Donnerstag, 30. Mai 2013

Und gleich noch einmal Spargel...

... diesmal durfte der Spargel kleingeschnitten in einem cremigen Risotto landen. Damit ist mein Großvorrat an Spargel nun endlich vernichtet. Irgendwie schade ;-)


Spargelrisotto

30 g Butter
1 Frühlingszwiebel
250 g weißer Spargel
250 g grüner Spargel
250 g Risottoreis
250 ml Weißwein
ca. 1,5 l Wasser
80 g frisch geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer

Grünen Spargel im unteren Drittel und den weißen Spargel ab dem Kopf schälen; trockene Enden wegschneiden. Einige grüne Spargelspitzen in etwas Salzwasser etwa 15 Minuten kochen lassen; das Wasser nicht wegschütten sondern gleich für das Risotto verwenden. Den restlichen Spargel fein schneiden.

Frühlingszwiebel fein schneiden und in Butter anschwitzen. Den klein geschnittenen Spargel zugeben und mit Weißwein ablöschen. Sobald der Weißwein komplett verkocht ist, den Risottoreis zugeben und mit Wasser aufgießen. Aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen, Hitze reduzieren und bei schwacher Temperatur etwa 40 Minuten dünsten lassen. Dabei viel und oft umrühren!

Frisch geriebenen Parmesan unterrühren und gut abschmecken. Spargelspitzen in Butter schwenken und Risotto damit garnieren!




Mittwoch, 29. Mai 2013

Spargel ohne Ende

Nachdem ich am Samstag all den übriggebliebenen Spargel vom Bauernmarkt mit nach hause genommen habe, gibt es seither beinahe täglich Spargel auf unserem Teller zu finden. Heute in gratinierter Form :-)


Spargelauflauf

800 g grüner Spargel
Saft von 1/2 Zitrone
100 ml Milch
2 Eier
80 g Frischkäse, natur oder mit Kräutern
120 g Mozzarella
Salz, Pfeffer

Grünen Spargel im unteren Drittel schälen und die trockenen Enden großzügig wegschneiden. Salzwasser mit Zitronensaft erhitzen und die Spargelstangen darin etwa 15 Minuten köcheln lassen. Auflaufform mit Butter oder Öl befetten und den grünen Spargel hineinlegen.
Mozzarella fein reiben und mit Milch, Eiern und Frischkäse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und über den grünen Spargel gießen. Die Spargelstangen sollen schön in der Käsesauce liegen, damit sie beim Backen nicht trocken werden! Spargel bei 200°C etwa 20-30 Minuten goldbraun überbacken.





Dienstag, 28. Mai 2013

Von Zitronenmelisse zu Sirup

Die Zitronenmelisse in unserem kleinen Garten wuchert als wollte sie die Gartenherrschaft an sich reißen. Hin und wieder wurden ein paar Stämmchen für erfrischendes Wasser abgepflückt, aber sonst erfüllte das duftende Kraut bisher kaum einen Zweck. Heuer soll sich das endlich ändern. Sobald ein großer Bund beisammen ist, wird die Zitronenmelisse abgeschnitten und zu Sirup verarbeitet :-)


Zitronenmelissen-Sirup

Mengenangaben für ca. 1 l Sirup

1 großer Bund Zitronenmelisse
600 ml Wasser
400 g Kristallzucker
1 unbehandelte Zitrone

400 g Kristallzucker
15 g Zitronensäure

Wasser mit Kristallzucker aufkochen lassen und Zitronenmelisse damit übergießen. Zitronenscheiben zugeben und etwa 2 Tage stehen lassen. Abseihen, restlichen Kristallzucker und Zitronensäure zugeben, unter Rühren aufkochen lassen, noch heiß in Flasche füllen und verschließen.





