Dienstag, 30. November 2010

Adventskalender

Ab morgen gibt es auf meinem Blog wieder einen Adventskalender mit 24 Köstlichkeiten für die Weihnachtszeit. Nachdem ich im vergangenen Jahr nur Ideen für den Keksteller hatte, möchte ich dieses Jahr auch Eierlikör, Punsch, usw. ausprobieren. Die Rezeptideen dafür stammen aus meinen ältesten Kochbüchern (u.a. "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato, 1889) und natürlich wieder aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner Oma.

Heute kümmere ich mich schon mal um die Schokotunkmasse. Wenn man mehrere Bäckereien in der Weihnachtszeit machen möchte, zahlt es sich aus gleich zu Beginn eine größere Menge herzustellen:

Rezept für Schokoladetunkmasse / Schokoladeglasur

400 g Kochschokolade

200 g Butter
 
Kochschokolade mit Butter schmelzen und tablieren. Tablieren bedeutet mit einem Löffel die Glasur glatt zu streichen bis dieses glatt und glänzend ist.Die Tunkmasse im Topf auskühlen lassen, zudecken und in den Kühlschrank stellen. Vorsicht beim Aufwärmen - unbedingt rühren und eventuell ein kleines Stückchen Butter hinzufügen, damit die Schokoladetunkmasse nicht anbrennt!

Ich wünsche Euch allen eine köstliche Adventszeit!!!

Samstag, 20. November 2010

Aufstriche

Anlässlich unseres Bastelabends ein kleines Aufstrichbuffet :)


Kräuteraufstrich
80 g Butter
125 g Topfen
2 EL Sauerrahm
3 EL gehackte Kräuter (z.B. Schnittlauch, Petersilie, ...)
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Butter schaumig rühren. Mit Topfen und Sauerrahm gut verrühren. Gehackte Kräuter und feingehackte Knoblauchzehe unterheben und abschmecken.



Kürbiskernaufstrich


80 g Butter
125 g Topfen
2 EL Sauerrahm
1 Knoblauchzehen
2 EL Kürbiskernöl
3 EL gehackte Kürbiskerne
Salz, Pfeffer

Butter schaumig rühren. Mit Topfen und Sauerrahm gut verrühren. Gehackte Kürbiskerne, Kernöl und fein gehackte Knoblauchzehe unterheben und abschmecken.



Thunfischaufstrich

1 Dose Thunfisch
50 g geriebenen Käse
2 EL Sauerrahm
1 Schuß Orangensaft
1 kleine Knoblauchzehe
etwas Chilipulver
Salz, Pfeffer

Thunfisch abgießen. Geriebenen Käse, fein gehackte Knoblauchzehe und die restlichen Zutaten unterrühren. Abschmecken.



Wurstsalat

4 EL Mayonaise*
100 g Wurst (z.B. Schinken, Extrawurst)
3 Essiggurkerl
Salz, Pfeffer

Wurst und Essiggurkerl feinnudelig schneiden. Mit Mayonaise verrühren. Abschmecken.



Eiaufstrich

5 hartgekochte Eier
2 EL Mayonaise*
1 EL Sauerrahm
1/2 TL Senf
1 EL Schnittlauch
Salz, Pfeffer

Dotter passieren und mit Mayonaise und Sauerrahm verrühren. Fein geschnittenes Eiklar und Schnittlauch unterrühren und abschmecken.




*Für die Mayonaise:

Die Zutaten für Mayonaise sollten Zimmertemperatur haben - also bereits einige Stunden vor der Zubereitung Zutaten aus dem Kühlschrank holen!!!

1 Dotter
ca. 1/8 l Öl
1 TL Senf
1 Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Mayonaise kann man klarerweise auch kaufen, aber gerade bei Wurstsalat schmeckt man den Unterschied. Ganz wichtiger Hinweis: nachdem für Mayonaise die Eier roh verzehrt werden, unbedingt auf Frische achten oder auf pasteurisierte Eier ausweichen.

Dotter mit Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Nach und nach tropfenweise (!) Öl zugeben.

Dienstag, 16. November 2010

Gemüselasagne

250 g Gemüse (Erbsen, Karotten, Sellerieknolle, ...)
1 EL Butter
500 g passierte Tomaten
Salz, Pfeffer

2 EL Butter
2 EL Mehl
1/2 l Milch

1 Glas Pesto Genovese
9-12 Lasagneblätter
120 g geriebener Käse

Gemüse fein schneiden und in heißer Butter kurz durchrösten. Mit passierten Tomaten ablöschen, würzen und dünsten lassen. Abschmecken.

