Dienstag, 31. Mai 2011

Wieso muss eigentlich immer erst etwas passieren...

... bevor es auf der Welt ein Nachdenken gibt???

Jahrelang habe ich unzählige Diskussionen zum Thema BIO geführt und dabei verächtliches Schnauben geerntet.
Weil ich nun mal der Meinung bin, dass BIO oft nicht das ist, was Herr und Frau Konsument sich unter diesen drei Buchstaben vorstellen.
Weil Konsumenten ein Vermögen für mit BIO gekennzeichnete Waren bezahlen und ihnen weitere Daten wie z.B. Herkunft völlig egal sind oder sie einfach nicht weiter drüber nachdenken.
Weil BIO manchmal ganz einfach folgendes ist: das Abzocken von ahnungslosen Kunden, die zum teureren Produkt greifen, weil sie denken, sich und der Umwelt damit etwas Gutes zu tun (Stichwort: BIO-Honig?)

Plötzlich taucht die lustige spanische Salatgurke mit ihren weniger lustigen Folgen auf und die Zeitungen sind voll von Berichten über deren Herkunft bzw. Wachstum bzw. Pflege. Und plötzlich geht ein großer Aufschrei durch die Welt, weil doch niemand wissen konnte, wie das spanische BIO-Gemüse wirklich erzeugt wird. Weggezaubert all die Illusionen von dem braungebrannten spanischen Gärtner, der nur mit Latzhose und Strohhut bewaffnet den Gurken gut zuredet, damit sie schnell und möglichst perfekt der spanischen Sonne entgegenwachsen.

Bitte versteht mich nicht falsch - dieser Blogeintrag soll keineswegs "ich hab es Euch doch gesagt" ausdrücken sondern ich möchte eigentlich nur das wiederholen, was ich schon seit Jahren von mir gebe:

Meine Lieben, lasst Euch nicht irgendeinen Blödsinn von irgendwelchen Etiketten und Gütesiegeln einreden und benutzt doch bitte Euren Hausverstand!
Eine Salatgurke, die im März als solche verkauft wird, ist nichts anderes als eine geschmacklose grüne Wasserboje in Gurkenform, die Tausende von Kilometern transportiert wurde, um in Eurem Einkaufskorb auf dem Weg nach Hause das erste Mal richtige Sonnenstrahlen zu sehen.

Wartet doch lieber auf die heimischen Lebensmittel und greift zu saisonalen Waren! Auch wenn der Gemüse- oder Obstbauer ums Eck seine Waren nicht als BIO kennzeichnet, so weiß man doch WO bzw. WIE diese gewachsen sind!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Erdäpfellaibchen

Wie jeden Frühling kann ich es kaum mehr erwarten bis endlich die "neuen" Erdäpfel geerntet werden. Da es bis dahin aber noch ein kleines Weilchen dauert, heute ein Rezept für "alte" Lagerbestände:

500 g mehlige Erdäpfel
40 g Mehl
60 g Grieß
1 Ei
1/2 TL Backpulver
Salz, Pfeffer

1 Ei zum Bestreichen

Erdäpfel in der Schale weich kochen. Noch heiß schälen und durch die Erdäpfelpresse drücken. Mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten. Daraus Laibchen formen oder auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und ausstechen: für Kids schmeckt es natürlich besser, wenn die Laibchen in Form von Figuren, Tieren, Sternen, usw. am Teller landen ;-)
Diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit dem verquirlten Ei bestreichen. Bei 180°C (Heißluft) etwa 30 Minuten goldbraun backen.

Man kann die Laibchen natürlich auch in der Pfanne in heißem Fett braten. Die Zubereitung im Backrohr ist allerdings fettärmer und genauso lecker :-)




Als Beigabe grünen Salat oder Schnittlauchsauce: dafür 1 Becher Naturjoghurt und 2 EL Sauerrahm verrühren. 1/2 Bund Schnittlauch fein hacken und unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und eventuell gehacktem Knoblauch abschmecken.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...