Montag, 27. Mai 2013

Ein Traum von einem Germkranz

Dass ich beim Einschlafen über neue Rezepte nachdenke, ist eigentlich nichts Neues. Dass ich aber im Schlaf von einer neuen Kreation und deren Zubereitung träume, ist irgendwie bedenklich. Noch dazu wenn mir mein Unterbewusstsein sagt, dass ich mehr Nutella in meinen Rezepten verwenden soll. Liebes Unterbewusstsein, das nächste Mal möchte ich gern von gesunden Zutaten und deren Zubereitung träumen ;-)


Germkranz mit Marzipan-Nutella-Fülle

500 g Mehl
1 Packerl Trockengerm
1 Prise Salz
Zitronenschale
200 ml Milch
60 g Butter
40 g Kristallzucker
2 Eier

400 g Marzipan
4-6 EL Nutella
50 g Haselnüsse

Mehl mit Trockengerm, Salz und etwas geriebener Zitronenschale vermischen. Milch mit Zucker erwärmen und die Butter darin schmelzen lassen. Eier in der lauwarmen Flüssigkeit verquirlen und noch warm zum Mehl gießen. Germteig schlagen bis er schön glatt ist. Falls der Teig noch zu weich ist, einfach etwas Mehl zugeben. Gehen lassen.

Auf der bemehlten Arbeitsplatte Germteig ausrollen. Marzipan gleichgroß ausrollen und drauflegen. Nutella eventuell erwärmen damit es sich leichter verstreichen lässt und das Marzipan gleichmäßig damit bestreichen. Haselnüsse grob hacken und gleichmäßig darauf verteilen. Germteig eng einrollen, längs aufschneiden und die beiden Stränge miteinander verdrehen. Zu einem Kranz zusammendrehen und die Enden zusammenfügen. Nochmals gehen lassen. Germkranz bei 180°C etwa 40 Minuten backen.







Sonntag, 26. Mai 2013

Belohnung für einen kalten Vormittag

Gestern vormittag musste ich wieder am Gemüsestand meiner Familie aushelfen. Viel zu früh für einen Samstag die Bettwärme gegen die momentane Kälte zu tauschen fühlte sich irgendwie grausam an, aber mit einer großen Portion Coffee-To-Go und genügend wärmenden Accessoires konnte die Stimmung bzw. der Tag doch noch gerettet werden!


Winterjacke und dicker Wollschal im Mai *brrrrrrrr*


Auch die Bauernmarktbesucher wollten anfangs ihre warmen Häuser oder Wohnungen scheinbar nicht gegen die kalte Außentemperatur tauschen und so begann der Vormittag eher schleppend. Und damit laaaaaaangweilig. Umso erfreulicher, dass sich doch noch ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke verirrten. Gemüsefreudige Kunden kamen doch noch brav auf den Bauernmarkt, die Langweile war vergessen und der Vormittag verging doch schneller als gedacht.
Trotzdem blieben einige Köstlichkeiten übrig und so ging ich nicht mit leeren Händen nach hause: grüner und weißer Spargel, junge Karotten, Frühlingszwiebel, frischer Schnittsalat und eine Hand voll Rucola. Zur Belohnung für den kalten Vormittag wanderte einiges davon als Beilage zu einem köstlichen Rindssteak auf den Teller :-)


Rindssteaks

4 Rindssteaks á ca. 200 g
Öl zum Braten
1 Schuß Cognac
250 ml Gemüsebrühe
250 ml Schlagobers
ganze Pfefferkörner
Salz

Backrohr auf 80°C vorheizen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die ungewürzten Steaks beidseitig je 2 Minuten scharf anbraten. Steaks auf einen Gitterrost ins Backrohr legen und bei 80°C etwa 25 Minuten braten.
Bratrückstände in der Pfanne mit Cognac ablöschen. Gemüsebrühe, Schlagobers, einige Pfefferkörner und Salz zufügen und die Sauce kurz einkochen lassen.
Steaks mit frisch gemahlenem Pfeffer und Salz würzen und mit der Sauce servieren.


Frühlingsgemüse

250 g grüner Spargel
250 g weißer Spargel
300 g junge Karotten (mit Grün)
40 g Butter
Salz, Pfeffer

Weißen Spargel ganz, grünen Spargel im unteren Drittel schälen. Spargelstangen eventuell halbieren und in Salzwasser etwa 20 Minuten kochen. Die junge Karotten putzen, etwas vom Grün dranlassen und in Salzwasser knackig garen. Butter schmelzen und das Gemüse vorsichtig darin schwenken. Mit Salz und Pfeffer würzen.





Donnerstag, 23. Mai 2013

Englischer Spargel-Pudding (nach Marie von Rokitansky)


Begeistert von dem Rezept für "Gewickelte Zimmet-Buchteln" aus dem Kochbuch von Marie von Rokitansky folgt heute ein weiteres Experiment aus "Die Österreichische Küche" von 1918.


aus "Die Österreichische Küche" von Marie von Rokitansky, A. Edlingers Verlag, Wien 1918;
Seite 427: Aufläufe, Dunkstköche und Puddings. Englischer Spargel-Pudding.


