotti Richter kann ich über die Kochbuchautorin Anna Strobl einfach nichts finden. Dabei ist ihr Kochbuch "Die praktische Wiener Küche" voll von schönen Illustrationen, Menüs und - nicht zuletzt - zahreichen raffinierten Rezepten. So auch ihre Variante für einen Weihnachtsstriezel. Im Teig verstecken sich zahlreiche kleine Stückchen Candiszucker, die beim Backen verschwinden und nur ihren Geschmack zurücklassen. YAMMI ♥


Weihnachtsstriezel

500 g Mehl
20 g Germ
100 ml Milch
50 g Kristallzucker
100 g Butter
3 Eier

150 g brauner Candiszucker

1 Dotter zum Bestreichen

Germ mit Mehl verbröseln. Milch mit Kristallzucker erwärmen und Butter darin schmelzen. In die noch lauwarme Flüssigkeit Eier einquirlen und noch warm zum Mehl gießen. Zu einem glatten Teig abschlagen und gehen lassen.
Candiszucker im Mörser stark zerkleinern und in den Teig einkneten. Striezel formen (Anleitung) und nochmals gehen lassen. Striezel mit Dotter bestreichen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen.


aus "Die praktische Wiener Küche" von Anna Strobl,
Josef Rubinstein´s Verlag, Wien ~1920;
Seite 327: Weihnachtsstollen

Freitag, 13. Dezember 2013

Grießmakronen nach Marie von Rokitansky, 1918

Adventskalender - Tag 13

Nachdem es in diesem Adventskalender bereits einige einfache Rezepte aus dem Kochbuch von Marie von Rokitansky gibt, möchte ich unbedingt zeigen, dass sie auch Aufwändigeres in ihrem Repetoire hatte ;-)


Grießmakronen

2 Eiklar
140 g Staubzucker
30 g Grieß
140 g geriebene Mandeln

Oblaten

Backrohr auf 200°C vorheizen. Backblech mit Oblaten belegen. Eiklar zu Schnee schlagen. Unter ständigem Rühren Staubzucker langsam einrieseln lassen. Grieß und Mandeln unterheben. Masse in einen Spritzsack füllen und auf die Oblaten spritzen. Grießmakronen etwa 8 Minuten backen.


aus "Die Österreichische Küche" von Marie von Rokitansky,
A. Edlinger´s Verlag, Wien 1918;
Seite 507: Grießmakronen

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Shortbread mit Cranberries

Adventskalender - Tag 12


Zum langersehnten Filmstart von "Der Hobbit - Smaugs Einöde" gibt es heute eine britische Bäckerei in meinem Adventskalender. Dank einigen Cranberries und etwas Zimt wird aus gewöhnlichem Shortbread ein Köstlichkeit für die Weihnachtszeit!
Wünsche allen Mittelerdefans und Kinogehern einen unterhaltsamen und spannenden Kinobesuch - und allen Hobbit-Verweigerern wenigstens einen gut gefüllten Kekseteller ;-)


Shortbread mit Cranberries

300 g Mehl
200 g Butter
1 Ei
100 g Staubzucker
120 g getrocknete Cranberries
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz
Zitronenschale

Mehl mit Butter verbröseln. Ei, Staubzucker, Cranberries, Zimt, Salz und etwas geriebene Zitronenschale zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.
Backblech mit Backpapier auslegen. Teig fingerdick ausrollen, schmale Schnitten schneiden und auf das vorbereitete Blech legen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und bei 200°C etwa 20 Minuten backen.



Mittwoch, 11. Dezember 2013

Trinkschokolade am Holzlöffel

Adventskalender - Tag 11

Wie versprochen habe ich heuer auch ein paar kulinarische Geschenkideen in meinem Adventskalender. So wie diese Trinkschokoladen am Holzlöffel - in eine hübsche Tasse oder einen Zellglasbeutel, Mascherl drum und fertig ist das süße Geschenk!