Für die Bechamelsauce Butter erhitzen und das Mehl kurz anrösten. Mit Milch ablöschen und unter Rühren aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine bebutterte Form etwas von der Gemüsesauce und Bechamelsauce gießen und mit ein paar Teelöffel Pesto Genovese verfeinern. Mit Lasagneblätter belegen und wieder von vorne beginnen. Für die letzte Schicht nur Bechamelsauce mit Pesto Genovese verwenden.

Geriebenen Käse drüberstreuen und bei 180°C etwa 30-40 Minuten backen.


Montag, 1. November 2010

Du und Dei Striezel

Mit der Zubereitung von diesem Germteiggebäck verbinde ich eine der schönsten Kindheitserinnerungen. Jeden (!) Samstagvormittag war meine Oma mit der Zubereitung dieser Köstlichkeit beschäftigt. Für uns Kinder gab es nichts schöneres als von dem leckeren Geruch von frischgebackenem Striezel aufgeweckt zu werden und diesen dann auch noch heiß verkosten zu dürfen - obwohl uns mit der Verspeisung von warmem Germteiggebäck die schlimmsten Krankheiten angedroht wurden ;)

An Zutaten verwendete sie Mehl, Germ, sehr fetthaltige Milch bzw. sogar Rahm und Zucker. Auf Eier und Butter verzichtete sie meines Wissens gänzlich. Meistens verfeinerte sie den Teig auch noch mit Rosinen. Genaue Mengenangaben gibt es für "ihren" Striezel leider nicht, da sie den Teig immer "nach Gefühl" zubereitete. Und auch ihr handgeschriebenes Kochbuch ist bei der Zubereitung keine große Hilfe:

"Man macht einen feinen Germteig ziemlich fest. Nach dem Aufgehen formt man daraus sechs gleichmäßige Rollen, die man zu einem sechsfachen Zopf verfertigt, auf ein Blech legt, aufgehen lassen und mit Ei (oder Milch) bestreichen, mit Kristallzucker bestreuen und gleichmäßig backen."

Obwohl ich bereits das eine oder andere schmackhafte Gebäck fabrizieren konnte, so ist mir bis heute keine "Kopie" ihrer Spezialität gelungen. Und hier ist der nächste Versuch:


Striezel

600 g Mehl
1 Packerl Trockengerm
300 ml Milch
80 g Zucker
2 EL Sauerrahm
1 Ei
1 Prise Salz
etwas Zitronenschale

Milch zum Bestreichen

Mehl mit Trockengerm vermischen. Milch mit Zucker, Salz und Zitronenschale erwärmen. Noch warm zum Mehl gießen. Sauerrahm und das verquirlte Ei ebenfalls zugeben und den Germteig schlagen bis er schön glatt ist. Falls der Teig noch zu weich ist, einfach etwas Mehl zugeben. Gehen lassen. Striezel formen* und nochmals gehen lassen. Mit Milch bestreichen und bei 180°C backen.



*Sechsstrangzopf flechten:

Einen Sechsstrangzopf zu flechten ist gar nicht so schwer, trotzdem würde ich ein "Trockentraining" mit Geschirrhandtüchern empfehlen ;)

Sechs Stränge formen und an den oberen Enden zusammendrücken:


1. Flechtung: Den linken Mittelstrang (rot) unter dem rechten Außenstrang (grau) durchlegen. Rot wird zum neuen Außenstrang. Grau wird zum neuen linken Innenstrang:


2. Flechtung: Der rechten Mittelstrang (braun) wird zum linken Außenstrang. Der linke Außenstrang (gelb) wird zum rechten Innenstrang:


Linken Mittelstrang unter dem rechten Außenstrang durchlegen (siehe 1. Flechtung). Rechten Mittelstrang unter dem linken Außenstrang durchlegen (siehe 2. Flechtung). Usw. usw. usw... Wichtig dabei ist, dass der Mittelstrang immer unter dem Außenstrang hindurchgeführt wird! Die Enden zusammendrücken und unter den Striezel legen...
Falls einem diese Flechterei zu kompliziert ist, gibt es auch eine "Schummelvariante": Einen großen und einen kleinen Dreierzopf flechten. Den kleinen mittig auf den großen setzen. Das Ergebnis ist täuschend echt ;)





Omas Striezel hat ihr übrigens eines der schönsten Komplimente von meinem Opa eingebracht. Nach der Verkostung eines wohl besonders guten Exemplares seufzte er: "Du und Dei Striezel - Ihr seids mir die Liabsten!"



Zur Erinnerung an
Juliana Tieber (geb. Pillner)
1926-2007
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