Während im Originalrezept nur die Spargelspitzen verwendet werden, landen diese bei mir als Garnierung auf dem Pudding. Irgendwie sind Spargelspitzen viel zu köstlich um sie kleingeschnitten im Teig verschwinden zu lassen.
Abfälle von Spargel werden laut Marie von Rokitansky übrigens nicht einfach weggeworfen sondern "getrocknet in Säckchen aufbewahrt und zur Verbesserung von Saucen oder Suppen mit diesen aufgekocht."  Vielleicht sollte ich diesen Tipp beim nächsten Spargelschälen berücksichtigen ;-)


Englischer Spargelpudding

500 g Spargel

3 Eier
50 g Butter
40 g Mehl
50 ml Milch
100 g Schinken
Salz, Pfeffer

etwas Butter

Puddingform mit flüssiger Butter bestreichen (Deckelinnenseite nicht vergessen!). Noch leichter kommt der fertige Pudding aus der Form, wenn man den Boden der Form mit einem runden Stück Backpapier auslegt.

Spargelspitzen abschneiden; den restlichen Spargel schälen und klein schneiden. Spargelspitzen und Spargelstückchen in Salzwasser etwa 10 Minuten kochen, abgießen und auskühlen lassen. Schinken feinwürfelig schneiden.

Eiklar mit einer Prise Salz zu festem Schnee schlagen. Butter mit Dotter flaumig rühren. Milch, Mehl, Schinken, Spargelstückchen, Salz und Pfeffer unterrühren und zum Schluß den festen Schnee unterheben.

Die Masse in die vorbereitete Puddingform füllen und mit dem Deckel gut verschließen. In einem großen Topf Wasser erhitzen. Die Puddingform etwa 1/3 aus dem Wasser ragen lassen. Das Wasser sollte immer leicht köcheln; dabei darauf achten, dass genügend Wasser im Topf ist und eventuell noch nachgießen. Den Pudding etwa 1 Stunde in diesem Wasserbad garen lassen.
Puddingform vorsichtig aus dem Wasser heben, etwa 10 Minuten rasten lassen, öffnen und vorsichtig herausstürzen.

Spargelspitzen in heißer Butter schwenken und mit dem Pudding servieren.




Apfel-Marzipan-Streuselkuchen

Der Blick auf unseren kleinen Apfelbaum verspricht heuer erstmals eine schöne Ernte. Sofort führt der Weg in die Küche um den schönen Anblick mit einem frischen Apfelkuchen zu feiern :-)


Apfel-Marzipan-Streuselkuchen

150 g Mehl
1 Msp. Backpulver
40 g Butter
30 g Staubzucker
1 Ei
Milch nach Bedarf
etwas Zitronenschale

500 g Äpfel
1/2 Zitrone
1 EL Kristallzucker
Rosinen
Zimt

80 g Marzipan
40 g Butter
40 g Kristallzucker
40 g Mehl

Mehl mit Backpulver, Staubzucker und etwas geriebener Zitronenschale vermischen. Kalte Butter darin abbröseln. Ei zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig noch zu matschig ist, noch Mehl zugeben; falls der Teig zu fest ist, etwas Milch unterkneten. Teig im Kühlschrank etwa 30 Minuten rasten lassen.

Teig dünn ausrollen, in eine befettete Form legen und etwa 5 Minuten ohne Fülle backen (=blindbacken).

Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Mit Saft von 1/2 Zitrone, Kristallzucker, Rosinen und Zimt nach Geschmack vermengen. Für die Streusel Marzipan, Butter, Kristallzucker und Mehl miteinander verbröseln und daraus Streusel in gewünschter Größe formen.

Äpfel gleichmäßig auf dem vorgebackenen Teig verteilen. Streusel daraufstreuen und bei 180°C goldbraun backen.



Dienstag, 21. Mai 2013

Ein verspätetes Muttertagsessen...

Nachdem Walter am "richtigen" Muttertag von Krankheiten geplagt wurde, die auf einem Foodblog nichts verloren haben, haben wir den Muttertag am Pfingstsonntag bei einem gemütlichen Mittagessen nachgefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein kam nur ein Tisch auf der Terasse in Frage und so konnten wir mit einem Blick auf unser kleines Grün das gemeinsame Essen genießen.




