Samstag, 26. März 2011

Autotorte

Sieht nicht ganz so aus wie geplant, aber normalerweise ist ja auch Walterle für "technische Schnitzereien" zuständig. Da der Herr des Hauses aber momentan nicht da ist, durfte ich mich selbst im Autoschnitzen versuchen :)




Und jetzt bin ich mal neugierig, ob jemand erkennt, welche Automarke das Törtchen darstellen soll :D

Montag, 7. März 2011

Faschingskrapfen (nach Katharina Prato)

In modernen Kochbüchern wird Germteig zubereitet, indem Butter und Zucker mit der Flüssigkeit erwärmt und mit den verquirlten Eiern zum Mehl gegeben werden. In alten Kochbüchern findet man aber auch oft die Zubereitung eines "abgetriebenen Germteigs"; vor allem wenn das Backwerk besonders fein sein soll. So auch gesehen in "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato (26. Auflage, 1897). In diesem Buch sind übrigens gleich sechs verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten für Faschingskrapfen aufgelistet:
  • Feiner abgetriebener Krapfenteig
  • Abgeschlagener
  • Mit Schlagobers anstatt Butter
  • Krapfenteig ohne Eier
  • Bauernkrapfen
  • und den ordinären Teig :D
Egal wie Ihr Eure Faschingskrapfen zubereitet - ich wünsche Euch auf alle Fälle einen schönen Faschingdienstag!



Faschingskrapfen


Mengenangaben für 6 Krapfen:

15 g Germ
1 TL Kristallzucker
50 ml Milch
4 EL Mehl

35 g Butter
3 Dotter
1 TL Rum
etwas Zitronenschale
1 Prise Salz
150 g Mehl
1 dl Schlagobers / Sahne

etwas Marmelade
Öl zum Ausbacken
Staubzucker zum Bestreuen

Für das Dampfl Germ und Kristallzucker in warmer Milch auflösen. Mehl zugeben, gut verrühren und mit etwas Mehl bestreuen. Mit einem Geschirrtuch zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen.

Butter und Dotter schaumig rühren (=Abtrieb). Rum, Zitronenschale, Salz, Mehl, warmen Schlagobers und das Dampfl zugeben und zu einem glatten weichen Teig schlagen. Zudecken und wieder gehen lassen.

Den Germteig dünn ausrollen und mit einem bemehlten Glasrand oder einem Ausstecher 12 runde Formen ausstechen. Wenn die Kreise zu klein gewählt werden, kann es beim Ausbacken passieren, dass die Krapfen sich in der Pfanne drehen. Somit kommt kein heller Ring um den Krapfen zustande!
Sechs dieser Teigkreise in der Mitte mit 1/2 TL Marmelade belegen und mit den restlichen Kreisen zudecken. Die Ränder fest zusammendrücken. Nochmals ausstechen und auf eine bemehlte Fläche legen. Gehen lassen. Nach etwa einer Stunde die Krapfen wenden und nochmals gehen lassen.

Reichlich Fett erhitzen und die Krapfen mit der Oberseite nach unten in die Pfanne legen. Anbacken, umdrehen und fertig backen. Die Krapfen auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und mit Staubzucker bestreuen.




Donnerstag, 3. März 2011

Grenadiermarsch

Aus meiner Internatszeit weiß ich, dass dieses Gericht nicht unbedingt eines der beliebtesten ist. Immerhin ist der Grenadiermarsch nichts anderes als ein Gemisch aus Speiseresten und wurde von uns auch immer liebevoll als "Wochenrückblick" bezeichnet.
Küchenchef Karl Duch beschreibt den Grenadiermarsch in seinem Kochbuch* so:

"Das Teigwarengröstl ist ein ausgesprochenes Restegericht. Bleiben Teigwaren, Nockerln oder beliebige Knödel über, die nicht mehr zu einer Mahlzeit reichen, so werden sie [...] mit Kartoffeln kombiniert und zu einem kompletten Gericht gestreckt. Selbstverständlich kann man auch fleischhaltige Reste daruntermischen."

Wie das Gericht zu seinem Namen gekommen ist, lässt sich nicht genau beantworten. Im Kochlexikon** wird der Begriff so erklärt, dass die einfache, preiswerte und sättigende Verpflegung für Grenadiere zu seinem Namen geführt haben könnte. Klingt einleuchtend - und auf alle Fälle besser als "Restlfutter" :D


Und hier ist meine Version:

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 kg Kartoffeln
300 g Nudeln
1/2 TL Paprikapulver
Chilipulver
Salz, Pfeffer
etwas Petersilie
etwas Öl

3 Paar Frankfurter (Wiener Würstchen)

Die gekochten Kartoffeln schälen und feinblättrig schneiden. Nudeln weich kochen. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in etwas Öl anschwitzen. Kartoffeln zugeben und gut durchrösten. Nudeln ebenfalls zugeben und nochmals durchrösten. Petersilie fein hacken und mit den Gewürzen unterrühren. Abschmecken.

Frankfurter in ca. 2 cm große Stücke schneiden und an den Enden kreuzweise einschneiden. In etwas Öl rundum braten und auf dem Grenadiermarsch verteilen.




*Wiener Kochbuch - Die Praxis des modernen Kochens
von Küchenchef Karl Duch
Fachverlag für Kochkunst, Mayer & Comp.
Wien, 1946

** Menü - Das große moderne Kochlexkion
Band 4: Gef - Ing
Verlag Bertelsmann GmbH & Co. KG
Hamburg, ohne Jahresangabe
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