Donnerstag, 29. Dezember 2011

Dinner for One - der 90. Geburtstag von Miss Sophie

Jedes Jahr zu Weihnachten und Silvester gibt es Fernsehprogramme und Filme, die ich mir einfach immer wieder ansehen MUSS. Dazu zählen nicht nur die typischen Weihnachtsfilme von Weihnachtsgeistern oder kleinen Buben, die ihr Haus bewachen; sondern auch die NDR-Produktion "Dinner for One - der 90. Geburtstag von Miss Sophie" mit Freddie Frinton und May Warden aus dem Jahr 1963. Obwohl der Sektch gerade einmal 18 Minuten dauert, will ich keine einzige davon verpassen und freue mich wirklich schon jedes Jahr darauf!



Dinner for One (1963):

"Miss Sophie (May Warden) feiert ihren 90. Geburtstag und hat dazu ihre vier Freunde Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom eingeladen. Da diese Freunde aber bereits verstorben sind, übernimmt der Butler James (Freddie Frinton) die Rollen dieser und trinkt anstatt der Gäste auf das Wohl der Gastgeberin. Dabei wird er immer betrunkener und seine Runden um den Tisch immer schwieriger bzw. amüsanter..."

Regie: Heinz Dunkhase
Drehbuch: Laura Wylie
Weitere Filminfos findet Ihr mit einem Klick auf das DVD-Cover!




Und hier ist meine Version des passenden Menüs. Allerdings konnte ich keinen Schellfisch für mein Menü ergattern und so bin ich auf Schollenfilet ausgewichen. Das wichtigste am Menü sind aber ohnehin die Getränke ;-)

Die Mengenangaben für dieses Menü sind passend für 4 Personen, wenn alle vier Gänge serviert werden. Wird nur ein Gang serviert, müssen die Mengenangaben angepasst werden!!!


Mulligatawny Soup

1 EL Butter
1 EL Mehl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
300 g Hühnerbrustfilet
1 Apfel
1 EL mildes Curry
etwas gemahlenen Koriander
etwas gemahlenen Ingwer
Salz, Pfeffer
1 l Wasser oder Hühnerbrühe
1/4 l Schlagobers 

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Butter anschwitzen. Mehl zugeben und kurz durchrösten. Mit Wasser oder kalter Hühnerbrühe aufgießen und gut durchsprudeln. Hühnerbrustfilet feinnudelig schneiden und den Apfel fein reiben. Beides mit den Gewürzen zur Suppe geben und etwa 30 Minuten dünsten lassen. Schlagobers zugießen, nochmals aufkochen lassen und abschmecken.

Dazu gibt es: Sherry


Schellfisch in pikanter Sauce

400 g Schellfischfilet (alternativ schmeckt aber auch Dorsch oder Scholle...)
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer

1 kleine Zwiebel
1 EL Butter
50 g Speck
2 TL Dijon-Senf
120 g Creme fraiche
70 g geriebener Käse

1 Zitrone zum Garnieren

Filet in Zitronensaft wenden und mit Salz und Pfeffer würzen. Schellfisch in eine befettete Auflaufform legen. Zwiebel fein hacken und in Butter anschwitzen. Speck kleinwürfelig schneiden und kurz mitrösten. Vom Herd nehmen, Senf und Creme fraiche zugeben, gut durchrühren und abschmecken. Sauce über dem Fisch verteilen, mit geriebenem Käse bestreuen und bei 200°C etwa 30 Minuten überbacken.
Zitrone in dünne Scheiben schneiden und das Fischfilet damit belegen.

Dazu gibt es: Weißwein


Brathühnchen

1 Huhn (ca. 1,2 kg)
2 Knoblauchzehen
3 EL Zitronensaft
3 EL Öl
Salz, Pfeffer

Für die Marinade Zitronensaft, Öl, gepresste Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer verrühren. Hühnchen in eine befettete Form legen und mit der Marinade bestreichen. Bei 180°C etwa 1 1/2 Stunden braten. Dabei immer wieder mit der Marinade bestreichen.

Dazu gibt es als Beilage gedünsteten Reis und natürlich: Champagner


Obstsalat

2 Äpfel
2 Bananen
2 EL Zitronensaft
1 kleine Dose Birnen
1 kleine Dose Pfirsiche
2 TL Vanillezucker
1 TL Honig

eventuell 1/8 l Schlagobers und etwas Kristallzucker

Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Bananen schälen und in dünne Scheiben schneiden. Äpfel und Bananen mit Zitronensaft marinieren. Birnen und Pfirsiche abgießen und in kleine Stücke schneiden. Obst in eine Schüssel geben und mit Vanillezucker und Honig marinieren. Eventuell Schlagobers mit etwas Kristallzucker steif schlagen und den Obstsalat damit garnieren.

Dazu gibt es: Portwein




Ich wünsche Euch einen Guten Rutsch ins Neue Jahr! Und für 2012 unendlich viel Glück, Gesundheit und ganz viel Zufriedenheit!!!

Liebe Grüße, Julia

Samstag, 24. Dezember 2011

Weihnachtsmenü 1847

Adventskalender Tag 24

Als Abschluss meines diesjährigen Adventskalenders möchte ich Euch ein Weihnachtsmenü aus dem Jahr 1847 zeigen. Im amerikanischen Kochbuch "The Lady's Receipt-Book. A Useful Companion for Large or Small Families" von Eliza Leslie findet man mehrere Menüvorschläge für das Weihnachtsessen: vom einfachen Weihnachtsmenü für Familien bis zum riesigen Gesellschaftsdinner.
Der Vergleich der verschiedenen Menüvorschläge ist vor allem wegen der unterschiedlichen Beilagen interessant. Während die "einfachen" Menüvorschläge als Beilage verschiedene Rüben und Kürbis zeigen, gibt es nur beim großen Gesellschaftsdinner für Weihnachten auch Kartoffeln als Beilage. Wenn man bedenkt, dass das Kochbuch im Jahr 1847 veröffentlicht wurde, wird auch schnell klar, warum die Knolle nur bei besonderen Ereignissen am Teller landet. Die Kartoffelfäule und die daraus resultierende Missernten machen die Kartoffel in den 1840ern zu einer Kostbarkeit - und damit wertvoll genug um bei einem gesellschaftlichen Ereignis serviert zu werden.

Das große Gesellschaftsdinner für Weihnachten hört sich zwar überaus verlockend an, aber für dieses Menü bräuchte ich eine riesige Küche, noch mehr Töpfe und Pfannen, unzählige Küchengehilfen und überaus hungrige Gäste:

  • Schildkrötensuppe
  • Geschmorter Fisch
  • Gebratener Schinken
  • Gebratener Hirschrücken mit Johannisbeer-Gelee
  • Gekochter Truthahn mit Austernsauce
  • Gänsebraten mit Apfel-Sauce 
  • Französischer Austern Pie
  • Hühnerfrikassee
  • Kartoffelschnee
  • Pastinaken
  • Rüben
  • Winterkürbis 
  • Kalter Krautsalat 
  • Plumpudding
  • Mince Pies 
  • Orangentarte
  • Kokosnußpudding
  • Spanischer Pudding
  • Apfel-Gelee 
  • und Vanille-Eis

Noch zwei zusätzliche Gerichte oder Saucen und ich könnte allein mit diesem Menü einen eigenen Adventskalender füllen!!!  
Daher habe ich mich für ein anderes Weihnachtsmenü aus dem Buch entschieden: dem einfachen Weihnachtsmenü für Familien mit gefülltem Truthahn, gekochtem Schinken, Preiselbeeren, Rüben, Winterkürbis und als Dessert Mince Pies. 