Am meisten Freude kann man meiner Mama mit selbstgemachten Spätzle machen, also gab es Paprikahendl mit Kräuterspätzle und eine riesige Schüssel mit grünem Salat (und ich frage mich noch immer, wo diese Riesenportion Salat hinverschwunden ist!!!). Und danach selbstgekauftes Eis ;-)


Paprikahendl

1-2 EL Öl
4 Hühnerbrüstchen
30 g Butter
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Mehl
1/2 l Gemüsebrühe
2-3 EL Paprikapulver
2 TL Tomatenmark
1/4 l Schlagobers
Salz, Pfeffer

Hühnerbrüstchen rundum mit Salz und Pfeffer würzen; Zwiebel und Knoblauch fein hacken. In einer Pfanne Öl erhitzen, die Hühnerbrüstchen darin beidseitig anbraten und aus der Pfanne nehmen. Hitze reduzieren. Im Bratrückstand die Butter zerfließen lassen und darin Zwiebel und Knoblauch anschwitzen. Mehl zugeben und kurz durchrösten. Mit kalter Gemüsebrühe aufgießen, gut versprudeln und aufkochen lassen. Mit Paprikapulver, Tomatenmark, Salz und Pfeffer abschmecken. Hühnerbrüstchen wieder einlegen und bei schwacher Hitze etwa 30 Minuten dünsten lassen. Schlagobers zugießen und die Sauce gut abschmecken.


Kräuterspätzle

1 Handvoll Kräuter; z.B. Petersilie, Basilikum, Minze (da Minze sehr geschmacksintensiv ist, nur sparsam verwenden!)
200 g Kamut-Mehl
200 g Mehl
300 ml Milch
2 Eier
1 EL Öl
Salz

50-80 g Butter
2 Jungzwiebel
Salz, Pfeffer

Kräuter fein hacken und mit Kamut-Mehl, Mehl, Milch, Eier, Öl und etwas Salz glattrühren. Reichlich Salzwasser erhitzen und mit einer Spätzlehobel portionsweise den Teig ins kochende Wasser reiben. Kurz aufkochen lassen, Spätzle aus dem Wasser heben und abschrecken.
Jungzwiebel fein hacken und in Butter anschwitzen. Spätzle zugeben, durchrösten und mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Wenn das Eis nur gekauft ist, muss die Deko umso größer ausfallen ;-)

Montag, 13. Mai 2013

Gewickelte Zimmet-Buchteln (nach Marie von Rokitansky)

Nachdem ich Euch letzte Woche voll Freude von meinen Flohmarktfunden berichtet habe, habe ich heute das erste Experiment aus dem Buch "Die Österreichische Küche" von Marie von Rokitansky gewagt. Beim Durchblättern des Kochbuchs habe ich einige interessante Rezepte gefunden; und mich schlußendlich für "Gewickelte Zimmet-Buchteln" entschieden. Statt mit Marmelade werden diese mit Zucker und Zimt gefüllt und auch nicht zu gewöhnlichen Buchteln geformt sondern einfach nur zu kleinen Schnecken eingerollt. Ein köstliches Rezept - und sicher nicht das letzte aus dem neuen alten Kochbuch :-)


aus "Die Österreichische Küche" von Marie von Rokitansky, A. Edlingers Verlag, Wien 1918;
Seite 381: Germspeisen. Gewickelte Zimmet-Buchteln.


Gewickelte Zimt-Buchteln 

200 ml Milch
30 g Germ

120 g weiche Butter
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale

420 g Mehl
4 Dotter

Zimt und Zucker zum Bestreuen
flüssige Butter zum Bestreichen

Germ in warmer Milch auflösen. Weiche Butter mit etwas Salz und Zitronenschale cremig rühren. Nach und nach Dotter, Mehl und die Germ-Milch unterrühren. Zu einem glatten Teig abschlagen und an einem warmen Ort gehen lassen.

Auflaufform mit Butter ausfetten. Teig messerrückendick ausrollen, in gleichmäßige Vierecke schneiden und diese mit Zimt und Zucker bestreuen. Vierecke einrollen, rundum mit Butter bestreichen und die vorbereitete Form schlichten. Nochmals gehen lassen und bei 180°C etwa 40-50 Minuten backen.