Trinkschokolade am Holzlöffel

Mengenangaben für 6-8 Trinkschokoladen

100 ml Schlagobers
200 g Kochschokolade

Geschmack nach Belieben: Zimtrinde, Orangenschale, Vanillemark, usw.

kleine Becher oder Förmchen (z.B. sehr kleine Joghurtbecher)
Holzlöffel
eventuell Zuckerdekor

Schlagobers mit Geschmack oder Gewürz etwa 10 Minuten köcheln lassen. Gewürze entfernen oder Schlagobers abseihen und in der heißen Flüssigkeit Kochschokolade auflösen. In vorbereitete Förmchen füllen, Holzlöffel hineinstecken, eventuell mit Zuckerdekor bestreuen und abkühlen lassen.



Dienstag, 10. Dezember 2013

Orangenwürfel nach Marie von Rokitansky, 1918

Adventskalender - Tag 10

Gleich noch ein schnelles Rezept aus "Die österreichische Küche" von Marie von Rokitansky. Perfekt wenn die Weihnachtsbäckereien zur Neige gehen oder sich Besuch ankündigt. Schnell einen Teig aufs Blech streichen, backen und in Würfelchen schneiden.


Orangenwürfel

3 Eier
50 g Staubzucker
50 g geriebene Mandeln
Orangenschale
15 g Semmelbrösel

Backblech mit Backpapier auslegen. Schnee schlagen. Dotter mit Staubzucker cremig rühren. Geriebene Mandeln, reichlich geriebene Orangenschale, Semmelbrösel und zuletzt den steifgeschlagenen Schnee unterheben. Masse dünn auf das vorbereitete Blech streichen und bei 180°C etwa 10-12 Minuten backen. In kleine Würfelchen schneiden und FERTIG :-)


aus "Die Österreichische Küche" von Marie von Rokitansky,
A. Edlinger´s Verlag, Wien 1918;
Seite 481: Orangen-Würfel

Montag, 9. Dezember 2013

Vorzügliche Schokoladeschnitten nach Dr. Oetker, 1933

Adventskalender - Tag 9

Im Jubiläumsheft von Dr. Oetker bin ich über das Rezept für "Vorzügliche Schokoladeschnitten" gestolpert. Wenn diese einen so vorzüglichen Namen genießen, dürfen sie auch auf keinen Fall in unserer Keksdose fehlen ;-)


Vorzügliche Schokoladeschnitten

150 g weiche Butter
150 g Staubzucker
2 TL Vanillezucker
4 Eier
150 g geriebene Mandeln
100 g Kochschokolade
50 g Mehl
1/2 TL Backpulver

Schokoladeglasur

Backblech mit Backpapier belegen. Kochschokolade im Wasserbad erweichen und mit den restlichen Zutaten verrühren. Masse auf das vorbereitete Blech streichen und bei 180°C etwa 20 Minuten backen. Mit Schokoladeglasur bestreichen und in kleine Schnitten schneiden.


aus dem "Jubiläums-Kochbuch" von Dr. A. Oetker,
anläßlich des 25-jährigen Bestandes der Firma in Baden bei Wien, von 1933;
Seite 47: Vorzügliche Schokoladeschnitten

Sonntag, 8. Dezember 2013

Nachmittagstee nach Katharina Prato, 1889

Adventskalender - Tag 8

Im 19. Jahrhundert ist der Nachmittagstee auch am europäischen Festland eine beliebte Mahlzeit. Katharina Prato gibt ihrem Kochbuch den Untertitel "mit Berücksichtigung des Thees" und beschreibt anhand einiger "Jausenmenüs" wie dieser serviert werden soll: kalte Spezialitäten wie Butterschnitten oder Sandwichs, kalter Braten, Pasteten, usw. und natürlich auch süße Köstlichkeiten von kleinen Bäckereien bis hin zu großen Gebäcken wie Torten, Kuchen, Guglhupf, usw.