Die Rezepte stammen allerdings nicht aus dem oben genannten Kochbuch, da dort kaum Beilagenrezepte o.ä. zu finden sind. Um die einzelnen Speisen trotzdem so auf den Teller zu zaubern wie das damals üblich war, habe ich mich in letzter Zeit durch einige Kochbücher aus den 1840ern gewühlt und dabei viele Anregungen und Ideen für unser Weihnachtsmenü gefunden:

Gefüllter Truthahn: Die Zubereitung von Truthahn hat sich seit damals nicht groß verändert; verändert hat sich nur die Beschreibung in den Kochbüchern. Findet man in den Kochbüchern von heute "nur" das Rezept wie der Truthahn gefüllt und gebraten werden soll, gibt es in Kochbüchern aus dem 19. Jahrhundert meistens auch eine detaillierte Beschreibung wie der Truthahn geschlachtet und für das Festmahl vorbereitet wird!

Preiselbeersauce: Traditionell wird damals wie heute einfaches Preiselbeergelee zum Truthahn serviert. Mein Rezept unten zeigt eine moderne Variante!

Weiße Rüben: Rüben waren für unsere Vorfahren eine typische Mahlzeit. Erst mit der Kartoffel wurde die weiße Rübe nach und nach vom Teller verdrängt. Dabei sind die Zubereitungsmöglichkeiten wie auch bei der Kartoffel beinah unbegrenzt. Als Beilage kann man die Rübe eingebrannt (Rezept unten), in Form von Püree, Auflauf oder als Pie servieren.

Winterkürbis: Winterkürbis bezeichnet den ausgereiften und eingelagerten Kürbis. Häufig wird der Kürbis geschält, ausgehöhlt, in große Stücke geschnitten, in Salzwasser gekocht und mit Salz und Butter serviert. Auch in Form von Püree (Rezept unten), Auflauf oder Pudding wird Kürbis zum Truthahn serviert. Übrigens wird im Kochbuch "Miss Beecher´s Domestic Receipt Book" von Catharine Esther Beecher aus dem Jahr 1846 bei einem Kürbisrezept erwähnt, dass das Kochwasser von Kürbis nicht weggeschüttet werden soll, weil man damit ausgezeichnetes Brot bäckt!!!

Weitere mögliche Beilagen:
  • Kartoffeln: als Bratkartoffeln, Püree, Auflauf, Pudding, ...
  • Topinambur / Erdartischocke / Jerusalem-Artischocke: in Salzwasser gekocht und mit Butter serviert, eingebrannt wie Rüben oder auch als Püree
  • Pastinaken: eingebrannt wie Rüben, gebraten, als Püree oder Salat
  • Rohnen / Rote Rüben: als Sauce oder Salat. Rohnen werden im Ganzen mit der Schale gekocht, weil sie sonst die Farbe verlieren!
  • Zuckerrüben: eingebrannt wie Rüben oder als Püree. Auch Zuckerrüben müssen mit der Schale gekocht werden, da sie sonst ihren süßen Geschmack verlieren! Für mein Weihnachtsmenü wollte ich unbedingt Zuckerrüben als Beilage servieren, war aber leider zu spät dran um noch welche zu ergattern. Mein Zuckerrüben-Experiment wird aber garantiert nachgeholt :-)

Mince Pies: Dieser süßen Köstlichkeit habe ich bereits einen eigenen Blogeintrag gewidmet --> hier geht es zum Rezept

Nun darf aber endlich gekocht werden. Hier sind meine Rezepte für unseren kulinarischen Ausflug in das Jahr 1847:

Gefüllter Truthahn

1 Truthahn (ca. 4 kg)
Salz, Pfeffer
1/2 l Suppe

200 g Semmelwürfel
80 g Butter
100 ml Milch
1 Ei
2 EL Mehl
Salz, Pfeffer

80 g Butter
1 TL Honig

Küchenspagat zum Binden

Für die Fülle Butter und Milch erhitzen und über die Semmelwürfel gießen. Verquirltes Ei, Mehl, Salz und Pfeffer zugeben, alles gut vermengen und etwa 30 Minuten durchziehen lassen.

Backrohr auf 160°C vorheizen. Truthahn innen und außen großzügig salzen und pfeffern und mit Semmelmasse füllen. Die restliche Fülle in eine kleine bebutterte Auflaufform füllen und beiseite stellen. Truthahn mit Spagat zubinden. Flügel und Keulen auch mit Spagat eng an den Truthahn binden. Truthahn in eine befettete große Form oder ein tiefes Blech legen, mit Suppe übergießen und 4 Stunden garen (pro Kilo rechnet man mit einer Stunde Garzeit). Dabei immer wieder mit der Suppe übergießen.

Butter mit Honig schmelzen, Truthahn damit bestreichen und weitere 20 Minuten braten. Truthahn aus dem Backrohr nehmen, mit Backpapier bedecken und für 20 Minuten rasten lassen. Die restliche Fülle mit etwas Bratensaft übergießen und bei 180°C etwa 20 Minuten backen.


Preiselbeersauce

200 g Preiselbeergelee
1 EL Orangensaft
1 TL scharfer Senf
20-40 ml Portwein

Preiselbeergelee mit Orangensaft und Senf etwa 5 Minuten köcheln lassen. Nach Geschmack Portwein zugießen und abkühlen lassen.


Eingebrannte Rüben

600 g weiße Rüben
1 EL Butter
1 EL Mehl
250 ml Wasser
100 ml Schlagobers
1 TL Kristallzucker
Salz, Pfeffer

Rüben schälen, in kleine Würfel schneiden und in etwas Salzwasser weichkochen. Butter erhitzen und Mehl darin kurz anrösten. Mit Wasser und Schlagobers aufgießen, versprudeln und bei schwacher Hitze eindicken lassen. Rüben zugeben und kurz köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.


Kürbispüree

800 g Kürbisfruchtfleisch
150 ml Schlagobers 
30 g Butter
Salz, Pfeffer

Butter zum Befetten 

Kürbisfruchtfleisch in kleine Würfel schneiden und in Salzwasser weichkochen. Kürbis abgießen und grob zerstampfen. Auflaufform mit Butter befetten und den grob zerstampften Kürbis einfüllen. Schlagobers mit Salz und Pfeffer verrühren und über den Kürbis gießen. Butter in kleine Würfelchen schneiden, gleichmäßig auf dem Kürbis verteilen und bei 180°C etwa 20 Minuten überbacken.


rechts Mitte: "The Lady´s Receipt Book; A Useful Companion For Large Or Small Families"
von Eliza Leslie, published by Carey and Hart, Philadelphia 1847;
digitized by Michigan State University Libraries;
Seite 377: Plain Dinner for Winter, Christmas Dinner, New Year´s Dinner


Nun bleibt mir nur noch zu hoffen, dass Euch mein diesjähriger Adventskalender gefallen hat.Ich wünsche Euch und Euren Familien ein wunderschönes und ruhiges Weihnachtsfest!