Sonntag, 12. Mai 2013

Mandeltorte als Chinoise-Torte (nach Katharina Prato)

Bei der Fasten-Mittagstafel nach Katharina Prato wollte ich ursprünglich diese schokoladige "Mandeltorte als Chinoise Torte" aus dem Buch backen. Nachdem das "schwarze Chocolatekoch" aber ohnehin ein sehr schokoladiges Dessert darstellt, habe ich mich dann aber doch für die einfachere Mandeltorte / Karmelitertorte entschieden. Trotzdem hat mich die schokoladige Variante in ihrem Kochbuch nicht losgelassen; also folgt heute eine weitere Mandeltorte aus der Prato. Mit viel Schokolade :-)

Allen Mamis einen schönen und vor allem gemütlichen Muttertag!


aus "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato, 20. Auflage,
Verlags-Buchhandlung Styria, Graz 1897;
Seiten 542-543: Mandel-Torten (Von gerührtem Teige. Mandeltorte ohne Mehl. Als Chinoise-Torte.
Mandeltorte mit gekochtem Zucker. Mit Wein. Mit Salse gerührt. Als Karmelitertorte. Als Kleientorte.
Braune Mandeltorte. Als Steirerkäse. Als Muscazonentorte.) Muscazin-Torte. Königs-Torte.


Mandeltorte als Chinoise-Torte

Zutaten für einen Tortendurchmesser von ca. 22cm

200 g Kochschokolade
1 Vanilleschote

6 Eiklar
1 Prise Salz

6 Dotter
4 Eier
200 g Staubzucker
200 g geriebene Mandeln

Marmelade

Schokoladeglasur:
400 g Kochschokolade
200 g Butter

Zwei Tortenringe am Boden mit Backpapier auslegen oder befetten; den Rand nicht befetten damit die Torten "klettern" können.

Kochschokolade im Wasserbad erweichen. Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Eiklar mit Salz steifschlagen. Dotter mit den ganzen Eiern sehr schaumig rühren; Staubzucker und Mandeln unterheben.

Die Hälfte des Teiges in einen Tortenring streichen. Die andere Hälfte mit der weichen Kochschokolade sowie dem Vanillemark verrühren und in den zweiten Tortenring streichen.
Beide Tortenringe bei 180°C (Heißluft) etwa 40 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Die ausgekühlten Torten mit Marmelade zusammensetzen, auch rundum mit Marmelade bestreichen und zum Glasieren auf ein Kuchengitter geben. Wenn man darunter eine Lage Backpapier ausbreitet, erspart man sich ein Reinigen der Arbeitsplatte!

Für die Schokoladeglasur Kochschokolade mit Butter schmelzen und tablieren. Tablieren bedeutet mit einem Löffel die Glasur glatt zu streichen bis dieses glatt und glänzend ist. Torte mit der Schokoladeglasur übergießen. Damit die Torte gleichmäßig bedeckt ist, nicht mit einem Löffel oder Spatel glattstreichen sondern das Kuchengitter hochheben und vorsichtig kippen und drehen bis die Glasur schön auf der Torte verteilt ist. Auskühlen lassen.

Falls viel von der Glasur auf dem Backpapier zu finden ist, kann man diese Schokolade auch erkalten lassen und mit Keksausstechern kleine Formen ausstechen. Dann hat man bereits Deko für die nächste Torte oder die nächsten Cupcakes!




Samstag, 11. Mai 2013

Blick ins Bücherregal

Letztes Jahr hat der "Kleine Kuriositätenladen" zum Tag der offenen Küchentüre aufgerufen; heuer folgt der "Blick ins Bücherregal". Da mach ich natürlich wieder gerne mit und zeige meine Kochbuchsammlung :-)

Vor zwei Jahren hatte ich noch alle Kochbücher in raumhohen Regalen links und rechts neben dem Küchenfenster. Einerseits wirkte unsere ohnehin sehr kleine Küche durch diese Bücherregale noch kleiner; andererseits war der ständige Dampf nicht gut für die Buchsammlung. Abgesehen davon lese ich kaum Kochbücher in der Küche. Meistens findet dieses Blättern und Lesern eher auf der Couch im Wohnzimmer statt. Und genau dahin wanderten auch die meisten meiner Kochbücher - in unser Wohnzimmer.