Einem dieser kleinen Menüs habe ich den heutigen Adventskalender-Beitrag gewidmet. Der Nachmittagstee sollte auch bei uns "zelebriert" werden - besonders an einem gemütlichen Sonntag im Advent :-)


aus "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato;
Verlags-Buchhandlung Styria, 20. Auflage, Graz 1889;
Seite 640: Frühstück und Jausen



Thee mit Rum und Obersschaum

"Den Thee gibt man in den Schalen recht heiß an jeden Platz links vom Teller, zuckert ihn beim Einschenken nicht genügend, damit sich jedes nach Geschmack nachzuckern kann, sowie sich auch alle selbst mit Rum und Obersschaum bedienen."


Butterschnitten mit Sardinen

Butterschnitten in der Prato sind eigentlich nichts anderes als fein verzierte belegte Brote. Als Belag kann eigentlich alles dienen, was die Speisekammer gerade so hergibt: Hartgekochte Eier, Schinken oder Bratenreste, Lachs, Caviar, Käse oder Topfen, Schnittlauch, Kapern, usw. Sobald kalter Braten oder Fleisch auf den Broten zu finden ist, spricht Katharina Prato übrigens von "Sandwich" - auch wenn dafür die Fülle nicht zwischen zwei Brotscheiben verschwindet!


Weißbrotscheiben
Butter
Sardinen aus der Dose
Hartgekochte Eier
Petersilie

Brotscheiben dünn mit Butter bestreichen und streifenweise mit feinwürfelig geschnittenem Eiweiß, feingehackter Petersilie, durch ein Sieb passierten Dotter und Sardinen belegen.




Falscher Lachs

Für die Verwandlung von Kalb in Lachs wird dieses erst gepökelt und dann gekocht. Nach vier Tagen ist die Färbung des Kalbs nicht sehr überwältigend. Falls das Fleisch einen "rosigeren" Farbton bekommen soll, müsste man die Menge an Pökelsalz oder Salpeter erhöhen (was ich aus gesundheitlichen Gründen nicht wollte...) oder das Fleisch länger als vier Tage pökeln! Geschmacklich überzeugt der falsche Lachs aber auch in diesem zartrosa :-)

1 kg Kalbskarree

30 g Salz
2 g Pökelsalz
2 g Kristallzucker
1 Lorbeerblatt
Gewürznelken
Pfefferkörner
Wacholderbeeren
Thymian

ca. 2 l Wasser
1 gelbe Rübe
1 Karotte
1/2 Sellerieknolle und -grün
Majoran
Thymian
Pfefferkörner
Salz

Sonnenblumenöl
Zitrone

Salz mit Pökelsalz, Kristallzucker, Lorbeerblatt, Gewürznelken, Pfefferkörnern, Wacholderbeeren und fein gehacktem Thymian vermischen und den abgetrockneten Kalbsbraten damit gut einreiben.
In eine kleine Schüssel legen, eventuell beschweren und etwa 4 Tage im Kühlschrank stehen lassen. Zwei- bis dreimal täglich umdrehen.
Wasser mit gelber Rübe, Karotte, Sellerieknolle, Selleriegrün, Majoran, Thymian, einigen Pfefferkörnern und Salz erhitzen. Kalbfleisch in die kochende Brühe legen und etwa 1 Stunde köcheln lassen. Fleisch aus der Suppe heben, noch heiß in Sonnenblumenöl wälzen und auskühlen lassen. Fleisch dünn aufschneiden und mit Zitronenscheiben oder -spalten servieren.




Weihnachtsstollen / Mandelstollen

In der Prato findet man zwei Varianten - Rosinenstollen oder Mandelstollen. Der Rosinenstollen erinnert stark an den Christstollen, der bereits auf meinem Blog zu finden ist. Also wurde es diesmal der Mandelstollen! Die Buttermenge in Pratos Rezept macht den Stollen übrigens nicht gerade "leicht"; daher sollte man den Teig wirklich gut gehen lassen. Und einige Kekse weniger naschen ;-)

600 g Mehl
40 g Germ
100 ml Milch
200 g Butter
130 g Kristallzucker
1 Ei
160 g Mandeln
80 g Citronat
1 EL Rum
Zitronenschale
Ingwer
Muskat
Kardamom