Weihnachtliche Grüße, Julia



Freitag, 23. Dezember 2011

Lebkuchenherzen

Adventskalender Tag 23

Schön zum Verschenken und lecker zum Selbernaschen! Übrigens ist das mein letztes Rezept für kleine Bäckereien. Als besonderen Abschluß für meinen Adventskalender habe ich morgen etwas Größeres auf meinem Rezepteplan :-)


Lebkuchenherzen

300 g Roggenmehl
150 g Staubzucker
1 TL Natron
1/2 TL Zimt
gestoßene Gewürznelken
etwas Zitronenschale
50 g flüssiger Honig
2 Eier
eventuell etwas Milch

2 EL Orangensaft
1 TL Öl
120 g Staubzucker

Zuckerperlen oder Zuckerstreusel

Roggenmehl mit Staubzucker, Natron, Zimt, gestoßenen Gewürznelken und Zitronenschale vermengen. Honig und Eier zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Je nach verwendetem Honig kann es sein, dass man noch 1-2 EL Milch zugeben muss.
Blech mit Backpapier auslegen. Teig ausrollen, Herzen ausstechen und diese bei 180°C etwa 12-15 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Orangensaft mit Öl und Staubzucker glattrühren und eventuell mit Lebensmittelfarbe einfärben. In einen feinen Spritzbeutel füllen und die Herzen damit verzieren. Eventuell mit Zuckerperlen oder -streuseln verzieren.


Donnerstag, 22. Dezember 2011

Lebkuchenwürfel

Adventskalender Tag 22

Ein leckeres Lebkuchenrezept mit Schokoladeglasur. Bei diesem Rezept kann man die restliche Schokotunkmasse aufbrauchen, die man noch eventuell rumstehen hat. Für die letzten beiden Adventskalenderrezepte brauchen wir keine Schokolade mehr :-)


Lebkuchenwürfel

300 g Roggenmehl
150 g Staubzucker
1 TL Natron
1/2 TL Zimt
gestoßene Gewürznelken
Zitronenschalen
50 g flüssiger Honig
2 Eier

Marmelade
Schokoladetunkmasse

Roggenmehl, Staubzucker, Natron, Zimt, gestoßene Gewürznelken und Zitronenschalen vermengen. Mit Honig und Eiern zu einem glatten Teig verkneten. Je nach verwendetem Honig muss man noch 1-2 Eßlöffel Milch zugeben.
Blech mit Backpapier auslegen. Lebkuchenteig in drei Teile teilen und etwa gleichgroß ausrollen. Die erste Lebkuchenplatte auf das vorbereitete Blech legen und mit Marmelade bestreichen. Zweite Platte drauflegen, ebenfalls mit Marmelade bestreichen und mit der letzten Teigplatte bedecken. Bei 180°C etwa 30 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Lebkuchen mit Schokotunkmasse übergießen. Blech hochheben, drehen und kippen bis der Lebkuchen komplett überzogen ist. Kurz fest werden lassen und den Lebkuchen in gleichmäßige Würfel schneiden.


Mittwoch, 21. Dezember 2011

Kürbisschnitten

Adventskalender Tag 21

Die Kürbiszeit ist eigentlich schon vorüber. Zum Glück gibt es noch ein paar eingelagerte Exemplare am Hof meines Bruders. Für diese Kürbisschnitten braucht man nur ein winziges Stück Hokkaido oder Butternuß. Und was tun mit dem restlichen Kürbis? Entweder das gewürfelte Kürbisfruchtfleisch im Tiefkühlbeutel in den Gefrierschrank oder einfach ab in die Suppe! :-)


Kürbisschnitten

100 g Kürbisfruchtfleisch
350 g Mehl
120 g Butter
120 g Staubzucker
2 Dotter

Marmelade

Kürbis in Wasser weichkochen, abgießen, durch die Kartoffelpresse drücken und das überschüssige Wasser abgießen. Gut abtropfen und abkühlen lassen.
Mehl mit Butter verbröseln. Staubzucker, Dotter und Kürbis zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.
Blech mit Backpapier auslegen. Die Hälfte des Teiges ausrollen und auf das vorbereitete Blech legen. Mit Marmelade bestreichen. Den restlichen Teig als Gitter darauf legen oder verschiedene kleine Formen ausstechen und die Marmelade damit belegen. Bei 180°C etwa 25 Minuten backen. Noch heiß in Schnitten schneiden und auskühlen lassen.



Dienstag, 20. Dezember 2011

Kürbiskernbusserl

Adventskalender Tag 20

So schön langsam geht mein Adventskalender dem Ende zu. Also noch schnell ein Rezept mit gemahlenen Kürbiskernen. Den Dotter nicht wegschmeißen sondern z.B. für Ischler Bäckerei verwenden oder mit einer Frischhaltefolie zudecken, in den Kühlschrank stellen und für mein morgiges Adventskalenderrezept bereitstellen :-)


Kürbiskernbusserl

2 Eiklar
140 g Staubzucker
140 g gemahlene Kürbiskerne
etwas Zitronenschale

Aranzini zum Belegen

Schokotunkmasse

Blech mit Backpapier auslegen. Backrohr auf 160°C vorheizen. Eiklar und Staubzucker etwa eine Viertelstunde schaumig rühren. Kürbiskerne und Zitronenschale unterheben. Mit dem Spritzsack sehr kleine Formen auf das vorbereitete Blech spritzen und mit Aranzini belegen. Bei 160°C etwa 10 Minuten backen. Auskühlen lassen. Den Boden der Busserl in Schokotunkmasse tauchen.


Montag, 19. Dezember 2011

Mince Pies

Adventskalender Tag 19

In Großbritannien und Irland sind Mince Pies ein traditionelles Weihnachtsgebäck. Der Name dieser Spezialität stammt von Mincemeat = Hackfleisch. Findet man in der Füllung heute lediglich Früchte, Nüsse, usw.; war bis zum 19. Jahrhundert Hackfleisch durchaus eine übliche Zutat. Auch in dem britischen Kochbuch "A new system of domestic cookery" von Maria Eliza Rundell aus dem Jahre 1807 findet man ein Rezept von Mince Pie mit einer Füllung aus Hackfleisch vom Rind, Äpfeln, Johannisbeeren, Wein, usw. Und auch wenn ich normalerweise sehr experimentierfreudig bin, habe ich mich dann doch an dem zweiten Rezept aus ihrem Kochbuch orientiert: Mince Pie without meat :-)

In England werden Mince Pies übrigens als Stärkung für den Weihnachtsmann bereitgestellt. Da bei uns das Christkind kommt, dürfen wir getrost alle leckeren Törtchen selbst aufessen!


Mince Pies

250 g Mehl
80 g Butter
80 g Staubzucker
etwas Zitronenschale
1 Ei

1 Apfel
1 EL Zitronensaft
80 g Rosinen
40 g getrocknete Cranberries
1 EL Port
1 EL Weinbrand
80 g Butter
120 g brauner Zucker
1 Prise Salz
etwas geriebene Muskatnuß
etwas geriebene Zitronenschale
etwas gemahlener Zimt
etwas gemahlene Gewürznelken

Öl zum Befetten
Dotter zum Bestreichen

Rosinen und Cranberries eventuell klein hacken und mit Port und Weinbrand marinieren. Für einige Stunden durchziehen lassen.

Mehl mit Butter abbröseln. Staubzucker, Zitronenschale und Ei hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Für etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

Für die Fülle Apfel schälen, entkernen, sehr fein schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Butter mit Zucker verrühren. Gewürze, Äpfel, Rosinen und Cranberries zugeben und alles gut vermengen.