Hinter den großen Türen verstecken sich aber keine weiteren Kochbücher;
dort ist mein ganzer Arbeitsalltag in Form von Spielzeug, Kinderbüchern,
Ersatzkleidung, Matratzen und und und zu finden :-)



Die restlichen Kochbücher sind in unserem kleinen Vorzimmer im 1. Stock untergebracht. Neben Büchern von Jane Austen und J.R.R. Tolkien, Geschichtsbüchern, Näh- und Bastelbüchern findet man hier meine ältesten Kochbücher; aber auch diverse Bücher über Haushaltungskunde, Alltags- und Ernährungsgeschichte, usw.




Momentan kommt meine Sammlung auf etwa 210 Kochbücher. Manchmal kommen noch ein paar geliehene Kochbücher aus dem Bücherbus bzw. aus der Stadtbibliothek dazu. Derzeit liegen z.B. die "Knödelküche" von Christoph Wagner und das Buch "Fisch & Meeresfrüchte" von C. J. Jackson zum Schmökern bei mir herum.

Eines der ersten Kochbücher in meiner Sammlung - abgesehen von meinen Schulkochbüchern - ist das Buch "Asien. Die Klassiker der fernöstlichen Küche" von Oona van den Berg. Während meiner Schulzeit war ich ganz besessen von der asiatischen Küche und habe dieses Buch von einer lieben Schulfreundin geschenkt bekommen. Bei den Rezepten auf meinem Blog ist es gar nicht zu glauben, dass ich einmal von fernöstlichen Rezepten begeistert war, oder??? Aber immerhin habe ich die asiatische Küche "damals" sogar als Abschlussthema für meine Küchenführungsprüfung gewählt. Aber dazu ein anderes Mal mehr... ;-)

Mittlerweile ist meine Sammelleidenschaft nicht mehr so schlimm, trotzdem gibt es immer noch ein paar Kochbücher bei denen ich schwach werde. Das sind zum einen Kochbücher vom Flohmarkt und zum anderen Bücher für "Selbstversorger". Egal ob Milchverarbeitung, Herstellung von Sirup und Nektar oder über "Vergessene Klassiker"; momentan träume ich von einem Garten voller Gemüse und Obst und einem dazu passenden Vorratsraum voller selbstgemachter Köstlichkeiten in Gläser und Flaschen *träum*




Besonders stolz bin ich auf meine signierten Exemplare von Johann Lafer, Toni Mörwald und Michael Schwarzmann:




Auch die eine oder andere Kochzeitschrift findet hin und wieder ihren Weg zu uns nach hause. Bis vor kurzem hatte ich auch noch Abos für "Gusto" und "GourmetReise". Nachdem beide aber mehrmals ungelesen irgendwo hingestapelt wurden, habe ich die Abos gekündigt und kaufe nur noch Zeitschriften, wenn mich auch wirklich etwas darin anspricht. Interessante Rezepte oder Menüs werden herausgerissen und in Ordnern gesammelt.

So, das war mein Blick ins Bücherregal! Das beste an diesem Blogevent: Beim Zählen meiner Bücher habe ich ein paar Kochbücher wiederentdeckt, die ich schon ganz vergessen hatte :-)))

Freitag, 10. Mai 2013

Palatschinken ♥

Frisch gebackene Palatschinken schmecken mit vielen Füllungen. Mit Vanilleis und Schokosauce. Oder mit frischen Erdbeeren und Schlagobers. Oder mit hausgemachter Marmelade. Oder einfach mit Zimt und Zucker. Oder - wie auf den Fotos - mit Bananen und Nutella. Letzteres ist besonders bösartig. Aber an einem Urlaubstag dürfen auch mal bösartige Leckereien am Teller zu finden sein ;-)


Palatschinken

150 ml Milch
1 Ei
60 g Mehl
1 EL Rum
1 Prise Salz
Orangenschale

Fülle nach Geschmack (Marmelade, frische Früchte, Eis, Schokoladestückchen oder -sauce, Nutella, Schlagobers, Zimt und Zucker, usw.)

Staubzucker zum Bestreuen

Milch, Ei, Mehl, Rum, Salz und etwas geriebene Orangenschale gut versprudeln. Einige Tropfen Öl in einer Pfanne erhitzen, etwas Teig einfließen lassen, anbacken, drehen und fertigbacken.
Palatschinken nach Lust und Laune füllen, zusammenklappen und mit Staubzucker bestreuen. 