Butter zum Bestreichen
Staubzucker zum Bestreuen

Mandeln grob hacken und mit Citronat, Rum, etwas geriebener Zitronenschale, Ingwer, Muskat und Kardamom vermengen. Kurz durchziehen lassen und mit Mehl und dem darin verbröselten Germ vermengen. Milch mit Zucker vermengen und die Butter darin schmelzen. In die lauwarme Flüssigkeit das Ei einquirlen und noch warm zum Mehl gießen. Germteig schlagen bis er schön glatt ist. An einem warmen Ort gehen lassen.
Teig länglich ausrollen, zusammenklappen und nochmals gehen lassen. Bei 180°C etwa 40-50 Minuten backen und noch heiß mit zerlassener Butter bestreichen. Auskühlen lassen und dicht mit Staubzucker bestreuen.




Gesulzte Creme

Die Creme kann entweder in hübschen Schälchen serviert werden oder auch aus diesen gestürzt werden. Für letzteres müssen die Formen unbedingt vor dem Befüllen mit kaltem Wasser ausgeschwemmt werden! Da mir die Creme ein wenig zu farblos war, habe ich sie mit Schlagobers und ein paar Himbeeren aus Marzipan garniert. Mit echten Beeren belegt schmeckt die Creme aber sicher noch köstlicher!

250 ml Schlagobers
1 Vanilleschote
4 Dotter
70 g Staubzucker
Orangenschale

4 Blatt Gelatine
2-3 EL Schlagobers oder Milch

Gelatine in Wasser aufquellen lassen. Vanilleschote längs aufschlitzen und das Vanillemark herauskratzen. Schote und Mark mit Schlagobers etwa 5 Minuten köcheln lassen, vom Herd nehmen, weitere 5 Minuten ziehen lassen und die Schote entfernen. Dotter mit Staubzucker und etwas geriebener Orangenschale schaumig rühren. Unter ständigem Rühren Flüssigkeit langsam einfließen lassen und cremig rühren. Gelatine ausdrücken und in heißem Schlagobers oder heißer Milch auflösen. Unterrühren und die Creme in die Dessertschälchen gießen. Über Nacht kalt stellen und eventuell aus den Schälchen stürzen.




Kleines gemischtes Backwerk

Rezepte für kleines Gebäck aus der Prato gibt es schon reichlich auf meinem Blog; z.B. Mandelschnitten, Napoleonschnitten, Vanillekipferl.

Samstag, 7. Dezember 2013

Karlsbader Teegebäck nach Marie von Rokitansky, 1918

Adventskalender - Tag 7

Viele von den Bäckereien im Kochbuch von Marie von Rokitansky gelingen unglaublich schnell. So wie dieses Teegebäck - der Biskuitteig wird einfach mit Rosinen bestreut und nach dem Backen in kleine Schnitten geteilt. Schneller geht nicht ;-)


Karlsbader Teegebäck

2 Eier
120 g Staubzucker
60 g Mehl

100 g Rosinen

Backblech mit Backpapier auslegen. Schnee schlagen. Dotter mit Staubzucker schaumig rühren. Mehl und zuletzt den steifgeschlagenen Schnee unterheben. Dünn auf das vorbereitete Blech streichen, mit Rosinen bestreuen und bei 180°C etwa 10 Minuten backen. Mit einem scharfen Messer in dünne Schnitten schneiden.


aus "Die Österreichische Küche" von Marie von Rokitansky,
A. Edlinger´s Verlag, Wien 1918;
Seite 489: Karlsbader Teegebäck

Freitag, 6. Dezember 2013

Lebkuchen-Cupcakes

Adventskalender - Tag 6

Für den heutigen Nikolotag habe ich ein Rezept für ein paar köstliche Cupcakes für Euch. Dank dem Lebkuchengewürz erinnert der Kuchenteig an köstliches Lebkuchengebäck - perfekt für kleine Weihnachtstörtchen :-)


Lebkuchen-Cupcakes
Mengenangaben für 12 Cupcakes

60 g Butter
100 g Honig
200 g Mehl
1 TL Natron
50 g Staubzucker
1 TL Lebkuchengewürz
Orangenschale
100 ml Milch
1 Ei