Ein Muffinblech dünn mit Öl bestreichen. Mürbteig ausrollen und 6 Kreise mit ca. 10 cm Durchmesser ausschneiden. Die Kreise sollten in der Mitte etwas dicker sein damit der Boden beim herausheben der Törtchen nicht durchbricht. Nach außen hin können die Teigkreise ruhig dünner werden, damit auch noch etwas Fülle in den Mince Pies Platz hat :-)
Teigkreise in die Muffinförmchen legen. Etwas vom Teig soll dabei über den Rand hinausragen. Fülle hineinstreichen. Teig messerrückendick ausrollen und weitere 6 Teigkreise mit ca. 8 cm Durchmesser ausschneiden und darauflegen. Den Rand mit einer Gabel zusammendrücken (siehe Bild). Anschließend die Kanten wieder schön rund schneiden, damit der Abschluß der Törtchen nicht ausgefranst ist. Törtchen mit Dotter bestreichen. Aus dem restlichen Teig kann man verschiedenste Formen ausstechen (z.B. Blätter) und die kleinen Pies damit belegen. Diese Verzierungen ebenfalls mit Dotter bestreichen und bei 180°C etwa 25 Minuten backen.

Mince Pies im Muffinblech lassen bis sie vollständig ausgekühlt sind. Mit Hilfe eines Messers den Rand vorsichtig vom Blech lösen und die Törtchen aus dem Blech heben.




Nachtrag: Walter war übrigens SEHR enttäuscht, dass ich die Version ohne Fleisch gebacken habe. Mein skeptischer Ausruf: "Walter, das ist eine süße Füllung MIT Fleisch!!!" hat er nur mit "Zu Ostern esse ich Geselchtes auf süßem Reinling!!!" kommentiert. Stimmt. Mein Kärntner hat britische Geschmacksnerven. Also kann Euch durchaus passieren, dass in meinem nächsten Adventskalender doch noch das Rezept MIT Fleisch zu finden ist :-)

Sonntag, 18. Dezember 2011

Weihnachtsmenü 1947

Adventskalender Tag 18

Der Eintrag vom 18. Dezember 1947 in Omas Kochbuch zeigt ein ganz besonderes Menü - nämlich das Weihnachtsmenü aus ihrem Kochkurs:


27. Kochtag! 18.12.1947
Weihnachtsmenü: Leberknödelsuppe, Gemüseplatte, Beafsteak, Französischer Salat in Aspik,
gemischtes Kompot, Schaumrollen.



Ob die Kochkursteilnehmerinnen dieses Menü tatsächlich gekocht oder einfach nur aufgeschrieben haben, würde mich sehr interessieren. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass man in dieser entbehrungsreichen Zeit einen Lungenbraten für einen Kochkurs "geopfert" hat. Noch dazu so kurz vor Weihnachten!
Vor allem zeigt das Rezept für Leberknödelsuppe in diesem Menü sehr deutlich WIE unglaublich sparsam gekocht wurde: der Anteil an Weißbrot ist wesentlich größer als der von Leber. Die Knödel werden dadurch zwar unglaublich "fluffig", aber schmecken eigentlich nicht wie Leberknödel sondern eher wie eine Mischung aus Leberknödel und Semmelknödel :-)


Französischer Salat in Aspik

Für die Mayonaise:
1 Dotter
ca. 1/8 l Öl
1 TL Senf
1 Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer

2 Eier
200 g Kartoffeln
50 g Karotten
50 g Erbsen
1 Apfel
6 Essiggurken
1 EL gehackte Petersilie
etwas Essig
Salz, Pfeffer

6 Blatt Gelatine
6 EL Wasser

Die Zutaten für die Mayonaise sollten Zimmertemperatur haben - also bereits einige Stunden vor der Zubereitung die Zutaten aus dem Kühlschrank holen! Ganz wichtiger Hinweis: nachdem für Mayonaise die Eier roh verzehrt werden, unbedingt auf Frische achten oder auf pasteurisierte Eier ausweichen. Dotter mit Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Nach und nach tropfenweise (!) Öl zugeben. Mayonaise in den Kühlschrank stellen.

Bevor man das Gemüse und die Eier feinwürfelig schneidet, sollte man einige schöne Eischeiben, gekochte Karottenstücke und Erbsen oder kleine Stücke Essiggurken für die Dekoration retten bzw. beiseite stellen (siehe Foto)!
Für den französischen Salat die hartgekochten Eier und die Essiggurken feinwürfelig schneiden. Karotten und Kartoffeln fein schneiden und mit den Erbsen weichkochen. Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und ebenfalls kleinwürfelig schneiden. Eier, Kartoffeln, Karotten, Erbsen, Apfel, Essiggurken und die gehackte Petersilie mit der Mayonaise vermengen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Essig abschmecken.

Mehrere kleine Förmchen oder eine schmale längliche Form mit Frischhaltefolie auslegen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen und aufquellen lassen. Gelatine ausdrücken und mit etwa 6 EL Wasser unter ständigem Rühren erhitzen bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat. Etwas davon in die vorbereiteten Förmchen füllen bis der Boden hauchdünn bedeckt ist. Auf diese Schicht legt man die Eischeiben, Karottenstückchen, Erbsen und / oder Essiggurken, die man für die Deko beiseite gestellt hat.

Die restliche Gelatine rasch unter den französichen Salat rühren. Die Masse in die vorbereiteten Förmchen einfüllen, mit Frischhaltefolie zudecken und für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Vorsichtig aus den Förmchen stürzen und eventuell in Scheiben schneiden.



Leberknödelsuppe (sparsam)

4 Scheiben Toastbrot
150 g Leber (Schwein oder Kalb)
1 kleine Zwiebel
1 Ei
1 EL Petersilie
etwas Thymian, Majoran
100-120 g Semmelbrösel
Salz, Pfeffer

etwas Milch zum Einweichen

Leber fein faschieren. Toastbrot in etwas Milch einweichen, ausdrücken und ebenfalls faschieren. Zwiebel und Petersilie fein hacken. Alle Zutaten gut vermengen und etwa 30 Minuten rasten lassen. Aus der Masse kleine Knöderl formen, vorsichtig in die kochende Suppe einlegen und etwa 10 Minuten köcheln lassen.



Beefsteak auf Gemüseplatte

Beefsteak: Lungenbraten in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Beidseitig mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Steaks beidseitig scharf anbraten, die Hitze reduzieren und fertigbraten. Steaks aus der Pfanne heben, in Alufolie wickeln und kurz rasten lassen.


Erbsen und Karotten: Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel sehr fein hacken und in Butter anschwitzen. Karotten und Erbsen zugeben und weichdünsten. Eventuell etwas Wasser oder Suppe zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rotkraut: Zwiebel fein hacken und in etwas Butter anschwitzen. Klein geschnittenes Rotkraut zugeben und etwas Suppe oder Wasser zugießen. Mit fein geriebenem Apfel weichdünsten. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.

Braungedünstetes Kraut: Butter erhitzen und darin den Zucker bräunen. Klein geschnittenes Weißkraut zugeben und durchrösten. Etwas Suppe oder Wasser zugießen und mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Essig abschmecken.

Kartoffelpüree: Mehlige Kartoffeln schälen, vierteln und in reichlich Salzwasser weichkochen. Abgießen und mit etwas Salz, gemahlener Muskatnuß und heißer Milch cremig rühren. Masse in einen Spritzsack füllen und in Röschen dekorativ auf die Gemüseplatte spritzen.



Schaumrollen

1 Pkg. Blätterteig
1 Dotter zum Bestreichen
etwas Butter

1/4 l Schlagobers
3 EL Kristallzucker
eventuell Vanille-Aroma

Schaumrollenförmchen gut mit Butter befetten. Blätterteig in ca. 2cm breite Streifen schneiden und die Streifen auf die Förmchen wickeln. Mit Dotter bestreichen und goldbraun backen. Vorsichtig von den Förmchen ziehen und auskühlen lassen.