Donnerstag, 9. Mai 2013

Leinsamenbrot

Die Zubereitung für dieses Leinsamenbrot zählt nicht unbedingt zu meinen schnellsten Rezepten, denn erst muss man auf den Sauerteig und das Aufquellen von Leinsamen und Roggenschrot warten und dann auch noch die "Geh-Zeit", die bei Sauerteigbroten generell länger ist. Aber die Warterei lohnt sich, immerhin ist das Leinsamenbrot richtig gut!

Die Mengenangaben sind diesmal für zwei Brote (ca. à 800 g) oder für ein sehr großes Brot. Oder man verwandelt einfach einen Teil des Teiges in knusprige Leinsamenweckerl. Natürlich kann man die Mengenangaben auch einfach halbieren, aber dann hätte ich einen Teil von meinem Sauerteig wegwerfen müssen. So muss eben eines der fertigen Brote im Tiefkühler auf seinen Einsatz warten. Damit das Brot nach dem Auftauen auch wieder knusprig und "frisch" schmeckt, einfach kurz antauen lassen (etwa 1 Stunde) und anschließend bei 180°C etwa 10 Minuten aufbacken :-)

Wünsche Euch heute einen sonnigen Feiertag und - falls Ihr morgen auch Urlaub habt - ein schönes langes Wochenende! Liebe Grüße, Julia


Leinsamenbrot

150 g Grundsauerteig
200 ml lauwarmes Wasser
4 EL Roggenmehl

250 g Roggenschrot
300 ml Wasser
250 g Leinsamen
300  ml kochendes Wasser

300 g Roggenmehl
500 g Weizenmehl
20 g Germ oder 1/2 Packerl Trockengerm
15 g Salz
1/2 TL Kümmel
150 ml Milch
Wasser nach Bedarf

Etwa 12 Stunden bevor man sich ans Backen macht, den Grundsauerteig kurz antauen lassen und mit lauwarmen Wasser und Roggenmehl zu einem dicken Brei verrühren. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 12 Stunden stehen lassen. Von diesem Sauerteigansatz wieder 150 g entnehmen (=neuer Grundsauerteig) und für das nächste Brot verwenden bzw. einfrieren.

Roggenschrot in Wasser einweichen; Leinsamen mit kochendem Wasser übergießen und beides mehrere Stunden stehen lassen.

Roggenmehl mit Weizenmehl vermengen und das Germ darin verbröseln. Restlichen Sauerteig, eingeweichte Leinsamen, Roggenschrot, Salz, Kümmel und Milch zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig noch zu matschig ist, einfach noch etwas Mehl unterkneten; falls er zu fest ist, Wasser zugeben. Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Aus dem Teig zwei Brote formen, in bemehlte Brotsimperl legen, mit einem Geschirrtuch zudecken und nochmals an einem warmen Ort gehen lassen.

Backrohr auf 250°C vorheizen und zur Dampfentwicklung einen kleinen Topf mit kochendem Wasser hineinstellen. In unserem Herd haben wir eine Pizza- / Grillplatte, die auch vorgeheizt wird und sich toll für das Brotbacken eignet. Ansonsten einfach ein normales Blech in den Ofen schieben und auch mit vorheizen! Brot auf die vorgeheizte Platte legen, mit Wasser bestreichen und etwa 10 Minuten backen. Temperatur auf 180°C (nur Heißluft) reduzieren, nochmals mit Wasser bestreichen und weitere 50-60 Minuten fertigbacken. Das Brot ist fertig, wenn es sich beim Klopfen auf die Unterseite hohl anhört!

Das Brot noch heiß nochmals mit Wasser bestreichen, damit die Kruste einen schönen Glanz bekommt, in ein Leinensackerl oder Leinentuch wickeln und darin auskühlen lassen.






Aus dem gleichen Teig kann man auch knusprige Leinsamenweckerl herstellen. Den Teig dafür wie oben zubereiten und gehen lassen, ausrollen, in Dreiecke schneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit einem Geschirrtuch zudecken und nochmals gehen lassen.

Backrohr auf 250°C vorheizen und zur Dampfentwicklung einen kleinen Topf mit kochendem Wasser hineinstellen. Weckerl mit Wasser bestreichen und etwa 10 Minuten backen. Temperatur auf 180°C (nur Heißluft) reduzieren und etwa 20 Minuten weiterbacken. Noch heiß mit Wasser besprühen oder bestreichen und in einem Leinensackerl oder Leinentuch auskühlen lassen.




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