100 g Butter
50 g Staubzucker
250 g Mascarino

Weihnachtliche Zuckerdeko
Papierbackförmchen

Muffinform mit Papierbackförmchen auslegen. Butter zerlassen und den Honig darin auflösen. Mehl, Natron, Staubzucker, Lebkuchengewürz, etwas geriebene Orangenschale, Milch, Ei und die Honig-Butter gut miteinander vermengen. Teig in die vorbereiteten Papierförmchen aufteilen und bei 180°C etwa 20 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Butter mit Staubzucker cremig rühren. Mascarino unterrühren. Mit Spritzbeutel auf die ausgekühlten Kuchen verteilen und mit Zuckerdeko verzieren.



Donnerstag, 5. Dezember 2013

Schokokrampus

Adventskalender - Tag 5

Ein Krampus muss nicht immer furchterregend sein - manchmal darf er auch lecker und schokoladig sein! Wünsche Euch - und mir - einen hoffentlich angstfreien Krampustag :-)


Schokokrampus

80 g Haferflocken
100 g Butter
100 g Mehl
1 Prise Salz
Orangenschale
60 g Staubzucker
1 EL Milch

Marmelade
Schokotunkmasse
Rotes Marzipan
Zuckerperlen

Haferflocken in 20 g Butter kurz rösten, fein raspeln und mit Mehl vermengen. Restliche Butter darin verbröseln und mit Salz, geriebener Orangenschale, Staubzucker und Milch rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teig dünn ausrollen, Kreise ausstechen und bei 180°C etwa 12 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Je zwei Kekse mit Marmelade zusammensetzen und in Schokotunkmasse tauchen. Aus Marzipan Dreiecke für Hörner und Zungen formen und auf die Krampuskekse kleben. Zuckerperlen für die Augen drauflegen und FERTIG!



Mittwoch, 4. Dezember 2013

Non Plus Ultra nach Marie von Rokitansky, 1918

Adventskalender - Tag 4

Marie von Rokitansky hat in ihrem Kochbuch "Die österreichische Küche" soviele Rezepte für Bäckereien, dass ich wahrscheinlich noch fünf weitere Adventskalender füllen kann. Den Anfang macht das Rezept für Kekse namens "Non Plus Ultra" :-)


Non Plus Ultra

170 g Butter
180 g Mehl
3 EL Staubzucker
1 TL Vanillezucker
1 Dotter

2 Eiklar
180 g Kristallzucker

Marmelade

Mehl mit Butter verbröseln. Staubzucker, Vanillezucker und Dotter zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teig dünn ausrollen und runde Formen ausstechen.
Eiklar steifschlagen und den Kristallzucker einrieseln lassen. Die Hälften der Teigscheiben mit dieser Masse bestreichen oder mit einem Spritzsack draufgeben. Bei 180°C etwa 12 Minuten backen. Je ein unbestrichenes und ein bestrichenen Keks mit Marmelade zusammensetzen.


aus "Die Österreichische Küche" von Marie von Rokitansky,
A. Edlinger´s Verlag, Wien 1918;
Seite 481: Non Plus Ultra

Dienstag, 3. Dezember 2013

Karamellkipferl

Adventskalender - Tag 3

Durch Karamellkuvertüre wird aus einfachen Kipferln besondere Bäckereien. Und dank dem Einsatz von meinem geliebten "Schummelblech" gelingen diese unglaublich schnell :-)


Karamellkipferl

Mengenangaben für 1 Kipferlblech

40 g Karamellkuvertüre (Zotter)
120 g Mehl
1 Msp. Backpulver
60 g Staubzucker
50 g Butter
2 Eier
geriebene Orangenschale

eventuell Schokoladetunkmasse

Karamellkuvertüre über Wasserdampf schmelzen und mit den restlichen Zutaten verrühren. Masse in das unbefettete Blech streichen. Bei 180°C etwa 12 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen und aus der Form stürzen. Kipferl eventuell in Schokoladetunkmasse tauchen.