Schlagobers steif schlagen. Dabei den Kristallzucker einrieseln lassen. Eventuell mit etwas Vanille-Aroma verfeinern. Masse in einen Spritzsack füllen und in die ausgekühlten Blätterteighüllen füllen.




Samstag, 17. Dezember 2011

Kokosstangerl

Adventskalender Tag 17

Normalerweise taucht man Kokosstangerl in eine Tunkmasse aus Butter, Kakao, Staubzucker und Rum. Da bei mir immer kleine Kinder rumwuseln und manchmal auch in die Keksdose greifen dürfen, findet man in meiner Tunkmasse statt Rum nur Milch. Falls bei Euch keine Kids rumlaufen, etwa die Hälfte der Milch in der Tunkmasse durch Rum ersetzen :-)


Kokosstangerl

40 g Butter
1 TL Honig
1 Prise Salz
100 g Staubzucker
1 Ei
100 ml Milch
200 g Mehl
1 TL Backpulver
etwas Zitronenschale

100 g Butter
30 g Kakao
50 ml Milch
120 g Staubzucker

200 g Kokosraspel

Blech mit Backpapier auslegen. Butter mit Honig, Salz, Staubzucker und Ei cremig rühren. Milch, Mehl, Backpulver und Zitronenschale unterrühren. Teig auf das Blech streichen und bei 180°C etwa 25 Minuten backen. Noch warm in 5 x 1 cm breite Streifen schneiden.
Für die Tunkmasse Milch mit Butter und Kakao erhitzen. Staubzucker einrühren und abkühlen lassen. Stangerln eintauchen und in Kokosraspeln wenden.



Freitag, 16. Dezember 2011

Scones

Am 16. Dezember 1775  - heute vor 236 Jahren - wird Jane Austen in Steventon in Hampshire geboren. Während ihres kurzen Lebens schreibt sie sechs außergewöhnlich schöne Romane, die einen guten Einblick in das Leben und die Zeit des frühen 19. Jahrhunderts ermöglichen. Dass ihre Romane auch immer ein glückliches Ende finden, ist ein weiterer Grund, warum mich die Romanverfilmungen in regelmäßigen Abständen vor den Fernseher fesseln.

Anlässlich ihres Geburtstags gibt es leckeren Cream Tea und somit ein weiteren Versuch für fluffige Scones. Die alten Versionen waren zwar auch lecker, aber nicht richtig überzeugend. Deswegen bin ich noch immer am Verbessern meiner geliebten Gebäcke und finde mein letztes Backerzeugnis eigentlich recht gut gelungen.
Eines ist mir aber natürlich klar: trotz all meiner Experimente werden meine Scones NIE so lecker schmecken wie beim Afternoon Tea im Pump Room in Bath. Allein die Atmosphäre dort sorgt für ein besonderes Geschmackserlebnis!


Afternoon Tea im Pump Room, Bath:
Unerreichbar fluffige Scones, schöne Törtchen, köstliche Sandwiches
und natürlich das berühmte Heilwässerchen... *seufz*


Trotzdem ist hier mein nächster Versuch für fluffige Scones:


Scones

400 g Mehl
60 g Butter
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale
150 ml Milch
50ml Schlagobers
1 Ei

Milch zum Bestreichen

1 kleines Glas Clotted Cream (erhältlich z.B. beim Meindl am Graben in Wien)
1 kleines Glas Marmelade (z.B. Brombeermarmelade)

Butter mit dem Mehl verbröseln. Mit Backpulver, Salz, Zitronenschale, Milch, Schlagobers und Ei rasch zu einem weichen Teig verarbeiten. Die Scones werden umso fluffiger, je weniger bzw. kürzer der Teig verarbeitet wird; selbst sichtbare Dotterschlieren kann man getrost ignorieren!!!
Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und mit der Hand flach drücken. Mit einem runden Ausstecher oder einem Glas die Scones ausstechen. Den Ausstecher bzw. das Glas dabei immer wieder in Mehl eintauchen, damit der Teig nicht kleben bleibt.
Scones auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Milch bestreichen und bei 150°C (Heißluft) etwa 30 Minuten goldbraun backen. Scones mit Clotted Cream und Marmelade servieren.



Ischler Bäckerei mit Haferflocken

Adventskalender Tag 16

Normalerweise findet man im Teig für Ischler Bäckerei gemahlene Mandeln oder Nüsse (--> Rezept). Geröstete Haferflocken im Teig schmecken aber auch sehr lecker. Damit der Teig schön glatt und die Kekse richtig schön werden, werden die Haferflocken nach dem Anrösten fein gerieben. Natürlich schmecken die Ischler aber auch lecker, wenn die Haferflocken im Ganzen in den Teig wandern :-)


Ischler Bäckerei mit Haferflocken

150 g Haferflocken
200 g Mehl
160 g Butter
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale
120 g Staubzucker
2 EL Milch

etwas Marmelade
Staubzucker zum Bestreuen

Haferflocken in etwa 20 g der Butter rösten, auskühlen lassen und fein reiben. Mit dem Mehl vermengen und die restliche Butter darin abbröseln. Mit Salz, Zitronenschale, Staubzucker und Milch zu einem glatten Teig verarbeiten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.
Blech mit Backpapier auslegen. Teig messerrückendick ausrollen, Scheiben ausschneiden und bei der Hälfte der Scheiben runde Löcher ausstechen. Bei 180°C etwa 12 Minuten backen.
Nach dem Auskühlen die vollen Scheiben mit Marmelade bestreichen und die durchstochenen daraufsetzen. Mit Staubzucker bestreuen.


Donnerstag, 15. Dezember 2011

Terrassen

Adventskalender Tag 15

Bereits zum dritten Mal gibt es auf meinem Blog diesen Adventskalender mit Rezepten. Und so schön langsam fehlen mir Anregungen und weitere Ideen. Aber keine Angst - der diesjährige Adventskalender ist so gut wie fertig. Und für den Adventskalender 2012 habe ich dann ja wieder ein ganzes Jahr Zeit für neue Eingebungen :-)


Terrassen

350 g Mehl
120 g Butter
120 g Staubzucker
1 Packerl Vanillezucker
etwas geriebene Zitronenschale
1 Ei
5 EL Milch

etwas Marmelade
Staubzucker zum Bestreuen

Mehl mit Butter abbröseln. Staubzucker, Vanillezucker, Zitronenschale, Ei und Milch zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teig messerrückendick ausrollen, drei verschiedene Größen ausstechen und diese bei 180°C (Heißluft) etwa 8-10 Minuten backen. Auskühlen lassen, mit Marmelade zusammensetzen und mit Staubzucker bestreuen.



Mittwoch, 14. Dezember 2011

Zimtlikör

Adventskalender Tag 14

Wie jedes Jahr gibt es auch heuer einen leckeren Likör in meinem Adventskalender. Diesmal eine weihnachtliche Variante mit Zimt. Wenn man den Likör als Weihnachtsgeschenk verwenden möchte, sollte man unbedingt auf pasteurisierten Dotter aus dem Tetrapack ausweichen. Aber auch wenn man den Likör "nur" für den Eigengebrauch macht, unbedingt auf die Frische der Eier achten!!! Immerhin soll der Likör keine unangenehmen Folgen haben ;-)


Zimtlikör

1/8 l Milch
1/8 l Schlagobers
2 Dotter
150 g Kristallzucker
1 TL Zimt
10 g Puddingpulver Vanille
150 ml Rum

Kalte Milch mit Schlagobers, Dotter, Zucker, Zimt und Puddingpulver versprudeln und auf kleiner Hitze schlagen bis die Konsistenz cremig ist. Nicht aufkochen, da sonst der Dotter ausflockt! Rum einrühren und auskühlen lassen.





Dienstag, 13. Dezember 2011

Plumpudding

Adventskalender Tag 13

Mein heutiges Adventskalenderrezept entführt Euch - wenn auch nur kulinarisch - auf meine geliebte Insel. In Großbritannien ist der Plumpudding oder auch Christmas Pudding ein traditionelles Weihnachtsessen. Obwohl man bei dem Namen eigentlich Pflaumen = Plum als Zutat vermuten würde, findet man im Pudding nur Rosinen.

Mein Rezept ist angelehnt an das aus dem britischen Kochbuch  "A new system of domestic cookery" von Maria Eliza Rundell von 1807. Allerdings ist mein Plumpudding im Vergleich zum Original sehr viel kleiner und kommt ohne Rindertalg aus. Letzteres habe ich nicht nur entschieden, weil ich keinen finden bzw. kaufen konnte, sondern auch weil ich keinen verwenden wollte. Aber auch mit Butter schmeckt der Plumpudding ausgezeichnet. Besonders in Kombination mit der Brandycreme. Aber Vorsicht - die Brandycreme darf man nur in Maßen genießen! Walters Kommentar dazu: "Heftig guat..." :-D


Plumpudding

200 g Butter
200 g Mehl
125 ml Weißwein
125 ml Milch
1 Ei
200 g Rosinen
120 g brauner Zucker
1/2 TL Backpulver
etwas Zitronenschale

Eine Puddingform gut befetten und den Boden mit einem kleinen Stück Backpapier auslegen.
Butter mit Ei, Mehl, Weißwein und Milch cremig rühren und die restlichen Zutaten unterrühren.
Masse in die vorbereitete Puddingform füllen und mit dem Deckel gut verschließen. In einem großen Topf Wasser erhitzen. Die Puddingform etwa 1/3 aus dem Wasser ragen lassen. Das Wasser sollte immer leicht köcheln; dabei darauf achten, dass genügend Wasser im Topf ist und eventuell noch nachgießen. Den Plumpudding etwa 2 Stunden in diesem Wasserbad garen lassen.
Puddingform vorsichtig aus dem Wasser heben, etwa 10 Minuten rasten lassen, öffnen und vorsichtig herausstürzen. Den Plumpudding mit Brandycreme servieren.


Brandycreme

1 EL Butter
2 EL Mehl
250 ml Milch
150 ml Schlagobers
1-2 EL Zucker
30-50 ml Weinbrand

Mehl in geschmolzener Butter verrühren. Mit Milch und Schlagobers aufgießen und bei schwacher Hitze eindicken lassen. Zucker und Weinbrand zugeben und abschmecken.


rechts oben: aus "A new system of domestic cookery" von Maria Eliza Rundell,
printed for John Murray, London 1807; digitized by Michigan State University Libraries;
Seite 146: Hunter´s Pudding und Seite 147: Common Plum Pudding

Montag, 12. Dezember 2011

Schnelle Knusperchen

Adventskalender Tag 12

Dieses Rezept findet man zwar nicht in Omas Kochbuch, aber ich kann mich daran erinnern, dass sie mir diese schnellen Knusperchen anlässlich meines Namenstages gemacht hat. Für meine Oma war dieser Tag viel wichtiger als der Geburtstag und sie hat - bis zu ihrer Erkrankung - auf keinen einzigen Namenstag vergessen. Mit hübschen Kleinigkeiten, Süßkram oder einem besonderen Mittagsmenü versüßte sie einem den "besonderen Tag". Seit ihrer Erkrankung ist der Namenstag in unserer Familie komplett in Vergessenheit geraten. Vielleicht lasse ich diese Tradition im kommenden Jahr wieder aufleben :-)


Schnelle Knusperchen

Mengenangaben sind für dieses Rezept vollkommen unnötig. Verwendet wird, was der Vorratsschrank hergibt :-)

Cornflakes mit Schokotunkmasse oder geschmolzener Schokolade verrühren. Mit einem kleinen Löffel Cornflakes aus der Schokolade heben und zu kleinen Häufchen auf Backpapier legen. Kalt werden lassen. Fertig!

Außerdem kann man die Cornflakes noch mit kleinen Stückchen von Nüssen oder Mandeln, Haferflocken, kandierten Früchten, usw. vermengen. Oder die Schokotunkmasse mit Orangensaft, Vanillearoma, Zimt, Kokosflocken, usw. abändern...


Sonntag, 11. Dezember 2011

Mohnkipferl

Adventskalender Tag 11

Gestern fand im Haus meiner Eltern wieder die traditionelle Herbergsuche* statt. Da ich die "Kekslieferantin" dieser Veranstaltung bin, ist mein Vorrat an Weihnachtsgebäck wieder stark geschrumpft. Also mache ich mich rasch wieder ans Auffüllen - heute mit einem schnellen Rezept für mein Kipferl- bzw. Schummelblech :-)


Mohnkipferl

Mengenangaben für 1 Blech = 42 Kipferl

60 g Mehl
1 Msp. Backpulver
40 g gemahlener Mohn
40 g Staubzucker
100 g Butter
1 Ei
2 EL Orangensaft

Staubzucker zum Bestreuen

Alle Zutaten verrühren und in das unbefettete Blech streichen. Bei 180°C 10-15 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen, aus der Form stürzen und noch warm mit Staubzucker bestreuen.




*Verwandte und Nachbarn kommen in der Adventzeit zu einer Andacht zusammen. Und danach bleibt man natürlich gemütlich sitzen und futtert die ersten Weihnachtsgebäcke :-)

Samstag, 10. Dezember 2011

Orangenmarzipan

Adventskalender Tag 10

Marzipan selber machen? Laut dem Rezept aus Omas Kochbuch keine allzu schwierige Aufgabe. Das musste ich natürlich sofort ausprobieren und siehe da: feinste Marzipan-Pralinchen :-)


Orangenmarzipan

120 g Kristallzucker
50 ml Orangensaft
120 g gemahlene Mandeln


Zucker mit Orangensaft kurz kochen lassen und vom Herd nehmen. Geschälte und fein geriebene Mandeln zugeben und ständig rühren bis die Masse schön dick ist und sich formen läßt. Marzipan in eine befeuchtete Auflaufform streichen, ein feuchtes Tuch darüberlegen und auskühlen lassen. Mit den Händen gut durchkneten. Falls die Masse zu trocken oder bröselig ist, noch etwas Orangensaft zufügen; wenn das Marzipan zu matschig ist, noch Staubzucker unterkneten. Aus der Masse kleine Kugeln formen und diese in Schokotunkmasse tauchen.

Für "normales" Marzipan den Orangensaft einfach durch Wasser ersetzen und die Mandeln sehr sehr fein mahlen.
 



Freitag, 9. Dezember 2011

Weihnachtliches Tiramisu

Adventskalender Tag 9

Statt der üblichen Biskotten findet man in diesem weihnachtlichen Tiramisu Lebkuchenstücke. Wenn man die Mengenangaben für den Lebkuchenteig verdoppelt, gewinnt man zusätzlich auch ein paar Lebkuchen für die Keksdose. Dafür den Teig messerrückendick ausrollen, Herzen oder andere Figuren ausstechen, mit Eiklar bestreichen, eventuell mit halbierten Mandeln belegen und etwa 20 Minuten backen.
Das Rezept eignet sich auch gut zur Resteverwertung, falls nach Weihnachten noch immer Kekse in den Keksdosen zu finden sind...