Montag, 2. Dezember 2013

Mürbe Schnitten nach Dr. Oetker, 1933

Adventskalender - Tag 2

Alte Kochbücher sind oft nicht nur wegen der darin enthaltenen Rezepte interessant. Manchmal verstecken sich zwischen den Seiten auch interessante Beigaben: Handgeschriebene Briefe oder Rezepte, Zeitungsausschnitte oder sogar weitere Rezeptheftchen. Vor einigen Jahren kam ich so zufällig in den Besitz eines "Jubiläumsheftchens" von Dr. Oetker aus dem Jahr 1933. Das Heft hatte sich einfach zwischen den Seiten eines Kochbuchs versteckt. Darin findet man zahlreiche Rezepte für Kuchen, Torten, Bäckereien, usw. Darunter auch mein heutiges Rezept: einfache Mürbteigschnitten zum schnellen Befüllen der Keksdose!


Mürbe Schnitten nach Dr. Oetker

250 g Mehl
1 TL Backpulver
50 g Butter
120 g Staubzucker
1 TL Vanillezucker
Zitronenschale
1 Ei

Marmelade
50 g geriebene Mandeln
1 Ei zum Bestreichen

Blech mit Backpapier auslegen. Mehl mit Backpulver vermischen und die Butter darin verbröseln. Staubzucker, Vanillezucker, etwas geriebene Zitronenschale und Ei zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Die Hälfte des Teiges ausrollen und auf das vorbereitete Blech legen. Mit Marmelade bestreichen und die Hälfte der geriebenen Mandeln gleichmäßig darüberstreuen. Restlichen Teig ausrollen und drauflegen. Mit verquirltem Ei bestreichen und mit den restlichen Mandeln bestreuen. Bei 180°C etwa 30 Minuten backen. In kleine Rauten oder Schnitten schneiden.


Jubiläums-Kochbuch, den österreichischen Hausfrauen gewidmet von Dr. A. Oetker,
anläßlich des 25-jährigen Bestandes der Firma in Baden bei Wien, von 1933


aus dem "Jubiläums-Kochbuch" von Dr. A. Oetker,
anläßlich des 25-jährigen Bestandes der Firma in Baden bei Wien, von 1933;
Seite 45: Mürbe Schnitten

Sonntag, 1. Dezember 2013

Weihnachtstorte nach Lotti Richter, 1917

Adventskalender - Tag 1

Den Anfang meines diesjährigen Adventskalenders macht ein Tortenrezept aus dem Kochbuch von Lotti Richter von 1917. Im Originalrezept werden für die Dekoration einfach kleine Tannenzweigspitzen in Eiweißglasur getaucht, damit sie "ein beschneites Aussehen bekommen", und auf die Torte gelegt. Für meine Variante habe ich mir eine andere Dekoration ausgedacht: Stechpalmenblätter und -beeren aus Marzipan :-)


Weihnachtstorte nach Lotti Richter

6 Eiklar
1 Prise Salz
140 g Butter
140 g Staubzucker
6 Dotter
140 g geriebene Mandeln
Zitronenschale
3 EL Rum

1 Eiklar
250 g Staubzucker

Weihnachtliche Marzipan- oder Zuckerdeko

Den Boden einer Tortenform (ca. 20cm Durchmesser) befetten oder mit Backpapier auslegen.

Eiklar mit Salz zu Schnee schlagen. Butter, Dotter und Staubzucker sehr flaumig rühren. Mandeln, etwas geriebene Zitronenschale, Rum und zuletzt den steifgeschlagenen Schnee unterheben.
Teig in die vorbereitete Form füllen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Eiklar und Staubzucker steifschlagen und die ausgekühlte Torte damit bestreichen. Auskühlen lassen. Weihnachtstorte mit Marzipan- oder Zuckerfiguren dekorieren.


aus "Mein Kochbuch" von Lotti Richter,
Verlag von Ulrich Mosers Buchhandlung, 4. Auflage, Graz 1917;
Seite 498: Weihnachtstorte

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