Weihnachtliches Tiramisu

150 g Roggenmehl
70 g Staubzucker
1 EL flüssigen Honig
1/2 TL Natron
1 Ei
1 Messerspitze Zimt
etwas gestoßene Gewürznelken
etwas geriebene Zitronenschale
etwas Milch


2 Äpfel
100 ml Wasser
30 g Kristallzucker
2 Gewürznelken
1 Zimtstange


250 g Mascarpone
1/8 l Schlagobers
1 EL Rum
1 TL Zimt
1 EL Staubzucker
1 TL Vanillezucker


Zimt zum Bestreuen

Für den Lebkuchen Roggenmehl mit Staubzucker, Honig, Natron, Ei, Zimt, gestoßenen Gewürznelken, Zitronenschalen und eventuell etwas Milch zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig messerrückendick ausrollen und für die Garnitur ein paar kleine Sterne ausstechen. Den restlichen Teig im Ganzen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Beides bei 180°C etwa 20 Minuten backen und auskühlen lassen. Lebkuchen in kleine Streifen schneiden oder einfach in kleine Stücke reißen.

Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Gemeinsam mit Wasser, Kristallzucker, Gewürznelken und Zimtstange etwa 3 Minuten köcheln lassen. Äpfel gut abtropfen lassen; die Flüssigkeit dabei auf keinen Fall wegschütten sondern für die Creme aufheben!


Mascarpone und Schlagobers etwa 5 Minuten cremig rühren. Zimt, Staubzucker, Vanillezucker, Rum und etwa 6 EL von der abgegossenen Flüssigkeit gut unterrühren. Abschmecken.

Creme, Lebkuchen und Äpfel abwechselnd in Formen oder Gläser füllen und für einige Stunden kalt stellen. Vor dem Servieren mit den Lebkuchensternchen belegen und mit Zimt bestreuen.



Donnerstag, 8. Dezember 2011

Kokosschnitten

Adventskalender Tag 8

Manche Rezepte entstehen durch reinen Zufall. Denn ursprünglich habe ich mir ganz andere Zutaten zusammengeschrieben um dann beim Wühlen durch meinen Vorratsschrank festzustellen, dass die gewünschten Dinge nicht vorhanden sind. Also habe ich damit begonnen Zutaten auszutauschen und auch neue hinzugefügt - und herausgekommen sind dabei diese Schokoschnitten mit Kokoshäubchen! Und nein, ich verrate Euch meinen Ursprungsplan nicht. Noch nicht :-)


Kokosschnitten

2 Eier
2 EL Kristallzucker
1 Prise Salz
40 g Butter
40 g Staubzucker
30 g Kochschokolade
80 g Mehl

1 Eiklar
1 EL Kristallzucker
30 g Kokosraspeln
etwas Zitronenschale

Blech mit Backpapier auslegen. Die Eier trennen und das Eiklar mit dem Kristallzucker und dem Salz zu festem Schnee schlagen. Aus Butter, Dotter und Staubzucker einen Abtrieb bereiten. Schokolade im Wasserbad schmelzen und mit Mehl und dem steifgeschlagenen Schnee unterheben. Auf das vorbereitete Blech streichen.
Das Eiklar mit Kristallzucker schaumig rühren, Kokosraspeln und Zitronenschale unterheben und auf die Schokomasse streichen. Bei 180°C backen. Nach etwa 15 Minuten in kleine Schnitten schneiden und in weiteren 10 Minuten fertigbacken.



Mittwoch, 7. Dezember 2011

Orangen-Nougat-Kekse

Adventskalender Tag 7

Meine Keksdosen sind heuer noch ungewöhnlich leer. Also gibt es heute - als Keksdosenfüllende Maßnahme - ein neues Rezept für Kekse :-)


Orangen-Nougat-Kekse

350 g Mehl
120 g Butter
120 g Staubzucker
1 Ei
5 EL Orangensaft
etwas geriebene Orangenschale

150 g Nougat
4 EL Orangensaft

Mehl mit Butter abbröseln. Mit Staubzucker, etwas geriebener Orangenschale, Ei und Orangensaft rasch zu einem glatten Teig verarbeiten und etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Teig messerrückendick ausrollen, kleine runde Formen ausstechen und etwa 8-10 Minuten bei 180°C backen.
Nougat mit Orangensaft unter ständigem Rühren erwärmen und glatt rühren. Je zwei Kekse mit dem geschmolzenen Nougat zusammensetzen. Die fertigen Orangen-Nougat-Kekse eventuell mit dem restlichen geschmolzenen Nougat oder mit Schokotunkmasse verzieren.


Dienstag, 6. Dezember 2011

Nikolofeier 1947

Adventskalender Tag 6

Passend zum heutigen Tag zeige ich heute die Nikolofeier aus Omas Kochbuch:


Nikolofeier: Bohnenkaffee, Wespennester, Tirolerstrudel,
Lebkuchen, Kecks, Nußkugeln, Quittenkäs.


Tirolerstrudel und Wespennester unterscheiden sich weder beim Teig noch bei der Fülle. Die Wespennester werden vor dem Backen geschnitten; beim Tirolerstrudel wird die Teigrolle im Ganzen gebacken. Alle anderen Rezepte von der Nikolofeier findet Ihr hier: Lebkuchen, Kekse, Nußkugeln und Quittenkäs.


Tirolerstrudel / Wespennester

600 g Mehl
1 Packerl Trockengerm
1/4 l Milch
80 g Kristallzucker
80 g Butter
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale
2 Eier

40 g Kristallzucker
2 TL Zimt oder Kakaopulver
40 g Rosinen
20 g Mandelblättchen oder fein gehackte Nüsse
60 g klein geschnittene Schokolade
40 g Aranzini

1 Ei zum Bestreichen

Mehl mit Germ vermengen. Milch mit Butter, Zucker, Salz und Zitronenschale erwärmen und in die lauwarme Flüssigkeit die Eier einquirlen. Mit dem Mehl zu einem glatten Teig abschlagen. Zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen.
Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und mit Kristallzucker, Zimt oder Kakao, Rosinen, Mandelblättchen oder fein gehackten Nüssen, klein geschnittener Schokolade und Aranzini bestreuen. Fest einrollen.

Für Tirolerstrudel die gefüllte Rolle im Ganzen auf das Blech legen, gehen lassen, mit Ei bestreichen und bei 200°C backen. Auskühlen lassen und in Stücke schneiden.

Für Wespennester etwa 2cm breite Scheiben von der Rolle abschneiden und diese mit der Schnittfläche auf ein befettetes Blech legen. Nochmals gehen lassen, mit Ei bestreichen und bei 200° backen.


links: Tirolerstrudel, rechts: Wespennester


Ich wünsche Euch einen schönen Nikolotag!

Montag, 5. Dezember 2011

Kürbiskernstangerl

Adventskalender Tag 5

Bäckereien mit Kürbiskernen sind nicht nur wegen ihrer Färbung sondern auch wegen ihrem besonderen Geschmack eine leckere Abwechslung am Kekseteller. Und als Steirerin sollte ich ohnehin viiiiiiel mehr Rezepte mit Kürbiskernen auf meinem Blog veröffentlichen :-)


Kürbiskernstangerl

100 g Mehl
120 g geriebene Kürbiskerne
1 Messerspitze Backpulver
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale

80 g Staubzucker
80 g Butter
2 Eier
Marmelade zum Zusammensetzen

Schokoladetunkmasse

Mehl mit Kürbiskernen, Backpulver, Salz, Zitronenschale und Staubzucker verschmischen. Ist die Marmelade zum Zusammensetzen nicht sehr süß, noch etwa 20 g Staubzucker zusätzlich dazugeben. Butter zugeben und zerbröseln. Eier ebenfalls zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten.  Diesen in eine Gebäckpresse füllen, möglichst gleichmäßige Stangerl auf ein Backblech spritzen und bei 180°C etwa 8-10 Minuten backen. Je zwei Kekse mit etwas Marmelade zusammensetzen und in Schokotunkmasse tauchen.



Sonntag, 4. Dezember 2011

Weihnachtliche Trinkschokolade

Adventskalender Tag 4

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, verbringe ich den Abend gern auf unserer Couch. Eingekuschelt in eine warme Decke, mit prasselndem Kaminfeuer, einer schönen DVD und leckerer Trinkschokolade :-)


Weihnachtliche Trinkschokolade

Mengenangaben für 1 große Tasse:

250 ml Vollmilch
50 ml Schlagobers
1 EL Kristallzucker
1 Zimtrinde
etwas Orangenschale
40 g Kochschokolade
1 Schuß Rum

Milch mit Schlagobers, Kristallzucker, Zimtrinde und geriebener Orangenschale erhitzen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Zimtrinde entfernen und die Milch durch ein feines Sieb gießen. Kochschokolade in Stücke brechen und in der heißen Milch auflösen. Mit dem Schneebesen ordentlich durchsprudeln. Rum zugießen und genießen :-)



Samstag, 3. Dezember 2011

Schokokipferl

Adventskalender Tag 3

Letztes Jahr habe ich mich endgültig von meiner hässlichen Kipferlproduktion verabschiedet und mir ein Kipferlblech gekauft (--> Blogeintrag). Daher gibt es auch in meinem diesjährigen Adventskalender wieder einige Rezepte für "mein geliebtes Schummelblech" :-)


Schokokipferl

Mengenangaben für 1 Blech = 42 Kipferl

120 g Mehl

1 Msp. Backpulver
80 g Staubzucker
1 TL Vanillezucker
50 g Butter
40 g Schokolade
2 Eier
etwas Orangenschale
1 Prise Salz


Schokoladetunkmasse

Schokolade im Wasserbad erweichen und mit den restlichen Zutaten verrühren. Masse in das unbefettete Blech streichen. Bei 180°C 10-15 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen und aus der Form stürzen. Die Enden der Kipferl in Schokoladetunkmasse tauchen.




Freitag, 2. Dezember 2011

Quittenkäse

Adventskalender Tag 2

Und gleich noch ein Rezept aus Omas Kochbuch. Ein großes Danke an dieser Stelle an Eva! Ohne sie wäre dieses Rezept immerhin nicht in meinem Adventskalender gelandet. In letzter Zeit war ich immer wieder erfolglos auf Quittensuche und habe Eva scheinbar so intensiv die Ohren vollgesungen, dass sie am Lendplatz hellhörig wurde, als sie die Frage "Haben Sie Quitten?" hörte. Sie hefte sich an die Fersen der fragenden Person und siehe da: SIE HAT QUITTEN GEFUNDEN :-)


Quittenkäse

1 kg Quitten
300 g Kristallzucker
1 Zimtstange
etwas Zitronenschale

Öl zum Bestreichen
etwas Kristallzucker

Quitten gründlich waschen, schälen und vierteln. Das Kerngehäuse großzügig wegschneiden und die Stücke mit der Zimtstange und etwas Wasser weichkochen. Eine große Auflaufform dünn mit Öl bestreichen.
Quitten abseihen, Zimtstange entfernen und die Quitten fein passieren. Gemeinsam mit Kristallzucker erhitzen und bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren (!) so lange rühren bis die Masse richtig schön eingedickt ist. Die Masse in die vorbereitete Form streichen und auskühlen lassen. Aus der Form stürzen, in kleine Rauten schneiden und in Kristallzucker drehen.



Donnerstag, 1. Dezember 2011

Früchtebrot

Adventskalender Tag 1

Für den ersten Tag meines diesjährigen Adventskalenders habe ich ein Rezept aus - wie könnte es anders sein - Omas Kochbuch ausgewählt. Allerdings habe ich die Mengen stark reduziert. Ein Früchtebrot mit 2 kg Mehl wäre einfach zuviel des Guten :-)

Wie bei sehr vielen Rezepten aus Omas Kochbuch kann ich mich auch bei diesem Früchtebrot nicht daran erinnern, dass sie es je gebacken hätte. Kann aber auch daran liegen, dass die Zubereitung sehr aufwendig und zeitintensiv ist. Aber allein der Duft, den das süße Backwerk in der Küche verströmt, ist den ganzen Aufwand wert...

Für eine "kindertaugliche" Version die Rosinen in Apfelsaft statt in Rum einweichen und die Nüsse unbedingt in sehr kleine Stückchen schneiden!


Früchtebrot

100 g getrocknete Früchte (Kletzen, Zwetschken, Marillen, ...)
ca. 1/8 l Wasser

40 g Rosinen
2 EL Rum

50 g Nüsse oder Mandeln
50 g Aranzini

250 g Mehl
1/2 Packerl Trockengerm
20 g Kristallzucker
1 Prise Salz
Zitronen- und Orangenschalen
ca. 50 ml Wasser

Mürbteighülle:
300 g Mehl
1 TL Vanillezucker
150 g Butter
1 Ei

1 Ei zum Bestreichen
Geschälte Mandeln, Rosinen und Aranzini zum Belegen

Die getrockneten Früchte über Nacht in Wasser und Rosinen in Rum einweichen. Wasser und Rum nicht wegschütten; beides wird später zum Kneten des Teiges verwendet. Früchte grob schneiden. Nüsse oder Mandeln grob hacken. Früchte, Rosinen, Nüsse oder Mandeln, Aranzini mit Mehl, Trockengerm, Kristallzucker, Salz, Zitronen- und Orangenschale mit dem Wasser zu einem festen Teig verarbeiten und gut durchkneten. Für einige Stunden an einem nicht zu warmen Ort gehen lassen. Teig nochmals durchkneten, zu einem länglichen Laib formen und nochmals gut gehen lassen.

Für den Mürbteig Mehl mit Vanillezucker vermischen. Kalte Butter einschneiden und verbröseln. Ei zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig für etwa 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

Backrohr mit 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mürbteig nicht zu dünn ausrollen, Früchteteig darauflegen, in die Mürbteighülle einschlagen und mit der "Naht" nach unten auf das Backblech legen. Die Mürbteighülle darf keine Risse haben, sonst springt das Früchtebrot dort beim Backen auf. Teig mit dem verquirlten Ei bestreichen, kurz antrocknen lassen und nochmals mit Ei bestreichen. Nach Lust und Laune mit Mandeln, Rosinen und Aranzini belegen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen.

Sollte das Früchtebrot aufreißen, nur nicht ärgern oder - so wie ich bei meinem ersten Versuch - schreiend vor dem Backrohr stehen. Vielleicht ist ein aufgerissenes Früchtebrot nicht das schönste Früchtebrot ABER es war herrlich fluffig und sehr lecker :-)


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